E-Gitarre: Aufnahmen schneiden usw.

von Ruonitb, 25.05.06.

  1. Ruonitb

    Ruonitb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.05.06   #1
    Hallo!

    Wir werden die E-Gitarren für unsere CD aufnehmen...wir werden voraussichtlich Toneport UX2 dazu verwenden.
    Wir haben teilweise allerdings sehr lange und extrem schwere Lieder und es wird wahrsch. auch recht schwierig, so ein Lied ohne Fehler durchzuspielen.
    Daher wollen wir bei manchen Liedern einzelne Teile eben extra aufnehmen bzw. die Gitarrenparts bei den Liedern in mehrere Teile aufteilen und dann natürlich wider zusammenschneiden.

    Wie macht man das am besten? Ich meine, auf den Aufnahmen sollte das natürlich nicht zu hören sein. Soviel ich weiß entstehen beim Zusammenschneiden doch Störgeräusche, oder?

    Was ist denn da zu empfehlen? wie macht man das am besten?

    Wäre für Hilfe sehr dankbar.
     
  2. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 25.05.06   #2
    das kannst du mit jedem Wave-Editor machen, z.B. auch der Freeware Audacity.

    Um Knackser zu vermeiden solltest du am besten immer 2 Stellen zusammenkleben die gerade die gleiche Amplitude haben. Das läßt sich durch die Hineinzoom-Funktion de Programms recht exakt machen.
     
  3. Hexxium

    Hexxium Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.06   #3
    Das "Zusammenkleben" klappt im Normalfall ganz gut. Ich nehme immer im Zweifelsfall vorne und hinten einen Takt mehr auf. Anschließend kann man die überlappenden Teile übereinander legen und trimmen (verkürzen) oder, was bei mir meist bessere Ergebnisse bringt, kurze Crossfades machen.
     
  4. Ruonitb

    Ruonitb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.06   #4
    Ist es eigentlich gängig, die Lieder in einzelne Teile aufzuteilen und diese dann aufzunehmen und anschließend zusammenzuschneiden?
    Oder wird in der Regel ein Lied komplett durchgespielt?

    bzw. was ist besser/schlechter?
     
  5. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 02.07.06   #5
    Das kommt drauf an, wie gut Ihr seid :-) Es ist z.B. üblich verschiede Gitarrensounds auf getrennten Spuren aufzunehmen, also du musst während des Spielens nicht auf Fußpedalen rumtreten. Zum Beispiel, wenn die Gitarre in den Strophen clean gezupft ist, und im Refrain dann verzerrtes Powerchord-geschrammel. Man muss dann dabei auch nicht da sitzen und ohne zu spielen den nächsten Refrain abwarten, sondern kann durchaus da hinspringen. Solos werden auch meistens getrennt aufgenommen.
    Aber von vornherein den Song auseiannder nehmen und nur einzelnen Teile aufnehmen, würde ich nicht. Das macht dann doch den Spielfluss etwas kaputt. Aber es kommt eben auch auf den Song an, und drauf, welches Instrument gerade aufgenommen werden soll.
    Also ich würde zunächst einmal durchspielen, und wenn man irgendwo eine Fehler macht kurz vorher einsteigen. Bei einem ganz markanten Break (als Besipiel mal der Beginn des Cleanpasrt mitten in Metallicas "Master of Puppets") könnte man schon vorher sagen, dass man nur bis da spielt. Ist ja bis dahin auch lang, und es sind ja beinahe 2 Songs, weil ja alle Instrumente aufhören. Ebenso kann man manchaml tricksen und die Songs insofern zerschnibbeln, als man einen Refrain, den man ersten Mal genial eingespielt hab, und dann nie wieder vernünftig hinbekommt, einfach kopiert und beim zweiten Refrain wieder einfügt.
    Müsst Ihr eben selbst wissen, wie weit Ihr da gehen wollt. Es sollte eben nicht abgehackt, zusammengestzt und gefühlslos klingen.
     
  6. Ruonitb

    Ruonitb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.06   #6
    Ja, um das gehts ja.
    Ich muss zugeben, dass es da schon ein, zwei Stellen gibt, die wir wohl eher nicht 100%ig sauber hinbekommen werden, wenn wir alles an einem Stück spielen.
    Aber natürlich will ich auch nicht, dass man nach dem Schneiden noch hört, dass geschnitten wurde. ;)
    Also sollten Knackser und andere Störgeräusche vermieden werden.

    Natürlich ist es besser wenn man durchspielt - ist ja auch weniger Arbeit! ;)
     
  7. Lucky_Strike

    Lucky_Strike Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.07.06   #7
    Keine Angst. Wenn du Crossfades verwendest knackst ueberhaupt nix. :great:

    Am besten die Parts ueberlappend einspielen, d.h. du spielst immer noch das ende vom vorherigen part mit und den Anfang vom darauffolgenden Part. Und blendest die Parts dann mit Crossfades uebereinander. Und voila, perfect. (wenn du nicht zu schlecht und unterschidlich eingespielt hast ;) )

    Wenns, wie Ara Ulti schon gesagt hat, parts mit sehr unterschiedlichen klang einstellungen sind einfach den "Cut" drinnen lassen, oder zB. den gezerrten grund arrkord ausklingen lassen und darueber den zB. clean sound einspielen.

    In Parts wird oft gemacht.
    Kommt aber auf die band an, manche spielen ihr ganzes Album Live ein.
    Andere in fuenf getrennten studios. ...
    Aber Erlaubt ist was gefaellt und gut klingt.
     
  8. Navar

    Navar Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.06   #8
    Da gibt es unterschiedliche Herangehensweisen je nachdem wie es sich aus der Aufnahmesituation ergibt. Es ist immer günstig so viel wie möglich am Stück zu spielen und wenn ihr selber aufnehmt und nicht an Studiozeiten gebunden seit könnt ihr euch auch die nötige Zeit nehmen, den Unterschied hört man hinterher.
    Man kann auch am Stück einspielen und wenn die Fehler nicht zu gravierend sind hinterher die entsprechenden Stellen nachträglich korrigieren. Das geht eigentlich sehr gut. Wenn es jedoch Parts gibt die so anspruchsvoll sind, dass ihr sie definitiv nicht in einem Stück spielen könnt und mit den Aufnahmen nicht so lange warten wollt bis das klappt, dann würde ich empfehlen sich vorher sehr genau Gedanken zu machen wie man den Song logisch unterteilen kann um entsprechend die Aufnahme so zu splitten, dass der Bruch nicht zu groß ist.
    Die Gefahr ist dabei, dass man sich von der Einfachheit verführen lässt den kompletten Song so einzuspielen oder sogar hinterher mit Copy&Paste arbeitet. Den Unterschied hört man hinterher definitiv.
    Effekte per Pedal während einer Aufnahmesession umschalten ist dagegen eigentlich nicht zu empfehlen, es sei denn man ist so präzise, dass auch das reibungslos klappt oder man möchte die Umschaltgeräusche als stilistisches Mittel verwenden. (soll es ja auch geben)
    Wenn ich privat Sachen aufnehme, zum Beispiel beim Song - schreiben, dann stückel ich oft sehr viel um schneller arrangieren zu können, setze mich aber hinterher dann hin und spiele im Anschluss den kompletten Song am Stück ein um das Feeling zu bekommen. Gerade dabei habe ich sehr stark gemerkt, wie "klinisch" ein Song wird, wenn man viele Parts getrennt aufnimmt oder sogar kopiert und woanders einfügt.
     
  9. DeathMetal

    DeathMetal Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.07.06   #9
    Also natürlich ist das Geschmackssache, wie ja hier schon so oft erwähnt wurde, jedoch habe ich bis jetzt in keinem einzigen Studio gesehen, dass die Gitarrentakes durchgespielt werden, außer man hat zeitliche Begrenzung oder ist Profi und hat damit keine Probleme.

    Ich habe keinen einzigen Meiner Songs in einem Stück durchgespielt ... erstens hätte ich es nie so sauber hinbekommen, dass es wirklich wie aus einem Guss klingt und zweitens kann ich mir im Vorhinein schon die Arrangierung zurechtrücken bzw. noch verändern. Meistens wird bei mir farblich aufgeteilt und Vers u. Refrain bekommen verschiedene Farben und werden danach arrangiert, damit ich auch beurteilen kann ob passt was ich da zusammenbastle. Bei Stellen, die sich schwer zusammenkleben lassen verwende ich einfach Crosscuts und schon ist das Problem gelöst ... letztendlich ist das aber eine Kostenfrage. Wenn ich jetzt selbst in ein anderes Studio gehen würde, würde ich wohl auch so viel wie möglich am Stück spielen um Arbeitszeit u. Nerven zu sparen ... schließlich kennt der zuständige Tontechniker meine Arbeitsweise nicht und wird Schwierigkeiten haben sich dem zu fügen ... schon aus Prinzip :) das will ich ihm auch nicht zumuten, aber wenn ich selbst die Möglichkeit habe zu basteln dann setz` ich mich gemütlich hin und feile daran bis es passt ... so wird meiner Meinung nach auch die Kreativität gefördert, weil man viel entspannter arbeiten kann!

    Beste Grüße

    Manuel
     
  10. Ruonitb

    Ruonitb Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.07.06   #10
    Was genau sind denn eigentlich Crosscuts bzw. Crossfades?
     
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