E-Orgel verkaufen?

Ok Update: Es gab drei Interessenten, für alle drei konnte die Orgel zu viel (alleine 35.000 Sounds waren dann wohl doch etwas heavy).

Nun also eine Orgel mit allem, was es gibt, die für das mal eben so etwas spielen zu doll ist. Zwei Keyboards, die extrem viel können, aber dann doch zu wenig für ihn.
Logische Schlussfolgerung: eine weitere Orgel holen, upgraden und dazustellen und die alte halt behalten, weil warum denn nicht.

Manchmal werde auch ich aus meinem Vater nicht schlau.
 
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Naja, nimm es Deinem Vater nicht übel.

eine weitere Orgel holen, upgraden und dazustellen und die alte halt behalten,
Das geht auch anderen so ... Zu dem Thema gibt es hier (und auch in anderen Foren) extra die G.A.S.-Threads.
 
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Ich verstehe das völlig! Eine einzige Orgel ist doch ein bisschen wenig ... :D

Viele Grüße,
McCoy
 
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Alleine das genannte, bei Kauf auf Wunsch mögliche Update auf Sempra 3.0 hat einen Wert von über 3000,- EUR
Ich habe mich gefragt, was eigentlich dieses Sempra 3.0 ist bzw was es kann, für 3000 Euro.

Laut diesem Herrn im Video


View: https://m.youtube.com/watch?v=QsEsSmfEHfo&pp=0gcJCY4Bo7VqN5tD

ist es ein Bündel aus Betriebssystem und "phantastischen" Sounds / Samples. Der Fakt, dass es auf einem Stick geliefert wird und "in wenigen Sekunden" installiert ist, lässt mich vermuten, dass es keine allzu detaillierten Samples sind, und ehrlich gesagt, was ich da an Sound und Effekten gehört habe, würde mich unter Realbedingungen die Flucht ergreiffen lassen.
(Ist natürlich auch Geschmackssache).

Oder habe ich etwas verpasst , was ist der "Wert", der hier für 3000 Euro geliefert wird?
 
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@opa_albin

ist es ein Bündel aus Betriebssystem und "phantastischen" Sounds / Samples.

Du hast es schon richtig verstanden. 😁


Was das beinhaltet.... Lies und staune.


Und laut Preisliste Seite 38


kostet es "nur" 2.760 €.

Und der Alois Müller, der in meiner Nähe wohnt, dessen Video du da verlinkt hast, der ist schon ein guter Keyboarder meiner Meinung nach. In seinem Rücken steht das Korg Pa5X und wenn er darauf spielt, dann klingt es auch gut.

Nur auf der Böhm?

... würde mich unter Realbedingungen die Flucht ergreiffen lassen.

So sieht es aus. Für den normalen Spieler.

Hier übrigens noch ein Werbevideo..... 😵‍💫


View: https://m.youtube.com/watch?v=uE5T7_RqzvM&t=341s&pp=2AHVApACAboFBBICZGU%D3

Alois Müller ist halt ein rühriger Mensch. Googel ihn. Wenn er mehrmals das Superlativ "Fantastisch" verwendet, wird es in seiner Fanbase schon den einen oder anderen solventen Spieler geben, der auf seine Meinung zählt. Aber er bedient da ja auch eine andere Klientel.
 
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Ich finde es deutlich besser, wenn Menschen im hohen Alter ihr Geld für eine raumfüllende Orgel ausgeben, als für einen Mercedes mit 300 PS.

Das ist für die Umwelt und die Mitmenschen schonender. ;)

Wie sagte schon Otto seinerzeit: "Ich selbst habe immer eine geweihte Christopherus-Plakette an meiner Orgel und bin seitdem noch nie mit einer anderen Orgel zusammengestoßen."

Und es stimmt: Väter machen komische Sachen - Söhne allerdings auch ... :D
 
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Bei der Preisliste wird es einem ja wirklich angst und bange! :eek2: Da gibt es klingende Raumschiffe mit drei Manualen und dem Preisschild eines Neuwagens der gehobenen Mittelklasse bzw. eines gut ausgestatteten SUVs oder leistungsstarken E-Autos. Ich frage mich nur - gibt es wirklich einen Markt dafür?! Und wie sehen die Stückzahlen pro Jahr aus, die tatsächlich neu gebaut, verkauft und ausgeliefert werden?
 
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Und jetzt ist mir auch eingefallen, woran mich das Ding die ganze Zeit erinnert:


View: https://youtu.be/c2zurZig4L8?si=AKDlvFf83w8PRGNX

Mit etwas Ähnlichem (zumindest optisch) hat seinerzeit schon Keith Emerson den bis dahin sehr erfolgreichen Sound der Band versaut. ;)

Auch der Preis war ähnlich. Dieses GX-1-Monster wurde damals für 60.000 Dollars verkauft. ABBA hatten auch eins und sogar Led Zeppelin und Yes sollen eins besessen haben.

Ich glaube, da ist man mit so einer Böhm-Orgel sogar soundmäßig weniger eingeschränkt. Weil das GX-1 klang (für meine Ohren) eigentlich immer gleich ... schlecht ... :tomatoes:
 
Joar, alles ein tiefes Thema. Ich habe mich übrigens mal bei meinem Vater erkundigt und tatsächlich hat Böhm weiterhin einen internen Gebrauchtmarkt für Premium-/Studio-Orgeln. Dieser ist jedoch für die breite Masse (so zumindest laut Aussage) nicht zugänglich.

Die dort gehandelten Orgeln sind im Originalwert ähnlich wie die meines Vaters im Bereich ab ~ 50/60.000,- EUR (Die meines Vaters liegt mit den Upgrades übrigens bei ~ 80.000,- EUR, ich hätte ja eher einen Porsche gekauft, aber egal 🤣).

In solchen internen Foren ist die Orgel laut meinem Vater auch weiterhin inseriert.
 
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Ich finde es deutlich besser, wenn Menschen im hohen Alter ihr Geld für eine raumfüllende Orgel ausgeben, als für einen Mercedes mit 300 PS.
Keine Frage... :)

Aber ganz ehrlich, ich kann nicht nachvollziehen, was an so einer Orgel 80000 wert ist. Dafür könnte man ein halbes Jahr Personalkosten planen, für jede einzelne Orgel ...

Mir war hat nicht bewusst, dass es dieses Segment und diese Zielgruppe überhaupt gibt. ich dachte bisher, dass ein Nord Stage für 5000 teurer ist 🙂
 
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Auch der Preis war ähnlich. Dieses GX-1-Monster wurde damals für 60.000 Dollars verkauft. ABBA hatten auch eins und sogar Led Zeppelin und Yes sollen eins besessen haben.
Yes/Wakeman nein (hatte(n) nie einen GX1), Emerson zwei (einer davon vom Radlader gefallen, der zweite von Led Zeppelin/JPJ gekauft, der später an Hans Zimmer ging ...) - Geschichte und Player des GX1 ist eine sehr interessante Sache und statt Vermutungen und Halbwissen am besten googeln/recherchieren (vielleicht mit wikipedia anfangen: Yamaha GX-1. Übrigens bitte nicht verwechseln mit einer anderen GX-1 von Yamaha:
1772707464147.png


Fanfare for the Common Man von ELP war 1977 (damals sahen Alleinunterhalter-Orgeln noch ganz anders aus)! Sound ist wie immer Geschmackssache - mir gefällt er, vor allem für die damalige Zeit. Übrigens Expression ist auch eine Folge des damals einmaligen obersten Synth-Manuals.

Mit den Alleinunterhalter-Orgeln, egal wie aufwendig, hatte die GX1 absolut nichts zu tun. Und egal, wie aufwendig man die letzten/heutigen Alleinunterhalter-Orgeln macht, sind bleiben Tischhupen, halt für ein Schweine-Geld. Aber es finden sich durchaus noch Leute, die so etwas spielen, aber wie gesagt sterben die biologisch bedingt halt aus. Während die aktuellen Synth-Neuerscheinungen durchaus von Leuten in den 20ern bis 40ern gespielt werden, gibt es in diesem Altersbereich meiner Meinung und Erfahrung nach niemanden (vielleicht an zwei Händen abzählbar), der sich so etwas gebraucht oder gar neu anschafft, vor allem, weil man für allein die aufgerufenen Neupreise der o.g. Software einen Moog Muse bekommt und sich für die genannten Kaufpreise quasi eine Zusammenstellung aller aktuell erhältlichen Synth-Flaggschiffe hinstellen kann, ganz abgesehen von zig Terabyte Software-Synths. Nur Leute, die mit Alleinunterhalter-Orgeln groß geworden sind und mit späterer Technik nichts anfangen können bleiben halt dabei und träumen davon, dass ihre Kisten à la Auto-Oldtimer auch anderen Leuten noch viel Geld wert sind. Aber ich will nicht leugnen, dass es noch solche lebenden Leute gibt, die sich u.U. sogar für viel Geld ihren 50 Jahre zurückliegenden Jugendtraum heute noch realisieren. Also alles gut: Jeder wie er will. :prost:
 
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Böhm bietet die Orgel des Threaderstellers übrigens selbst gerade gebraucht an. Weniger Ausstattung, in der Farbe Braun, für 22.900 €.

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Die meines Vaters liegt mit den Upgrades übrigens bei ~ 80.000,- EUR
Boah, Wahnsinn! Und da jammert meine Frau, dass mein Nordstage 3500€ gekostet hatte und meine Uhl-Orgel 3400€ und die PA 3000€ und der Kleinkram xyz€ :) . Aber toll, wenn es Menschen gibt, die dort ihre Erfüllung finden. Man kann sein Geld ja ausgeben, wo ma will. Manche kaufen sich Uhren in dieser Preisklasse... Wer's mag und kann, GERNE! Er wird genug dafür gearbeitet haben in seinem Leben, dass er sich für ein Hobby sowas "gönnt". ES SEI IHM SEHR VERGÖNNT! Vielleicht boxe ich bei meiner Finanzministerin irgendwann doch noch nen echten Leslie für die Uhl und nen Subwoofer für die PA durch :giggle:
 
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Es reicht wahrscheinlich 1 -2 dieser Orgeln pro Jahr zu verkaufen.
Ich bin mir nicht sicher, ob Deutschland da der relevante Markt ist. Kanada und USA dürften eher interessant sein.
 
.... Man kann sein Geld ja ausgeben, wo ma will.
Das ist richtig.

Es könnte sein, dass z. B. ich mit meinen Beiträgen als Kritiker solcher Orgeln erscheine. Das ist aber nicht der Fall. Ich finde Orgeln, gerade solche, wunderbar anzuschauen. Ich würde mir ein eigenes Zimmer einrichten und es mit Orgeln voll machen, hätt ich nur den Platz dafür.

Ich gönne so eine Orgel jedem, der sie sich leisten kann und sein Eigen nennen möchte. Auch, wenn hier Preis und Leistung im Vergleich zu anderen Produkten am Markt in keinem Verhältnis stehen.

In mir wecken solche Bilder heute noch Begehrlichkeiten. Ich bin aber zu sehr Zahlenmensch, um dem zu erliegen.

Problematisch wird das Ganze ja auch nicht während der Zeit der Nutzung, sondern, wie sich in diesem Fall hier exemplarisch zeigt, wenn der Besitzer sich trennen muss oder verstirbt. Und dann die Überraschung groß ist, sei es durch den Besitzer selbst oder die Erben, dass sich der vermeintlich große zu erwartende Geldbetrag, gezahlt von der gierigen Schar an sich überbietenden Interessenten, in Rauch auflöst.

Ist wie bei Münzen Reppa. Kaufen Sie jetzt den auf nur 750 Stück begrenzten Tschad Francs, 15 Münzen für nur 2.499 €. Sammlerstück. 7,5 g Feingold! 😁 2.499 €!

Man denkt man hätte einen realen Wert, bis es irgendwann zur Realisierung kommt.
 
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Vielleicht boxe ich bei meiner Finanzministerin irgendwann doch noch nen echten Leslie für die Uhl und nen Subwoofer für die PA durch
Das war auch mein Gedanke - man kommt zuerst mit einem Angebot dieser 80k-Orgel zum Neupreis und erzähle, wie toll die ist.
Dann kann man ja selbst sagen, dass die eigentlich zu teuer ist, aber es gibt da die günstige gebrauchte für 35000. Dann liebäugele man eine Weile öffentlich damit.
Letztlich lässt man sich schweren Herzens runterhandeln auf eine "poplige" Uhl und einen alten gebrauchten Leslie, ein Nord als Zugabe und alle sind glücklich. :):)
 
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Die damaligen Preise für diese Orgeln sind aus heutiger Sicht in der Tat nicht mehr nachvollziehbar, waren seinerzeit aber durchaus "normal" und wurden bezahlt. Ich habe z.B. Mitte der 1970er Jahre einen Bausatz für eine voll analoge WERSI Zenith geschenkt bekommen, die heutige Kaufkraft für den Bausatz liegt wahrscheinlich bei ca. 15.000 Euro bis 20.000 Euro. Das sind nur die Kosten für die nackten die Bauteile, die monatelange Arbeit um das alles zusammezulöten udn aufzubauen nicht gerechnet - heute würde man dafür wahrscheinlich weniger als 500,- Euro zahlen.
 
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Die damaligen Preise für diese Orgeln sind aus heutiger Sicht in der Tat nicht mehr nachvollziehbar, waren seinerzeit aber durchaus "normal" und wurden bezahlt.

In den 80`ern kauften meine Eltern für mich die Yamaha Electone D85. Das Flaggschiff von Yamaha. Neupreis mein ich irgendwas um 16 K DM.

heute würde man dafür wahrscheinlich weniger als 500,- Euro zahlen.

Knapp 10 Jahre später, so um meine Hochzeit rum und Auszug aus dem Elternhaus, wollte die schon keiner mehr haben. Monatelang versucht. Die Zeit der Heimorgeln war vorbei. Damals schon. Heute will die selbst für 100 € keiner mehr, siehe Kleinanzeigen.

Wir mussten sie zersägen und als Elektroschrott entsorgen. Meine Eltern hatten neue Fenster und Türen bekommen. Die war so groß, die ging durch keine Öffnung mehr. 😢
 
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