E-Piano oder doch Stagekeyboard oder was anderes?

calymne

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ich weiß nicht, in welchem Unterforum ich richtig bin, weil ich aktuell nicht weiß, welches Instrument ich benötige.
Ich poste also erst mal hier

Ich würde mich als fortgeschrittenen Anfänger bezeichnen. Ich spiele nur für mich, habe keine Vorspielambitionen. Mein Ziel war es, Kirchenorgel zu lernen. Gespielt habe ich die letzten 2 Jahre auf einer gebrauchten Heimorgel (Elka) mit Stummelpedal. Ich möchte jetzt besseren Klang.
Inzwischen hab ich auch festgestellt, dass nicht so viel Zeit darauf verwenden möchte, täglich stundenlang zu üben, um 2 Hände plus Fuß/Füße zu koordinieren, ich hab schon mit 2 Händen teilweise probleme und bin froh, wenn das vernünftig klingt.
Also keine Orgel mehr für mich. Den Klang einer Orgel möchte ich aber auf jeden Fall haben, gerne auch nicht nur eine Klangfarbe sondern verschiedene Variationen.
Ich brauche nicht unbedingt 2 Manuale.
Aktuell teste ich ein Casio AP 470, das sich aber eindeutig mehr nach Klavier anfühlt, wobei ich mich an die Spielmechanik sicher gewöhnen könnte.
Nur der Klang überzeug mich nicht so 100% - Klavier ist toll, aber der Orgelklang.. dem fehlen die Variationen (oder ich hab sie nicht gefunden?).

Nach Google müßte ich wohl nach einem Stagekeyboard gucken - mich schreckt da weniger der Preis, als dass ich dafür viel Technik zusätzlich brauche - Lautsprecher und ein Midi (?) damit überhaupt Ton rauskommt. Und sonderlich "hübsch" (sorry, Frauengen, aber das Ding soll im Wohnzimmer stehen) ist das auch nicht mehr. Außerdem sind auf so einem Teil unglaublich viele Regler. So viel Technik brauche ich doch gar nicht?

Budget: ich denke 2000€ wären ok, natürlich wäre mir die Hälfte lieber.
Standort: zuhause, muss nicht transportiert werden, Klaviergröße vom Platz ist ok, viel mehr aber bitte nicht.
Eigenschaften: ansehnlich, nicht zu kompliziert und das Wichtigste ist: es soll nach Orgel klingen, darf aber gern auch Klavier oder Streicher etc können. Ich brauche aber keine Band im Hintergrund, ich bin kein Alleinunterhalter.

So ich hoffe das war erschöpfend, um mir was zu raten.
Gerne auch Links falls das Theme hier schon zu finden war, ich hab auf Anhieb nix gefunden in der Suche aber das heißt ja nichts...
 
maurus

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Bei deinem Budget und Wunschprofil wäre das vielleicht eine Möglichkeit:

https://www.nordkeyboards.com/products/nord-electro-6

Sind edle und professionelle Instrumente, mit einer guten Hammond-Simulation, und auch zwei unterschiedlichen Kirchenorgelmodellen (alle drei mit Zugriegeln). Mit der SW Tastatur sehr gut als Orgel spielbar, in der 61-Tasten-Variante noch deutlich unter deinem Limit.

Derartige Instrumente haben allerdings keine eigene Verstärkung...
 
McCoy

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Hallo Calymne und willkommen im Musiker-Board.

Das Problem: Klavier und Sakralorgel in einem Instrument auf klanglich befriedigendem Niveau gibt es AFAIK nicht.

Die gängigen Digitalpianos haben eine Hammertastatur und sind auf Klavier spezialisiert. Sie haben in der Regel 1-2 Sakralorgelsounds integriert, die aber eher ein Notbehelf sind. Die klingen zwar am Anfang beeindruckend, aber befriedigen nicht auf Dauer.

Daneben gibt es spezielle Sakral-Keyboard-Orgeln. Schau Dir dazu mal diese Seite von Thomann an: https://www.thomann.de/de/keyboard-orgeln.html (da gibt es auch Bewertungen)
Die gößeren Instrumente kommen preislich wohl nicht in Frage: https://www.thomann.de/de/2-manualige_sakralorgeln.html?oa=pra

Allerdings haben diese Instrumente dann wohl keinen Klaviersound, bzw. müßte man das bei jedem Instrument einzeln nachprüfen. Die Tastatur ist dann auch nicht auf Klavier ausgelegt.

Wenn man den Platz hat, kann man auch bei den Ebay-Kleinanzeigen nach gebrauchten älteren Sakralorgeln schauen. Die halten sich preislich auch meistens in Grenzen:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-sakralorgel/k0

Die Firma Ahlborn ist bekannt für ihre digitalen Sakralorgeln und bieten auch kleinere Modelle an: https://www.ahlborn-kirchenorgeln.de/index.php?a=produkte

Alternativ wäre auch über eine MIDI-Computerlösung nachzudenken. Da braucht man dann eine MIDI-fähige Tastatur (z.B. Digitalpiano oder Keyboard) und entsprechendes Audioequipment zum Anschluß an den Rechner.
Aeolus (kostenlos, Linux): https://de.wikipedia.org/wiki/Aeolus_(Software)
Grandorgue (kostenlos, Linux, Windows, Mac): https://sourceforge.net/projects/ourorgan/
Hauptwerk (Windows, Mac, kostenpflichtig): https://de.wikipedia.org/wiki/Hauptwerk_(Software)

Ich selbst benutze gelegentlich Aeolus und finde den Klang toll.


Grandorgue hatte ich früher, als ich noch nicht auf Linux unterwegs war. Ist auch klasse. Bei Aeolus werden die Klänge durch physical modelling erzeugt, bei Grandorge sind es Samplesets, die von weltweit tatsächlich existierenden Kirchenorgeln stammen.

Viele Grüße,
McCoy
 
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Wenn es um eine Sakralorgel geht, spricht man nicht von Stage-Keyboard, ganz einfach deswegen, weil eine Orgel auf der Rock-/Pop-Bühne alles mögliche sein kann, aber in der Regel keine Sakralorgel.
Dann würde ich auch nicht zu einem Nord Electro raten, denn dessen Sounds sind zu sehr auf Hammond-Orgel und ähnliches ausgerichtet - mich graust, wenn ich mit meinem Nord Stage Pfeifenorgel spielen will - man bekommt mit ein paar Tricks 3,4 brauchbare Klänge hin. Obwohl angeblich zwei vollwertige Pfeifenorgeln eingebaut seien.
Da würde ich die Empfehlungen von McCoy wesentlich zielführender finden.
 
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maurus

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Ja, wir sollten wohl hören, was calymne wirklich unter "Orgel" verstanden wissen möchte. Falls es wirklich um Kirchenorgeln geht, hat McCoy ganz recht. Für zu Hause würde ich selbst da wohl zu einem schönen Digitalpiano plus Midi-Computerlösung wie von ihm beschrieben tendieren.
 
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calymne

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Jetzt kurz später ausführlich.
Ich will Kirchenorgelklang. Alles andere ist ein willkommener Bonus.
Die Vorschläge guck ich mir durch.
 
Be-3

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Mein Ziel war es, Kirchenorgel zu lernen.

Ist es das immer noch?
Dann muss ich darauf hinweisen, dass man Orgelspiel ohne Pedal zumindest stark eingeschränkt ist.


Ich will Kirchenorgelklang. Alles andere ist ein willkommener Bonus.

Das scheint mir die wesentliche Aussage - dann solltest Du Dich tatsächlich auf Kirchenorgel-Spezialisten beschränken. Es gibt zwar auch in "Stagekeyboards" Kirchenorgelklänge, aber - wie schon von vielen hier gesagt - nur eine mehr oder weniger stiefmütterliche Beigabe sind, man aber für Dinge viel Geld bezahlt, auf die man keinen gesteigerten Wert legt:
  • Digitalpianos haben eine zum Orgelspielen schlecht geeignete Tastatur (die gleichzeitigt teuer ist) und höchstens wenige, fertig vorbereitete und "Orgelsounds".
  • Stagekeyboards wie die von Nord, aber auch Hammond SK, haben immerhin "eingebaute Pfeifenorgeln" mit kombinierbaren Einzelregistern.
    Besser als nichts, aber wenn man das Preis-Leistungs-Verhältnis sieht, bei dem man viel Geld für nicht benötigte Sounds zahlt und die eigentlich gewünschten Sounds nur eine stiefmütterliche Rolle spielen...

Also keine Orgel mehr für mich. Den Klang einer Orgel möchte ich aber auf jeden Fall haben, gerne auch nicht nur eine Klangfarbe sondern verschiedene Variationen.
Ich brauche nicht unbedingt 2 Manuale.

Dann scheint doch an einem "Sakralkeyboard" kein Weg vorbeizuführen:
  • Du hast "echte" Orgelregister
  • Aus diesen Einzelregistern kannst Du, wie bei einer echten Orgel, Deinen "Sound" zusammenkombinieren, wie es sich gehört.
  • Es lässt sich später evtl. problemlos auch noch ein Pedal anschließen
  • Die Tastatur ist für das (klassische) Orgelspiel optimiert.
  • Diese Keyboards haben meist auch eingebaute Verstärker/Lautsprecher, so dass Du ohne großes Kabelgewirr oder gar geführchtetes "MIDI" auskommst.

Und für Sakralkeyboards gibt es durchaus einen Markt - und sei es als transportabler Ersatz für die "richtige" Orgel in Gemeinden.

Einziges Problem aus meiner Sicht:
Und sonderlich "hübsch" (sorry, Frauengen, aber das Ding soll im Wohnzimmer stehen) ist das auch nicht mehr.
Der Eiche-Rustikal-Look könnte da ein Hindernis sein. :giggle:


Beispiele ("Einstiegs-Modell"):
Das ist mit gut 1000 € deutlich günstiger als z. B. der weiter oben empfohlene Nord Electro, "kann" aber viel besser Kirchenorgel.

Oder so etwas wie die Johannus One, die schlägt aber mit dem doppelten Preis zu Buche.
Hat aber auch "Orchestral Sounds" incl. Piano und Cembalo im Angebot (mit eigenem PIANO oder HARPSICHORD-Modus).

Sakral-Keyboards allgemein wurden ja auch schon von @McCoy empfohlen, da würde ich mir wirklich mal umsehen (wollte nur mal ein konkrete Beispiele geben). Wenn Dir MIDI angst macht und Du kein Gebastel im Wohnzimmer stehen haben möchtest, scheiden Computer-Lösungen wir Aeolus, Hauptwerk & Co. wohl sowieso aus.

Viele Grüße
Torsten
 
calymne

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WOW -
Ihr seid echt klasse hier, vielen vielen Dank für die vielen Denkansätze.

Kirchenorgel ist immer noch mein Trauminstrument (neben Dudelsack :whistle:♪♫ , auch gerne in Kombination, mega!) ich habe aber akzeptiert, dass ich jetzt mit Ü40 zu viel Zeit zum Üben reinstecken müßte, und da spiele ich eben lieber ohne Füße und dafürm mit ohrenfreundlicher Treffsicherheit beider Hände. Ich hab als Kind nie Tasteninstrumente gespielt - da ist nichts auf das ich zurückgreifen könnte.
Mein Ziel ist es auch nicht, die großen Klassiker von Bach oder Beethoven komplett zu können, das Level werde ich kaum erreichen, ist ok. mMn klingt eigentlich fast alles an Musik auf Orgel toll (die eingefleischten Kirchenmusiker werden mit den Augen rollen). Genau das hat mich letztlich angefixt, ich war mein Leben nur wegen der Musik in Kirchen und erwischte dort dann ein Konzert aus Orgel und Dudelsack + dosiertem Schlagzeug. Klassische Stücke plus Metallica und so.

was ist jetzt nach Euren Posts hängengeblieben:

- ein Digitalpiano scheidet demnach schon mal aus
- ein Stragekeyboard ist dann wohl auch nicht das richtige, weil ich zu viel für mich unnötiges Gedöns habe, und trotzdem wieder nur ein paar wenige Orgelklänge
- "Midi-Krams" klingt zwar toll, möchte ich aber aktuell nicht. Wenns mich in 10 Jahren doch überkommt, dann ist das so.
-> es bleibt über ein Sakralkeyboard.

Ich möchte in dem Fall auch tatsächlich nicht unbedingt ein gebrauchtes, jedenfalls nicht von einer Firma die es nicht mehr gibt wie ich das aktuell habe.

Die Frage dann dazu: reichen mir denn die gängigen 61 Tasten? Jaaa eben doch noch mehr Anfänger in solchen Sachen... Gefühlt würde ich sagen: ne, entweder müssen es 76/88 sein oder dann doch 2 Manuale.
 
Be-3

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ich habe aber akzeptiert, dass ich jetzt mit Ü40 zu viel Zeit zum Üben reinstecken müßte, und da spiele ich eben lieber ohne Füße und dafürm mit ohrenfreundlicher Treffsicherheit beider Hände.

Ist ja völlig in Ordnung.
Ich musste einfach nur der Vollständigkeit halber erwähnen, dass Orgel ohne Pedal einfach stark limitiert ist. Kommt eben einfach darauf an, was Du spielen möchtest.
Und es gibt ja auch viel Original-Literatur, die ohne Pedal auskommt.

Außerdem lässt sich das später auch immer "nachrüsten", indem man mit dem gefürchteten MIDI einfach ein Kabel zwischen Pedal und Orgel hängt und schon hat man ein Pedal.
Muss ja nicht alles auf einmal sein und man kann sich die Option offen halten.


Die Frage dann dazu: reichen mir denn die gängigen 61 Tasten?

Im Prinzip reichen zum Orgelspielen 61 Tasten, denn Orgeln haben maximal 61 Tasten (die meisten Kirchenorgeln sogar weniger).
Wenn Du allerdings statt mehrerer Manuale mit Split spielen möchtest (also statt zweier Manuale nur eines, das "oben" und "unten" anders registriert ist), dann können mehr Tasten durchaus von Vorteil sein. Oder wenn man doch mal einen Klavier-Sound nutzen möchte...

Wenn es Dir um Orgel ginge (was es ja tut), würde ich mich auf 61 Tasten beschränken und lieber ggf. später noch ein zweites Manual dranhängen.
61 Tasten machen das Instrument auch handlicher und leichter.

Viele Grüße
Torsten
 
Koksi01

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Ich will Kirchenorgelklang. Alles andere ist ein willkommener Bonus.
Ich bin kein "Tastenspieler", brauche aber für mein Ensemble oft eine Sakralorgel zur Begleitung. Wenn keine passende Orgel vorhanden ist leihe ich mir derzeit von einem Freund sein "Sakralorgel-Keyboard", ein "Parvus" von GEM (Nachfolger ist die "Parvus II" von Ahlborn).
Dieses kleine, leichte und unscheinbare Keyboard hat bisher noch jeden Organisten zum Lächeln gebracht, der gewohnt ist, dass ihm irgend ein e-Piano als Orgelersatz unter die Finger geschoben wird. Kostet meines Wissens so um die € 1.600,-.
Wenns ein bisserl mehr sein darf wäre eventuell auch eine Viscount Cantorum Duo (mit € 2.300,- aber über deinem Budget) eine tolle Option.

Wenn du Orgelklang willst, dann nimm eine Sakralorgel - alles andere wird dich nicht glücklich machen.
Alternativ ginge natürlich noch eine PC-Lösung wie @McCoy ja schon erwähnt hat.
Ich hatte mir da mal zum Probieren ein System mit zwei MIDI-Tastaturen, einem lüfterlosem PC, einem Touchscreen und einer MIDI-Box zum registrieren zusammengebastelt (mit der Software "Hauptwerk").
Funktioniert und klingt echt super - war aber weder für den mobilen Einsatz verwendbar, noch hat es dieses Orgelfeeling rübergebracht. Ich werde mir bis auf weiteres die "Parvus" ausleihen, und wenn der Leidensdruck zu groß wird mir eine Cantorum Duo gönnen.

lg Thomas
 
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Darf ich aus Neugierde fragen, warum dem so ist?

Vor allem, weil es sich völlig unnatürlich anfühlt.
Eine Orgel hat eben eine komplett andere Tonerzeugung als ein Klavier.
Da fliegen keine Hämmer und es gibt keine doppelte Repetitions-Mechanik.
Eine Orgel hat keine Anschlagdynamik und somit auch keine Probleme beim Pianissimo- oder Fortissimo-Spiel.

Eine Hammermechanik zum Orgelspielen ist:
  1. unnötig teuer
  2. unnötig schwer
  3. unnötig träge
  4. unnatürlich
Warum also sollte man bei einem dezidierten Orgel-Tastatur eine Hammermechanik nutzen, wenn man nicht muss?

Die unbedingte Notwendigkeit von Hammermechaniken bei Digitalpianos wird ja (zu Recht!) immer empfohlen, wenn man das Klavierspiel erlernen will.
Umgekehrt kenne ich aus meiner Verwandtschaft den Fall eines Konzertpianisten, der massive Probleme mit der Tastatur hatte, als er einmal Kirchenorgel spielen musste.

Natürlich geht vieles zur Not und natürlich haben zu allen Zeiten Organisten zu Hause auf dem Klavier geübt (zumindest, seit es Klaviere gab), aber man muss sich das Leben ja nicht unnötig schwer machen.

Analogie: beim Fahrrad bevorzuge ich auch einen Fahrradlenker und kein Auto-Lenkrad, obwohl das natürlich auch ginge. :D

Viele Grüße
Torsten
 
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Einziges Problem aus meiner Sicht:
Der Eiche-Rustikal-Look könnte da ein Hindernis sein. :giggle:

ha - das seh ich ja jetzt erst... tsss wer schließt denn von wohnzimmertauglich gleich auf Eiche rustikal? Das sagt ja mehr über dein Wohnzimmer aus als über unseres :tongue:
Besagtes Casio Digitalpiano hätte ich wenn, dann sogar in weiß genommen, damit es sich besser einfügt. Ich scheue halt etwas das Kabelgewirr das ist dann nicht mehr so "hübsch", darum gings.

Aber, wenn Midi, ist es dann richtig, dass ich im Prinzip nur eine eher schrottige Tastatur brauche, weil der Klang ja eh woanders her kommt?


Übrigens muss das ganze nicht portabel sein- ich hab kein Interesse an Auftritten, im Gegenteil kaum hört jemand zu, klappt gar nichts mehr :( also kein Ständchen für den Mann bisher.

"Parvus II" von Ahlborn

Viscount Cantorum Duo

Wenn du Orgelklang willst, dann nimm eine Sakralorgel - alles andere wird dich nicht glücklich machen.

das Ahlborn hatte Pille ja schon erwähnt, das kommt auf die Liste.
Und Viscount - wenn man auf deren eigener HP guckt, taucht das Duo da gar nicht auf. Heißt das wohl, es wird nicht mehr neu produziert?
 
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ha - das seh ich ja jetzt erst... tsss wer schließt denn von wohnzimmertauglich gleich auf Eiche rustikal? Das sagt ja mehr über dein Wohnzimmer aus als über unseres :tongue:

Nein, nein, keines unserer Wohnzimmer.
Das "Eiche rustikal" bezog sich auf das Design des verlinkten Viscount Cantorum und ich hatte ja gerade deshalb dessen Wohnzimmertauglichkeit infrage gestellt.


Und Viscount - wenn man auf deren eigener HP guckt, taucht das Duo da gar nicht auf.

Wenn ich auf https://www.viscountinstruments.com nachschaue und dann über "CLASSIC ORGANS" und dort "CANTORUM" anklicke,
dann kommen die drei aktuellen Modelle
  • CANTORUM DUO (da isses doch!)
  • CANTORUM V (das ist die Eiche rustikal)
  • CANTORUM VI PLUS (auch Eiche, aber heller)
Oder der direkte Weg zu CANTORUM DUO.

Viele Grüße
Torsten
 
calymne

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hast Recht, bin irgendwie auf einer anderen Seite gelandet und habs nicht gemerkt.
Und so viel Eiche ist am Viscount ja nun gar nicht dran. Man kann ja Deko an die Seiten machen:engel:
 
McCoy

McCoy

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???

Ich würde in der Kirche vor Ort fragen, ob ich auf deren Kirchenorgel üben darf und im Gegenzug im Gottesdienst wenn wieder erlaubt Gemeindelieder begleiten.

Die Kantoren bieten ja sogar Orgelunterricht an, da Organisten dringend gesucht werden.
 
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Wer Pille ist, habe ich erst hier im Forum gelernt. Startrek ist nicht so meins ...

Kann ich nachvollziehen.
Hatte mal einen Kollegen in der Schweiz, den sie Django nannten.
Ich dachte an Reinhardt, war damit aber wohl aber der einzige... :nix:
 
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calymne

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???

Ich würde in der Kirche vor Ort fragen, ob ich auf deren Kirchenorgel üben darf und im Gegenzug im Gottesdienst wenn wieder erlaubt Gemeindelieder begleiten.

Die Kantoren bieten ja sogar Orgelunterricht an, da Organisten dringend gesucht werden.
und was hat das mit meiner Frage zu tun? :) ich hab mit Kirche nichts am Hut, ich mag nur Orgel, wegen mir sollte die viel häufiger im nichtkirchlichen Bereich gespielt werden können. Dann hätte ich das vermutlich doch schon als Jugendliche gelernt und bräuchte jetzt hier nicht fragen, weil ich dann längst ne richtige Sakralorgel zuhause hätte und auch mit den Füßen spielen könnte ;)

@McCoy
da hast du dir ja einen "würdigen" Namenspaten rausgesucht, auch wenn das so gar nicht meine Musikrichtung ist 🙉 ich werde da eher aggressiv von.

ich hatte vorhin an Ahlborn gemailt um nach einer Klangprobe des Parvus zu fragen, da bei der Probe auf der Homepage kein Modell dabeisteht.
die Antwort kam umgehend: die Klangerzeugung ist bei allen Modellen identisch, die Unterschiede kommennur durch Verstärker/Lautsprecher und somit ist es egal von welchem Modell die Demo ist. Äh joah.
Wenn das denn so ist, dann ist meine Entscheidung für das Parvus 2 wohl gefallen, sofern mir mein Musiklehrer nicht noch mit was anderem um die Ecke kommt :m_key:.
Muss ich nur noch entscheiden, ob ich die Grundversion nehme oder für knappe 200€ mehr die "Aktivbox 80 Watt" haben will. Was auch immer das bedeutet. Besserer interne Lautsprecher vermutlich, ich werde da mal nachfragen.

Danke noch mal.
 
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McCoy

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Sorry, daß ich nochmal auf [OT] ... Ich muß nochmal für McCoy Werbung machen. ;-)
ich werde da eher aggressiv von.
McCoy ist sehr vielseitig, er kann auch sanft. Wirst Du da auch aggressiv von? Das ist eigentlich wie Debussy, nur improvisiert:


[/OT]

Ich glaube, mit der Parvus II kannst Du glücklich werden.
Wenn Du nur ab und zu Klavier-Sound haben willst, kannst Du den umgekehrten Weg gehen und mit der Orgel über MIDI am Computer einen Klaviersound ansteuern, z.B. mit Pianoteq. Anscchlagdynamik kann die PArvus II ja.

Viele Grüße,
McCoy
 

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