Effekt, dass ein A-Bass auch wie einer klingt?

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Piano-Gregor

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Sorry für die etwas komische Beschreibung, aber ich kenne mich als Keyboarder damit so gar nicht aus.

Unser Kontrabassist hat einen Tonabnehmer, mit dem der Bass nicht wie ein Kontrabass klingt, sondern eher wie ein E-Bass. Gibt es für eine DAW wie Cubase so etwas wie einen Preamp oder Effekt, der das wesentlich verbessert? Am besten natürlich als Freeware und einfach zu bedienen. So nach dem Motto: einfach Knöpfchen drücken und klingt dann super.

Ich weiß, ist ziemlich viel verlangt. Aber wer weiß, vielleicht gibt es so etwas ja tatsächlich;)
 

Kann er nicht einfach mit Mike oder einem einfachen Transducer abnehmen? Finde ich erstmal einfacher.
 
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  • #3
Wir machen demnächst Aufnahmen. Bei einem Kumpel auf Kumpelbasis. Nichts professionelles, sondern Homerecording. Alles komplett live einspielen ohne Overdubs. Alles akustische Instrumente, alle haben Tonabnehmer und das Schlagzeug ist ein E-Schlagzeug. Da ist Mikrofonierung nicht so günstig. Lediglich der Gesang hat dann ein Mikro. Und einen Tonabnehmer hat der Bass ja schon. Nur halt keinen schönen.

Aber ich will unserem Aufnahmekumpel da auch nicht reinreden. Keine Ahnung, wie gut der sich auskennt. Aber wenn es eine gratis Software gäbe, die mit einem Knopfdruck Magie bewirkt, dann könnte man ihm das ja mitteilen.
 

Da ist Mikrofonierung nicht so günstig.
Weshalb?

Und weshalb möchtet ihr die anderen Instrumente über die TA aufnehmen? (Klar, kann man machen, aber akustische Instrumente über TAs aufnehmen, um dann wieder per SW akustische Instrumente draus zu machen, überfordert mein Gehirn so'n büschen.)
 
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Wenn es wirklich natürlich akustisch klingen soll, führt nichts an einer Mikrofonierung vorbei. Live ist das ja notgedrungen o.k. Genau so wie bei akustischen Gitarren. Mit dem besten Pickup hört man nicht den Ton, der sich erst vor dem Instrument al Gemisch von Holzschwingung, Schallloch, usw. entfaltet.
Man kann bei der Aufnahme durch Aufstellung zueinander und Ausrichtung der Mikrofone auf die Instrumente auf eine möglichst gute gegenseitige Entkopplung achten. Dann kann man bei der Mischung ausbalancieren. Man kann nur im Nachgang nicht einzelne Instrumente nachträglich neu einspielen, um Fehler auszubügeln.
Oder ihr macht gleich eine Stereoaufnahme eurer Performance im Raum, wenn er gut klingt. Und das ergänzt ihr um zusätzliche Stützmikrofone an einzelnen instrumenten, um im Mix noch Einflußmöglichkeiten zu haben. Da muss man dann aber auf die Phasen zwischen Stereoaufnahme und Stützen achten.
 
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  • #6
Wir nehmen bei jemandem zu Hause auf, nicht in einem Tonstudio. Da gibt es jede Menge Übersprecher. Mit Tonabnehmer ist es für den Aufnehmenden nachher zum mischen am einfachsten. Und da der das aus reiner Freundlichkeit macht, stellen wir keine großen Ansprüche. Ich kenne die Bedingungen vor Ort nicht, auch nicht seine Kompetenz. Wer weiß, vielleicht schlägt er ja auch selber vor, alles zu mikrofonieren. Abgesehen vom Bass klingen die Tonabnehmer der anderen Instrumente auch ganz passabel. Wir wollen ja auch kein Album in Rundfunkqualität herausbringen.
 
jede Menge Übersprecher
Ok, alles klar. - Hmm, kann es am PU liegen? Ich habe eine akustische Bassgitarre mit einem recht billigen Shadow-Deckentransducer (SH2001, ca. 40€) verstärkt, das ist insgesamt ok, auch wenn die Bässe nicht besonders stark sind; am Upright habe ich einen K&K Bass Max. Den günstigen Shadow SH SB1 Double Bass Pickup kenne ich nicht.

Mit SW habe ich mich in dem Kontext bisher nicht beschäftigt, da kann ich leider nicht helfen.

Die alte Methode, eine ganze Band mit einem (oder zwei, falls Stereo) Mike aufzunehmen, ist nix für euch?!?
 
Und einen Tonabnehmer hat der Bass ja schon. Nur halt keinen schönen.
Welchen konkret?

Wenn der Klang nicht gefällt, dann an der Basis ansetzen und nicht mit PlugIns versuchen Fehler auszubügeln, die man hätte besser im Vorfeld vermeiden können.

Der authentischste Klang ergibt sich wie schon erwähnt durch adäquate Mikrofonierung, aber das ist ja nicht dein Thema.

Ich vermute, das ist ein einfacher passiver Piezo-PickUp, der unter die Brücke geklemmt ist.
In diesem Fall ergibt sich durch die Instrumentenkabelkapazität und den Widerstand des Piezos ein Filter (Tiefpass), der die Höhen dämpft und dem Klang den Charakter nimmt.
Ich habe mir für diesen Fall kurze (3m) Kabel mit der geringsten Kapazität selbst gebaut und damit erhebliche Unterschiede zu 'normalen' langen Kabeln wahrgenommen.
Am besten wäre es, vom Tonabnehmer sofort in einen Preamp zu gehen. Auch wenn der zwar für Gitarre ist, so schätze ich den L.R.Baggs Para Acoustic DI Preamp *sehr und empfehle ihn auch daher. Dort hast du gleich einen EQ mit parametrischen Mitten und damit kannst du sicher sehr schön das mittige, holzige Knurren des Kontrasbasses unterstreichen. Und vom Pickup halt nur ein kurzes hochwertiges Kabel mit geringer Kapazität.
Könnt ihr Kabel selbst löten? Dann nehmt das hier: Sommer Cable the Spirit LLX*

Ok, zugegeben die L.R. Baggs ParaDI liegt sicher über euer Preisvorstellung, ihr könnt alternativ aber auch ein kurzes (1,5m) Instrumentenkabel mit niedriger Kapazität nehmen und damit in eine normale aktive DI-Box gehen und die Klangregelung im Pult / der DAW vornehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es könnte auch sein, dass dieser Typ, der Euch "aufnehmen" will, in Codes spricht. "Du spielst in einer "Band"? Ich habe einen "Raum", dort könnte ich Euch alle "aufnehmen" aber ihr müsst euch alle direkt "anschliessen" wegen der Akustik..." Die ganze Sache erscheint mir höchst verdächtig.
 
  • #10
  • #11
Wir nehmen bei jemandem zu Hause auf, nicht in einem Tonstudio. Da gibt es jede Menge Übersprecher.
Ich nehme live praktisch immer, zumindest wenn es geht, den Pickup am Kontrabass und auch ein Mikro (heute in der Regel ein DPA 4099) für den Kontrabass Sound. Und da gibt es neben dem KB auch meist akustische Drums, Klavier, Blasinstrumente und dergleichen. Klar hat man etwas Bleed, also Übersprechen, am Kontrabass Mikro aber das ist im Gesamt Sound vernachlässigbar. Zumal ja das was da drüber kommt, ja auch über andere Eingänge/Mikros daher kommt, also ohnehin auch im Mix landet. Ich würde mir wegen Mikros keine großen Sorgen machen. Und es gibt imho kein Plugin, das vermurkste Signale so reparieren kann, dass es sich natürlich anhört. Da kommt am Ende immer ein Ergebnis raus, dem man anhört, dass man versucht hat ein vermurkstes Signal zu reparieren. Und dann noch "easy to use" und "free of charge". Hmm.
Es muss ja auch nicht gleich ein DPA 4099 sein, die Ovids oder auch das Behringer* Schwanenhals Mikro machen auch einen ganz guten Job am Kontrabass, wenn Geld knapp ist, wobei da angesichts der Preise von Kontrabässen auch durchaus fraglich ist, warum man dann nicht doch etwas gutes sich für dessen Abnahme leisten will.
 
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  • #12
Ich habe kürzlich in sehr ähnlichem Setting aufgenommen, und wir haben den Kontrabass sowohl mit TA als auch mit Mikro aufgenommen. Die Basistracks von Gitarre, Bass und Drums wurden live zum Click eingespielt, und wir hatten nur minimales Übersprechen zwischen den Kanälen. Da das Drumset mikrofoniert war, hätte es uns nichts gebracht, gerade auf's Mikro vorm Kontrabass zu verzichten. Letztendlich hatten wir dadurch ne schöne Option, beide Signale vom Bass zu mischen. PU ist ne praktische Sache für Live, aber schöner wird es im Studio immer, wenn man - zumindest optional - auch mit Mikro aufnimmt, ähnlich wie bei akustischen Gitarren ja auch.
 
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  • #13
Ein billiges Piezomikrofon zum aufkleben kostet bei eBay 7€ und macht keinen Aufwand, wo ist das Problem?
 
  • #14
Und wenn man genug Spuren hat, spricht ja auch nichts dagegen, über unterschiedlichen Wegen aufzunehmen, und sich später das beste raus zu suchen...

(Wenn man schon zusammen in einer Bude hockt und Musik macht, muss es ja auch nicht steril klingen.)
 
  • #15
Vorab: ich habe keine Erfahrung mit dieser Methode, aber es gibt IRs, die man ja normalerweise als Werkzeuge zur Boxensimulation kennt, auch zur Simulation akustischer Instrumente. Über einen IR-Loader in der DAW könntest du das nutzen, um den Tonabnehmer-Sound in Richtung "akustischer Kontrabass" zu beeinflussen.

Es gibt hier ein Video dazu am Beispiel eines Banjos:

View: https://youtu.be/r7cPYehrmWo?si=hLmIB8yDRPusKTTF

Um ein geeignetes IR-File zu finden, google vielleicht mal nach "IR Double Bass". Unter "Kontrabass" habe ich auf den ersten Blick nichts gefunden.

Nachtrag: Hier gibt es welche zum Download für 15$:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
Ich kann mich nur Anschließen: Mikrofonieren! Wollt ihr einen natürlichen Sound, führt da kein Weg dran vorbei.

Die Übersprechungen sind nicht so schlimm. Denk an ein Schlagzeug: da hat man die Overheads, die praktisch das ganze Set abnehmen, plus Raummikros und dann noch alle Trommeln einzeln (oder gleich doppelt) und auf jeden Kanal gibt es Übersprechungen.

Macht also eine Raummikrofonierung und dazu mikrofoniert ihr die Instrumente nochmal einzeln. Die PUs könnte ihr ja zusätzlich aufnehmen, aber immer, wenn ich das gemacht habe, habe ich die PU-Signale hinterher nicht verwendet.
 
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  • #17
  • #18
Spricht doch eigentlich für die 1-(oder 2-) Mikrofon-Lösung... https://bobbyowsinskiblog.com/recording-band-stereo-mic/
Vor einiger Zeit wurde (im DLR Kultur?) eine so erstellte Platte besprochen, finde ich aber gerade nicht mehr. War (jedenfalls früher) auch bei Livesituationen im Rundfunk nicht unüblich.
Wirklich...?
Der Trick und die wichtigsten Zutaten für den Klang dieser mit nur einem Stereo-Mikrofon aufgenommen Aufnahme sind ein sehr großer Aufnahmeraum mit sehr guter Akustik, und sehr viel Zeit, um die Positionierung der Musiker im Raum und ihre Spiel-Lautstärke zueinander auszubalancieren.

Wenn da kein 50m²-Wohnzimmer als Aufnahme-Raum, sowie ein ganzer 8-Stunden-Tag für nur einen einzigen Song zur Verfügung steht, braucht man mit sowas gar nicht erst anfangen zu träumen.

Ich würde vorschlagen, den Kumpel, der die Aufnahme machen wird, einfach mal machen lassen. Evtl. vorschlagen, falls genügend Spuren vorhanden sind, den Bass sowohl mit Tonabnehmer als auch gleichzeitig mit einem Mikrofon aufzunehmen.

Der Nachteil üblicher Proberäume oder Hobby-Räume, die man für solche Home-Recording-Aufnahmen nutzen möchte, ist die meist zu kleine Größe (der Bass-Klang "passt" nicht in den zu kleinen Raum) und die ungünstige Akustik (parallele Wände, kahle Wände und Decke, ...).

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #19
Ich würde vorschlagen, den Kumpel, der die Aufnahme machen wird, einfach mal machen lassen. Evtl. vorschlagen, falls genügend Spuren vorhanden sind, den Bass sowohl mit Tonabnehmer als auch gleichzeitig mit einem Mikrofon aufzunehmen.
Wenn's schnell gehen soll - ja.
 

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