Hallo,
bitte nicht falsch verstehen...
Solche Schaltungstechnik lernt man als Ausbildungsberuf zum Elektroniker, oder auch im Studium der Elektrotechnik. So eine Ausbildung dauert nicht ohne Grund ihre 2-3 Jahre.
Das sind also keine Sachen, die man in ein paar Postings hinreichend gut erklären, oder anhand von zwei-drei Postings gut verstehen könnte.
Deswegen meine Hinweise auf "Bastelbücher" für Hobby-Elektroniker, am Beispiel des uralten "Elektronik in Haus und Garten", in dem (die uralten, aber immer noch aktuellen) Grundlagen zu Transistoren und Transistor-Grundschaltungen leicht verständlich für Laien erklärt werden, und ein paar Bastelideen samt Schaltungserklärungen drin stehen.
Achtung!
In diesem Buch (und womöglich auch in anderen Bastelbüchern) steht ein Schaltungsvorschlag für ein Netzteil 220Volt drin. Bitte sowas niemals nachbauen! Die Schaltung entspricht keinen Sicherheitsvorschriften und ist für Laien zum nachbauen viel zu gefährlich. Kauft euch lieber ein fertiges stabilisiertes Netzteil , etwa ein Pedalboard-Netzteil. Ist günstiger, besser, und sicherer als so ein Eigenbau.
Oder auch andere Bastelbücher für Gitarreneffektgeräte, oder Elektronik-Schaltungen allgemein.
Mit "Bastelbüchern" meine ich solche, die sich in recht einfachen Darstellungen an Hobbyisten wenden, die keine grundlegende Ausbildung als Elektroniker haben.
Wenn dir Fachbegriffe wie Emitterschaltung, Kollektorschaltung, Arbeitsgerade, Arbeitspunkt, Ausganskennlinienfeld, Stromgegenkopplung, Impedanz von Kondensator oder Spule, Phasenverschiebung am Kondensator, ... relativ wenig sagen, solltest du ein Grundlagenbuch für Hobbyelektroniker zu Rate ziehen.
Für tieferes Verständnis, und erfolgreiche Praxis sind ein paar Grundlagen der Mathematik (Ableitung, Integral, Darstellung von Schwingungen als "e^jwt") schon sehr hilfreich.
Früher haben wir mit Elektronik-Bastel-Kästen (Kosmos, Philips) als Bastler gelernt und experimentiert.
Heutzutage kannst du Schaltungen mit LTSpice (Freeware) durchsimulieren lassen.
Lade dir LTSpice herunter, und tippe den Schaltplan deines Effektgeräts dort ein.
Dann kannst du alle Signale, alle Spannungen "nachmessen" in der Simulation; Kondensatoren weglassen oder Werte verändern.
Und nachvollziehen, was sie tun.
Wenn du grundlegende Grundlagen (Spannungsmessung, Strommessung, Messung mit Oszi) verstehst, kannst du dich mit LTSpice (und mit Literatur !!!) recht gut selber in die Elektronik reinfuchsen.
Nicht falsch verstehen...
Elektronik-Schaltungstechnik ist nicht so "anschaulich", sondern erfordert etwas Abstraktionsvermögen und etwas (theoretische) Grundkenntnisse. Mathematik ist dein Freund.
Ich habe dir Hinweise (Hobby-Bastelbücher, LTSpice) gegeben, die dir helfen könnten, wenn du die Sachen wirklich besser verstehen willst.
Grüße