Eigene Soli schreiben mit Solo-Tabellen?

von guineapig, 21.12.07.

  1. guineapig

    guineapig Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #1
    Hallo
    ich bringe mir seit zwei Jahren selbst das E-Gitarre spielen bei und komme auch ganz gut voran.
    Nur wenn ich eigene Soli/Melodien erfinden soll, steh ich auf dem Schlauch, weil ich erstens ziemlich unmusikalisch bin und zweitens von Musiktheorie keine Ahung habe (ich bin aber durchaus bereit zu lernen, wenn es irgendwo eine VERSTÄNDLICHE Anleitung gibt).
    Außer durch Ausprobieren (seeeeehr langwierig) habe ich keine Möglichkeit, herauszufinden, welche Töne/Akkorde zueinander passen.
    Jetzt hat mir heute ein Kumpel gesagt, es gäbe solche "Solo-Tabellen", wo drinsteht, welcher Akkord zu welchem passt, und welche Töne zu welchem Akkord.
    Z.B. steht da (kA ob meine Angaben jetzt stimmen, soll nur ein Beispiel sein) "D-Dur" und dann stehen dahinter in Tabform (oder vma auch in Notenform) die Töne und Akkorde, die zu dem Akkord passen.

    Ich hab das ganze Internet durchgegoogelt und leider nichts gefunden, aber laut seiner Aussage kann man sich diese Tabellen auch irgendwie aus der Musiktheorie herleiten (davon hab ich wie schon gesagt leider keine Ahnung).

    Hat jemand von euch solche Tabellen oder kann mir sagen, wie man sich die herleitet (bitte anfängerfreundlich erklären...)?

    Ich wäre sehr dankbar für Hilfe

    Lg
    pig
     
  2. foxytom

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  3. x-Riff

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    Erstellt: 21.12.07   #3
    Hi - ebenfalls willkommen,

    achte beim Durchlesen der geposteten threads/foren auch mal auf den Begriff "Quintenzirkel" - mit Hilfe dessen kannst Du von einem Ausgangsakkord passende Akkorde ermitteln.

    Achte auch mal auf die Begriffe "Pentatonik" - das sind jeweils 5 passende Töne zu jedem Akkord als Ausgangsbasis für Improvisationen, "Skalen" sind dann in der Regel mehr Töne pro Akkord.

    Hier ist mal eine WEB-Site, bei der Du Chords etc. eingeben und Dir Skalen und so weiter anzeigen lassen kannst - sehr übersichtlich, da auf dem Griffbrett der Gitarre dargestellt:
    http://www.all-guitar-chords.com/index.php?ch=D&mm=&v=2

    Lohnt sich ein bißchen mit der WEB-Site zu beschäftigen - ich finde sie sehr nützlich und praktisch ausgelegt.

    So - und nu mal ran an den Speck!

    Viel Spaß und Erfolg,

    x-Riff
     
  4. Blue Gator

    Blue Gator Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.12.07   #4
    Mein erster Gedanke war auch "Quintenzirkel". Ruhig auch mal in der Wikipedia oder so unter diesme Stichwort schauen. Der Quintenzirkel veranschaulicht im Grunde "verwandtschaftsbeziehungen" unter Tonarten. Wichtig wäre es in diesme Zusammenhang auch, sich über Stufen-Funktionen von Akkorden wie Tonika, Subdominante, Dominate, Tonikaparallele (um mal die wichtigsten zu nenennen) schlau zu machem. Das hilft schonmal, wenn man sich zum Beispiel zueinander passende Akkorde heraussuchen will.

    Das nächste ist natürlich dann die Frage: "Welche Töne kann ich über welchen Akkord spielen?" Das führt uns zu Skalen. Es gibt diverse Skalen wie Dur, Moll, Pentatonik in Dur und Moll, die Blues-Skala und vieles mehr. Sie bieten einem einmal Tonmaterial, mit dem man Melodien und Licks bauen kann. Zum anderen gibt es Faustregeln, welche Skalen zu welchem Akkord passen. Wenn man da theoretisch nicht so durchsteigt, kann man das zur Not auswendig lernen.

    Zum Einlesen kannst du auch mal hier reinschauen:
    http://www.justchords.de/theory/index.html

    Ansonsten hilft es, sich Licks, Licks und nochmals Licks anzuschauen. Ach ja, und Licks auch... ;) Damit meine ich jetzt weniger, dass man lernt, einfach die Tabs runterzuspielen. Das hilft einem nicht so viel weiter. Sondern man schaut, aus welchen Tönen dieser und jener coole Lick besteht. Man versucht, herauszufinden, welche Skala da gerade benuzt wird. Solche Sachen. Es geht nicht darum, zu kopieren, sondenr darum, das "Bauprinzip" zu verstehen und dann aus den Bauklötzchen eigene Sachen zu basteln.
     
  5. guineapig

    guineapig Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.12.07   #5
    Danke schonmal an alle für die viele Hilfe, vor allem der Link von x-Riff ist super ^^

    Stehen diese Faustregeln irgendwo im Internet? Das war wohl genau das, was mein Kumpel mit "Solo-Tabellen" gemeint hat.
    Für mich wäre auswendiglernen wahrscheinlich das einfachste...

    Zur praktischen Verwendung des Quintenzirkels nochmal:
    Woran kann ich da sehen, welche Akkorde zueinander passen (blöde Frage, aber ich raff das leider echt nicht)?
    Ist Tonart = Akkord?
    Wenn z.b. D Dur und G Dur nebeneinander stehen, heißt das, dass die verwandt sind, das hab ich kapiert. Heißt das dann auch, dass die gut zueinander passen?
    Und wie finde ich raus, welcher Dur Akkord zu welchem Moll Akkord passt (da gibts ja verschiedene Zirkel)?
     
  6. Hideto

    Hideto Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.12.07   #6
    mit dem Solo schreiben würd ich mal folgendes gucken:
    Welche Dur Akkorde kommen im Song vor? Zum Beispiel: Ein Song besteht aus C-Dur, F-Dur, G-Dur (unter anderem), dann handelt es sich um C-Dur. Hast du folgende Akkorde: A-Moll, D-Moll, E-Moll dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um A-Moll (was wiederrum der C-Dur Tonleiter entspricht nur auf einem anderen Ton begonnen, Stichwort Modi).
    Also das heißt über eine Akkorde Folge die dir klar macht, dass es sich um A-Moll handelt kannst du auch A-Moll Tonleiter bzw eine ihrer Modi drüber spielen. Zusätzlich gehen noch A-Dur und A-Moll Pentatonik. Dazu noch ne ganze Zahl anderer aber das nur mal als Basic.
    In diesem Zusammenhang bieten sich gewisse (aber recht einfache) Theorie Begriffe an, deren Wissen und Zusammenhänge einiges erleichtern:
    Modi (ionisch, dorisch, phrygisch etc.)
    Stufen/Stufenakkorde (Tonika, Subdominante, Dominante etc.)
    Intervalle

    Der Quintenzirkel zeigt dir zum einen Die Dur/Moll Zusammenhänge zwischen Tönen (etwa G-Dur und E-Moll oder C-Dur und A-Moll) sowie welcher Ton eine Quinte höher liegt (im Dur und Moll) so ist etwa G eine Quinte zu C entfernt, sowie E eine zu A. Quinten lassen sich auf der Gitarre ja ziemlich leicht finden: Zweit Bünde runter und eine Seite hoch oder den ersten Ton nach dem grundton bei einem Power Chord.
     
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