Eigene Stimme finden?

  • Ersteller Ersteller Guitarspikex
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  • #41
Genau aus diesem Grund kann es aber sein, dass sich TVS fĂŒr AnfĂ€nger nicht so gut eignet.

Ich habe es schon einige male geschrieben: Robert Lunte sagt selbst auf seiner Website und in Interviews, dass sich TVS nicht an AnfÀnger richtet.
 

  • #42
Ich habe es schon einige male geschrieben: Robert Lunte sagt selbst auf seiner Website und in Interviews, dass sich TVS nicht an AnfÀnger richtet.
Ja, das stimmt. Trotzdem finde ich persönlich es fĂŒr AnfĂ€nger z.B. besser geeignet als das Programm von Brett Manning, obwohl sich das eigentlich auch an AnfĂ€nger richten soll. Aber insgesamt ist es vielleicht auch so, dass man eine gewisse Grundlage einfach schon haben muss (ob nun durch natĂŒrlich vorhandenes Talent oder ein paar Stunden echten GU), wenn man sich autodidaktisch weiterbilden will.
 
  • #43
JAber insgesamt ist es vielleicht auch so, dass man eine gewisse Grundlage einfach schon haben muss (ob nun durch natĂŒrlich vorhandenes Talent oder ein paar Stunden echten GU), wenn man sich autodidaktisch weiterbilden will.


Genau das sagte ich doch gerade. ;-)
 

  • #44
Ja, das stimmt. Trotzdem finde ich persönlich es fĂŒr AnfĂ€nger z.B. besser geeignet als das Programm von Brett Manning, obwohl sich das eigentlich auch an AnfĂ€nger richten soll.

... aber deine BegrĂŒndung dazu:


broeschies schrieb:
Er erklĂ€rt wesentlich genauer als z.B. Brett Manning, wo, wann und warum man Resonanzen spĂŒren sollte, geht wesentlich differenzierter auf Einzelkonzepte ein wie etwa Twang, Zungenposition etc. Er erklĂ€rt auch mehr, wo im Kopfbereich bei welcher Technik Resonanzen entstehen.

... die klingt doch weniger anfÀngertauglich.... zu diffenziert sollte man bei einem AnfÀnger nicht vorgehen.

broeschies schrieb:
Aber insgesamt ist es vielleicht auch so, dass man eine gewisse Grundlage einfach schon haben muss (ob nun durch natĂŒrlich vorhandenes Talent oder ein paar Stunden echten GU), wenn man sich autodidaktisch weiterbilden will.

Eben ... und obwohl ich mir rausnehme, zu behaupten, ich wĂŒrde die meisten Grundlagen beherrschen oder doch zumindest halbwegs auf mich anwenden können, bin ich mit oben genannter ErlĂ€uterung doch bereits etwas ĂŒberfordert.
 
  • #45
@Antipasti:

Du bist mit den Worten ĂŒberfordert. ^^ Wenn du einigermaßen singen kannst und ich erklĂ€re und zeige dir, was ich bspw. unter Tilt verstehe, wirst du sehr wahrscheinlich sagen: "Achjaa, daaas! So nennt man das also." Weil du es schon tust und kennst, aber nie eine Bezeichnung dafĂŒr benötigt hast.

So wie albernes Cowboy-Gehopse fĂŒr einige Leute eben Gangnam Style heißt. ^^
 
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  • #46
... die klingt doch weniger anfÀngertauglich.... zu diffenziert sollte man bei einem AnfÀnger nicht vorgehen.

Vielleicht bin ich da ein Sonderfall, aber bei mir ist es genau umgekehrt. Gerade wenn ich mit etwas anfange, muss man mir jeden Schritt haarklein erklÀren. Bei Rob Lunte ist es halt so, dass es zu quasi jedem Einzelkonzept eine Lektion gibt, z.B. "So aktiviert man den Twanger", "so senkt man den Kehlkopf", "so verÀndert man den Klang mit der Zungenposition", "so setzt man leicht/mittel/hart an" usw. usf. In den spÀteren Lektionen werden die Sachen dann kombiniert.

Er erklĂ€rt die Sachen halt sehr konzeptuell und fĂŒr einige Leute sind die Lektionen mit Sicherheit total verwirrend, aber fĂŒr mich persönlich ist es perfekt.

EDIT: BTW ein Zitat aus einer Rob Lunte-Lektion: "Singing lives in a world of twang". Auch die starke Vorliebe fĂŒr Twang, die ich inzwischen entwickelt habe, findet sich da deutlich wieder.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #47
Ich denke zwar nicht, dass du ein Sonderfall bist, broeschies, aber auf jedenfall bist du kein typischer AnfĂ€nger! Du kannst ja schon recht gut singen und lernst schon dein Instrument zu spielen. Ein typischer AnfĂ€nger muss sein Instrument erst mal sozusagen bauen. Ein typischer AnfĂ€nger weiß auch noch nicht mal wie ein Kehlkopf aufgebaut ist, ja die meisten wissen ja noch nicht mal wo das Zwerchfell ist (denken es seien die vorderen Bauchmuskeln)! Ein typischer AnfĂ€nger ist meist auch nicht wissenschaftlich an Gesang interessiert, hat (oft auch zurecht) keine Lust wissenschaftliche Artikel dazu zu lesen. "So aktiviert man den Twanger"-Übungen sind da nicht sonderlich hilfreich fĂŒr einen richtigen AnfĂ€nger, zumal ein solcher noch an viel grundlegenderen Sachen arbeiten muss. Wenn deine ErklĂ€rungen ungefĂ€hr denen von Herrn Lunte Ă€hneln, muss ich auch sagen, dass die mMn sowas von gar nicht anfĂ€ngerfreundlich sind, sorry. Ich finds super, dass du das fĂŒr dich passende gefunden hast, aber TVS ist definitiv nichts fĂŒr AnfĂ€nger. Sogar Herr Lunte selbst ist dieser Ansicht.
 
  • #48
Ich will ja nicht stören... aber ich frag mich schon seit Monaten, wieso jemand auf die Idee kommt, Singen mĂŒsse man lernen...
Vielleicht habe ich es ja nur nicht mitgekriegt und habe frĂŒher im Kindergarten und in der Schule tatsĂ€chlich was gelernt.
Gesungen habe ich erst viel spĂ€ter und immer nur so wie es sich fĂŒr mich gut anfĂŒhlte. Wenn ich dann mal Gesangskollegen hatte, habe ich mich zwar manchmal gewundert, wieso die nicht einfach singen sondern immer so viel darĂŒber nachdenken, was sie dabei alles nicht können... ich hatte immer das GefĂŒhl, dass sie sich genau damit im Weg stehen...

Ich finde, man sollte nur singen wenn man Lust dazu hat und dann in dem Tonbereich in dem es ohne KlimmzĂŒge möglich ist. Der erweitert sich ein kleines bischen, wenn man oft singt und irgendwo sind oben und unten einfach Grenzen, an denen es sich einfach auch nicht mehr so doll anfĂŒhlt. Je öfter ich singe um so mehr spĂŒre ich wie genau mein Klang mit dem Klang der sonstigen MitklĂ€nge harmoniert. Bin ich mal weniger geĂŒbt ist das etwas weniger, bin ich geĂŒbter, ist es etwas mehr.
Wenn ich mal fĂŒr andere gesungen habe hat noch nie jemand gesagt das war nicht gut... aber auch das bedeutet mir nicht so ganz viel, ich merke doch selbst ganz genau was ich da tue...

Wie gesagt, ich verstehe nicht wirklich... kann es denn sein, dass jemand sich nicht fĂŒhlt? Oder damit so unsicher ist, dass er immer wieder UnterstĂŒtzung braucht? Ich entschuldige mich schonmal jetzt bei denen, an deren RĂ€ppelchen ich so sehr zweifle, dass es sie Ă€rgern könnte.
 
  • #49
Ich will ja nicht stören... aber ich frag mich schon seit Monaten, wieso jemand auf die Idee kommt, Singen mĂŒsse man lernen...
Vielleicht habe ich es ja nur nicht mitgekriegt und habe frĂŒher im Kindergarten und in der Schule tatsĂ€chlich was gelernt.
Gesungen habe ich erst viel spĂ€ter und immer nur so wie es sich fĂŒr mich gut anfĂŒhlte. Wenn ich dann mal Gesangskollegen hatte, habe ich mich zwar manchmal gewundert, wieso die nicht einfach singen sondern immer so viel darĂŒber nachdenken, was sie dabei alles nicht können... ich hatte immer das GefĂŒhl, dass sie sich genau damit im Weg stehen...

Ich finde, man sollte nur singen wenn man Lust dazu hat und dann in dem Tonbereich in dem es ohne KlimmzĂŒge möglich ist. Der erweitert sich ein kleines bischen, wenn man oft singt und irgendwo sind oben und unten einfach Grenzen, an denen es sich einfach auch nicht mehr so doll anfĂŒhlt. Je öfter ich singe um so mehr spĂŒre ich wie genau mein Klang mit dem Klang der sonstigen MitklĂ€nge harmoniert. Bin ich mal weniger geĂŒbt ist das etwas weniger, bin ich geĂŒbter, ist es etwas mehr.
Wenn ich mal fĂŒr andere gesungen habe hat noch nie jemand gesagt das war nicht gut... aber auch das bedeutet mir nicht so ganz viel, ich merke doch selbst ganz genau was ich da tue...

Wie gesagt, ich verstehe nicht wirklich... kann es denn sein, dass jemand sich nicht fĂŒhlt? Oder damit so unsicher ist, dass er immer wieder UnterstĂŒtzung braucht? Ich entschuldige mich schonmal jetzt bei denen, an deren RĂ€ppelchen ich so sehr zweifle, dass es sie Ă€rgern könnte.

Also erstmal ist es wirklich so, dass es Menschen gibt, die ein sehr gering ausgeprĂ€gtes KörpergefĂŒhl haben. Andere wiederum sind z.B. mit KörpergefĂŒhl und vielleicht sogar ein wenig intuitiver MusikalitĂ€t gesegnet und können deshalb rein intuitiv schon ziemlich gut singen. NatĂŒrlich bildet sich auch die Range einfach durch "Machen" ein wenig weiter aus, weil sich die Muskelkoordination usw. verbessert.

Gerade fĂŒr die richtig hohen Töne (und teilweise auch die tiefen) braucht es aber eine Kombination mehrerer Mechanismen, die nur wenige "im Paket" von Grund auf beherrschen. Meiner Meinung nach sind die 3 SchlĂŒsselmechanismen beim Singen Atemdruck, Twang und Tilt. Es gibt Leute, die 1 oder 2 dieser Mechanismen intuitiv beherrschen, aber nur sehr wenige, die alle 3 beherrschen und diese dann auch noch koordinieren können. 1 oder 2 dieser Mechanismen reichen aber schon aus fĂŒr eine relativ beachtliche WohlfĂŒhlrange und einen brauchbaren Gesang. Das heißt aber natĂŒrlich nicht, dass man nicht noch deutlich optimieren könnte.

Gerade das WohlfĂŒhlen in den höheren Lagen kommt erst mit dem Training und der Koordination dieser 3 Mechanismen. Ich fĂŒhle mich heutzutage auf Tönen wohl, bei denen sich mir anfĂ€nglich die Kehle komplett zugeschnĂŒrt hĂ€tte. Ich konnte auch immer schon ganz passabel singen, weil ich ein "Naturbelter" bin und sehr tief veranlagt bin. Dadurch hatte ich quasi schon von Beginn an eine ziemlich große Bruststimmenrange und habe mir um sowas wie Kopfstimme keine Gedanken gemacht, weil die sich eh unangenehm anfĂŒhlt und dĂŒnn und schwach klingt. Wirklich Fortschritte gemacht habe ich aber erst, als ich mich etwas intensiver mit Übungen und "Singen lernen" beschĂ€ftigt habe, u.a. auch hier im Forum. Heutzutage zĂ€hle ich Töne zu meiner WohlfĂŒhlrange, die ĂŒber eine Oktave höher sind als meine ursprĂŒngliche Höchstnote.

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Ich denke zwar nicht, dass du ein Sonderfall bist, broeschies, aber auf jedenfall bist du kein typischer AnfĂ€nger! Du kannst ja schon recht gut singen und lernst schon dein Instrument zu spielen. Ein typischer AnfĂ€nger muss sein Instrument erst mal sozusagen bauen. Ein typischer AnfĂ€nger weiß auch noch nicht mal wie ein Kehlkopf aufgebaut ist, ja die meisten wissen ja noch nicht mal wo das Zwerchfell ist (denken es seien die vorderen Bauchmuskeln)! Ein typischer AnfĂ€nger ist meist auch nicht wissenschaftlich an Gesang interessiert, hat (oft auch zurecht) keine Lust wissenschaftliche Artikel dazu zu lesen. "So aktiviert man den Twanger"-Übungen sind da nicht sonderlich hilfreich fĂŒr einen richtigen AnfĂ€nger, zumal ein solcher noch an viel grundlegenderen Sachen arbeiten muss. Wenn deine ErklĂ€rungen ungefĂ€hr denen von Herrn Lunte Ă€hneln, muss ich auch sagen, dass die mMn sowas von gar nicht anfĂ€ngerfreundlich sind, sorry. Ich finds super, dass du das fĂŒr dich passende gefunden hast, aber TVS ist definitiv nichts fĂŒr AnfĂ€nger. Sogar Herr Lunte selbst ist dieser Ansicht.

Ja, ich merk ja selber, dass ich oft nicht so ganz verstanden werde. Es ist aber nicht so, dass fĂŒr die TVS-Sachen jetzt physiologisches Wissen notwendig wĂ€re. Das dient nur sozusagen der "Untermalung". Er könnte den Twanger auch mit jedem x-beliebigen Wort bezeichnen und einfach nur die Übung zeigen wie er genutzt wird. Der Unterschied ist halt, dass bei Lunte die Konzepte mehr zerlegt werden. Bei Brett Manning wird bspw. die NG-Übung oft verwendet. Die aktiviert ein wenig Twang, senkt leicht den Kehlkopf und verursacht eine bestimmte Zungenposition. Bei Lunte wĂ€ren das dann halt drei verschiedene Übungen.
 
  • #50
Heutzutage zĂ€hle ich Töne zu meiner WohlfĂŒhlrange, die ĂŒber eine Oktave höher sind als meine ursprĂŒngliche Höchstnote.
Das ist enorm... wĂŒrde fĂŒr mich bedeuten, dass ich Steve Winwood- oder Sting-Songs singen könnte in Originaltonlage... fĂ€nde ich schon nicht schlecht... ich denk mal drĂŒber nach.
 
  • #51
Ich will ja nicht stören... aber ich frag mich schon seit Monaten, wieso jemand auf die Idee kommt, Singen mĂŒsse man lernen...


Da wĂŒrdest du aber sehr staunen, wenn du mal sehen wĂŒrdest, wer so alles in den normalen Gesangsunterricht kommt - und begeistert ĂŒber Jahre dabei bleibt. Und was da alles gelernt werden kann ;-)

Nachdem ich das jetzt ca 12 Jahre lang mache bin ich zu dem Schluss gekommen, daß Singen eine Art menschliches GrundbedĂŒrfnis sein muss. Es gibt Leute - und das nicht mal so selten - die wirklich kein irgendwie erkennbares Talent zum Singen haben - aber es unbedingt lernen wollen. Ich habe den grĂ¶ĂŸten Respekt vor diesen Personen, die sich ein Hobby ausgesucht haben, das ihnen eigentlich schwerfĂ€llt. Mir selber fiel Singen immer leicht und ich habe zudem eine musikalische Begabung. So kann ich mir z.B. Melodien und Töne sehr schnell merken, wenn ich sie mal gehört habe. Es gibt aber viele Menschen, die singen wollen ohne eine solche Grundbegabung zu haben und ohne darin bestĂ€tigt worden zu sein. Daneben gibt es solche, die frĂŒher gerne gesungen hĂ€tten, aber mit unqualifizierten, entmutigenden Kommentaren gehemmt wurden.

Abgesehen davon kann es notwendig sein, singen zu "lernen", wenn man vorhat, damit einen professionellen Weg zu gehen. Ich unterrichte z.B. auch Leute, die vorhaben, an einer Musicalakademie angenommen zu werden. Es gibt Stile, Musical z.B. und natĂŒrlich auch Klassik, die erfordern gesangliche Standarts und Höchstleistungen, zu denen man als NatursĂ€ngerIn nicht mal eben kommt. Rein autodidaktisch geht das dann nicht, man muss es in der Tat lernen.

Leute wie Broeschies dagegen, die alles detailiert sezieren bevor sie mal einen Ton von sich geben, sind mir in meiner Praxis als GesangspÀdagogin bisher so gut wie nie untergekommen. ;-)
 
  • #52
Vielleicht bin ich da ein Sonderfall, aber bei mir ist es genau umgekehrt. Gerade wenn ich mit etwas anfange, muss man mir jeden Schritt haarklein erklÀren. Bei Rob Lunte ist es halt so, dass es zu quasi jedem Einzelkonzept eine Lektion gibt, z.B. "So aktiviert man den Twanger", "so senkt man den Kehlkopf", "so verÀndert man den Klang mit der Zungenposition", "so setzt man leicht/mittel/hart an" usw. usf. In den spÀteren Lektionen werden die Sachen dann kombiniert.

Er erklĂ€rt die Sachen halt sehr konzeptuell und fĂŒr einige Leute sind die Lektionen mit Sicherheit total verwirrend, aber fĂŒr mich persönlich ist es perfekt.

Ich glaube, du hĂ€ttest große Freude an einem Estillworkshop. Falls mal einer bei dir stattfinden sollte, wĂŒrde ich das mal in ErwĂ€gung ziehen.
 
  • #53
Ich glaube, du hĂ€ttest große Freude an einem Estillworkshop. Falls mal einer bei dir stattfinden sollte, wĂŒrde ich das mal in ErwĂ€gung ziehen.
Ja, glaub ich auch. Rob Lunte ist ja auch stark von Estill beeinflusst. Dadurch, dass ich TVS benutze kenne ich halt einige Estill-Sachen eher "aus zweiter Hand", womit meine Kenntnis manchmal etwas von der Originalquelle abweicht.
 
  • #54
Ich will ja nicht stören... aber ich frag mich schon seit Monaten, wieso jemand auf die Idee kommt, Singen mĂŒsse man lernen...
Vielleicht habe ich es ja nur nicht mitgekriegt und habe frĂŒher im Kindergarten und in der Schule tatsĂ€chlich was gelernt.
Gesungen habe ich erst viel spĂ€ter und immer nur so wie es sich fĂŒr mich gut anfĂŒhlte. Wenn ich dann mal Gesangskollegen hatte, habe ich mich zwar manchmal gewundert, wieso die nicht einfach singen sondern immer so viel darĂŒber nachdenken, was sie dabei alles nicht können... ich hatte immer das GefĂŒhl, dass sie sich genau damit im Weg stehen...

Ich finde, man sollte nur singen wenn man Lust dazu hat und dann in dem Tonbereich in dem es ohne KlimmzĂŒge möglich ist. Der erweitert sich ein kleines bischen, wenn man oft singt und irgendwo sind oben und unten einfach Grenzen, an denen es sich einfach auch nicht mehr so doll anfĂŒhlt. Je öfter ich singe um so mehr spĂŒre ich wie genau mein Klang mit dem Klang der sonstigen MitklĂ€nge harmoniert. Bin ich mal weniger geĂŒbt ist das etwas weniger, bin ich geĂŒbter, ist es etwas mehr.
Wenn ich mal fĂŒr andere gesungen habe hat noch nie jemand gesagt das war nicht gut... aber auch das bedeutet mir nicht so ganz viel, ich merke doch selbst ganz genau was ich da tue...

Wie gesagt, ich verstehe nicht wirklich... kann es denn sein, dass jemand sich nicht fĂŒhlt? Oder damit so unsicher ist, dass er immer wieder UnterstĂŒtzung braucht? Ich entschuldige mich schonmal jetzt bei denen, an deren RĂ€ppelchen ich so sehr zweifle, dass es sie Ă€rgern könnte.

Ich denke, wenn es dir so geht, hast du das GlĂŒck, dass dein Körper das beim Singen richtig macht und dass du dir das GefĂŒhl fĂŒr deinen Körper und deine Stimme - und was ihnen gut tut - bewahrt hast... was aber leider viele Leute nach Kindergarten und schon wĂ€hrend der Schule verlernen... schon allein das richtige Atmen ist leider nicht mehr selbstverstĂ€ndlich... das seh ich immer wieder bei neuen GesangsschĂŒlern, die mich erstmal angucken wie kleine Laster, wenn ich das Wort "Bauchatmung" nur erwĂ€hne ;)

Ich sag mal so: Ich hab mir Blockflöte, Gitarre, ein bisschen Querflöte, Ukulule und Basis-Wissen in E-Bass auch so - ohne Lehrer - beigebracht - aber ich bin ĂŒberzeugt, mit Lehrern, die mir da ihr technisches und musikalisches Wissen weitergegeben hĂ€tten, könnte ich das alles jetzt auch wirklich gut spielen ;) (...naja, vllt. wĂŒrde es auch schon helfen, wenn ich das Ganze ĂŒben wĂŒrde :p )
Klar freu ich mich auch ĂŒber all das, was ich - bei den Instrumenten oder auch beim Singen - "automatisch" richtig gemacht habe... aber die meisten Leute brauchen, um wirklich weiterzukommen, ein bisschen Anleitung von jemandem, der weiß, wie's richtig geht :) ...und wenn man dann im Unterricht feststellt: "Oh, das hab ich ja schon immer richtig gemacht!", ist es doch auch ein Erfolgserlebnis und eine super Basis, um darauf aufzubauen und auf ein höheres Niveau des Könnens zu kommen!

...ach ja, um mal auf eine der ursprĂŒnglichen Fragen zurĂŒckzukommen: Ich bin kein großer Freund von Gesangsvideos, grade fĂŒr AnfĂ€nger, weil du da keine Kontrolle hast, ob du das Vorgemachte auch richtig umsetzt... und falls du's dir falsch angewöhnst, kannst du dir im schlimmsten Fall sogar die Stimme ziemlich ramponieren...
(irgendwie hab ich grad ein DĂ©jĂ -Vu-GefĂŒhl... hab ich das hier schonmal geschrieben oder in einem anderen Thread?? ...:gruebel: )
 
  • #55
Das ist auch ein Thema, das mich als AnfĂ€nger schon lange bewegt. Brauche ich einen Gesangslehrer oder reichen die BĂŒcher, die ich mir dafĂŒr angeschafft habe? Und gibt es bei den Gesangslehrer auch verschiedene Richtungen? ich möchte jedenfals keinen klassischen Gesang lernen, sondern mich eher in Richtung Rock/Pop entwickeln. Worauf sollte man bei der Suche nach einem Gesangslehrer achten?
 
  • #57
manche Tipps aus dem Internet können schon hilfreich sein. Z.b. richtiges Atmen. Die meisten Youtube Videos auf deutsch helfen mir persönlich aber nicht so weiter. Gesangsunterricht ist wohl der beste Weg oder eben selbst rumprobieren ;)
 
  • #58
Auf alle FĂ€lle einen Raum finden, in dem du machen darfst was du willst. Angst hindert viele, ihre eigene Stimme zu finden!

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oder es gibt auch ein tolles Buch - trouver sa voix - weiß den deutschen Titel nicht...
 
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