ELIXIR Saiten und "bruzzeln" beim Bass

von NilConan, 10.11.07.

  1. NilConan

    NilConan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.07   #1
    Hallo zusammen,

    ich wende mich mit einem Probelm an Euch, welches ich schon einmal beschrieben
    habe, aber nie etwas hifreiches zurückkam und es inzwischen auch neue Erkenntnisse
    dazu gibt:

    Meine bevorzugten Saiten sind die ELIXIR Strings. Bislang spielte ich einen WARWICK
    Streamer, mit dem ich aber bei den ELIXIR das Phänomen hatte, daß diese beim spielen
    ein Knack- bzw. Bruzzelgeräusch verursachen sobald diese auf einen Bundstab treffen.
    Man hört auch beim blossen Anfassen ein sehr leichtes knacken, das ist aber wirklich
    tollerabel. Fakt ist, daß das "bruzzeln" weg ist, sobald ich den Stecker oder ein Teil
    mit Erdung z. B. mit der anderen Hand anfasse. Fazit natürlich => Ein Problem mit der
    Erdung. Ich habe mich daher beholfen, auf dem Warwick die beschichteten EMP's
    zu verwenden. Es gab damit nie Probleme. Daher habe ich vor einiger Zeit das Thema
    auf den Bass geschoben und zu den Akten gelegt.

    Seit einigen Tagen besitze ich einen YAMAHA Bass und wollte mal wieder die ELIXIR auf-
    ziehen => Siehe da. Das Problem ist auch da wieder da ! Ich habe ein galvanische Trennung
    zwischen Bass und Amp gehängt (so ein Palmer Teil) => "bruzzeln" war immer noch da.

    Nun meine Frage: Kann mir irgend jemand sagen, was das für ein Effekt ist, warum
    er nur mit den ELIXIR Strings entsteht und was man ggf. dagegen machen kann
    (ausser den Tip, keine ELIXIR zu verwenden natürlich)

    Danke
     
  2. Dextra

    Dextra MB-Staatsbürger

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    Erstellt: 10.11.07   #2
    Keine Ahnung, was das für ein "Effekt" ist, aber ich kenne ihn auch. Allerdings auch mit normalen Stahl- bzw. Nickelsaiten.
    Vor ein paar Wochen habe ich mir einen Stingray bestellt, beim ich dieses "Phänomen" das erste Mal festgestellt habe. Das "Brutzeln" lies sich mit dem Höhen-Regler des Onboard-EQs hinzu- und wegregeln. Ich hatte keine Lust mich damit rumzuärgern und habe den Bass, Rückgaberecht sei dank, wie der zurückgeschickt. Bei meinem alten Ibanez SRX war es bisher nicht aufgetreten.
    Jetzt habe ich einen Clover XP15, der auf dem Hals-PU auch dieses "Brutzeln" hat, was sich mit dem Höhen Regler an Bass und Amp regeln lässt. In Neutralstellung fällt es aber nicht auf und selbst in extremeren Einstellungen ist es lange nicht so intensiv und aggressiv, wie bei dem Stingray. Die Elektronik auf passiv gestellt eliminiert das "Brutzeln" übrigens fast komplett.
    Jetzt wollte ich es wissen und habe den Ibanez mal angestöpselt und alle Hohenregler an sämtlichen EQs aufgerissen und siehe da: selbst der Ibanez hat in einer extremen Einstellung das "Brutzeln", was man vorher überhaupt nicht gehört hat.
    Daher vermute ich, dass das "Brutzeln" etwas mit der Beschaffenheit der PUs und der aktiven Elektronik zu tun hat. Vielleicht liegt es auch an meinem Tech Verstärker, der laut Beschreibung ein größeres Spektrum an Tönen wiedergeben kann, als andere Verstärker.

    Zu deinem Saiten-Problem: die EMPs sind vermutlich so beschichtet, dass sie die Saiten von der restlichen Erdung des Basses trennen, daher wird den Einstreuungen weniger Fläche geboten --> das "Brutzeln" verschwindet. Die Elixir schließen sich vermutlich der Erdung des Basses an, weil sie nicht "isoliert" sind --> "Brutzeln" da.

    Alle Schlüsse auf die Herkunft des "Brutzelns" sind reine Spekulation, allerdings kann ich Dinge, wie mangelhafte Erdung oder Abschirmung des Elektronikfachs weitestgehend ausschließen.
     
  3. NilConan

    NilConan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.07   #3
    Vielen Dank schon einmal. Also zumindest bin ich nicht alleine. Ich habe
    mal das mit den Höhenreglern getestet: Sicherlich wird es dadurch noch
    extremer, aber wenn ich die Höhen ganz weg nehme ist es immer noch
    da ...
     
  4. GGMarkus

    GGMarkus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.11.07   #4
    Hallo,

    ich habe gerade ein ähnliches Phänomen gehabt:

    Mit meinem Cort C4 habe ich nie irgendwelche Probleme bezgl. Brummen / Pfeifen / Bruzzeln gehabt. Jetzt habe ich mir kürzlich einen Sandberg Bass gekauft, und siehe da, kleinere Probleme mit einem höheren Summton, wenn ich zu Hause mit höherer Lautstärke übe.
    Ich hatte hier im Forum mal eine Menge alter Threads durchsucht, und alle kamen irgendwie auf die Erdung des Bass. Also einmal den Bass durchgemessen - alles ok! Ich konnte mir auch irgendwie nicht vorstellen, daß soviele namhafte Hersteller die Erdung vom Bass nicht richtig machen.
    Dann habe ich mal die möglichen Einstrahlquellen überprüft, zu allererst meinen Computer. Beim Üben habe ich den nämlich oft eingeschaltet, weil von dort die Musik zum Üben kommt bzw. Tabs auf dem Bildschirm stehen. Und siehe da: Computer eingeschaltet - deutliches Summen, Computer ausgeschaltet - nur noch ganz leichtes Brummen.
    Danach habe ich noch was sehr interessantes festgestellt: Der Raum in dem ich übe, liegt im Keller und ist vom Vorbesitzer des Hauses sehr "exotisch" verkabelt worden. Auf jeden Fall scheint das Stromnetz dort nicht richtig geerdet zu sein. Ich habe mal ein normales Instrumentenkabel in die Efx Send Buchse meines Verstärkers gesteckt und die Außenseite an das Heizungsrohr direkt dahinter gehalten - sämtliche Nebengeräusche sind sofort verschwunden, auch der Computer ist nicht mehr zu hören.

    Langer Rede kurzer Sinn - wenn Ihr mal wieder Probleme mit Brummen habt, kann's auch am Stromnetz liegen. Gerade in Proberäumen ist ja gerne mal was selbst gebasteltes, nicht so ganz VDE konformes.
     
  5. EDE-WOLF

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    Erstellt: 16.11.07   #5
    massenfehler... alle kabel mal nachlöten, vorzugsweise an der brige....
     
  6. MrMcCrash

    MrMcCrash Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.11.07   #6
    Röhrenmonitore (TV, PC), Schaltnetzteile (PC, TFT, Router, Handyladegeräte) und Funkmodule (Schnurlose Telefone, Handys, WLAN/Bluetoothgeräte) sind die schlimmsten Störer, dicht gefolgt von Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen, Elektromotoren (Haushaltsgeräte) und Mikrowellenöfen. Eine gute Erdung, VDE-gerechte Stromverkabelung und geschirmte Komponenten (Kabel, Effekte etc) können Störungen schon stark einschränken, ganz beheben lassen sich manche Einstreuungen aber nur durch Ausserbetriebnahme möglicher Störquellen.

    Ausserdem sollte bei einer durchgängigen Masseverbindung innerhalb des Basses sowie zum Verstärker Nebengeräusche stark minimiert sein.

    _.-=: MFG :=-._
     
  7. EDE-WOLF

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    Erstellt: 17.11.07   #7
    wenn das einstreuungen sind ist das aber weitestgehend unabhängig vom saiten berühren....
     
  8. NilConan

    NilConan Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.11.07   #8
    Also ich denke der Tip mit der fehlerhaften Lötstelle ist technisch der
    plausibelste, aber da es bei meinen beiden (!) "Klampfen" (Warwick
    und YAMAHA) auftritt, eher unwahrscheinlich. Ich werde ja nicht
    gerade zwei erwischt haben, wo so ein Fehler auftrat. Aber eine gute
    Nachricht: Ich habe die ELIXIR runtergemacht Warwick-EMP montiert
    und bin nun glücklich. Ich meide dann eben, die ansonsten sehr guten
    ELIXIR.
     
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