Endstufe Überbrücken

von A bit of Nothing, 22.02.06.

  1. A bit of Nothing

    A bit of Nothing Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.06   #1
    Hi,
    also da ich evt. bald einen Poweramp besitze der natürlich meist 2x sonstwas watt hat und nicht mono ist, ich abba nur eine Box habe, würde ich den Poweramp gerne überbrücken.
    habe gehört das das bei Transistoramps idr. machbar ist aus z.b. 2x55W 1x110 zu machen.
    weiss da jemand genaueres ?! bzw, kann mir das jemand erklären, wäre z.b. ein Y stecker eine Lösung bei der Keine Power verlohren geht ?!
     
  2. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 22.02.06   #2
    Sicher geht das!
    Mußt halt nur auf die veränderte Impedanz durch das parallel schalten achten.
    Wenn Du also pro Ausgang 8 Ohm hast, brauchst Du einen Speaker mit 4 Ohm Impedanz.
    Bei 16 Ohm pro Ausgang sind's halt 8 Ohm am Speaker usw.

    Das Kabel wirst Du Dir aber selbst löten müssen, da es Y-Kabel für Speaker meines Wissens nicht gibt und normales Instrumentenkabel Deine Endstufe abrauchen läßt.


    mfg
     
  3. Gast 23432

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    Erstellt: 22.02.06   #3
    Wirklich sicher?
    Ich habe gelernt, daß man Ausgänge nicht parallelschalten darf....Wenn beide Ausgänge nicht exakt das gleiche Signal haben, kann die Differenz zum Defekt eines der beiden Ausgänge führen...
    Also wenn man sich mal kurz den Grenzfall vorstellt: ein Kanal hat 0 Signal, der andere 100% - das heißt ja, daß die Leistung voll auf der dafür nicht ausgelegten Elektronik des anderen Kanals ankommt - ob das gutgeht???

    ....wahrscheinlich genau darum!

    ..eher wird wohl aus dem Kabel eine Heizspirale werden....
     
  4. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 22.02.06   #4
    Unter bestimmten Umständen kann man die beiden Endstufen brücken.
    Das heißt, der Lautsprecher wir nicht zwischen Hot und Masse, sondern zwischen den beiden heißen Ausgängen der Endstufen angeschlossen.
    Dann ist es allerdings erforderlich, daß die beiden Endstufen gegenphasig angesteuert werden.

    Ob Dein Verstärker grundsätzlich dafür geeignet ist, kann ich so nicht ohne weiteres sagen. Klar ist jedoch, daß die maximale Verdoppelung der Leistung keinesfalls zu einer hörbaren Verdoppelung der Lautstärke führen wird!

    Wenn man mich fragt, gehört eine solche Modifikation in den Bereich "Nutzlos"!

    Ulf
     
  5. Rockin'Daddy

    Rockin'Daddy Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 22.02.06   #5
    Mäh!:p
    Also ich habe schon erlebt, daß einem die Endstufe abgeraucht ist, weil es z.B. einen Speakerkabeldefekt (tolles Wort) gab. Also unendlicher oder zu hoher Widerstand.
    Aber das ein Instrumentenkabel abgeraucht wäre, gehört wohl eher in den Bereich Fabel. Das schwächste Glied in der Signalkette ab AÜ ist der AÜ selber und der gibt auch als erstes den Geist auf. Versprochen!:D

    Ich habe mal über ein 20/20 Marshall Top gebrückt gespielt (klang unglaublich sch****, aber ich mag den Marshall Sound eh null), daß hat gefunzt. Und der Besitzer dieses Lärmmachers spielt schon seit Jahren so.
    Daß das jetzt von Stereo Endstufe zu Stereo Endstufe variiert, wußte ich nicht. Wieder was dazugelernt:great:

    mfg
     
  6. Gast 23432

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    Erstellt: 22.02.06   #6
    Naja, in dieser Beziehung hab ich nur theoretisches Wissen...und das widerspricht eh oft der praktischen Erfahrung. :confused: ...ist so....
    Ich bin das Risiko einfach noch nicht eingegangen ;)

    Der Querschnitt eines Instrumentenkabels liegt meist bei 0,14 oder 0,22 mm2, wenn da richtige Leistung durchfließt, erwärmt es sich. (50 Watt oder so gilt in diesem Fall noch nicht als "richtige" Leistung). Da kann die Isolation zwischen Ader und Schirm durch die Erwärmung schon dünn werden >>> bis hin zum Kurzschluß. Das kostet dann sicher der Endstufe das Leben. Vielleicht noch ein ungünstiger Knick oder eine Belastung, weil irgendwo irgendwas draufsteht dazu...:screwy:

    Speakerkabeldefekt :-)great: ) : gibt es ja nur zwei Möglichkeiten: R >> 0 Ohm oder unendlich hoher Widerstand. 0 Ohm ist Kurzschluß = Exitus des Amp (je nach Sicherungen), unendlicher R ist keine Belastung, das sollten m.E. die Verstärker aber problemlos abkönnen.

    Wenn (wie in Deinem Fall) der Verstärker mit einem Monosignal betrieben wird und beide Endstufen des Verstärkers nur geringe Toleranzen (meßtechnisch) aufweisen, dann sind auch die Unterschiede der Signale der beiden Ausgänge geringfügig, deshalb wird es so funktionieren. Zwischen 98 und 100% ist halt kein soooo großer Unterschied. Aber riskant finde ich es doch, naja, und wenn der Sound dabei noch sch**** ist, was solls;)
     
  7. Angus

    Angus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.06   #7
    Warum denn überhaupt basteln? Schließ doch einfach eine Box mit Stereoeingang an.
     
  8. DerOnkel

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    Erstellt: 23.02.06   #8
    Um Mißverständnissen vorzubeugen:

    Keinesfalls darf man zwei Endstufen parallel auf eine Last laufen lassen!

    Das Ende eine solchen Liedes sind immer Rauchzeichen!

    Eine gegenphasige Reihenschaltung von zwei gegenphasig angesteuerten Endstufen mit dazwischengeschalteter Last (Brückenschaltung) ist etwas ganz anderes.

    Ulf
     
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