Aber ich wende mich eben gegen dieses "MUSS" und dagegen, dass allen, die gegen dieses "MUSS" sind, jegliche Qualitfikation abgesprochen wird.
Das kann ich natürlich nachvollziehen, das geht mir ja genauso.
ich spreche nicht von "Billigkram", sondern a) von Gitarren für 500 €
Das ist halt problematisch, wenn man einfach mal pauschal eine Preisklasse nennt, ohne konkrete Modelle anzusprechen. Klar gibt es für 500 Euro absolut professionelle Instrumente - nach objektiven (!) Kriterien (wie Bespielbarkeit, Bundbearbeitung, Stimmstabilität, Funktionalität der "Elektrik" etc.).
Aber eben auch richtig mies verarbeitete Instrumente.
Ich habe bereits drauf hingewiesen, dass ich in jüngster Vergangenheit sehr schlechte Erfahrugen mit Ibanez Premium Gitarren gemacht habe, die das Doppelte kosten. Da waren z.B. kaputte Trussrods dabei, ein so tief abgeschliffener Sattel (oberhalb der Kerben), dass die hohe E-Saite beim Spielen aus der Sattelkerbe springt, einzelne hochstehende Bünde, die ein schnarrfreies Spiel in den oberen Lagen unmöglich machten, schief montierte Hälse mit Spalt zwischen Korpusoberseite und unterem Halsfuß, nicht funktionierende Volume Regler, zu weite Klemmsattelausfräsungen, die beim Betätigen des Vibratos für ein lautes Knacken gesorgt haben (weil der Sattel hin und her springt) usw.usf. - und da frage mich dann schon, wie sowas durch angebliche Qualitätskontrollen kommt und warum ein Händler, wenn man ihn drauf hinweist, diese unbrauchbaren Instrumente einfach weiter dem Kunden anbietet.
Ich weiß aber auch - wie es ein andere User schon angemerkt hat - dass du solche Mängel auch bei >1000 Euro Gitarren der beiden großen Ami-Marken findest.
Es kann immer sein, dass man mal eine "Perle" findet, eine Mexiko Strat, die von der Basis her nicht "schlechter" ist als eine >3000 CS Strat. Warum soll es sowas nicht geben - lässt man mal die Hardware beiseite? Holz ist immer noch ein Naturprodukt und das ein oder andere Mal nach der Konstruktion für Überraschungen gut. Ebenso gibts CS Strats, die zumindest mir überhaupt nicht gefallen haben trotz aller versprochener Selektion der Hölzer und bester Hardware.
Bleibt einem nur übrig, sich selbst ein Bild zu machen - und bei der Vorauswahl aus dem Erfahrungsschatz der Board User zu schöpfen. Ich finde es immer wieder super, wenn hier auch mal "Geheimtipps" bekannt gemacht werden, wie z.B. diese Michael Kelly Gitarren. Habe selbst keine gespielt, aber nach allem, was ich hier so gelesen habe, bekommt man da für wenig Geld solide Instrumente, die nicht schlechter sind, als eine Epi Les Paul. Das ist doch prima!