Fender Jazz oder Precision Bass?

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Christian Fuchs
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Also kurz und schmerzlos...

da ich nicht so viel Zeit bzw gelegenheiten in meiner Gegend habe einfach mal ein paar Bässe anzuspielen würde mich mal eines interessieren:

Wo liegt allgemein der Unterschied zwischen Jazz und Precision Bass??

Spekuliere nochmal zu investieren und Fender solls auf jeden Fall sein ( allein wegen dem style^^)

Musik ist sehr breit gefächert ( funk, rock, bisschen pop )

Jetzt frag ich mich halt vor die Vor- bzw Nachteile von Splitcoils und normalen Jazz single coils liegen^^...hoffe mir kann da einer weiter helfen
jetzt schonma danke^^
 
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griznak
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Hi Christian,

grob würde ich es folgendermaßen beschreiben:
Jazz Bass: dünner Hals; großer Korpus; weite Klangbreite von (Bässe bis Höhen alles ausgeglichener da als beim Preci; mit besonderer Betonung der hohen Mitten); mehr Einstellungen möglich/Soundvarianten durch die beiden Pickups (wobei man ehrlich gesagt schon so einen Favoriten hat und den dann beibehält ;) ).

Precision: dicker Hals; bischen kleinerer Korpus als ein Jazz Bass; Klangbreite nicht so ausgeglichen und eine starke Betonung der Tiefmitten, d.h. er drückt enorm; nur ein Pickups, dafür kann man den Ton aber durch die Tonblende auch gut variieren.

Gute Beispiele:
Jazz Bass:
http://www.youtube.com/watch?v=E4c7...958FFC259&playnext=1&playnext_from=PL&index=3

Precision:
http://www.youtube.com/watch?v=CGAtFo9iYIQ

Die von dir gewählten Stilistiken kann man mit beiden Bässen gut abdecken.
 
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Hallo Christian,

griznak hat das schon recht gut in wenigen Worten zusammengefasst. Zu diesem Thema empfehle ich aber neben einem Besuch im nächstgelegenen Musikalienladen auch die Lektüre dieses Artikels: http://www.justchords.de/bass/faq/fender.html

Gruß,
Carsten.
 
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Wie siehts mit einem "Hybriden" aus?

also Preci Korpus mit Jazz-mäßigem Hals; Split Coil-und Bridge Pickup?

// falls du gerade mit dem Bassspielen anfängst; entscheide ruhig nach dem Aussehen. Geschmäcker bzg Spielgefühl/Wunschsound entwickeln sich meistens erst später.

Grüße
Alex
 
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Christian Fuchs
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Danke das war doch schonmal informativ^^

sollte mir weiter helfen...spiel seit einiger Zeit nen yamaha mit aktiven humbuckern, also hab ich mit single coils noch nicht so die erfahrung...aber das soll sich ändern

Grüße
Christian
 
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Klar, da steht schon viel drin. Beim Holz ist es etwas komplizierter, weil auch Sumpfesche (die auch noch verschieden leicht sein kann) vs. schwere Esche sich klanglich arg unterscheiden. Letztere ist hart, schwer und dicht, was für excellentes Sustain und Definition sorgt, volle Bässe, gute Brillanzen. Dagegen trägt Sumpfesche von ihrem oft überschwemmten Standort ein leichtes poröses Holz davon mit einer Mischung aus härteren und weicheren Schichten. Entsprechend wechseln sich hell-crèmefarbene und dunklere Maserungen ab. Ein sehr musikalisches Holz mit einer gelungenen Balance aus schnell reagiblem "poppigen" Attack, Detailreichtum, Brillanz, Wärme und Dynamik. Bei guten Qualitäten sind die Höhen sind klar und glockig, die Mitten leicht hohl aber dennoch komplex, die Bässe sind straff und doch stark.

Natürlich kann man noch andere Hölzer haben, z.B. wenn man Parts von Warmoth, Stumac, Bassparts.de (~ Basslines) verwendet.

Ebenso kann man z.B. einen Preci-Hals auf einen Jazz-Korpus schrauben, wenn man einen geräumigen Hals bequemer findet, aber die Jazz-Form ergonomischer. Auch da gibt es z.B. bei dem notorischen Supplier Warmoth noch verbesserte Designs wie um 13° abgewinkelte Kopfplatten, den G4 Korpus, etc. etc., oder auch einfach nur — je nach Geschmack — stylishere Alternanten :D

Das mit den diversen PUs kann man nur unterstreichen, EMG ist sowieso nochmal 'ne ganz andere Tasse Tee, aber auch gerade sowas der DiMarzio Split P DP127 kann das klangliche Spektrum dramatisch erweitern.

Über die Möglichkeiten passiver od. gar aktiver Elektroniken hat man da noch gar nicht geredet.

Man kann natürlich verschiedene PU-Konfigurationen verwenden, z.B. 2 P-style PUs, PJ ("hot rodded P"), JPJ (etwa Fernando Saunders schon gute 20 Jahre vor Stu Hamm), mit Humbuckern gemischt, erlaubt ist was gefällt :D

Nicht zu vernachlässigen ist auch, daß man mit Replacement-Brücken (Gotoh, Leo Quan BadAss II bzw. III, Hipshot A Fender Mount) Schwingungsübertragung, Definition, Attack, Sustain, Baßgewalt und Brillanz je nachdem leicht bis auf's äußerste steigern kann.

Sattelbreite kann bis 1.75" sogar gehen bei älteren Modellen oder deren Replikas.

Das mit dem Beißen kann ich so nicht nachvollziehen, generell klingt der Jazz transparenter, der Preci kompakter.
 
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griznak
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Sieh es doch als Motivation ;)
 
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Sieh es doch als Motivation ;)
Bin ja dabei. Ghost Notes sind schon was nettes. Wenn man die richtig drauf hat kann man schon wenigstens Teile der Welt beherrschen ;).

Aber hier ging's ja um Jazz <-> Preci.

Ich persönlich bevorzuge Jazz-Bässe.
1. finde ich die asymmetrische Form schöner :p.
2. mag ich die größeren Variationsmöglichkeiten, was den Sound angeht. Beim Preci hast du eben nur einen Grundsound (+Höhendämpfung), beim Jazz hast du Bridge, Neck, beide und wenn du einen S1-Switch dranlötest noch nen 4. Sound. Nicht weiter modifizierte Bässe vorausgesetzt.
Ich benutze beispielsweise oft beide PUs oder den Bridge-PU an meinem fretless Jazzbuzz. Mischen kann man auch noch, nur bringt das bei meinem zugegebenermaßen billigen Bass sehr wenig.
3. hat man beim Jazzbass durch die beiden PUs eine Daumenstütze mehr. Ist auch nen Punkt, wenn man verschiedene Sounds produzieren will. Dieser kommt schließlich aus den Fingern. Sagt man. Siehe oben^^.

Es gibt aber auch Leute die übelst auf Precis stehen - aus gutem Grund.


Man sollte vllt auch noch erwähnen, dass passive Single-Coils durchaus schonmal brummen können. Radio-hören hab ich aber noch nicht geschafft :). Das wirst du von Humbuckern nicht kennen.
Wenn dir das gar nicht gefallen sollte wäre die von Heike angesprochene Möglichkeit noch ne Idee: aktive Elektronik.
Ich hab an meinem Ibanez (übrigens P/J->Hybrid) aktive Elektronik und absolut kein Brummen oder andere Störgeräusche. Dafür kratzen die Potis ein bisschen :p.

mfG Florian
 
Markus Gore
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Letzter Beitrag 2009. Macht nix oder? ;)

Ich möchte mir einen Preci kaufen, einen Jazzbass habe ich schon.
Ich möchte mit dem Teil nur Rock spielen, mit Plektrum. Das heisst ich brauche für einen Punchy und höhenlastigen Sound Esche Korpus und Ahorn Hals, ist das richtig? Ich denke an Sandberg oder Fender, wobei ich bei Fender noch nichts gefunden habe was mir zusagt ausser dem Road Worn in Fiesta Red wobei der ja Erle hat...

Einen Sandberg habe ich wie gesagt gefunden der passt jedoch mit Sumpfesche. Da ist die Streuung aufgrund des Sumpfes so groß sagst du? ...
 
djaxup
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Jeder Preci klingt geil mit Plek ;) ich würde mir da garnicht groß den Kopf zerbrechen sondern nach Gefühl entscheiden. Anspielen ist natürlich das Beste, wenn du lieber bestellen willst kauf den Bass vor allem nach der Optik.
Die Hölzer machen einen Unterschied, aber der ist eher gering. Mein Fender Preci ist aus Erle und hat einen Rosewood Hals und klingt absolut badass mit Plek gespielt.

Bezüglich Sandberg: Tolle Bässe, aber ich finde die Fender Teile klingen einfach dreckiger und das mag ich.
 
Kong
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Ja, Sandberg baut tolle Instrumente, aber für mich klingen sie alle etwas "weichgespühlt". ;)

Einen "echten" Preci-Sound hab ich da noch nicht gehört. Aber das ist rein mein subjektives Empfinden.

Mein Tip: Spiel die Instrumente alle an, ein Bass muß Seinen Besitzer finden! Und wenn Du bestellen willst, dann scheue Dich nicht, den Bass so lange zurückzuschicken, bis du das Instrument in der Hand hast, das Du Dir vorstellst. Zwar kann man bei einem Preci "nichts wirklich falsch machen", dennoch gibt es Unterschiede in Sound, Verarbeitung und Spielgefühl.

Seit einiger Zeit suche ich einen guten Preci, da ich meinen original 1964er nur noch "unter großer Vorsicht" mit zu Gigs nehme. Der Beste bisher war ein "Frankenbass", den mein Händler aus Teilen, die einfach so schon ein paar Jahre in der Werkstatt herumlagen, zusammengebaut hat. Außerdem hat mir ein Fuji Gen (FGN) - Precision sehr gut gefallen.

Warscheinlich sind meine Ansprüche durch den 1964er sehr hoch, aber ich kann Dir nur raten, genau auszuwählen. Es kann immer einen Unterschied zwischen zwei sonst im Holz wie in der Elektronik identisch hergestellten Bässen geben. Und Du solltest nur kaufen, was Dir wirklich gefällt, in Punko Sound und Haptik.

Viel Glück bei der Suche!

So long - sagt Kong! Ciao - Uwe
 
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Das heisst ich brauche für einen Punchy und höhenlastigen Sound Esche Korpus und Ahorn Hals, ist das richtig?
Nö.
So drastisch wirkt sich das Korpusholz nun doch nicht aus. Ein kräftiger On-Piece-Ahronhals hat mehr Einfluss. Und die Saiten natürlich. Also ein 50s Preci mit Erlekorpus und OPMN, besaitet mit Rotosound Swing 66, würde auch passen, und selbst einen P mit Palisanderbrett würde ich nicht von der Bettkante stoßen.
 
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Ich HABE gestern tatsächlich bevor ich den beitrag geschrieben habe im Musicstore Köln viele Bässe angespielt, einen Sandberg nach meinen Wunschvorstellungen hatten sie jedoch nicht da. Bisher ist der Road Worn mein Favorit wie gesagt. Der Hals ist einfach der Hammer. Groß, eineiliges Ahorn und klingt hevorragend!

Ich hatte auch einen Musicman Sterling in der Hand, der war vom Sound ähnlich geil. Trotz Humbucker. Das habe ich nicht erwartet!

Also Sandberg anzuspielen wird schwierig... die sind anscheinend total überlastet und kommen nicht hinterher.
 
djaxup
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Wenn dir der Roadworn Hals gefallen hat achte auf jeden Fall darauf, das du einen Bass mit 50's Hals kaufst - der ist dicker als so ziemlich jeder andere Hals. Der Classic 50's, der Roadworn und der Roger Waters meine ich haben diesen Hals von den Bässen <1000€. Diverse Reissue Teile oder American Vintage wird es auch mit der kranken Breite geben. Moulin kann dir hier sicher alle Details nennen.

Der Roadworn in rot war gut, aber zum kaufen reicht es nicht? Die classic 50's sind quasi das gleiche Modell ohne Lackkratzer, vielleicht ist da ja einer dabei der dir gefällt. Ich habe bislang noch keinen Bass gefunden, der wirklich nach Fender klang wenn es denn keiner war.

Wie gesagt, achte auf den Hals bei den Bässen. Wenn dir das klobige Teil gefallen hat um so besser, klingt gut :) aber die wenigsten P-Bässe haben so einen Hals, die meisten sind deutlich flacher und schmaler.
 
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Sowohl die 50s als auch die Roadworn Modelle die im Musicstore stehen sind super Bässe! Zumindest als ich das letzte mal da war (beiger 50s und roter Roadworn).
Da würde ich an deiner Stelle nicht lange fackeln und zuschlagen! :great: Der 50s ist natürlich vom Preis her wesentlich erträglicher, den würde ich nehmen wenn ich mir vor nen paar Monaten nicht erst nen Waters gekauft hätte. Beim Roadworn müssten mal neuen Saiten drauf, die sind schon ein bisschen runter. Wenn du nochmal da bist bitte den Dirk (ein paar Tage älter, Bart, Brille und Cap auf dem Kopf, Mittwochs nicht da) mal dir da neue drauf zu machen und teste den nochmal.
Wenn dir der Sound der Fender gefällt wirst du nur schwer was bei Sandberg finden... Wie Kong bereits sagte: weichgespült!
 
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Das heisst ich brauche für einen Punchy und höhenlastigen Sound Esche Korpus und Ahorn Hals, ist das richtig? Ich denke an Sandberg oder Fender, wobei ich bei Fender noch nichts gefunden habe was mir zusagt ausser dem Road Worn in Fiesta Red wobei der ja Erle hat...

Stimmt zwar was fourtwelve gesagt hat ( Dass es auch mit Erle geht) - Aber dieser hat was Du beschrieben hast,
http://www.cmcguitars.com/Fender-AM...h-P-Bass-p/fender-am-std-hs-p-bass-mah-mn.htm
dürfte nur schwer sein noch einen aufzutreiben ( Ich habe zum Glück einen bekommen :) )
 
Markus Gore
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Hat der Classic 50´s ein lackiertes Griffbrett? Das find ich beim Road worn auch so geil. Wenig oder garnicht lackiert ist schon toll

- - - Aktualisiert - - -

Selbst nachgeschaut... ja alles ekelhaft non-nitro lackiert beim classic 50´s also "muss" ich wohl nen road worn nehmen auch wenn meine Traumfarbe Blonde wäre. Die gibt´s leider nur beim 50´s ...
 
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Zur Not kannst du den Hals ja selber agen :D
 
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Road Worn ist die günstigste Möglichkeit einen Fender Bass mit Nitrolack zu bekommen.
Siehe mein Review.
 

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