fender precision. alles original, oder was?

von nigo, 25.03.05.

  1. nigo

    nigo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #1
    liebe experten,

    möchte mir einen precision anschaffen. sollte nicht jünger als baujahr 1975 sein. da werden ja immer mal wieder welche angeboten.

    mein problem ist nur:
    woher weiß ich ob alles am bass original ist? worauf muss man besonders achten? ich habe kein problem mit modifikationen wie einer badass-bridge oder aktiv-elektronik, aber die hölzer sollten eben original sein.
    gibt so schlimme sachen wie seriennr fälschen o.ä.?
    guter link dazu würde mir auch weiterhelfen(beim googeln nix gefunden)

    danke, nigo
     
  2. uncle

    uncle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #2
    Hi

    Hab' zwar keinen Fender aber du kannst am Kopf z.B. erkennen ob das Logo in etwa dem des Jahrgangs entspricht wie dem Orig. (z.B.Bilder bei eBay oder 'nem Fendershop). Die Logos sind in den Lack mit eingeabeitet und nicht mit Aufklebern -wie es welche günstig ab 1,- bei eBay gibt- versehen sind.
    Wenn keine Seriennummer drauf ist, ist es auch kein kompletter Bass sondern meist was zusammengeschustertes. (Srn Nr auf der Rückseite der Kopfplatte)
    So billig Kopien haben oft Pressspanplatten als Korpus. Die sind Kacke. So lange es Massivholz ist es ziemlich egal welche Sorte. Die einen sind besser als andere,allerdings hat Fender auch keine exotischen Hölzer verwendet. Esche, Sumpfesche und Erle, Ahorn usw. Andernfalls müsstest die beim Aussehen deines Basses abstrichen machen, indem du entweder die Löcher offen lässt, oder die mit einem Mix aus Farbe und Sekundenkleber ausfüllen. Da musst du dir dann etwas mühe geben sauber zu arbeiten oder die ganze Klampfe neu Lacken. Es wäre auch ratsam die Hardware so zu wählen das die vorhandenen Schraublöcher benutzt werden können. Als evtl. nur qualitativ Bessere zu nehmen, bzw. Neue.

    Gruß

    [add] Ebenso bei der Elektronik. Aktive Elektroniken brauchen wieder zusätzlichen Platz für eine Batterie. Also besser wieder "nur" bessere oder neuere PU's nehmen. Die kann man normalerweise so einlöten wie man sie ausgelötet hat.
    Wenn du dich vor dem Gruß dazu entschieden hast neu zu Lacken kannst du auch ein Batteriefach fräsen, stämmen oder hobeln...k/a... ;-D
     
  3. Paul Denman

    Paul Denman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #3
    Bei Fender gibt's eine gute Übersicht wie man die einzelnen Precision-Modelle unterscheiden kann. Dort gibts auch eine Liste der Custom-Shop-Models

    Das ist ein Custom-Shop-Modell eines Precision, Baujahr 1986, ein 62'er "Vintage" Modell, d.h. ein genauer Nachbau des Originals. Lediglich die Bridge ist nicht mehr Original, das ist eine BadAss...falls Du irgendwo Bilder siehst und jemand behauptet das eine BadAss nachgerüstet wurde hast Du was zum vergleichen. :o

    [​IMG]

    [​IMG]

    Eine ORIGINAL-Precision-Bridge sieht so aus.

    Fakes gibt's leider auch. uncle hat's eigentlich schon gesagt. Wenn an diversen Original-Modellen "rumgefrickelt" wurde ist das aber recht schnell zu erkennen(Fotos?). I.d.R. wird die Seriennummer beim Verkauf immer angegeben, wenn nicht sollte man besser fragen; hat man diese u.U. auch Fender. So ist es recht einfach zu vergleichen wie der Bass früher gebaut wurde und was im Laufe der Jahre an ihm verändert wurde.
     
  4. bogo

    bogo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #4
    Komisch, die Hälse werden alle mit "modern C-Shape" bezeichnet.

    Hatten die Prezzis früher nicht diese "Bauhaus-Kanthölzer" Halsform? :D
    Also eher "D-Shape" ?

    Hab die so in Erinnerung, und mich immer gewundert warum die
    im Laden nicht mehr richtig growlen.
    Nach was soll denn ein Prezzi mit'n "Flitzebrett" auch klingen... :(

    ..oder irre ich mich da?
     
  5. Paul Denman

    Paul Denman Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.03.05   #5
    Ja, Precision-Hälse sind etwas breiter wie Jazz-Hälse. :)

    [​IMG]
    Quelle: Fender Australia

    A. American Vintage J-Bass
    B. American Vintage P-Bass

    C. American Vintage Telecaster
    D. American Vintage Stratocaster
    E. American Vintage Stratocaster



    Bezüglich Spacing des Halsprofil's blicke ich bei Fender auch nicht immer durch, laut justchords ist die Bezeichnung des Neck-Spacing abhängig vom Baujahr. Ich hab jetzt mal länger rumgesucht aber nicht wirklich eine Angabe gefunden die man als "geltend" verbreiten könnte.

    ...ich wünsch' mir 'ne Liste über alle möglichen Fender-Shapings...hat die zufällig jemand? ;)
     
  6. Heike

    Heike HCA Bass Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 26.03.05   #6
    Eigentlich ist die Sache viel komplizierter, weil Fender ursprünglich mal Halsformen ziemlich abstrakt nach Buchstaben benannte, und nicht eben anschaulich nach Profilen V für spitz, D für sowas wie bei einer Klassikgitarre und C für was rundes. Auswendig weiß ich das auch nicht alles, da müßte ich mal in Papier wühlen gehen um das nachzuschlagen.

    Die moderne C-Shape ist flach — und allgemeinhin beliebt. Was ich früher so in Händen hatte waren meistens rundere C-Formen, und da gefallen mir die heutigen schon besser. Am besten liegen mir persönlich D-Profile oder aber asymmetrische, am wenigsten V.

    Natürlich hört man, wenn ein Hals anständig Masse hat. Andererseits hat es auch was für sich, bequem weiter greifen zu können.
     
  7. nigo

    nigo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.05   #7
    war über ostern nicht online...
    danke für die guten antworten und links!

    also, ich kann eine badass von einer fender-bridge unterscheiden und auch ein sperrholz von einem vollholz-body- soweit, sogut!

    ich möchte mich aber irgendwie vor gut gemachten fälschungen schützen.
    der precision wird doch seit 1957 fast baugleich hergestellt, die backplates kann man einzeln bekommen -darin eine nr zu stanzen ist doch kein problem.
    mal angenommen von einem "71er" p-bass ist der hals original, was sagt mir das der korpus nicht von 82 ist?

    ist das eine berechtigte frage?
     
  8. bogo

    bogo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.05   #8
    Klar ist die Frage berechtigt, was die Amis mit Harleys machen
    geht auch mit Instrumenten.
     
  9. nigo

    nigo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.03.05   #9
    also, gibt es da irgendeine checkliste die man abarbeiten muss, wenn man den bass in der hand hat und die originalität nachprüfen will?
    gibt es irgendwelche tipps?
    vielleicht ein blick ins elektronik-fach oder ein gurt-pin der erst ab 75 mit "der und der" schraube verwendet wird...

    :screwy:

    na ja, vielleicht doch etwas speziell die frage.

    die meisten werden wahrscheinlich sagen: spiel doch das ding einfach an und du wirst hören ob er ok ist!

    genau das traue ich mir nicht zu- zuwenige vergleichsmöglichkeiten.
    und die sache mit dem wiederverkaufswert ist nicht zu verachten.

    werde einfach die fotos der bässe mit SN an fender schicken. hat jemand erfahrungen damit? fender-D oder lieber an fender-USA?
     
  10. cone

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    Erstellt: 30.03.05   #10
    ich hätte auch eine frage zu einem älteren fender p-bass, hab aber keine lust unnötig einen neuen thread aufzumachen.
    also ich hab heute einen 75 p-bass angeboten bekommen, aus leicht esche (der korpus is leichter als der hals :screwy: ) dunkelbraun lackiert aber hinten schon ziemlich abgeschlagen, einige andere kleine schäden um einen preis von 1400€..
    zur frage.. is der preis gerechtfertigt?
     
  11. blackout

    blackout Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.03.05   #11
    ich frage mich grade ob es so sinnvoll ist, sich sein instrument nach baujahr auszusuchen... ich würde z.b. nie 3000€ für einen ausgeben, nur weil er baujahr '62 ist oder so, das ist doch krank.

    und ich denke mal aller wahrscheinlichkeit wirst du die instrumente antesten, und wenn dich einer umhaut kaufst du ihn, auch wenn er nicht aus den '60ern ist, das wäre jetzt meine logik.
     
  12. pattofener

    pattofener Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.03.05   #12

    Im Optimalfall kann der Preis schon berechtigt sein,- ob das für Dich Sinn macht sei dahingestellt.

    Falls Du niemand mit Durchblick bei alten F-Bässen kennst, der Dich gut beraten kann,- lass es bleiben und kauf Dir einen neuen Bass, z.B. einen Sandberg, oder Lakland (die billigere Serie) oder auch einen neuen precision america usw...........

    pass gut auf und lass dich nicht linken !!

    p.s. das Alter eines alten preci hat nichts mit seiner qualität zu tun, es gab auch damals gurken.



    mfg pattofener
     
  13. nigo

    nigo Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.05   #13
    stimmt! genauso krank wie leute, die mit oldtimern durch die gegend fahren oder menschen die gern in altbauwohnungen leben. für diesen gewissen "spirit", der diese dinge umgibt, ist halt nicht jeder empfänglich- das ist auch gut so.

    ich bin auch nicht der meinung das die vintage-sachen prinzipiell besser sind. warum auch, fender hat damals wie heute -gemessen an handgefertigten instrumenten- immer mittelmäßige instrumente gebaut. es wurde halt schon damals als massenprodukt geplant und hergestellt- für jedermann erschwinglich. deshalb gibt es auch eine ganze menge "möhren" unter den alten fender-bässen und man MUSS sie vor dem kauf anspielen. aber alle hatten damals diesen bass und auf allen platten war er zu hören und er hat unseren geschmack geprägt- darum stehen auch heute alle drauf (ich auch).

    und "je oller desto doller" wird heute halt gesagt (und bezahlt) weil man davon ausgeht, dass holz -zu einem instrument verarbeitet- mit der zeit einen immer besseren klang-charakter entwickelt. vielleicht wie bei kontrabässen, die sich erstmal "einschwingen" müssen, um als wirklich gut klingendes instrument zu gelten und richtig teuer werden. dieser effekt tritt aber nur ein, wenn das instrument regelmäßig gespielt wird. deshalb ist ein fender der 40 jahre ungespielt im koffer lag -mit satten farben und ohne schrammen- für einen sammler immer einige tausender wert, aber für einen basser der ihn benutzen will meist nicht mehr als ein instrument von heute.

    @cone:
    maßgebend sind für gebraucht sachen (leider) die ebay-preise. wenn er ok ist und dir gefällt, ist es kein wucher-preis. wie schon gesagt wurde: spiel ihn an!
    aber bedenke, es gibt für den preis schon tolle jazz/prez-nachbauten, von renomierten unternehmen, die in handarbeit entstehen (z.b. von: marleaux, hot wire,..) da kann man eigentlich nix verkehrt machen.
     
  14. bogo

    bogo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.05   #14
    Eben mal entdeckt,hier bieten Angebot mit nicht öffentlicher Bieter-/Käuferliste ... :D
    ...klardoch, die Profis unter sich.
     
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