Fender Rhodes kaufen?

von lucjesuistonpere, 20.10.04.

  1. lucjesuistonpere

    lucjesuistonpere Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.04   #1
    Hi!

    Einige werden vielleicht schon meine Threads im Digitalpiano-Forum gelesen haben, in denen ich nach Stagepianos suchte. Grund ist: Ich spiele seit Sommer in einer Band, die sich auf Jazz(-rock) und Funk spezialisiert hat. Ich bin langjähriger Klavierspieler und traktiere meist ein etwas älteres Bentley-Piano (das müßte eigentlich mal richtig generalüberholt werden, weil der Anschlag etwas unsensibel ist, aber seit der letzten Stimmung bin ich mit dem Klang recht zufrieden). Als Equipment in der Band brauche ich natürlich etwas "portables", und da muß momentan mein Yamaha DGX-300 herhalten, leider ein Anfängerinstrument und für professionellen Bandeinsatz nicht tauglich.
    Im DP-Forum habe ich mich sehr lange Zeit nach Stagepianos erkundigt, mich im Internet umgesehen und bin beim GEM Pro 1 (Gebrauchtangebot für 650 €) hängen geblieben bzw. beim Realpiano Expander (der immer mal wieder bei Ebay auftauchen soll) + Masterkeyboard (gebrauchtes Doepfer oder so). Ich bin allerdings immer noch skeptisch, da das insgesamt für mich ne schöne Stange Geld ist, und ich doch eher ein Fan von Naturinstrumenten bin, also z.B. ein echtes Klavier einer Imitation eindeutig vorziehe und mir relativ unsicher bin, ob ein Stagepiano ne Investition wäre, mit der ich lange zufrieden bin.

    Deshalb habe ich die Idee, mir möglicherweise ein echtes Fender Rhodes zuzulegen. Das wäre wohl ne tolle Sache, denn: Ich liiiebe diesen Sound. Allerdings gibt es da auch einen Haufen Nachteile, weshalb ich immer zwischen Rhodes und Stagepiano hin und her gerissen bin. Ich könnte natürlich in der Band nur eine Klangfarbe spielen, (müßte also auf Klavier- und Hammondsounds verzichten), dafür aber eine ziemlich unvergleiche. Das großzügige Gewicht von ca. 50-70 kg würde die Transportfähigkeit ziemlich einschränken, vor allem direkt nach dem Kauf. Im Falle eines Defekts wäre man relativ aufgeschmissen (Reparatur wahrscheinlich keine so einfache Sache), außerdem kann man sich beim Kauf nie sicher sein, in was für einem Zustand man das Rhodes antrifft. Größtes Hindernis dürfte das begrenzte Budget von ca. 1000 € sein, was sich vielleicht (Eltern :D) noch um ein paar 100 € aufstocken läßt. Zudem habe ich noch nie ein Rhodes gespielt, kenne also das Spielgefühl gar nicht, nur den Sound.
    So viel zum Thema Rhodes. Auf der anderen Seite hätten wir da halt ein zuverlässiges, vielseitiges, günstigeres, einfach zu handhabendes Stagepiano... das jedoch bestenfalls nur eine Simulation sein kann. ;)

    Das wär's erst mal mit meinem Geschreibsel. :D Wozu würdet ihr mir raten?
     
  2. mnutzer

    mnutzer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.04   #2
    @Frag Deine Bandkollegen!
    Wenn die vom Tragegewicht des Fenders hören, werden die Dich schnell wieder auf den Boden der Band-Tatsachen zurückholen.

    Gute Fender Rhodes werden immer seltener, die sollte man nicht auf der Bühne verschleißen. Viele haben eines zu Hause, um Spielweise und Klang am Original trainieren zu können. Aber für die Bühne nehmen die lieber einen guten gesampelten Sound.

    Mein Favourit wäre z.Zt. von Clavia das Nord Lead Electro II. 5 Oktaven für 8 kg, 6 Oktaven etwas mehr, und Du hast alle angesagten Vintage-Sounds von B-3, Rhodes, Wurly bis zum Clavinet dabei. Der akk. Flügel ist wg. der Orgeltastatur kaum brauchbar.
     
  3. gravitysangel

    gravitysangel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.10.04   #3
    Je nach Modell ist die Rhodes-Tastatur zu erst einmal, sagen wir einmal "gewöhnungsbedürftig". Der Sound ist nicht mit irgendeiner Simulation vergleichbar, denn erst mal nackt nicht so toll.
    Das soll heißen, bei allen Simulationen hörst du einen Rhodes-Sound, der optimal aufgenommen ist, z.T. mit Kompressor u.ä. bereits versehen und ein Rhodes in einem Traumzustand repräsentiert. Leider sind die meisten Instrumente, die in deiner Preisklasse liegen, vermutlich nicht in diesem Zustand. Dazu kommen noch die Ausgaben für einen vernünftigen Chorus, Phaser, Tremolo oder was immer du auf dem Rhodes bevorzugst. Auch das haben die meisten Sim-Kandidaten bereits an Bord. Ein Rhodes muss gestimmt und gewartet werden, das Pedal rutscht immer weg usw.
    Aber: Wenn gut in Schuss, macht es mehr Spaß als jede Simulation, die ich kenne.
    Du musst dir einfach überlegen, was dir wichtig ist.

    Die besten Simulationen, die ich kenne, sind übrigens im Nord Elektro uind im Kawai ProMega zu finden. Beide leider nicht ganz billig, dafür bieten sie halt noch viele andere tolle Sounds.
     
  4. fetz

    fetz Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.10.04   #4
    Hmm also ein echtes Rhodes ist immer besser. Du solltest dir halt die Frage stellen, ob du auf so einen Vintage Kram stehst, oder darauf verzichten kannst. Für ein Rhodes kommen schon einige ausgaben zusammen, du brauchst ja auch noch einen Amp und im Normalfall ein paar Fusstreter. Ausserdem muss man normalerweise die gesamte Mechanik neu einstellen und stimmten und die Filze erneuern. Die Tastatur kann man nach persönlichen bedürfnissen einstellen. Allerdings ist es auch ein ganz gutes Gefühl wenn einem alle Leute sagen, wie geil sein Instrument klingt :D das sag ich dir. Allerdings werden sie dir das auch erst hinterher sagen, ein nicht eingestelltes Rhodes macht meistens einen schrecklichen Eindruck, verstaubt, schlecht klingend, schwer usw. Also musst du dich quasi entscheiden ob du lusst hast, viele Arbeitsstunden und Geld da hinein zu stecken und einen extremen ******* ******** (etwas gutes :D) sound zu haben oder einen ganz akzeptablen für wenig aufwand. Es wird allerdings meiner Meinung nach definitiv teurer als 1000€ : Rhodes ca. 1000€ + Amp (Jass Chorus 120 oder Fender Twin) + Kabel und Fusstreter... allerdings kostet das Nord Elektro ja auch n haufen Knete...
     
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