Frage zur Vergangenheit/Geschichte der Musikproduktion/Tonaufnahme

von A. Schnitzler, 23.06.10.

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  1. A. Schnitzler

    A. Schnitzler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #1
    Hallo.

    (Ich wusste nicht genau wo dieser Beitrag dazu passt, deshalb hab ich ihn hier rein gestellt. Hoffe bin hier nicht ganz falsch)
    Zur Frage:

    Heute wird ja alles nur noch digital aufgenommen. Egal ob der Hobbymusiker zu Hause mit seiner Software oder die echten Studios, da geht ja, soweit ich weiß, alles digital.

    In den 50ern und 60ern etc. wurde, soweit ich weiß, mit magnetischen Tonbändern aufgenommen und dann auch Schallplatten gepresst, oder? Meine Frage wäre, ob das stimmt, bzw was dazwischen war. Also vor dem "digitalen Zeitalter" und nach dem Tonbandzeitalter.

    Würde mich über jede Antwort freuen.

    Mfg
     
  2. langhaar!

    langhaar! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #2
    Bin kein Experte, aber Digitalzeitalter und Bandzeitalter überlappen sich und dazwischen ist nichts.
     
  3. Moerchen

    Moerchen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #3
    Also mein ehemaliger Chef hatte in den 80igern wohl auf Mini-Disk aufgenommen, dass das der Standard war, bezweifel ich aber.
     
  4. langhaar!

    langhaar! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #4
    Mini Disk ist bereits digital.
     
  5. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.06.10   #5
    Ja, wie langhaar! schon sagte: Vom Band zu digital. Schallplatten, Kassetten etc. sind ja erst die Tonträger für den fertigen Song.

    (Aber Mehrspur-Audio-Bearbeitung mit Schallplatten stelle ich mir etwas schwierig vor, wenn bei x Platten die Nadel gleichzeitig auf die richtige Stelle gesetzt werden müsst :eek: :D )

    MfG, livebox
     
  6. Thompsen

    Thompsen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #6
    Wenn man den Begriff Musikproduktion bisschen ausdehnt könnte man noch sagen, dass viele Remixe mit Kassettenmanipulation gemacht worden.
    Sozusagen Samplen per Kassette :p Hat letztens unser Dozent erzählt, klang wirklich tricky.
     
  7. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 23.06.10   #7
    Zwischen "Analog" und "Digital" gibt es logischerweise nichts. Aber in welcher Form das jeweils genutzt wurde, da gibt es doch Unterschiede. Als Extreme von damals bis heute kann man wohl einmal die komplett analoge Produktion von damals nehmen, und heute die komplett Software basierte im Computer. Dazwischen gibt es durchaus andere Arbeitsweisen. Es gibt ja auch z.B. digitale Tonbänder. ADAT kam "erst" 1993, ich weiß jetzt auch nicht, ob es da ältere oder professionellere Standards gibt, die in Studios eingesetzt wurden. Aber auch FestplattenRecorder. Man ersetzte also zunächts mal nur die analoge Bandmaschine durch etwas digitales, der sonstige Workflow (also Mischen und bearbeiten) ist aber weiterhin nicht viel anders. Manche nutzen auch heute noch die DAW nur als "digitale Bandmaschine". Digitale Mischpulte haben sch glaube ich nicht so durchgesetzt, aber in zusammenhang mit einem ADAT oder Mehrspur-HD-Recorder kann man dann komplett digital arbeiten, aber ohne Computer und Software, also von der Arbeitsweise eher klassisch.





    Schallplatte, CD, kassette,... Das sind alles Endmedien für den Käufer, die haben mit der Produktion nichts zu tun. Auch als die CD schon auf dem Markt war, wurden z.B. dennoch die meisten Aufnahmen analog gemacht. Heute ist es eher umgekehrtm, da wird digitl produzert, aber die Schallplatte erlebt eine gewisse Renaissance.
     
  8. A. Schnitzler

    A. Schnitzler Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #8
    Aha, das heißt es wurde schon immer (also seit der Schellack - Schallplatte) auf Magnetbändern aufgenommen, und dann wurde das Aufgenommene durch einen technischen Prozess auf das Medium gedruckt?? (Also Schallplatte, Kasette oder CD)

    Seh ich das richtig?

    lg
     
  9. pitsieben

    pitsieben Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #9
    Nicht 100%ig.

    Auch Mehrspur-Magnetbänder sind eine Innovation neueren Datums.
    Frühe Beatles-Scheiben wurden mit Vierspurmaschinen aufgenommen und das war HiEnd.
    Ab wann genau Magnetbänder - auch Mono - generell zur Aufnahme eingesetzt wurden, weiß ich allerdings nicht

    Vor den Bändern wurde das Signal umgekehrt zum Abhörvorgang direkt in einen Plattenrohling oder eine Walze gekratzt. Die Walze hat sich allerdings nicht durchgesetzt.
     
  10. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 23.06.10   #10
    Ja, hab ich wohl zu vereinfacht ausgedrückt. Tonbandmaschinen gibt es seit 1935. Davor wurden wohl direkt Platten geritzt.
     
  11. jackson

    jackson Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #11
    es gibt eine sehr gute Doku zur Entstehung des bahnbrechenden Albums der Rockgeschichte: Sergeant Peppers lonely hearts club Band der Beatles:
    Hier gibts Einblicke zur damaligen Technik 1966/67 und der Kreativität mit den damals begrenzten Mitteln (4 -Spurtechnik usw) umzugehn

    http://www.youtube.com/watch?v=NRr37NxL5qc&feature=related part 1

    http://www.youtube.com/watch?v=pgnTLMMn0XM&feature=related part 2

    http://www.youtube.com/watch?v=koNFCcP9wp0&feature=related part 3

    http://www.youtube.com/watch?v=x5D-w0ya2rE&feature=related part 4

    http://www.youtube.com/watch?v=3askZErSNRw&feature=related part 5

    http://www.youtube.com/watch?v=7N5W6E_snNg&feature=related part 6
     
  12. pitsieben

    pitsieben Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #12
    Wie haben die die Dinger wohl kopiert?

    Da fällt mir jetzt allerdings nichts mehr zu ein...
     
  13. ars ultima

    ars ultima HCA Recording HCA

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    Erstellt: 23.06.10   #13
    Genau das habe ich mich uch gefragt. Dass Phonograph und Grammophon am Anfang zum Aufnahmen und wieder anhören genutzt wurde (wurde wohl auch erst als Spielzeug angesehen) verstehe ich ja noch. Aber die "Tonträgerindustrie" startete ja schon Ende des 19. jahrhunderts:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Musikindustrie
    Einfach überspielt vom Master?
     
  14. pitsieben

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    Erstellt: 23.06.10   #14
    Ich hab' gerade mal einen befreundeten Tonmeister angemailt...vielleicht weiß der das.

    Edit:
    Er hat auch keine Idee...wenn der das schon nicht weiß...das war sozusagen der letzte Joker...:D
     
  15. ZippoZ

    ZippoZ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #15
    Nein. Ganz einfach: vom Master wurde ein Negativ erstellt und damit die Kopien gepresst.

    Viele Grüße von Zippo!
     
  16. pitsieben

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    Erstellt: 23.06.10   #16

    Jaja...aber wie erstellt man mit einem Schellak-Master Pressplatten und mit welchen Materialien und wurde überhaupt schon gepresst?
    Mussten Kopien nicht auch geschnitten werden und wenn ja, wie wurde das Signal überspielt?
     
  17. jf.alex

    jf.alex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #17
    Das waren zu jener Zeit ja nur 78 RPM- Schellack- Singles mit maximal 5 Minuten Laufzeit, da gab's nix zu schneiden. Die erste Langspielplatte kam von Elvis, wenn ich recht informiert bin. :gruebel:

    Damals wurde alles zusammen live im Aufnahmeraum eingespielt. Ich meine gehört zu haben, Elvis habe seine Band im Studio über 40mal hintereinander "Hound Dog" spielen lassen, bis ihm die Einspielung hundertprozentig gefallen hat. :eek:

    Alex
     
  18. pitsieben

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    Erstellt: 23.06.10   #18
    Ich meinte nicht schneiden im Sinne von Editieren, sondern im Sinne von "die Rille in die Platte schneiden".
     
  19. jf.alex

    jf.alex Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.06.10   #19
    Oops... :o

    Alex
     
  20. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.06.10   #20
    Ohne deine Aussage ändern zu wollen, nur damit sich das nicht auch noch hier als Gerücht fortsetzt als Zusatz: Ja, die Beatles haben mit 4-Spur-Bandmaschinen gearbeitet. Was aber nicht heißt, dass die Aufnahme nur auf 4 Spuren war; da waren halt mehrere Maschinen im Einsatz.

    MfG, livebox
     
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