fragen zur harmonie

von menlein2810, 06.04.12.

  1. menlein2810

    menlein2810 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.12   #1
    hallo leute

    ich schnüffel gerade ein bischen in das basspiel rein weil ich mit der gitarre zzt. nicht weiterkomme.
    da stellen sich doch direkt mal einige fragen -
    - gitarist spielt zb den akkord D über 4 takte in einem song der in A geschrieben ist
    was kann ich für töne dazu spielen das es immer passt
    könnte ich zb die kompletten töne der A scala nehmen oder die töne des aktuellen D akkordes ?

    gruß tommy
     
  2. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.04.12   #2
    Ich glaub ich versteh das nicht so ganz... Der Song steht sozusagen in Tonart A und der Gitarrist spielt an einer Stelle des Songs D?
    Als Bassist hält man sich vorerst besser an die Grundtöne, des Akkordes der gerade gespielt wird.

    Die Skala hilft dir Übergänge oder Riffs zu bauen. Wichtiger ist ein fester/interessanter Rhytmus.
    Am Anfang sind die Drei-Klangstöne des entsprechenden Akkordes (Grundton, Terz, Quinte) das Frühstück eines Bassisten.

    A und D sind Töne die sich recht nahe stehen da A ein Ton des D Akkordes ist. Ob es aber in dem Fall richtig ist über eine D spielende Gitarre ein A zu spielen wird vom Kontext abhängen.
    Interessanter wirds wenn Dein Gitarrist bei dem Akkord D nur die Terz und den Grundton spielt (D und Fis) und Du dann jeweils einen Takt lang:
    A => D => G => H
    Damit kann man ne Menge experimente machen und bleibt teilweise sogar grundtönig egal was der Gitarrenmann macht.
     
  3. menlein2810

    menlein2810 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.12   #3
    HI FASTEL

    es geht ja erstmal nur um das einfache jammen mit powerchord´s .
    aber ok, wenn ich im takt den grundton ,terz und quinte spielen kann ist ja schon mal einiges möglich.
    nächste frage :)
    der gitarist läst zb den powerchord d über einige takte stehen ( ausklingen ) - kann ich da in der D scala en leichtes solo spielen oder müsste ich die scala des song´s A nehmen
     
  4. Vindsvalr

    Vindsvalr Moderator Bass - Ex-Shadowsoul Moderator HFU

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    Erstellt: 06.04.12   #4
    Nehmen wir an, du redest von A-Dur (also A ionisch), dann kannst du D lydisch spielen.
    Wenn der Song in A-Moll (also A äolisch) ist, dann kannst du D dorisch spielen.
    Hilft dir das weiter? :D
     
  5. Fastel

    Fastel Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.04.12   #5
    Auf den Powerchord D passt die D-moll Skala oder auch die D-Dur Skala. Ob einem Powerchord an dieser Stelle relativ eindeutlich ein moll oder Dur-Charakter zugeordnet werden kann hängt vom Kontext ab. Etwa wenn der D Powerchord die Sogenannte Dominantfunktion in einer Komposition hat. Dann ist das mit moll erstmal keine gute Idee.

    Dominantfunktion bedeutet, der Chord steht auf der 5. Stufe der Tonart. Ist Dein Song also in G (Dur/moll) geschrieben, so ist D auf der 5. Stufe von G und leitet zum G zurück. Soll der D dann wirklich auch eine Leitwirkung aufbauen, so brauchst Du die große Terz. Versuche das und spiele (etwa auf der Gitarre) mal G Dur dann D Dur, und das ein paar mal im Wechsel. Dann wirst Du schnell merken, dass Du, sobald du wieder D spielst den Akkord nicht mehr stehen lassen kannst. Du musst wieder zum G zurück, damit es abgeschlossen klingt. Wenn Du dann die Terz des D Akkordes im Bass spielst, musst Du mit dem Basston nur einen Bund höher und landest automatisch auf dem Grundton der Tonart.
    Vielleicht ist das noch etwas verwirrend... aber wenn Du das mal mit Deinem Gitarristen Schritt für Schritt durchgehst, kannst Du sicher etwas darüber lernen.

    Lässt Dein Gitarrist einen D Powerchord stehen, kannst Du da ein kleines Outrosolo basierend auf der moll Skala reinwirbeln.
    Interessant ist es auch, wenn Der Gitarrist sein D immer weiter spielt, also immer auf dem Ton stehen bleibt, und du dann Takt für Takt die D mollskala abwärts gehst.
    Also mit dem D im 5. Bund der A Saite beginnen. Den Fingersatz kennst Du und dann eifnach abwärts, während der Gitarrist immer auf dem D bleibt.

    Die Idee dahinter ist die Harmonik über das Fundament zu ändern. Das kann in guten Kompositionen sich so anfühlen, als wenn man sicher irgendwo steht und der Boden (Bass) unter einem absackt.
    www.youtube.com/watch?v=ZCz7RzGDsTw#t=8m47s
    Höre da mal ab der Stelle den Songteil an und achte auf den Bass bei ca 09:22 - 09:38
     
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  6. menlein2810

    menlein2810 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.04.12   #6
    hi leute

    ich habe da sicher zu wenige informationen gegeben.
    auf der gitarre behersche ich die pentatonik.
    mit den dur und moll sachen habe ich mich noch nicht so beschäftigt.
    es geht mir also um rockmusik, die im bluesschema gespielt werden soll, und dazu die pentatonik .
    beispiel Blues in a und dazu die a moll pent.

    ADAAADDAAEDAE AAAAADDAAEDAE
    ---------------------xxxxx---------------

    in dem mit x gezeichnetem bereich würde ich gerne mit dem bass was anderes machen als die passenden grundtöne zu spielen.
    da sollte ich doch mit dem bass auch genau wie bei der gitarre einen kleinen lauf in der Am pent spielen können, wenn der gitarist 4 takte das A stehen lässt.
    mit gitarre meine ich den ordinären powerchord A -quinte - oktave .

    gruß tommy
     
  7. cwtoons

    cwtoons Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.04.12   #7
    Dann wird´s aber höchste Zeit!
    CW
     
  8. Matt12

    Matt12 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.04.12   #8
    Ich kann Fastel schonmal uneingeschränkt zustimmen!

    Bei einem Powerchord hast du als Bassist in der Theorie ansich viele Möglichkeiten, was du dazu spielst. Der Powerchord (Grundton - Quinte - Oktave) ist insich nämlich tongeschlechtlich neutral, das heißt weder Dur, noch Moll! Charakteristisch sind für die einzelnen Tongeschlechter die Terzen (bei Moll kleine Terz, bei Dur große) und die Septimen (ebenso), anders ausgedrückt; die Halbtonschritte in der jeweiligen Skala kommen an unterschiedlichen Stufen vor. Ich hoffe du kannst mir einigermaßen folgen ;)
    In welchem Kontext des Songs der Powerchord jedoch vorkommt, kann ihn jedoch gerne auch mal "mollig" oder "durig" im Höreindruck erklingen lassen.
    Ansonsten bist du, wenn du Powerchords begleitest, bzw. diese interessanter gestalten willst, immer auf der sicheren Seite, wenn du Quarte, Quinte oder Oktave als Zwischen - bzw. Übergangston einbaust!
    Ansonsten ist, wie schon von dir angedeutet, die Pentatonik für den Anfang eine feine Sache :)
     
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