Also ich kann hier auch noch ein bisschen Geschmacksfragensenf dazugeben: Ich persönlich habe mich unsterblich in das Shure Beta 57A verliebt. Das hat nämlich a) einen verkleinerten Korb, durch den man den
Nahbesprechungseffekt (Nahbesprechungsbereich = doppelplusgut bei Gutturalgesang, weil Bassfrequenzen lauter) besser nutzen kann als bei jedem anderen Mic und b) einen schönen, scharfen und Klaren Sound, der fast ein bisschen Kalt daherkommt, auf welchen ich einfach total stehe (das gleiche Mikro kann jedoch natürlich bei einem/einer anderen Sänger/in
komplett anders klingen!). Ausserdem ist es (wie alle Shure Mikrofone) robuster gebaut als z.B. diese scheiss Beyerdynamikteile, von denen mir schonmal eins unter den Lippen weggestorben ist. Und koppeln tut das Beta 57A auch nur sehr sehr geringfügig, da es mit einer richtig gut ausgearbeiteten Supernierencharakteristik aufwarten kann. Aber wie gesagt: ist halt Senf und manche mögen Ketchup lieber...:kotz:
Trotzdem sollte man sich generell keine zu billigen Mics kaufen. Dass ein Mic teuer ist, ist zwar kein Garant dafür, dass es auch 'gut' ist, bzw. den eigenen (geschmacklichen und technischen) Anforderungen entspricht. Aber billige Mics sind erfahrungsgemäß einfach sehr schnell unbefriedigend, auch und gerade für Anfänger, die sich erst noch ausprobieren müssen. Die Dinger haben einfach fast immer ein klappriges, minderwertiges Innenleben, keine Neodym Magnete, scheiss Körbe, wackelige Schalter, dumpfen Sound, verwaschene Richtcharakteristika (keine echten (Super-)Nieren), schlechte Abschirmung gegen elektrische Störfelder, etc. und koppeln so deutlich schneller als ihre hochwertigeren Mitstreiter. Unter 100-110 € wird man da einfach nicht längerfristig glücklich...
(und klar ist das auch wieder Senf, aber ich maaaag Senf...):screwy:
PS:
hast Du schon mal drüber nachgedacht, was ein gut ausgebildeter Sopran für einen Schalldruck erzeugt? Sorry, aber da kannst Du die ganzen "gutturalen" gegen wegschmeißen
Ja, ich hab da auch schon gelegentlich drüber nachgedacht und zu dem Schluss gekommen: Das ist Quark! An und für sich kann man mit gutturalen Techniken genauso laut werden, wie ein ausgebildeter Sopran. Damit rockt man sich
vielleicht auf dauer die Stimme, aber es geht. Der Sänger von Escapado zum Beispiel ist mit seinem Geschrei definitiv lauter, als sein eigener und auch der meiste andere 'Cleangesang', aber er überlebt trotzdem irgendwie deren Touren.
Und wenn ich will kann ich auch so laut Growlen, wie Singen...ne Stunde lang zumindest...