Frequenzen messen?

von C-Arpeggio, 20.06.08.

  1. C-Arpeggio

    C-Arpeggio Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    21.10.07
    Zuletzt hier:
    12.09.12
    Beiträge:
    76
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    72
    Erstellt: 20.06.08   #1
    Hi!

    Ich bin noch eher anfänger in diesem Bereich und es kann sein dass meine Frage total dämlich ist.

    Gibt es ein handliches kleines Gerät mit eingebautem Mikro, mit welchem ich die Frequenz eines Geräusches messen kann?
    Es wäre toll wenn ich es zum Beispiel an einer Snare Drum die Frequenzen messen könnte und dass als Grundlage für den Kauf des Mikrofones verwenden kann.

    mfg C-Arpeggio
     
  2. Jakob

    Jakob Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    16.06.06
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    2.528
    Ort:
    Wien, Graz
    Zustimmungen:
    435
    Kekse:
    9.099
    Erstellt: 24.06.08   #2
    ja so was änliches gibt es, Thomann hat sowas.
    Ich vermute mal bei PA oder veranstaltungszubehör. Die Frage ist viel mehr,
    ob du solch ein gerät überhaupt brauchst, bzw. ob dir das gerät wirklich was bringt.
    Bei größen veranstatungen verwendet man sowas zum einmessen der PA, aber beim rec.
    ist es in der regel irrelevant.

    Aber es gibt spectrum-analyser als software, auch freeware die ganz brauchbar sind.
    Allerdings sollte man dabei nicht vergessen, dass wir ja musik (oder was auch immer) für die Ohren und nicht für die Augen machen. ;)

    Lg Melody
     
  3. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    27.07.06
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    8.959
    Ort:
    Oberfranken
    Zustimmungen:
    1.482
    Kekse:
    14.794
    Erstellt: 24.06.08   #3
    Softwaremässig gibt es das auf alle Fälle.
    Ist aber eher was für den Lautsprecherbereich. Genauer gesagt für den Bau von Lautsprechern respektive Frequenzweichen.
    Da geht man aber eher den umgekehrten Weg. Man gibt ein Signal auf den Lautspecher und sieht wie eben der Frequenzverlauf ist.
    Leider sind professionelle Programme nicht gerade günstig. Die Freeware, die es dazu gibt taugt leider meist nicht viel.
     
  4. der onk

    der onk HCA PA-Technik HCA

    Im Board seit:
    15.04.06
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    7.130
    Zustimmungen:
    875
    Kekse:
    23.172
    Erstellt: 24.06.08   #4
    Jepp, das kommt hin... :p:D

    Das Unterfangen ist weitgehend sinnfrei:

    1. Ein brauchbare Ergebnisse lieferndes Mess-Setup ist utopisch teuer und aufwendig. Das, was ein Handgerät mit eingebautem Mikro "messen" kann, ist Quatsch, weil in derartigen Geräten verbaute Mikros billig sein müssen (im Gegensatz zu guten Meßmikros) und sich das Handgerät nicht an einer Aussagekräftigen Position anbringen lässt. Snareabnahme ist i.d.R. Nahfeldmikrofonierung - eine Snare klingt in wenigen cm Distanz ganz anders als man sie sich ein paar Meter entfernt anhört.
    2. Deine Snare klingt nicht immer gleich (Stimmung, Ausrichtung/Positionierung des Mikros).
    3. Eine Snare ist vom Frequenzumfang nicht so extrem, als daß gängige Mikros nicht den kompletten Frequenzumfang abdecken könnten.
    4. Ein postuliertes "optimales Snaremikro" hätte einen derart abgefahrenen Frequenzgang, daß es für nichts anderes als "Deine Snare" zu gebrauchen wäre.
    5. Wozu gibt's Equalizer?


    Natürlich gibt es ebenso große Unterschiede zwischen den gängigen Mikros für Snareabnahme, wie Geschmäcker und Soundvorstellungen bei den Anwendern. Letztlich sind aber die meisten dieser beliebten Mikros nicht extra für Snares entwickelt worden, sondern haben sich halt mit der Zeit als sehr gut für diese Anwendung erwiesen.


    domg
     
  5. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    27.07.06
    Zuletzt hier:
    8.12.16
    Beiträge:
    8.959
    Ort:
    Oberfranken
    Zustimmungen:
    1.482
    Kekse:
    14.794
    Erstellt: 25.06.08   #5
    DAS Snaremikro gibt es sowieso nicht.
    Es ist halt immer Geschmacksache und welchen Sound man erreichen will.
    Manche schwören auf ein dynamisches Snaremikro (etwa Shure SM 57) von oben. Manche machen zwei, von oben und unten um den Teppichsound auch zu bekommen. Gerne wird dabei sogar ein Kleinmembran-Kondenser hergenommen.
    Es gibt -zig Möglichkeiten und wohl mehrere Dutzend guter Mikros für diesen Zweck. Um eine umfangreiche Testphase wird mal wohl nicht drumrum kommen.

    Noch ein paar Anmerkungen zu Onks Punkten:
    - Punkt 1 ist eh klar
    2. schon winzige Änderungen der Mikroposition haben oft gravierende Auswirkungen auf den Snaresound. Das spielt sich im Zentimeterbereich ab!
    3. Frequenzmässig tut sich selbst bei hoch gestimmten Snares oberhalb 10 kHz nicht mehr viel. Da reicht eigentlich jedes dynamische Mic. Pegelfest sollte es schon sein.
    Etwas anders sieht es aus, wenn man noch den Teppichsound (Bottom) will. Da geht es schon mal in höhere Gefilden. Ein Kondensator-Mikro ist da gar nichtmal so verkehrt. Das ist aber eher fürs Studio - live macht man das selten.
    4. der Einsatzbereich wäre wohl sehr eingeschränkt. Sich sowas bauen zu lassen wäre wohl auch schwachsinnig - ist ja nur für diese eine Snare geeignet.
    5. Eben

    Was soll da eine Frequenzmessung bringen?
    In dem Fall sind die eigenen Lauscherchen wohl das beste Messinstrument:D
     
Die Seite wird geladen...

mapping