Vorne weg:
Ich habe das GSystem selber und bin mittlerweile sehr zufrieden damit.
ALLERDINGS:
Es hat sehr sehr sehr sehr lange gedauert, ca ein halbes Jahr, bis ich das G professionell einsetzen konnte. Das liegt daran, dass man erstmal wirklich verstehen muss, was im G passiert. Ich spreche hier besonders von den Attenuators und den Impedanzen. Es gibt einen Troubleshooting Guide, den du dir vorher durchlesen solltest:
http://www.google.de/url?sa=t&source=web&cd=5&ved=0CEoQFjAE&url=http://www.guitaraffair.com/pdfs/g-system-configuration-and-troubleshooting-guide.pdf&rct=j&q=g system troubleshooting&ei=D_D1TfnIEcmQswa5sdDbBg&usg=AFQjCNHsPCOmELXf3O4ZK0B4kYFHciJKeA&sig2=aFfYK3p-AgjPJBbhufiiCw&cad=rja
Das Benutzerhandbuch ist zwar hilfreich, BEVOR man das G hat, leider funktioniert längst nicht alles so, wie man sich das dann vorstellt, dh erstmal musst du diesen Troubleshooting Guide lesen und verstehen. Ich habe das Ding vom Prinzip her auswendig drauf, kein Witz. Das sind 80 Seiten. Das G ist nämlich alles andere als ''Plug and Play''. Dann gab es noch einige Probleme, die auch im Troubleshooting Guide nicht erklärt werden.
Das war bei mir zum Beispiel:
Das GSystem besteht aus 2 Digitalblöcken. D.H.: Input-> Digitalwandlung->Digitalblock 1(Wah, Comp)->Analogwandlung->Loopsektion und Amp FX Send->Digitalwandlung->Digitalblock 2(Reverbs, Delays, Modulation(der Phaser in der FX loop ist sehr uncool)-> Analogwandlung->FX return
Jetzt gibt es folgende nicht mal eben lösbare Probleme, lösbare sind Groundloops, Einstreuung, Impedanzmissmatches:
-Am Input geht Dynamik verloren(auch mit Buffer davor nicht viel besser)
-Der erste Digitalblock ist immer an und es findet immer eine AD/DA Wandlung statt, obwohl sie fast nie benötigt wird(Druckverlust)
Der Input des G's klingt einfach nicht gut, obwohl ich das neue Modul habe(sogar die limitierte rote Version

). Ich habe da auch den Lehle Sunday Driver vor gehabt. Das hat zwar geholfen, war aber immernoch nicht super. Diese ganzen kleinen Probleme führen dann irgendwann dazu, dass du ein großes Problem hast, weil sich die Scheiße ja nicht addiert sondern multipliziert. Dh 2 Scheißquellen sind nicht Scheiße+ Scheiße sondern Scheiße x Scheiße.
Ich habe dann den ersten Digitalblock rausgehauen und bin direkt in den Amp gegangen. Damit waren dann beide Probleme gelöst, das hatte aber zur Folge, dass das zwar alles mega klang, aber eine Effekte mehr davor genutzt werden konnten. Du kannst natürlich Effekte davorpacken und dann per Fuß anschalten, aber das ist ja nicht das Prinzip des Presetens. Ich trete immer nur 1 Mal.
Ich habe dann einen Midilooper davorgehauen wo meine Treter und der 1 Digitalblock eingeschleift sind und schalte den übers G. Das klingt alles total easy, ist es aber nicht. Das ist total viel Arbeit gewesen und hat mich vor allem richtig viel extra Geld gekostet.
Was ich dir damit sagen will ist, dass du davon ausgehen kannst, dass dich das Gsystem
-Zeit
-Geld(bei mir ca. 1000 ontop)
-Nerven
Kosten wird. Ich bin fest überzeugt, dass das GT-10 die bessere Plug and Play Lösung ist.
Hätte ich das G nicht gekauft würde ich allerdings einen GLAB GSC 2 mit einem GMAJOR 2 im Rack spielen. Wäre einfacher und schneller gegangen
Noch eine Sache:
Wenn du vor hast später ein Dry Wet setup zu fahren(unglaublich sinnvoll für GUT(!) klingende Reverbs und delays) ist natürlich das G super. Du kannst mit ein bisschen Brain das G bis ins unermessliche erweitern.
LG,
Hannes.