Gehen aktuelle Modelingverstärker in die falsche Richtung?

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wosch666
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Hallo,

mich beschäftigen ja schon seit langer Zeit günstige Verstärker und ich habe mich nun Monate in die technischen Details reingelesen und was die technologischen Fakten betrifft sieht der Markt ja ziemlich Gegenteilig zu den objektiven Eigenschaften der jeweiligen Techniken aus.
Fakt ist, dass die Röhre als solches keinerlei technologische Vorteile gegenüber heutigen Transistoren hat und das die Möglichkeiten, die man mit Modeling hat NIEMALS mit einem klassischem Verstärker erreicht werden können.
Trotzdem spriessen haufenweise, technisch total unsinnige, 1-5W Röhrencombos aus dem Boden, wärend klasssische Trasistoramps praktisch gar nicht mehr entwickelt werden, ausser vielleicht im Ultra-LowCost-Bereich.
Modelingverstärker hingeben werden praktisch nur als Übungsamps gebaut und nur ganz, ganz wenige für einen ernsteren Gebrauch.

Aus meiner Sicht ist das Problem heutiger Modelingverstärker, dass die Technik vollkommen falsch eingesetzt wird.
So wird eigentlich immer versucht bestimmte Röhrenverstärker nach zu bilden und als Verkaufsargument vorangeschoben, dass der nachgebildete ja viel günstiger sei als der originale und man gleich von 20 andere nachgebildete dazu hat.

Das ist doch schon vom Ansatz her vollkommen falsch. Das führt doch unweigerlich dazu, dass man den nachgebildeten immer mit dem Original vergleicht und selbst im perfektesten Fall kann man damit einen Gleichstand erreichen, was jedoch bei einer Nachbildung niemals möglich ist.

Warum nutzen die Hersteller nicht die Möglichkeiten der Technik und kreieren ganz neue Sounds, auch solche, die nie ein klassischer Verstärker erzielen könnte?
Das theoretische Klangsprektrum der Modelingtechnik ist schlicht unbegrenzt und es gibt nichts, was nicht möglich wäre.
Eine Abgrenzung zu Konkurenten wäre so viel leichter und man müsste nicht ständig nur mit dem Preis argumentieren.

Frühere Modelingverstärker krankten an der schwachen Rechenleistung, weshalb sie in ihren Möglichkeiten beschränkt waren und ein weniger direktes Spielgefühl vermittelten, aber die aktuelle Rechenleistung reicht locker aus um alles an sinnvollen Ideen umzusetzen.

Klar, einige Modelingamps, wie der Roland Cube, haben auch 1-2 eigene "Verstärkerkreationen" aber der Hauptaugenmerkt liegt immer noch beim Nachbilden von Röhrenamps.
Damit degradieren die Hersteller die Modeler gleich zum Übungsamp, denn wenn jemand gegen alle technologischen Fakten der Meinung ist, dass nur ein Röhrenverstärker gut klingen kann, wird er auch keinen Modeler der klingt wie ein Röhrenverstärker kaufen.

Gruß
 
Eigenschaft
 
Tja, ich denke, das ist vornehmlich ein Gitarristenproblem. Die wollen immer "Voodoo" ;) am liebsten eben den Plexi oder JCM, aber im handlichen Format, wohnzimmertauglich. Meiner Erfahrung nach sind viele unserer Zunft tatsächlich eher traditionell ausgerichtet, was sich ja auch im ganzen Vintage-Hype äußert. Ich selber habe mit Transistorverstärker und Pod angefangen, bin dann auf moderne Röhrenamps umgestiegen und entdecke gerade für mich, dass "Vintage"-Sounds, also solche, die eben schonmal dagewesen und auf ihre Art besonders sind, mich momentan am meisten begeistern können. Verlockend an der Modelling-Geschichte ist eben das kompakte Format, eventuell beigegebene Effekte und die moderate Lautstärke.

Die Sache ist auch, dass man bei Sounds, die nach einem Vorbild gemodelt wurden, weiß, worauf man sich ungefähr einlässt. Neue Amp-Modelle finde ich persönlich weniger klanglich als (aus Laiensicht) technisch interessant, wenn es Features gibt wie bei diesen neuen Bugera-Heads (Röhrenüberwachung etc.).
Ich denke auch, die Anzahl an "sinnvoller " Sounds für die E-Gitarre ist begrenzt. Sicher, das mag für jeden subjektiv erscheinen, aber spätestens, wenn die Gitarre in Kombination mit anderen Instrumenten erklingen soll, werden allein frequenztechnisch Grenzen gesetzt. Und da wurde wirklich schon viel herumprobiert - an gewaltige Innovationen in dem Bereich glaube ich nicht mehr.

Grüße :)
 
Also mir ist das Verkaufsargument eigentlich ...ei. egal, soweit das Teil klingt und meinen Ansprüchen genügt. Ich habe einen kleinen "Modeller" für Zuhause und für kleine Gigs, ansonsten verwende ich nur diverse leistungsstarke "Orginalteile" mit Original Boxen/Speakern. Verstärker/Boxen/Speaker sind Teile der Instrumentenkette. So sollte man das sehen. Entweder man braucht das oder nicht. Wegen der Vielfalt an Sounds die gute Modeller erzeugen können und der vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten möchte ich nicht drauf verzichten. Allerdings habe ich heute und früher viele Orginalamps besessen und biege deshalb die Sounds des Modellers so hin, dass sie dem Orginal am nächsten kommen. Das kriegt man nur hin, wenn man entsprechende Erfahrungswerte besitzt. Da heutzutage vor dem Amp oder im FX-Loop oft diverse digitalen/analogen "Transistoreffektgeräte" benutzt werden ist das sowieso obsolet. Damit kann ich viel puristische Amps fast zu "Modellern" machen. Allerdings sind für mich Röhrenendstufe immer noch ein Muss. Alles andere kommt aus den Fingern und den eingesetzten Pappkameraden.

S.
 
Die Antwort darauf ist relativ einfach ... weil wir "Gitarristenpack" auf den klassischen Sound eines Röhrenamps "abgehen wie Nachbar's Lumpi". :D

Das Gitarristenohr liebt diesen warmen breiten Röhrensound (auch wenn das heutzutage wirklich einige Transistoramps auch gut können, keine Frage), die Möglichkeit einen Amp in die Eigenzerre kippen zu lassen was dann auch noch (oft nicht immer) geil klingt, allerdings bei einer Transe eher matscht, stöhnt und ächzt oder vielleicht auch nur ein Stückchen "Mojo", da alle unsere "Gitarrenhelden" Röhre spielen ...

Es stimmt das Röhrentechnologie an sich ein "Relikt längst vergangener Zeiten ist", aber es ist wie mit der Musik: heute noch finden viele Gitarristen auf der ganzen Welt geil, was die Gitarreros der 60er, 70er usw geschaffen haben. Und "alt" muss nicht immer schlecht sein oder zwingend durch "neue Technologie" ersetzt werden. Warum gibt es denn mitlerweile auch einen riesigen Markt für Retro-Instrumente oder Instrumente die künstlich reliced werden? Ganz einfach, weil die Nachfrage da ist ...

Und solange nicht eine riesige Nachfrage nach Modeling-Amps oder Transistor-Amps (die nicht hybrid arbeiten) entsteht, wird auch kein Anbieter sich auf dieses Steckenpferd setzen. Außerdem glaube ich sowieso, dass du das Prinzip des Modelings nicht verstanden hast: Modeling steht im Endeffekt für "Ich ahme nach, was andere toll finden" und nicht "ich kreiere jetzt meinen eigenen Sound mit dem vielleicht niemand etwas anfangen kann und bleibe deswegen dann schön als Ladenhüter stehen".

Außerdem ist die Aussage, dass es keine leistungsfähigen Transistoramps oder Modelingamps für Bühnenzwecke gibt auch einfach nur falsch. Man nehme zum Beispiel die Marke Randall, die schon seit Ewigkeiten Transistoramps (okay manchmal sind es auch Hybriden) zu sehr erschwinglichen Preisen anbietet und das auch im Leistungsbereichen, wo ich auch problemlos auf einer Stadionbühne spielen könnte und das ganz ohne irgendwelche Sounds zu kopieren, sondern mit einem ganz eigenen Sound auf den sogar der eine oder andere namhafte Gitarrist schwört. Ebenso wie als Modelingamp (wobei da nochmal das Prinzip ein anderes ist, weil da nicht der Sound eines bestimmten Amps imitiert wird, sondern eher der "Grundsound eines bestimmten Röhrentyps") die aktuelle Blackstar ID-Reihe. Dann gäbe es noch den aktuellen Hughes&Kettner Attax 100. Das ist mal ein echter Transistorverstärker, wo H&K seinen ganz eigenen Soundvorstellungen nachgeht und eben nur eine Effektsektion mit dazu gebastelt wurde und ich würde H&K, Randall oder Blackstar sicherlich nicht als "Low-Budget-Ampschmieden" bezeichnen (zumindest dann nicht, wenn ich ein wenig Ahnung von der Materie habe). Und ich glaube Line6 brauche ich gar nicht erwähnen, wobei da die Modelingamps mittlerweile nicht mehr Transistoramps sind, sondern Röhrenamps bzw. Hybriden, um eben den Sound der angestrebten Röhrenmodelle noch näher zu kommen.

Fazit: lass die Kirche im Dorf .... es gibt immer noch genug "neues Material" für Transistor-/Modeling-Fans wie du anscheinend einer bist. Und denk einfach mal ein wenig marktstrategisch! Wenn die Nachfrage nach Transistoramps und/oder Modelingamps wirklich so groß wird, dass es sich lohnt richtig Geld für Entwicklung etc. reinzustecken und neue Serien aufzulegen, dann werden es die einzelnen Firmen sicherlich auch tun.
 
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die Röhre als solches keinerlei technologische Vorteile gegenüber heutigen Transistoren hat (...)

haufenweise, technisch total unsinnige, 1-5W Röhrencombos aus dem Boden (...)

das Problem heutiger Modelingverstärker, dass die Technik vollkommen falsch eingesetzt wird (...)

Das sind alles subjektive Einschätzungen von dir - das hat aber wenig mit "Fakten" zu tun!

Ich verstehe dein Anliegen aber durchaus.

Die Antwort darauf ist doch ganz einfach: Möchtest du, dass deine E-Gitarre wie eine E-Gitarre (wie man das aus weit über 50 Jahren Musikgeschichte kennt) klingt - oder willst du einen Gitarrensynthesizer? Letztere gibt es auch zuhauf.

Die Hersteller von Modelingamps versuchen eh schon, die Vorteile aus der Technologie zu ziehen, nämlich wirklich gut klingende Röhrenamps zu modeln - gerade bei älteren Marshalls und Fenders ist die Streuung selbst innerhalb einer Serie sehr groß. Bei Modelingamps klingt dann einer wie der andere und man kann sich sicher sein, dass man sozusagen das vom Hersteller ausgewählte Optimum an Sound erhält.

Es gibt aber bisher nur einen einzigen Modeling Amp, der wirklich in der Lage ist, einen Röhrensound so nachzubilden, dass selbst Kritiker mit Fledermausohren Probleme bei A/B Vergleichen bekommen.

Und dieser Amp kostet 1500 Euro.

Alles andere klingt zumindest für meinen Geschmack einfach schlechter als ein guter Röhrenamp. Und ein solcher lässt immer noch Möglichkeiten offen, ihn ganz individuell zu modden. Das ist auch etwas, das man nicht unterschätzen darf. Viele Gitarristen wollen einfach ein Unikat, etwas, das genau ihren Sound trifft und das so kein anderer hat. Weshalb gibt es Gitarren-Customshops und Amp-Schmieden?
Ganz ehrlich, ich finde auch, dass z.B. die Rig Rundowns bei Premierguitar ziemlich langweilig sind, wenn die Gitarristen nur noch über ihre tollen AxeFX Presets reden.

Klar hat Modeling viele, viele Vorteile.
Aber wie ich es schonmal gesagt hab: Ein Auto bringt dich schnell von A nach B - trotzdem wird es auch immer Leute geben wollen, die auf nem Pferd reiten wollen. Oder sie nehmen eben die öffentlichen Verkehrsmittel (aka KPA *g*)... ; )
 
Ich verstehe ja noch, wenn jemand 50 Jahre Gitarre spielt und mit Röhrenverstärkern aufgewachsen ist und gelernt hat diese mit der Gitarre und seiner Spielweise zu "steuern", aber überlegen wir doch mal, wie so ein "Röhrensound" entsteht, was das eigentlich ist.
Es ist ein provozieren einer Fehlfunktion, nämlich der Übersteuerung, also das betreiben einer Röhre ausserhalb der vorgesehenen Spezifikationen.
Nun kann man um die Röhren die aberwitzigsten Sachen drumherum bauen, aber die Klangerzeugung wird immer auf diesen einen Effekt basieren und sich daher auch in 100 Jahren kaum ändern.
Klar, Vintage-Klänge haben ihren Reiz und es spricht ja auch nichts dagegen diese auch in Zukunft zu simulieren, was aber ungeschickt ist, sich darauf zu beschränken.
Ein E-Piano kann ja auch nicht nur ein klassisches Klavier nachbilden.

Welche Sounds für eine Gitarre "sinnvoll" sind ist Ansichtssache.
Als die ersten E-Gitarren raus kamen, da wurde nur versucht möglichst nah an eine Akkustik-Gitarre zu kommen.
Eine Verzerrung des klanges hat sich niemand gewünscht. Das wurde erst viel später als klanglich angenehm und bestrebenswert angesehen.

Könnte mir gut vorstellen, dass das bei Modelingverstärkern ähnlich abläuft.
Zu erst wird versucht das vorhandene so gut abzubilden wie es geht um dann nach und nach eigene Klänge zu entwickeln.
Für Traditionalisten und Puristen natürlich eine grauenhafte Vorstellung, aber so wie eine E-Gitarre heute nicht mehr nach Gitarre klingt, muss ein Modeling-Verstärker auch nicht zwingend nach E-Gitarre klingen.

Nachtrag: Es ist vollkommen falsch zu sagen, dass ich ein Transistor oder Modeling-Fan bin.
Mir ist die eingesetzte Technik vollkommen egal. Gibt es morgen was anderes, was besser ist, ist das gut, sind neue Techniken nicht besser als alte, braucht es auch für mich nichts neues, aber Fakten sind Messbar.
Röhren sind kein Voodoo. Das gesamte Verhalten einer Röhre, incl. alle Eigenschaften ist Messbar und lässt sich in Zahlen und Formeln packen.
Das ist absolut nichts nicht nachvollziehbares bei und daher kann ich guten Gewissens sagen, dass ein Röhrenverstärker defintiv NICHTS kann, was man nichtmodelieren könnte.
Es gibt keine einzige Eigenschaft eines Röhrenverstärkers, die n icht mit anderen Techniken genauso zu erreichen wäre.
Das bedeutet aber freilich nicht, dass es auch entsprechende Produkte gibt.
Eine Transistorentstufe ist einer Röhrenentstufe technologisch in jeder Beziehung überlegen.
Alle angeblichen Vorteile und nicht zu erreichende Eigenschaften von Röhren entpuppen sich bei genaueren hinsehen als Wunschdenken der Röhrenfanatiker.

Das bei auf dem Markt befindlcihen Produkten vielleicht trotzdem für viele keine zufriedenstellenden Transistor und/oder Modelingverstärker dabei ist, ist ja der Grund für mein Posting.
Es werden viel zu wenig Ressourcen in die weiterentwicklung moderner Technologien gesteckt, weil sich mit einer alten Technologie, eher durch Marketing und Religion, mehr Geld verdienen lässt. Die Auswahl an guten, preiswerten Produkten ist daher eher dünn und genau das kritisiere ich ja.

Den Attax 100 kenne ich natürlich udn auch die Randall, aber man muss doch nur mal bei Thomann die Topteile bei Transitor, Modeling und bei Röhre durchgehen.
Da wird man schnell sehen wie dünn das Angebot ist. Der Attax 100 ist nun auch schon 5 Jahre alt, hat nicht mal einen RedBox-Ausgang und wärend H&K bei den Röhrenverstärkern schon mit auf USB abspeicherbaren Einstellungen wirbt, gibt es von denen bei Transistor-Amps keinerlei Innovationen, obwohl diese da viel leichter umzusetzen wären.
 
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Also wenn du nicht willst, dass ein Amp eine Gitarre noch irgendwo erkennbar nach Gitarre klingen lässt (egal ob E- oder A-, clean oder verzerrt), dann würde ich mal sagen, dass du das falsche Instrument erlernt hast ... wenn du willst dass Gitarren in Zukunft we Synthesizer klingen sollen, dann lerne doch bitte das richtige Instrument ....

Die Aussage "ein Modelling-Verstärker muss nicht zwingend nach E-Gitarre klingen" ist für mich schon mal wieder mein persönlcihes "Highlight des Tages"!

Warum wird den ein Modelingamp oder überhaupt irgendein "GITARREN-"Amp gebaut? Ach ja!!! Ich vergaß .....damit es nach Trompete klingt! :ugly:
Sorry wosch666 ...aber langsam solltest du selbst merken, wie unsinnig die Aussage ist ...
 
Also , ich hatte mal einen kleinen Vox Modeller zu Besuch :

1. Erkenntnis , da kann man aber viel dran einstellen
2. Erkenntnis , wo ist die Bedienungsanleitung ?
3. warum werden in kleinen Combos immer so bescheidene Speaker eingebaut , die leise nicht klingen ?

Die erste Verwunderung schlug dann in Ablehnung um .

Danach kam dann ein Behringer V-Amp und ein Line Pod ( hab ich Beides noch ) und nach etlichen Stunden des Probierens , nutz ich eigentlich nur maximal 5 % von dem , was die Dinger können ( den Behringer benutze ich sogar nur als Echo Gerät am Mixer :D ) .

Ich denk mal , das Modeller , eigentlich für Einsteiger gedacht sind , die noch nicht wissen , was Sie genau für einen Amp brauchen . Dafür , aber auch nur genau dafür , kann ich mir die Vielfalt der Angebotenen Modeller erklären .
Dabei ist es eigentlich sogar falsch , als Einsteiger , solche Geräte zu betreiben , da man sich dann oft erst auf " Soundsuche " macht , als mit dem Instrument selber zu Üben . Ein gemodellter Higain Powerchord ( 2 bis 3 Saiten ) hört sich eigentlich immer gut an , wobei der Einsteiger doch eigentlich erstmal einen cleanen F-Dur in Baree können sollte .

Dann gibts zu solchen Themen ja auch immer noch die " Forenmeinung " , die aber auch sehr vom Durchschnittsalter der User bestimmt und von Markenfetischissmus noch reichlich garniert wird .

Ein Resultat daraus ist zum Beispiel das immer wieder wiederholte " Clippen " der Endstufenröhren , was aber eigentlich immer nur bei und ab einer gewissen Lautstärke nutzbar ist . Und wer jetzt meint er bräuchte genau deshalb ein 100 Watt Marshall Full Stack , liegt eigentlich schon fast falsch , denn das Ding kann das Clippen ja dann nur , wenn er ausgefahren ist .

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Gitarren Menschen sind wohl stockkonservativ , da sind Bassisten glaub etwas anders ...... hier braucht man das Moddeln eigentlich recht selten . Viel wichtiger wäre es , wenn man endlich anfangen würde den Bereich " leise üben zu Hause ( mit entsprechenden Lautsprechern , die das dann auch können ) " zu untersuchen und anzubieten .

Damit würde man das wirkliche Erlernen eines Instruments besser unterstützen , als durch den Einsatz 200 verschiedener Sounds .

Ich würde daher einem Anfänger immer zu einer alten guten Transe raten . In der Bucht ist ( als Beispiel ) letztens ein HH Studio 50 für knapp über 20 Öcken weggegangen . Die Pappe des Combos war mit Sicherheit schon gut eingespielt und unterdrückt dadurch auch genau das , was man bei Transen früher nicht wollte .... die spitzen , harten Höhen .

Also , Einsteiger brauchen eigentlich keine Modeller , weil Sie ja auf ordentlich klare Töne achten sollten . Profis spielen eh Ihre Hausmarke und schwören auf die Zusammenstellung " Ihrer " Anlage .

Warum Modeller nun doch weit verbreitet sind , weiß ich nicht .... ich denk mal eher , das das So wie bei Handys ist ( obwohl man ja eigentlich nur telefonieren muß ) .

... ist aber auch nur meine Meinung .
 
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Ein paar ungeordnete Gedanken von mir:

Wenn ich eine vernünftige Transe für die Band gefunden hätte, wärs sowas geworden. Einfach weil's praktisch ist. Keine verschleißenden Röhren, keine tote Endstufe, wenn sie leer läuft etc etc.

Modeler sind fürs Nachahmen gemacht, daher würde eine Technologie, die "neue" Gitarrensounds durch DSPs generiert auch nicht mehr Modeling heißen.

Einen Modeller braucht imho nur der, der möglichst viele Sounds abdecken muss und da denke ich immer an Top40 und andere Cover-Sachen.
- und ich brauch ihn natürlich fürs Üben daheim :D

Es gibt ja teure Modeler für den Profibereich - Axe FX z.B. Es gibt auch Modeler für die "Mittelklasse" - Vox AD120 oder SpiderValve z.B. - also in jeder Preisklasse und nicht nur im Billigsegment.

Generell kann ich in meinem Umfeld eine Tendenz zur Ablehnung wissenschaftlicher Fakten erkennen, um das Mal mit ein paar Zitaten zu beschreiben.
- "Das ist typisch geiler Röhrenklang, den kann man nicht nachmachen. Nie!" Bekannter von mir
- "Röhrenhall, Alter! Kein Digitalscheiß! Rööööhrenhall!" Musikalienhändler um die Ecke
- "Die Wissenschaft kann nicht alles erklären aber sie glaubt sie weiß alles" Verwandte
- "Globuli essen ist gesund" Verwandte
- "Seitdem ich Granderwasser trinke habe ich festen Stuhlgang obwohl ich sonst nur mehr Lichtnahrung zu mir nehme" OK, das hab ich jetzt erfunden ;-)

Es ist alles ein wenig kontrovers. Ich sehe immer mehr Leute mit der "Früher war sowieso alles besser-Schulmedizin ist Scheiße-Wissenschaft zum Teufel"-Einstellung, die mit ihren 5 Notebooks, 3 Tablets und 2 Smartphones herumlaufen und motzen, wenn sie keinen Empfang habe - das ganze nennt man dan Vintage.
Im Ernst: der Mensch ist komisch. Wenn ich jemandem erkläre, dass das genau so klingt und keiner einen Unterschied feststellen kann (mit vernünftigen Testszenarien), kommt der Esoteriker hervor.

Ich muss zugeben, dass ich auch anders höre, wenn ich das Ding vor mir sehe.
Es schmeckt auch besser, wenns besser aussieht.
 
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wir sind ja heute praktisch ständig 'modelling-sounds' ausgesetzt, das gesamte digitale Audio ist letztlich ein Modellier-Prozess ;)
insofern gibt es inzwischen eine hohe Akzeptanz durch Gewöhnung
es braucht imho keine Fledermausohren, um die Tonbandaufnahme eines Röhrenamps von der Digitalaufnahme eines Modellers zu unterscheiden.
Wenn man sie im A/B Vergleich hört...
... einfach so vorgespielt könnte es schwierig werden, weil die analoge 'Referenz' (im Laufe der Zeit) verloren gegangen ist.

als die BBC die erste Generation digitaler Zuspieler ausmusterte, gab es massive Beschwerden der Hörer, warum denn auf einmal die Tonqualität so mies wäre...
einige Jahre später war dieser Sound dann wieder Hörgewohnheit
heute ist eben der (imho) oft suboptimale 'Sound' von DAWs genauso zur Gewohnheit geworden - ein relativ normaler Prozess
(kann jeder selbst probieren: mal ein paar Tage nur YT hören... danach eine CD und dann wieder YT anmachen...) :p

zurück zu den Gitarren-Amps:
der Kemper Modelling Amp geht hier in doppelter Hinsicht geschickt vor: er vermeidet durch eine hohe Samplerate das gewohnte Digitalklangbild - und er findet die Parameter des Modells weitgehend selbstständig, was die eigentliche, bahnbrechende Leistung darstellt.
(kA mit welcher Samplerate der arbeitet, aber für mich klingt das nach 96khz, wenn's das nicht ist, sind sie dort extra schlau) :D
Die (manuelle) Interaktion ist bei 'undefinierten' Modellern ziehmlich komplex, weil bestimmte Parameter abhängig voneinander agieren.
Dadurch wird es beinahe unmöglich, ein bestimmtes Amp Modell in überschaubarer Zeit korrekt einzustellen.

was man nicht unterschätzen sollte, ist das 'den Sound auf den Punkt bringen' von simplem Equipment
ich habe (digitale) Delay-Modeller bis der Arzt kommt...
aber mit nur 3 Handgriffen ist an einem analogen Bandecho der Sound eingestellt, der die Sache am besten weiterbringt.

Was heute in der Breite der Digitaltechnik angeboten wird, ist zum grösstenteil sinnfrei auf den Markt geworfen
Sinnfrei in bezug auf die Anwendung, nicht den Umsatz...
Ob das nun ein Amp Modeller oder ein EQ-Plugin ist. 1 Million Möglichkeiten, aber weder Charakter noch Zielrichtung.
Nach dem Motto: wir wissen es nicht so genau, aber irgendwas davon wird schon passen... :gruebel:
Ich habe den Eindruck, das man 'früher' fokussierter an die Sachen heranging - der Preisdruck war auch nicht so krass.
Bin mir aber nicht sicher, ob die angesprochenen kleinen Amps nicht einfach nur me-toos sind, um eine Welle mitzureiten.

cheers, Tom
 
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Mal anders gefragt: Wosch, was für Sounds schweben dir denn vor? Hast du irgendwas im Ohr, was geil wäre, was es aber so noch nicht gibt? Etwas wirklich NEUES, was dann auch noch irgendwie cool ist, muss erstmal erfunden werden. Und bei heutiger Musik (mit ihrer Vielfalt) ist es halt so, dass sie sich über die letzten Jahrzehnte so entwickelt hat, wie sie es hat. Die "funktioniert" und wird gemocht. Und natürlich entwickelt sie sich weiter. Aber so was kann man nicht übers Knie brechen. Ein NEGATIVBEISPIEL für eine (meiner Meinung nach) misslungenen "Innovation" ist z.B. das neulich herausgekommene Boss TE-2 Tera Echo. Obwohl ich Effektspielereien mag, finde ich das Ding total kacke und musikalisch einfach fast unbrauchbar. Natürlich ist das subjektiv. Aber bei persönlich kommt bei den Sounds von dem Ding halt überhaupt nichts rüber. Wenn ich ne gute originale Vintage Gibson Les Paul in nen guten JCM 800 stecke, wird bei mir aber einiges an Emotionen passieren. ;) Und das, obwohl ich Jahrgang 90 bin! Also, zurück zu deiner Ausgangsfrage: Man kann nicht einfach ziellos Innovationen fordern. Wenn, dann müsstest du selbst was erfinden. Ich bin immer offen für Experimente (hab z.B. neulich mit Stompboxverzerrer direkt ins Mischpult gejammt. Klang beschissen, aber interessant ;)).
 
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... Ein NEGATIVBEISPIEL für eine (meiner Meinung nach) misslungenen "Innovation" ist z.B. das neulich herausgekommene Boss TE-2 Tera Echo. Obwohl ich Effektspielereien mag, finde ich das Ding total kacke und musikalisch einfach fast unbrauchbar.
gerade mal reingehört - volle Zustimmung... *örks*
ich hab' momentan ein Lexicon Vortex im 'Test', hat einen 50er weniger gekostet (ok, auf dem 2nd hand Markt)
das hat etwa die gleiche Zielrichtung - ist eigentlich (gemessen an Plugins) total unspektakulär... dafür unglaublich musikalisch
(werde es wohl behalten)
das ist so ein typisches 'weniger ist mehr' Beispiel, technologisch ein Anachronismus, aber soundmässig auf dem Punkt

cheers, Tom
 
Ich habe mal eine Zeit lang ein Line 6 Spider Valve MkII Head gespielt.
Das war für meine Zwecke eigentlich ideal.
Er war laut genung, konnte sich im Bandkontext ausreichend durchsetzen und war ultra flexibel, was ich eben wolllte, weil wir hauptsächlich bekannte (Punk)Rock Stücke gecovert haben, z. B. Green Day (Boulevard of Broken Dreams), Spandau Ballet.
Ich habe damit viele Sounds binbekommen, die einfach dem Original sehr nahe gekommen sind.
Genau das habe ich von dem Modeling erwartet.

Mittlerweile habe ich mich Musikalisch komplett umorientiert und spiele in einer Punk / Hardcore / Metalcore Band.
Da habe ich einfach keinen Sound gefunden, der mich befriedigt hat, außer einem Chorus brauche ich keine Effekte.
Also habe ich mir einen Peavey 6505+ und einen separaten Chorus gekauft.
Selbst ohne groß an den Knöppen zu drehen klingt das Teil einfach so, wie ich es für so einen Musikstil erwarte.

Von daher wird es hier schon so sein, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt.
 
Hi,
Im richtigen Bandbetrieb, d.h. auf einer Bühne zusammen mit anderen Musikern und das in einer gewissen Lautstärke habe ich noch keinen Modellingamp erlebt, der einem Röhrenamp das Wasser reichen kann. Klar, der Zentera von H&K war recht nett und auch mein Trademark 60 von Tech21 ist ganz okay aber wenn du einen zweiten Gitarristen in der Band hast der ein Röhrenteil spielt dann ist man schnell im Hintertreffen. Auch ein Randall kommt nur dann gut, wenn der Gitarrist alleine spielt oder der Mit-Gitarrist einen Transistoramp spielt.
Für mich ist es eine Diskussion wie luftgekühlter gegen wassergekühlter Porsche, denn auch dort versucht man die neuen 991er per Sounddesign so klingen zu lassen wie die alten 911er. Kurios finde ich halt das viele einen Verstärker haben wollen, der wie ein alter Plexi klingt, sie aber noch nie einen in echt gehört haben. Heutzutage holt man den Sound halt im wesentlichen aus der Preampsektion und nicht mehr aus der Endstufe, siehe Diezel, Bogner, Engl, MesaBoogie oder auch die modernen Marshall und Fender Amps. Und wenn du mal auf einer hochwertigen Stereoanlage den A/B Vergleich zwischen Röhren- und Transistorendstufe hattest dann wirst du immer zur Röhre tendieren, die finanziellen Mittel vorausgesetzt.
 
würdest du ein Transistor-Design mit vergleichbaren Übertragern einsetzen, könntest du sie möglicherweise nicht mal unterscheiden ;)

cheers, Tom
 
nun ja, hatte im proberaum noch keine schwierigkeiten mich mit dem kemper gegen einen engl powerball durchzusetzen, bzw. einen bandtauglichen klang zu erreichen
 
Sry aber das halte ich nicht für ein Kunststück :D
 
Ich gehe mal nicht weiter auf den blödsinn wie Synthesizer ein, sondern konzentrier mich auf den eigentlichen Sinn des Threads.
Fakt ist und bleibt, dass ein Röhren-AMP nichts kann, was nicht auch ein Modeler KÖNNTE, unabhängig davon ob es entsprechende Modelle auch zu kaufen gibt.
Der Begriff Modeler sagt in der Tat aus, dass er bestimmte Modelle eben modeliert, aber eigentlich meine ich virtuelle AMPs und technisch gesehen sind beides Geräte die das Eingangssignal durch einen Algorithmus verfälschen.

Aber mal ein Beispiel was man mit einem Mod.. einem virtuellen Amp machen könnte.
Mal angenommen, man möchte Clean den Sound eines Fender haben, leicht angezerrt einen Marshallähnlichen Sound und wenn man richtig prügelt in die Rectifier-Ecke und dies alles nur durch Spielweise und Volumepoti geregelt.
Das ist mit Digitaltechnik überhaupt gar kein Problem. Oder eine automatische EQ-Regelung in Abhängigkeit der Eingansleistung.
Sprich eine enormes Klangsektrum und eine Bandbreite, aber OHNE aus 40 modelierten Verstärkern den richtigen raus suchen zu müssen.

Und genau das ist ja der Punkt der hier schon angedeutet wurde.
Für wen sollen die aktuellen Modelingamps denn sein?

Für den Einsteiger? Der kann sich und "british HighGain" mal so gar nichts vorstellen und steht da vor seinen 32 AMP-Modellen und 10 Effekten und versteht gar nicht was er da machen soll.

Für den Profi auf der Bühne? Für was genau? Wenn man nicht gerade eine Coverband hat, die alle erdenklichen Musikstile gleichzeitig covert ist das Gerät auch da zu umständlich und wenn ich einen AMP will, der genau so klingt wie ein ENGL Powerball, na dann kaufe ich mir einen ENGL Powerball, weil nur dieser sich auch genau so verhällt.

Bleibt als einziger Einsatzbereich als Übungs/Daddelamp für den Erfahrenden Gitarristen zu Hause.
Etwas wenig für eine Technik die praktisch keinerlei Einschränkungen hat.

Klassische AMPs haben von Natur aus EINEN Grundsound und bestimmte Eigenschaften.
Grundsound ähnlich den einen, Ansprechverhalten eines anderen, Dynamikverhalten eines dritten geht nicht, einfach weil die spezifischen Eigenschaften sich aus den verwendeten Bauteilen ergeben.
Erzeuge ich den Sound durch einen Algorithmus, dann kann ich beliebig alle Eigenschaften kombinieren.
Alles eine Frage der Programmierkünste und Rechenleistung.

Davon abgesehen, ob ein AMP wie eine Trompete, ein Plexi oder wie ein Akustiksimulator klingt ist Hardwaretechnisch vollkommen egal.
Das Eingangssignal wird schlicht durch einen Algorithmus verändert und dann ausgegeben.
 
Ich gehe mal nicht weiter auf den blödsinn wie Synthesizer ein

Nach diesem Satz hatte ich keine Lust mehr, dein restliches Posting zu lesen.

Wenn du hier nen Thread aufmachst und nach Meinungen fragst - und sich Leute die Mühe machen, dir eine plausible Antwort zu geben, darfst du ruhig drauf eingehen. Und falls nicht, dann das wenigstens nicht als "Blödsinn" titulieren.

Viel Spaß weiterhin allen anderen an dieser "Diskussion"!
 
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Nach diesem Satz hatte ich keine Lust mehr, dein restliches Posting zu lesen.

Wenn du hier nen Thread aufmachst und nach Meinungen fragst - und sich Leute die Mühe machen, dir eine plausible Antwort zu geben, darfst du ruhig drauf eingehen. Und falls nicht, dann das wenigstens nicht als "Blödsinn" titulieren.

Viel Spaß weiterhin allen anderen an dieser "Diskussion"!

Sorry, dich meinte ich damit gar nicht. Es ging um den Satz "... wenn du willst dass Gitarren in Zukunft we Synthesizer klingen sollen, dann lerne doch bitte das richtige Instrument ....". Der ist ganz sicher NIEMALS dafür gedacht gewesen eine plausible Antwort zu geben, sondern war nur dazu gedacht mich und meinen Post ins lächerliche zu ziehen um eben genau der Beantwortung der Frage aus dem Weg zu gehen.
Dein Post war damit gar nicht gemeint und durch die Vielzahl der Antworten ist das vielleicht etwas untergegangen.
Richtig ist, dass es Gitarrensyntis gibt, richtig ist auch, dass in allen möglichen Bereichen es immer noch einen Markt für "alte" Technik gibt, aber ausschliesslich im Gitarrenamp-Bereich hat diese "alte" Technik die unangefochtene Marktführerschaft und wird, trotz aller objektiver Gründe die dagegen spricht, so selten in Frage gestellt.
Niemand der ein Pferd reiten möchte würde ernsthaft behaupten, dass sein Pferd schneller, komfortabler, sparsamer und wartungsfreier als ein Auto ist.
Er wird immer sagen, er reitet halt gerne und die Nachteile machen für ihn das Feeling aus.
Röhrenfans behaupten aber nur, dass nur Röhrenverstärker gut klingen und das alles andere für die Tonne ist und das auch so bleiben wird.
 
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