Gesangs Studium Musikhochschule??

  • Ersteller TheMadhatter
  • Erstellt am
T
TheMadhatter
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
03.10.15
Registriert
03.10.15
Beiträge
2
Kekse
0
Hallo alle zusammen, ich habe im Prinzip nur eine kleine Frage, zu der ich eure Meinung oder Fachwissen gerne hätte.

Ich singe ziemlich gerne und viel, und ich denke darin ganz gut bin, da ich nun vor der Wahl stehe was ich studieren möchte, Informatik, oder doch lieber etwas in Richtung Musik, ist mir das Gesangs Studium zb an der Musikhochschule Köln in den Kopf gekommen.

Nun zu meinem Problem, in etwas mehr als einem halben Jahr wäre ja die Aufnahmeprüfung, leider ist es so, das ich zuvor nie ernsthaft über so etwas nachgedacht habe, da von anderen Menschen doch eher belächelt, und ich früher vom Character her dafür einfach nicht gewachsen genug war.

Ich kann also singen, und ich denke das auch einigermaßen gut, und ich kann Gitarre spielen, da würde ich mich als Mittelmaß bezeichnen, weil ich es eigentlich nur zur Begleitung für den Gesang gelernt habe (alles selber beigebracht)

Ich hatte also noch nie Musikalischen Unterricht, ich kann Noten langsam lesen, und kann auf einem G oder F Schlüssel erkennen was dort zu sehen ist....überwiegend ;D

Kur gesagt ich kann Musik Theoretisch also nichts......

Nun die eigentliche Frage, wie realistisch findet ihr es eine solche Hochschulaufnahmeprüfung zu bestehen, wenn man sich sagen wir mal 6 Monate wirklich mehrere Stunden täglich das benötigte Wissen aneignen würde? denkt ihr in ein paar Monaten wäre das erreichbar?

Ich weiß das viele beim Lesen dieser Frage schockiert, oder gar verärgert sein werden, weil sie denken ahhhhhh der will also lernen was wir mühsam in 10 Jahren gelernt haben, und das am besten noch in wenigen Monaten. Aber ich wäre trotzdem froh, wenn ihr mir eure ehrliche Meinung mitteilen könntet.

Ich denke ein großes Problem dabei wird sein, das ich so gut wie nichts auf dem Klavier kann, außer irgendwie was auswendig lernen von YouTube, aber ich bin wie gesagt dazu bereit all meine Zeit zu investieren, und Das Hauptfach sollte ja Gesang sein.

Hier eine kleine Gesangsaufnahme von Smule, ist halt nur mit IPhone Kopfhörern, deswegen ist die Qualität ziemlich schimmelig^^

http://www.smule.com/recording/lasarahann-hurt/433727746_157722052
 
Eigenschaft
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hi,

studier Informatik, das Geld ist dort sehr viel leichter verdient.

Deine Hurt-Version gefällt mir. :)

VG Helmut
 
Hallo Madhatter,

Von der Gesangsaufnahme her würde mir die Forderung nach drei Liedern oder Arien aus verschiedenen Epochen in der Eignungsprüfung die primären Bauchschmerzen bereiten. Klassischer Gesang (oder geht es dir um einen anderen Studiengang?) ist ohne Unterricht nicht machbar und in einem halben Jahr scheint mir das sehr sehr schwer. Falls es dir wirklich ernst ist, würde ich mir jetzt sofort einen Gesangslehrer der relevanten Richtung suchen, idealerweise an der Hochschule unterrichtend und parallel anfangen, Klavier zu lernen und Theorie/Gehörbildungstunden zu nehmen.

Edit: nur um klar zu sein, ich meine damit nicht, dass Deine Stimme und die Aufnahme nicht schön sind, lediglich, dass es sich für mich nicht klassisch geprägt anhört.

Ob eine Prüfung dann möglich ist und in welchem Zeitraum kannst du dann mit Deinen Lehrern besprechen.

Viel Erfolg
Tigana
 
Hi,

studier Informatik, das Geld ist dort sehr viel leichter verdient.

Deine Hurt-Version gefällt mir. :)

VG Helmut

Danke :)

Um Geld geht es mir übrigens nicht so wirklich, eher darum das ich nicht in Depressionen versinken will weil meine Berufsentscheidung scheiße war (;
 
Ich denke, dass mit sehr sehr viel Einsatz die nötige Musiktheorie in sechs Monaten lernbar ist.
Aber es ist viel! Noten flüssig lesen ist da ja nur etwas Grundlegendes zu. Rhythmus, Takt, Intervalle hören und benennen, Akkorde hören und benennen können, flüssig aus dem Stegreif eine Begleitung zu etwas schreiben können, die verschiedenen Epochen und Komponisten dazu mir ihren Eigenheiten ...
Ist Gitarre als Begleitinstrument zu lässig, oder müßtest Du auch noch Klavier 'auf die Schnelle' lernen?
Beidhändig Klavier zu spielen ist ebenfalls nicht ohne.

Die Frage ist auch: Welchen Beruf würdest Du nach einem Musikstudium ergreifen wollen?
Die meisten verdienen nicht viel mit Musik. Und manche üben und üben und üben und bringen es trotzdem in der Musik zu nichts.
Einige wenige verdienen wohl gut. Denkst Du, Du wirst dazu gehören? Oder ist Dein Lebensunterhalt anderweitig gesichert?
Es heißt immer, dass auf den deutschen Musikmarkt auch viele ausländische, sehr gut ausgebildete Musiker strömen, die teilweise nichts zu verlieren haben. Möchtest Du es mit denen aufnehmen?
Musik als Beruf kann wohl sehr hart werden.
Viele betreiben Musik nur als Hobby ... und viele sind darin nicht mal schlecht.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich bin Programmierer (kein studierter Informatiker), man kommt damit gut aus.

Depressionen würde ich bekommen wenn ich im Bierzelt (für Kohle) Helene Fischer spielen müsste. ;)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Sorry, dass ich Deinen Gesang noch nicht angehört hatte, als ich oben was geschrieben hatte.
Gefällt mir auch, schön gesungen.

Ich würd aber auch sagen: studier Informatik!
Und geh in eine Band oder gründe eine.

Ich denke (hab aber keine Ahnung), dass die meisten bekannten/berühmten Popmusiker nicht Musik studiert haben.
Nimm was auf oder schreib eigene Songs, poste sie hier oder mach nen Youtube-Channel auf ...
Dazu mußt Du nicht Musik studieren.
 
Um Geld geht es mir übrigens nicht so wirklich, eher darum das ich nicht in Depressionen versinken will weil meine Berufsentscheidung scheiße war (;

Vorab, Deine Version von Hurt gefällt mir gut und ist, soweit ich gehört habe, sauber, die Noten scheinen Dir also nicht groß abzugehen :)

Macht Dir Informatik Spaß?

Musik als Beruf ist brettlhart. Ich kenne inzwischen einige, die Gesang studiert haben; sicheres Auskommen hat man am ehesten wohl noch, wenn man Musik auf Lehramt studiert. Wenn Dir das liegt, musst Du für die Aufnahmeprüfung vermutlich trotzdem Gas geben, und zwar sauber :) So Musik machen habe ich zwischendurch mal kurz in Erwägung gezogen. Aber wirklich nur ganz kurz. Von denen, die ich kenne, die Gesang studiert haben, hat wirklich jede/r einen Nebenberuf, um sich über Wasser zu halten. Reich wird man damit eher nicht. Die meisten geben noch Gesangsunterricht. Dann muss man sich vielleicht tatsächlich dem Geschmack anderer unterwerfen, wenn man auch an Gigs kommen will. Als Hobbysänger ist man da weniger eingeschränkt.

Musik als Hobby ist ein super Ausgleich. Man kann so auch einiges erreichen; Du könntest Dir z.B. eine Band suchen und dort singen. Mit Informatik hast Du einen guten Brotberuf, wenn Dir das Spaß macht, würde ich an Deiner Stelle eher das machen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Die Musikhochschule Köln bietet auch den Pop-Bereich an, da würde ich mal ganz schnell vorstellig werden und einem Gesangsdozenten für Pop dort mal vorsingen. Der wird dann schon tacheles reden, also präzise Auskunft geben, ob es gesanglich reicht oder nicht.
Als Zweit-Instrument (Pflichtfach) könnte auch Gitarre möglich sein, kann man ebenfalls vor Ort genau erfahren.
Theorie/Gehörbildung crashmäßig in einem halben Jahr so drauf zu schaffen, daß man eine Aufnahmeprüfung besteht ist durchaus nicht ausgeschlossen, wenn auch zweifelsohne recht gewagt. Dazu braucht es Unterricht, regelmäßig, mindestens 1x jede Woche (mindestens!), Gesangsunterricht wäre auch nicht zu verachten.
Aus der Aufnahme kann ich nicht ermessen, ob eine Hochbegabung vorliegt (als Johnny Chash Cover finde ich es ganz gut) , aber ich will dich auch nicht entmutigen. Wie gesagt, am besten in Köln vorbei schauen und an der Quelle nachfragen. Aber nicht enttäuscht sein, wenn es dort "Daumen runter" gibt.
Selbst mit guten Vorkenntnissen gibt es keine Garantie, genommen zu werden. Üblicherweise gibt es viel mehr Bewerber als freie Plätze, da können die dort kräftig aussieben.

Gruß, Jürgen

Nachtrag: Meinen Vor-Schreibern kann ich nur anschließen. Musik studiert man, weil man es aus einer inneren Überzeugung her "muss" und weil es eine Leidenschaft ist. Abgesehen von Lehramts-Musikern an einer Schule (und den ´echten´ Stars) verdient man bestenfalls durchschnittlich, oft unterdurchschnittlich und nicht selten weniger als manche Hobby-Musiker. Das muss man in Kauf nehmen wollen, sonst macht man wirklich besser etwas anderes.
 
Zuletzt bearbeitet:
lies mal hier unter Eignungsprüfung:
http://www.hfmt-koeln.de/fileadmin/redaktion/downloads/epo_bm_gesang_2014.pdf
a.
Künstlerisch-praktische Prüfung im Hauptfach

Gesang
:
Vorzubereiten sind drei Lieder und drei Arien aus verschiedenen Stilepochen, davon
mindestens ein Werk in deutscher Sprache.
Es findet ebenfalls ein Gespräch mit der Bewerberin/dem Bewerber statt. Bewertet werden
die stimmliche Eignung, das technische Können sowie der musikalische
Ausdrucksvermögen.
Dauer der Prüfung: 15 Minuten
Die Prüfungskommission behält sich eine Auswahl der zu spielenden Stücke vor. Sie ist in
keinem Fall verpflichtet, alle angebotenen Stücke
anzuhören bzw. vollständig anzuhören. Wird
die Prüfungsdauer überschritten, kann die Prüfungskommission den Vortrag abbrechen.
b.
Künstlerisch-praktische Prüfung im instrumentalen Nebenfach
Für das Hauptfach Gesang ist Klavier als instrumentales Nebenfach zu prüfen.

Nebenfach
Klavier:
Zwei Werke im Schwierigkeitsgrad von etwa Bach, Kleine Präludien;
Schumann, Album für die Jugend; Bartok, Mikrokosmos II-III; Dauer: bis 10 Minuten
Die Prüfungskommission behält sich eine Auswahl der zu spielenden Stücke vor. Sie ist in
keinem Fall verpflichtet, alle angebotenen Stücke
anzuhören bzw. vollständig anzuhören. Wird
die Prüfungsdauer überschritten, kann die Prüfungskommission den Vortrag abbrechen.
c.
Musiktheorie

Elementare Satzlehre:
Schriftlicher Test: Bestimmung von Tonhöhen, Intervallen und Tonarten, Tonleitern,
Mehrklängen und Umkehrungen, Beherrschen einfacher harmonischer Grundkenntnisse

Gehörbildung:
Schriftlicher Test (Diktat): Zwei- und Dreitonfolgen, Skalen, Melodien, Zweiklänge,
Mehrklänge und Umkehrungen, Rhythmen
Dauer insgesamt: 90 Minuten

Und selbst wenn du das alles kannst: ich weiß nicht, wie das bei Gesang in Köln aussieht, aber eine Freundin von mir hat es trotz jahrelangem professionellem Unterricht in Klarinette und Klavier "nur" auf Platz 5 von 100 Bewerbern gebracht. Zwei wurden genommen.

Und zusätzlich zu dem, was die Kollegen schon über die Berufsaussichten gesagt haben: Wenn du einen ordentlichen Job als Informatiker kriegst, wirst du genug Geld verdienen, um dir professionellen Unterricht leisten zu können und genau die Musik zu machen, die du gerne möchtest.
 
Wenn man sich diese Frage stellt: Informatik. Denn jemand, der Musik studieren will, würde sich diese Frage nicht stellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 4 Benutzer
Ich hab's nicht studiert, verdiene aber inzwischen meinen halben Lebensunterhalt mit Musik und kenne auch viele Musiker aus dem Musikhochschul-Umfeld, daher auch noch mein kleiner Senf zum Thema:

Die Musikhochschule Köln scheint eine der besten und renommiertesten in Deutschland zu sein, d.h. du hast massig extremst gute Konkurrenz, die sich auch schon zumeist jahrelang extrem gut theoretisch vorbereitet hat. Die Aufnahmeprüfung in einem halben Jahr kannst du dir daher auch gleich schenken, da hast du meiner bescheidenen Meinung nach eh keine Chance. Eher schon realistisch, noch mal ein Jahr Vorbereitung ranhängen und es dann versuchen.

Falls du es wirklich willst: Hier in Berlin gibt es eine studienvorbereitende Ausbildung an den städtischen Musikhochschulen für die Aufnahmeprüfung an Musikhochschulen, vielleicht gibt es sowas auch in Köln? Falls nicht, nimm ab sofort Unterricht in rauhen Mengen, am besten bei jemandem, der auch einen Lehrauftrag an der Hochschule hat oder zumindest einen Plan hat, wie er dich auf die Aufnahmeprüfung vorbereiten kann.

Wie LoboMix auch schon oben schreibt, finde raus wer dort der Gesangsdozent ist und schau, ob der irgendwo Workshops gibt, an denen du teilnehmen kannst. Außerdem nimm mindestens eine oder mehre Privatstunden bei ihm. So bekommst du erstens eine Einschätzung des Dozenten, ob du eine Chance hast und außerdem kannst du besser beurteilen, ob du mit diesem Dozenten überhaupt zurechtkommst.

Als Berufsmusiker/sänger seinen Lebensunterhalt zu verdienen heißt in 95% der Fälle: Entweder ein Talent fürs Unterrichten zu haben und damit über die Runden zu kommen, oder in Tanz- / Cover-/ Dinnerbands etc zu singen oder für viele auch beides. Das sollte dir bewusst sein. Wenn du es trotzdem unbedingt willst, möchte ich dich ausdrücklich dazu ermutigen, es zu probieren :)

Wenn nicht, studier Informatik und such dir nebenberuflich ne feine Band, das kann manchmal der bessere Weg sein.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Hallo TheMadhatter,

ich studiere im ersten Semester Gesang und weiß ziemlich genau was die Anforderungen sind. Ich habe nach dem Abi eigentlich vorgehabt was anderes zu Studieren und hatte ein Abi mit Informatik-Schwerpunkt. Meine "musikalische Laufbahn" ging in der Grundschule los und die Musik war in meiner Freizeit die einzige Konstante. Der Informatik-Schwerpunkt war nach dem ersten Jahr für mich der Horror, ich habe es aber trotzdem mit einem guten Abschluss durchgezogen. Wie lange habe ich gebraucht um das Mindest-Niveau für eine Musikhochschule zu erreichen? Ich würde sagen die letzten 3 Jahre, in denen ich Gesangsunterricht, Gitarrenunterricht und ein Jahr Klavier- und Theorieunterricht hatte. Über diese 3 Jahre hindurch hatte ich um die 100 Auftritte, unzählige Proben (Gesang, Schauspiel und Tanz, wobei ich beim letzteren nicht gut bin *g*) im Amateur und Semi-profi bereich.
Solche und ähnliche Laufbahnen kenne ich auch von meinen Mitstudenten und anderen Schauspielern/Sängern die auf der Bühne liefern können.

Ich weiß nicht, ob es eine gute Idee wäre, Musik als Hauptberuf zum Ausgleich zu verfolgen. Dein Gesang braucht mindestens noch 1 - 2 Jahre (vielleicht sogar länger) bis du überhaupt vorsingen könntest.
 
Der Informatik-Schwerpunkt war nach dem ersten Jahr für mich der Horror, ich habe es aber trotzdem mit einem guten Abschluss durchgezogen.

Erinnert mich an meinen Kumpel Martin, der mit mir zusammen Feinwerktechnik studiert hat. Nachdem er seinen Abschluss hatte, hatte er keine Lust als Ingenieur zu arbeiten und dann Rhythmik studiert (ist vom Grundstudium her ein Musikstudium mit entsprechender Aufnahme).

http://www.mh-trossingen.de/studium/music-movement.html

Martin meckert nicht wenn es um seine Situation geht, Familienvater 2 Kinder, Alleinverdiener, aber das Geld ist wirklich knapp und hart verdient. Eine Teilzeit-Festanstellung hatte er ganz zu Anfang, jetzt hilft er auf Stundenbasis aus. Die Vertraege werden jedes Schuljahr neu aufgesetzt, da kann relativ schnell Schluss sein. Die Situation wird nicht besser dadurch, dass er einen langen Fahrtweg hat (Martin wohnt in Karlsruhe, der Job ist in Mannheim). Da hilft auch nicht dass er als "Selbststaendiger" recht gut bezahlt wird, die Anzahl der Stunden und der Aufwand fressen dies wieder auf.

So ist die wichtigste Einnahmequelle der Unterricht. Auch dies ist eine eher unsichere Sache, und bringt hohen Planungsaufwand mit sich (wann kann wer wo).

Wie gesagt, Martin meckert nicht, aber man muss es echt wollen.

PS: Als "Selbststaendiger"hat man auch den Steuersch* an der Backe. :eek:
 
Um eine vernünftige Antwort geben zu können, müsste man wissen, was genau du studieren willst: klassisch oder Contemporary?
Ich nehme aufgrund deines Hörbeispiels aber an, dass du letzteres machen willst - und da stellt sich mir die Frage, wozu ?
Auf dem Arbeitsmarkt hättest du als "studierter Popsänger" keine Chance, zumal die Konkurrenz riesig ist und es jede Menge gute Sänger/innen gibt. Das ist vollkommen saturiert. Da sehe ich noch eher als Instrumentalist eine Chance. Aber da hängt die Latte mittlerweile richtig hoch. Du mußt schon für die Aufnahmeprüfung sattelfest in Musiktheorie sein und richtig gut spielen können. Dafür sind gute, routinierte Instrumentalisten immer gefragt.
Ich rate dir dasselbe wie meine Vorschreiber ... hab Spaß am Musikmachen, schreibe Songs, gründe eine Band, spiele gigs .... und studiere nebenbei was Vernünftiges ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Depressionen würde ich bekommen wenn ich im Bierzelt (für Kohle) Helene Fischer spielen müsste. ;)

In diesem Fall fällt eine musikalische Karriere ziemlich sicher raus. Was ist denn neben Unterrichten das tägliche Brot eines Musikers? Musik machen. Und wenns ums Geld verdienen geht, MUSS man die Scheuklappen ablegen können.

Übrigens: ich habe musikalisch im Blasorcheser angefangen und muss sagen: obwohl Egerländer, Marsch und Polka mal gar nicht meine Welt ist: Es zu spielen kann spass machen ;)

Nein, ich verdiene kein Geld mit Musik. Neben dem Vitamin B und Kontakten (was extrem wichtig ist!) ist es auch ein Satz, der mit in Erinnerung geblieben ist:

"Machst du dein Hobby zum Beruf, so verlierst du ein Hobby" :D
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
In diesem Fall fällt eine musikalische Karriere ziemlich sicher raus.

Wenn Du dich da mal nicht täuschst. Der Vermieter unseres alten Proberaums verdient ordentlich Asche mit der Tour. Der spielt echt alles, von bayrischer Tanzmucke bis AC/DC (er nannte mal 700 Songs zum Repertoir gehörend). Die machen das meistens zu zweit (er und die Sängerin, bzw. manchmal als Partyband (d.h. mit weiterem Gitarrist und Drummer)). Zu Karneval allen Scheiss spielen zu können, das kommt an. Und der Stundenlohn, wenn man ein Bierzelt zu zweit unterhält, ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Unter 1000€ macht der den Finger nicht krumm, mit Aufbau, Anlage und Licht sind es deutlich mehr als das doppelte (pro Abend).

Sein im Internet gelisteter Kalender nennt 48 Auftritte dieses Jahr (allerdings erst ab dem 09.05.2015 :eek:, glaube nicht dass er nicht zu Karneval gespielt hat ;))

Auch sind zwei Termine eher Konzerttouren, z.B. das Oktoberfest in Jakarta (Indonesien): "*exotischer* Alpenrock in Trachtenkleidung". :eek:

Nebenbei hat er einen kleinen PA-Verleih mit zwei (wahrscheinlich Teilzeit-) Angestellten, vermietet >10 Proberäume, etc..

Hans ist sehr geschäftstüchtig und fährt im Sommer einen CLK-Cabrio (ich nich).
 
Wenn Du dich da mal nicht täuschst. Der Vermieter unseres alten Proberaums verdient ordentlich Asche mit der Tour. Der spielt echt alles, von bayrischer Tanzmucke bis AC/DC .

... sag ich doch: Scheuklappen runter und alles mitnehmen, was geht ;)
 
Ja, mein Gott, und ?? Wer immer noch davon träumt, von seiner eigenen Musik leben zu können, soll weiter träumen, vom Business hat er aber keine Ahnung. Sicher passiert das ab und zu noch, aber es wird immer seltener. Die allermeisten - und meist sehr guten, routinierten und erfahrenen - Musiker, die von Musik tatsächlich leben können, sind Dienstleister. Ich würde mal sagen, weit über 90 Prozent.
Ich habe davon nie Depressionen gekriegt, und ich hab wahrlich einiges hinter mir, sogar eine Bierzelt-Phase. Im Rückblick betrachtet, habe ich aus jeder Phase, aus jeder Band, aus jedem Genre etwas Positives mitgenommen: das Wertvollste waren Routine, Erfahrung, Gelassenheit und auch Bescheidenheit. Ich hatte immer wieder die Ehre, von fantastischen Instrumentalisten begleitet zu werden, die halt mit Helene Fischer&Co. ihre Miete begleichen - und wenn man dann die noch größere Ehre bekommtt, von diesen tollen Musikern zu einer privaten Session eingeladen zu werden und dort "unsere" Musik zu jammen, dann weiß man, die Entscheidung war nicht verkehrt.
Wer das nicht trennen oder sich nicht damit arrangieren kann, muss Musik als Hobby betreiben, das ist ja auch völlig ok.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben