Danke für die Rückmeldungen bisher! Wieder viele pragmatische Ansätze. Mich interessiert, ob hier auch jemand vom 2k Amp auf den 5k Amp umsattelt, um dem Publikum einen vermeintlichen Gefallen zu tun. Oder auch die entsprechenden Gitarren.
Dieser Aspekt lenkt die Frage in eine etwas ambivalente Richtung, und da drehe zumindest ich mich bei der Beantwortung auch zumindest etwas im Kreis.
Natürlich möchte ich das mein Sound zu einem Bandergebnis führt, das möglichst „gut“ ist und dem Publikum am Ende gefällt!
Da hatten wir hier schon, dass das auch bedeutet, den eigenen Sound nicht daran auszurichten, was -vor allem im eigenen Kämmerlein- super klingt.
Eine Haltung, „im Publikum hört das ehˋ keiner…“ (auch wenn da bestimmt was dran ist…) ist nicht so meins. Ich bin nie zufrieden, wenn ich nicht möglichst 100% gebe.
Allerdings ist es IMO auch kaum möglich bzw. sinnvoll, zu orakeln, ob dem Publikum z.B. der Sound einer Strat oder der einer Les Paul besser gefallen könnte. Am Ende muss ich da wieder selbst, an Hand von dem, was ich cool finde, bewerten und entscheiden, welcher Sound, wozu besser passt.
Ich springe auch weder auf positives, noch auf negatives Feedback zu meinem Sound, so besonders an, bzw. nehme ich so ein Feedback aus dem Publikum immer sehr dankbar und freundlich auf, hinterfrage es aber auch immer sehr kritisch. (Kritik/Wünsche vom FOH Ing. hier mal aussen vor. Da sollte man sich IMO im Zweifel lieber mal anpassen.)
Wieder eine etwas andere Geschichte ist, welches „Bild“ man auf der Bühne, abgeben möchte. Ich muss nicht meinen Friedman Topteil und meine CS Les Paul auf der Bühne spielen oder besser gesagt herzeigen, um vielleicht irgendein Mitglied der Mukker Polizei zu beeindrucken. Auf der anderen Seite will ich schon “ordentliches“ Equipment auffahren, auch wenn ein Line6 Spider vielleicht den Job erledigen könnte. Genauso wäre mir eine Materialschlacht aus 5k€ Boogie MkV und TwoRock Stack, begleitet von 5 Premium Gitarren, auch “peinlich“.