Jetzt muss ich die Euphorie doch mal ein bisschen bremsen, weil die Überschriften der bisherigen Artikel schlicht FALSCH sind.
Der Kommentar und die Antwort des Gibson-CMO beziehen sich nur auf einen "Open Book"-Headstock. Schaut man sich das Bild aus dem Instagram-Post tatsächlich mal an, wird schnell klar, worum es geht, nämlich um historische
Epiphone-Kopfplatten. Zwar ohne abgeschnittene Ecken und mit dem bekannten oberen Schwung, aber das wars dann auch. Es handelt sich um die gleiche Kopfplatte (oder eine sehr ähnliche), die auch schon mal bei der Elite/Elitist-Serie verwendet wurde.
Wer sich ein wenig für Gitarren interessiert, wird sie von der Gibson-Kopfplatte nach wie vor auf den ersten Blick unterscheiden können. Wesentliche Unterschiede sind der sichtbar steilere Schwung auf der Oberkante sowie die seitlichen Linien, die sich bei Epiphone nach oben verjüngen statt verbreitern. Auch in meinen Augen durchaus eine Verbesserung, aber
definitiv kein Gibson-Headstock.
Die gezeigte Elitist-Version wäre aber immer noch besser als die langezogene Sheraton-Kopfplatte, die aktuell die Epiphone Vivian Campbell-Les Paul verunstaltet:

Hoffen wir mal, dass die nächsten Les Pauls nicht diesen Wasserkopf abbekommen. Als optisches Gegengewicht zum Korpus einer großen Halbakustik finde ich das ja noch okay, aber auf einer Les Paul sieht es aus wie eine umgerüstete 12-Saitige...
Ich verstehs letztlich nicht.

Wie schon ganz richtig eingewandt wurde, reicht der andere Markenname doch völlig aus, siehe Fender/Squier. Das reicht völlig aus, um eine Kannibalisierung zu verhindern, zugleich haben die Squier mit dem Headstock einen deutlich sichtbaren Bezug zum Original, den andere nicht kopieren können.
Wenn man also eine so gründliche Änderung vornimmt, die schon in Richtung Relaunch der Untermarke geht, warum dann so halbherzig?
Gruß, bagotrix