Als ich mir die 2016er
Gibson SG 61' Reissue vor zwei Wochen gekauft habe und sie zuhause erstmals mit Verzerrer (Ibanez Tube-Screamer) ausprobierte, war es doch etwas ernüchternd. Klang zwar nicht schlecht, aber im Direktvergleich mit meiner Les Paul Traditional (2013) war die SG soundtechnisch ("singend", "Obertöne", Klangfärbung) doch unterlegen. Das gewisse Etwas hat mir gefehlt. Dabei hatte ich sogar noch eine soundmäßige Steigerung erwartet
Ich habe anschließend die Saiten entfernt und meine Lieblings-Saiten, die
Gibson Vintage Reissue (010er Satz) aufgespannt. Gestimmt, wieder getestet und fast hätte es mich vom Hocker geworfen so unterschiedlich und beeindruckend war das Ergebnis!
Plötzlich war nur durch Saitenwechsel genau der Verzerrer-Sound da, den ich mir von der Gibson SG erwartet habe! Und nein, das ist kein Vodoo, und ich war auch nicht betrunken oder auf LSD (so wie der Pfeifen rauchende Affe in meinem Avatar)
Nicht, dass ich behaupten will, dass die firmenmäßigen Saiten schon ausgedient hätten, ganz im Gegenteil, sie klangen mir vielzu hell und einfach zu fad. Da stelle ich mir schon die Frage, welche Saiten von Gibson firmenmäßig aufgezogen werden, der Unterschied war jedenfalls gewaltig!