[Gitarre] Erstkontakt: Jackson Pro DKA 7

E
eguana
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
17.04.22
Registriert
20.02.07
Beiträge
925
Kekse
3.060
Ort
Köln
Hey Freunde,

Ich habe ein neues Spielzeug. Die Jackson Pro DKA7 . Dabei handelt es sich um eine 7 saitige und limitierte Dinky-Gitarre ( Heavy-Strat) die in Satin-White lackiert wurde. Da ich die Gitarre erst seit kürzester Zeit besitze macht ein " Review" kein Sinn... aber ich bin so " geflasht" das ich euch gerne an meinen ersten Erfahrungen teilhaben lassen möchte.

Beginnen wir doch mal mit den Specs:



Korpus: Erle
Hals: Ahorn, einteilig, geschraubt mit Graphit-Verstärkung
Griffbrett: Ahorn
Radius: 12 - 16 Zoll, Compound
Einlagen: Offset Dot
Bünde: 24, Jumbo
Mensur: 673 mm
Sattelbreite: 48 mm
Tonabnehmer: Direct Mount DiMarzio D Activator DP720 (Steg), Direct Mount DiMarzio D Activator DP719 (Hals)
Regler: 1 x Volume, 1 x Tone
Elektronik: 3-Weg-Schalter, Momentary Kill Switch
Steg: Jackson HT7 7-String Hardtail
Mechaniken: Planet Waves Auto-Trim Locking, Druckguss
Farbe: Satin White, matt

geklaut von : Session.de

Wie es da steht besteht der Korpus aus Erle auf den ein Graphitverstärkter Ahornhals geschraubt wurde. Die Mensur beträgt 26,5 Zoll und ist somit etwas länger als bei einer üblichen Heavy-Strat. Baritone würde ich es aber nicht nennen. Mechaniken sind die Planet Waves- Auto-Trim und am Brücke gibt es eine Hipshot-ähnliche Jacksonkonstruktion. Als Tonabnehmer wurden DiMarzio D Activators verbastelt. Weiterer Clue ist der knallrote Killswitch. Das ganze gibt es zu einem Preis von 755 Euro... da ich das Ausstellungsstück erworben habe, habe ich nur 666 € bezahlt.

Die Verarbeitung

Ich bin ehrlich gesagt mit Jackson Gitarren nicht sehr vertraut. Ich kann über die Jackson Pro DKA7 aber nur grandioses sagen. Der Hals ist klebt quasi in seiner Halstasche, Alles ist akkurat verschraubt, gut lackiert etc. Der Hals selbst wurde nur geölt ( Jackson nennt es Hand-Rubbed oil)... und fühlt sich soo holzig und ehrlich an... das ist mir so noch nicht unter gekommen. Die Bundstäbchen mussten minimal entgratet werden. Die Arbeitsweise der Mechaniken kenne ich noch nicht, sie sind aber sehr Stimmstabil auch bei tieferen Tunings. Die Bridge wurde leicht eingelassen und ist perfekt abgerundet und schneidet nicht unangenehm in den Handballen. Der Pu-Schalter ist aus massiven Stahl und wird wohl lange halten. Naja der rote Punkt ist aus Plastik. Aber sonst? Es gibt eigentlich nichts negatives zu sagen. Achja das ganze dann made in Mexiko. ( Fender lässt grüßen)

Aber seht selbst. IMG_0558.jpgHalsübergang.jpgKopfHint.jpgKopfplatte.jpgPickups.jpg


Die Bespielbarkeit
Ich bin mit 7 saitigen Gitarren und längeren Mensuren nicht vertraut. Dennoch macht es einem diese Gitarre relativ einfach sich mit der zusätzlichen Saite zu organisieren.Die längere Mensur ist für mich persönlich sogar ein Vorteil da sich vor allem in den höheren Lagen mehr Platz zwischen den Bünden sind. Durch den "holzigen" Hals ist kleben bleiben keine Entschuldigung mehr und man ist wirklich sehr sehr schnell. Es fühlt sich auch alles einfach gut an und macht echt Spaß.

Sound

Ich möchte eigentlich nichts über den Sound sagen, da ich mich dafür noch weiter mit der Gitarre beschäftigen muss. Ich habe aber ein kleines Video das bei der Suche nach der Gitarre im Music Store entstanden ist. Der Spieler war ein Typ der wie ich auf der Suche nach einem neuen 7 Saiter war. Feststellung des Tages war das die Jackson eine Blackkat klanglich sowas von weggehauen hat.



Dat Fazit.

Also ich bin einfach... geflasht. Der einzige Grund warum diese Gitarre zu diesem Preis existieren kann ist das Jackson mit dieser Gitarre Marketingziele verfolgt. In den letzen Jahren haben sich mit Schecter, Ibanez und ESP/LTD viele Hersteller für High-Gain-Klampfen vor Jackson platziert und in meinen Augen ist es nicht möglich so eine Gitarre mit diesen Specs zu einem preis von unter 1000 Euro anzubieten.Des Wegen eventuell die Limitierung. Zählen wir mal auf.
1. Stammt diese Gitarre nicht aus Fernost, sondern aus den Fender -Werken in Mexiko. Das sind zwar nicht die USA aber dort werden gescheite Gitarren gebaut.
2. Die Specs. Wir haben orig. DiMarzio Tonabnehmer. Wir haben orig. Planet Waves Autotrim Mechaniken. Wir haben einen handgeölten Hals. Wir haben einen Killswitch.
3. Die Verarbeitung. Die Gitarre war perfekt eingestellt und es gab nichts zu beanstanden.
4. Bis jetzt kann ich nur sagen das ich alles gut anfühlt und anhört.

Egal ob man 666 Euro bezahl oder 755 Euro. Die Gitarre ist viel mehr Wert und spielt ehr in 1200 -1500 Euro Regionen. Wer gerade an einer 7 Saiter interessiert ist. Pflichtkauf!

P.S. Ich werde die Tage mal ein paar Soundclips aufnehmen.
 
Eigenschaft
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 9 Benutzer
Sehr schick !
 
Oh Mann, endlich mal jemand der diese Gitarre ein bisschen vorstellt ! Ich freue mich schon auf ein ausführliches Review, besonders die Kombi Erle+Ahorn ist ja eigentlich ziemlich ungewöhnlich !
Ich hab auch schon überlegt mir diese Gitarre zu kaufen, nur war ich mir nicht sicher wie die Verarbeitung ist ?
 
Es gibt absolut nichts an der Verarbeitung auszusetzen. Wie ich schon sagte, die Gitarre fühlt sich wesentlich besser an als es der Preis vermuten lässt.

Es gibt jedoch einen Kritikpunkt. Da langer Mensur und großer Kopfplatte ist es schwierig nen Koffer zu finden.
 
Hallo Eguana,

ich habe deshalb nach der Verarbeitung gefragt, weil es einen Thread auf " Sevenstring.og " gibt wo die Gitarre alles andere als gut wegkommt ! Welche anderen 7 String Modele hast du noch getestet ?
 
Hallo Eguana,

ich habe deshalb nach der Verarbeitung gefragt, weil es einen Thread auf " Sevenstring.og " gibt wo die Gitarre alles andere als gut wegkommt ! Welche anderen 7 String Modele hast du noch getestet ?

Was waren denn die Punkte, die auf "sevenstring.org" bemängelt wurden? Es gibt sicher von jedem Modell Montagsproduktionen, das gilt vermehrt für günstige, aber auch für teure Gitarren. Die DKA7 und DKA 8 die ich in der Hand hatte waren jedenfalls sehr gut.

Getestet habe ich von Ibanez die Iron Label Serie , Die Sterling Petrucci JP70, eine Schecter für 1100 Euro.. ( ka welche) und eine Blackat für 1500.
Die Ibanez war total der Reinfall. Das ist eine sehr günstige Gitarre mit teuren PUs. Die Sterling treibt dieses Spiel dann auf die Spitze. Die Gitarre ist ganz gut, aber nicht für 900 Euro. Die Sterling kostet übrigens in den Staaten 460$. Da macht bei Interesse ein Import sind. Die Schecter war schon sehr sehr geil, aber auch fast 450 Euro teurer. Die Blackat war mein persönlicher Reinfall. Die Gitarre ist zwar super verarbeitet, aber der Sound ist ne Katastrophe. Super hell und perkussiv und so warm wie nen Eisblock. Das mag für "Tech-Metal" ganz geil sein, klingt aber wirklich nicht schön, sondern total metallisch.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich hatte vor einiger Zeit mal eine geile Jackson Kelly 6 Saiter aus Japan getestet, bei der mir besonders die wirklich superfetten Jumbobünde auffielen, hab bisher noch nie solche dicken Brummer auf anderen Gitarren gesehen, die meisten schreiben ja hin Jumbo aber es sind eher "normale" Medium Jumbos höchstenfalls, die viele verbaut haben .

Wie sieht es da bei deiner DKA aus ? Sind die Bünde hier auch sehr breit und sehr hoch ?
 
Ich freue mich schon auf ein ausführliches Review, besonders die Kombi Erle+Ahorn ist ja eigentlich ziemlich ungewöhnlich

Was ist denn daran so ungewöhnlich? :confused:
Erle-Body und Ahorn-Hals ist doch gängige Praxis bei Fender. Auch die Charvel San Dimas oder So-Cal bestehen aus der Kombi.
 
Die Bünde sind schon Jumbo-Bünde. Ob sie nun größer sind kann ich nicht sagen, was eventuell durch die Mensur relativiert wird.
 
Sry für die Leichenschändung, aber:
Ich bin nun auch stolzer Besitzer dieser Gitarre. War gar nicht so leicht noch eine zu bekommen.
Im Gegensatz zu dem schwindligen Thread auf sevenstring.org, empfinde ich die Gitarre aber als wohlklingend. Ich hab sie sogar wegen des Klangs gekauft.
Was mir gerade noch aufgefallen ist, dass bereits die Pins für die Dunlop Straplocks verbaut sind. Find ich sehr kuhl, da ich die schon seit Jahren verwende.

Aber eine Frage hab ich:
Welchen Koffer nimmt man für das Ding? Mich überrascht, dass sie nicht mal in mein Coffin-Case passt. Ich schätze mal, das liegt am langen Headstock. Der ist etwas länger als der der Jackson 7-Saiter aus der X-Serie.
Einen originalen will ich ehrlich gesagt nicht kaufen - die Jackson Cases sind schon sehr teuer. Im Laden hab ich einen handlichen GEWA-Koffer ausprobiert aber da lag der Hals nicht auf der Halterung auf und sowas stört mich immens.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben