[Gitarre] Fender Squier Affinity Telecaster (Butterscotch Blonde)

von ChrisBatten, 18.10.16.

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  1. ChrisBatten

    ChrisBatten Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.16   #1
    Eine kurze Geschichte:
    Diese Gitarre war ein kleiner Spaß-Kauf. Meine Hauptgitarre ist eine Ibanez RG, aber irgendwann wollte ich auch einmal eine Telecaster besitzen. So'n bisschen Blues & Rock konnte ja nicht schaden. Und Single Coils waren für mich eher Neuland, da ich mich eher im Metal und Klassik Bereich bewege und dort eher Humbucker von Vorteil sind. Da sie mir optisch zusagte und die Bewertungen recht gut waren, dachte ich mir, kauf sie doch, zur Not kannst du sie ja zurückschicken.


    Zu finden:

    Im Überblick:
    • Bauform: Telecaster
    • Korpus: massive Erle
    • Hals: Ahorn
    • Griffbrett: Ahorn
    • Bünde: 21, Medium
    • Tonabnehmer: Single Coil (Lipstick) Neck - Single Coil Bridge (Squier designed)
    • Sattelmaterial: Kunststoff/Grafit
    • Brücke: Telecaster-Bridge mit 6 Saitenreitern
    • Schaltung: 3-Weg-Schalter (Neck/Neck-Bridge/Bridge), 2 Potentiometer (Volume and Tone)
    • Preis: 199€ (Oktober 2016)

    Verarbeitung und Optik

    Die Verarbeitung ist für 199€ sehr gut gelungen. Ich konnte keinen Lackfehler finden, nur eine Stelle am Korpus, an der das Holz ein wenig dunkler ist. Aber das würde ich als natürlich bezeichnen. Selbst der Übergang vom Korpus zum Schraubhals ist sehr gut gelungen. Für eine Gitarre in dieser Preisklasse einfach super.


    Hardware

    Mechaniken: Die Mechaniken sind sehr stabil und präzise beim Stimmen.

    Sattel: Der Sattel ist auch völlig in Ordnung, auch wenn es kein echter Grafit, sondern ein etwas minderwertiger Kunststoff-Sattel ist. Vom "selbstschmierenden" Sattel fehlt jede Spur.

    Klinkenbüchse: Sehr stabil gebaut und "Kindersicher :D" Lebt schon seit einem Jahr und immer noch bombenfest.

    Brücke: Zwar keine typische Tele-Brücke, dafür auch leichter die Intonation einzustellen, als bei der üblichen 3-Saitenreiter-Brücke.

    Potis/Schalter: Das hat mich sehr verwundert. Die Potis sind sehr präzise und leichtgängig. Der Volume-Poti liefert, wie Guthrie Govan bei seiner Siganture gesagt hatte: ''Eine Unzahl an Amp Channels''. Lässt sich echt sehr gut einstellen, wenn man im Clean-Channel ein wenig Crunch möchte oder im High Gain auf Crunch-Distorted umschalten möchte. Der Ton-Poti hat mich ebenfalls positiv überrascht, da er sehr dynamisch ist und nicht wie bei anderen Modellen dieser Preisklasse entweder einen Extrem Treble Ton oder Extreme Bass Ton hat.
    Der 3-Weg-Schalter lässt sich mit wenig Aufwand verstellen, jedoch könnte der Knopf oben etwas schmaler sein. Stört mich jedenfalls ein wenig beim schnelleren Spiel, wenn er auf Neck-Position steht.

    Bespielbarkeit

    Gewöhnungsbedürftig, wenn man von einer Ibanez auf den mächtigen Tele-Hals wechselt. Aber kein Problem, finde ich mittlerweile sogar angenehmer. Problematisch wirds wenn man versucht mit einem kurzen Daumen, Akkorde im Stil von Hendrix zu spielen, da muss ich dann meist die A-Saite mit meinem Ringfinger zusätzlich dämpfen bei Bund 1 - 4, ab Bund 5 ist mein Daumen wieder lang genug. In der Hinsicht ist mir ein Strat-Hals lieber. Die höheren Lagen sind gut zu erreichen und sonst ist der Ahornhals sehr angenehm.



    Werkseinstellungen/ Stimmstabilität

    Die Gitarre war sehr gut eingestellt, die Intonation tolerierbar. Die Stimmung hält sich sehr gut aber auch nicht perfekt. Als ich den Sattel mit "Nut-Sauce" eingeschmiert habe, hielt sich die Stimmung nahezu perfekt, selbst bei extremen Bendings.

    Sound

    Die Gitarre hat einen sehr schönen und differenzierten Klang. Trocken angespielt ziemlich mittig mit leichten klirrenden Höhen, sehr Obertonreich.
    Am Amp angestöpselt (Clean) verhält sich der Bridge-Coil sehr aggressiv, drahtig und mit viel Output.
    Der Neck-Coil sehr weich mit leichten "twang", kommt drauf an wie man sich mit dem Ton-Poti spielt.
    Im Crunch hat sie wahrlich ihre Stärke. Schön für Blues und Rock. Auch für Jazz, wenn man den Neck-Coil nutzt.
    Auf High-Gain ist sie mir etwas zu schwammig und matschig. Lieber etwas zurückregeln, da hat sie ihre Stärken.
    Die Mittelposition benutze ich sehr gerne für Akkord-Progressionen, mit ein wenig Delay + auf- und abschwellen mit dem Volume/Tone Poti. (Steve Morse Fans, wissen was ich meine). Aber auch für Hybrid-Picking sehr angenehm für die Ohren. Das einzige, das mich stört, ist der Lautstärkeunterschied zwischen den beiden Pick ups. Ist zwar logisch, dass der Neck-Coil leiser ist, aber ebenso nervig. Grad wenn man Riffs und Akkorde spielt und bei einem Solo auf den Neck-Coil umschaltet. Da muss man am Booster ein wenig nachschrauben. Sonst gibt es aber nichts zu meckern.

    Fazit

    Für knapp 200 Euronen eine Empfehlung für alle Anfänger (mit langen Fingern) oder für Gitarristen die etwas neues ausprobieren möchten, dabei aber kein Vermögen ausgeben wollen. Ich habe sie über das Jahr echt geschätzt (ein fleißiges Arbeitstier) und sie hat mich auch in eine Musikrichtung gebracht, die ich vorher nur gehört statt gespielt habe.



    Soundprobe auf YT (nicht von mir)

     
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  2. shovel

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    Erstellt: 25.11.16   #2
    Servus,

    vielen Dank für dein Review. Ich bin im Moment auch auf der Suche nach einer günstigen aber brauchbaren Tele, deshalb hast du mir damit in meiner Entscheidungsfindung weitergeholfen. Komme aus dem Thrash / Hard Rock Bereich. Da ich aber schon immer Blues/-rock mag und jeder Gitarrist eine Tele braucht, möchte ich mir auch eine zulegen (Finde die Tele schon immer gutaussehend:love:).

    VG nach Wien :hat:
     
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  3. Gast240164

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    Erstellt: 25.11.16   #3
    Moin,

    danke für diesen guten Review.
    Deckt sich weitestgehend auch mit meinen Erfahrungen mit dieser Gitarre (ich hab sie als Lefty).

    Da mir der Klang des Bridge-PU zu dünn und schrill war, habe ich den durch einen Seymour Duncan Hotrail ersetzt und nun ist sie von Hart bis Zart einfach für alles zu gebrauchen.

    Hier kann ich leider mit dir nicht konfrom gehen. Die Klinkenbuchse saß bei meiner auf einer Plastikplatte anstatt wie bei ihren wertigeren Geschwistern auf einer aus Stahl. Das war somit das erste was zerbröselt ist, weil der Kollege auf mein Kabel getreten ist und nicht das Kabel durch den Ruck rausgeflutscht ist, aber die Platte gebrochen.
    Also die Klinkenbuchse hält, aber leider die Platte darunter eher weniger.


    Ansonsten auch für mich - für den Preis wirklich Klasse Instrument (Lefty kostet übrigens genauso viel wie eine Rechte , das ist auch klasse)
     
  4. shovel

    shovel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.16   #4
    @Noddy: Danke für deinen Tipp.

    Also könnte ich mit dem SD in der Bridge in den Proberaum spielen und mit Neck und Bridge daheim den Blues rauslassen ? :rolleyes:
     
  5. Gast240164

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    Erstellt: 25.11.16   #5
    Du kannst den SD auch nehmen nur musst du dann eben den Gain am Amp oder am Bodentreter zurücknehmen. Ich hab diverse Amps, unter anderem den Orange OR15 und spiele da ohne Bodentreter und Regel eben je nachdem mit dem Gain. Beim Ampeg AX44 spiele ich mit Bad Monkey und wenn ich clean will nutze ich je nachdem nur den Neck PU , bei leicht angecruncht den Bridge mit Gain vom Amp, wenn es hart wird noch den BM dabei.

    Aber Geschmscksache eben
     
  6. shovel

    shovel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.11.16   #6
    Aber auch variabel. Hört sich gut an. Danke
     
  7. Gast240164

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    Erstellt: 25.11.16   #7
    Gern geschehen...ich hatte dieGitarre schon sehr früh so umbauen lassen, hatte dann lange Zeit meine Hagstrom Ultrasweet gespielt, weil sie für mich besser klang und dann zogen hier 2 Vertreter aus dem Hause Orange ein ( :D ) und die mögen die Hagstrom nicht so wirklich, aber meine Tele umsomehr..seit dem spiele ich eigentlicht fast nur noch die Tele..
     
  8. Vetinari

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    Erstellt: 29.11.16   #8
    Hab die gleiche Gitarre, aber aus einem Bundle und meine ist aus Indonesien. Größter Unterschied ist glaube ich das bei meiner die Saiten durch den Body gehen.

    Aber auch ich muss die Klinkenbuchse kritisieren. Immer recht schnell locker und ich warte nur darauf das sie kaputt geht. Sonst aber geiles Instrument.
     
  9. Gast240164

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    Erstellt: 29.11.16   #9
    Meine gehen definitiv nicht durch den Body ...und die die man jetzt bekommt haben alle dieses Feature nicht..dann muss deine schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben oder höherwertig sein, also ggfs ein anderes Modell? Da kenn ich mich nicht mit aus leider
     
  10. Vetinari

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    Erstellt: 30.11.16   #10
    Ist aus dem Bundle mit Amp und habe ich selbst mal gerade seit 1,5 Jahren hier stehen. Ist wie gesagt aus Indonesien. Aber keine Ahnung wie ich die Seriennummer lesen kann bei Squier Indonesien.

    edit: ICS14 sind die ersten Zeichen. Also 2014...? Aber komisch das es da so nen Unterschied gibt zwischen den Ländern.
     
  11. Gast240164

    Gast240164 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.16   #11
    Komisch....vielleicht hatte Squier keine Affinity mehr auf Lager und dann hat man eben die nächst bessere in die Bundles gelegt :D
     
  12. Vetinari

    Vetinari Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.11.16   #12
    *lach* als ob :D
    Sehe aber gerade das meine auch noch einen Saitenniederhalter mehr hat, da ist auch einer für die D und G Saite dran.
     
  13. Gast240164

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    Erstellt: 30.11.16   #13
    ALso ich komm eigentlich aus der Werkzeugbranche und wenn bei uns die "Preiswerte" Linie nicht verfügbar war, haben wir auch schon mal die "Premium" Linie umgepackt, damit wir lieferfähig blieben :D..ging um Gewindebohrer....aber ist auch schon lange her und da waren die Preisunterschiede auch nicht direkt 100€ per Stück :tongue:
     
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