Auch duzende Berichte von Anwendern, die meinen große Unterschiede zu hören werden niemanden wirklich überzeugen. Dazu ist der Mensch zu anfällig.
Tatsache ist aber, dass zahlreiche Menschen glauben Unterschiede zu hören.
Man müsste also imo zuerst finden wobei die Unterschiede besonders auffallen. Akkorde oder Einzeltöne auf den ersten Lagen halte ich dafür nicht geeignet. Da sind die Unterschiede wohl
tatsächlich zu gering um durch das menschliche Gehör verifiziert zu werden (extreme natürlich außen vor).
Wenn man dies gefunden hat müsste man entsprechende Tests entwerfen. Wenn sich da Unterschiede zeigen wäre man in der Sache schon weiter.
Nicht helfen und imo unwissenschaftlich ist folgendes von Zollner:
"Etwas größere (und so gerade eben signifikante) Auswirkun-
gen haben Kopplungen zwischen dem Gitarrenhals und ei-
nem Resonator. Der dünne Hals stellt mit seinen ausgepräg-
ten Eigenmoden kein ausreichend starres Saitenlager dar,
wie schon Untersuchungen von Fleischer zeigten [4]. Ehe
man nun aber dem Gitarrenhals großen Einfluss auf den
Klang attestiert, sollte man bedenken, dass der Hals beim
Spielen ja von der Hand umfasst wird. Diese Berührungen
führen zu einer erheblichen Bedämpfung, waren aus gutem
Grund aber nie Thema ausufernder Optimierungsstrategien.
Die Spielhand berührt den Hals und verkürzt dadurch das
Sustain – möge der Hals aus Ahorn oder Mahagoni bestehen."
Die Signifikanz wird nicht erläutert, Klang offenbar ausschließlich auf Sustain reduziert und es gibt viel zu viel undefinierte Begriffe.
"Streng genommen müssen
sich natürlich schon Rückwirkungen nachweisen lassen, und
die findet man auch bei hochauflösenden Analysen der Steg-
Impedanz, doch ist deren Einfluss so gering, dass sie beim
artgerechten Spiel zu vernachlässigen sind."
Was heißt so gering? Wie ist das geprüft worden, was wurde gespielt? Wie wurde festgestellt, dass sie zu vernachlässigen sind? Was ist artgerechtes Spiel (auch in dem Video geht es immer nur um Sustain)?