Gitarren-Sound - Modelling am PC

jaspy
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Hallo ;)
ich hoffe darauf, dass ihr mir einen Tipp geben könnt, wie ich meinen Wunsch-Gitarren Sound am PC realisieren kann.
Es ist jetzt der Punkt gekommen, wo ich echt nicht mehr weiter Weiß, was ich noch ausprobieren kann.

Mein gewünschter Gitarrensound , geht in diese Richtung:

Mein Equipment:
Windows PC

Audiointerfaces:
Focusrite Scarlett 2i2 3rd Gen / Line6 POD Studio UX2 (alt, wird nicht mehr benutzt)

Aktive Nahfeldmonitore ESI nEar08 Classic / Yamaha HS7 (probiert aber nicht wirklich besser.)

DAW: Cubase Elements

Virtuelle Instrumente:
Guitar Rig 6 (ausprobiert, wieder verkauft)

neuraldsp probiere gerade alle Testversionen aus (Nolly ....)

Gitarren:
Ibanez GRG170DX
Ibanez GRG140-WH
ESP LTD EC-1000

Gitarrenkabel:
Sommer Cable Spirit LLX Instrument II

Dann habe ich noch ein mooer g200 zum üben im Wohnzimmer, als Box eine Roland Monitor Box.

Gitarren Skill: Anfänger (Eigentlich Drummer ;))

Die Ergebnisse sind entweder zu High Gain lastig (Böser Metal) oder zu wenig.
Es klingt nicht wirklich sauber. Über die DSP Plugins probiere ich gerade wieder rum, eq usw. stell ich dort ein, im Cubase habe ich keine Effekte oder ähnliches laufen.

Bei diversen Youtube Videos klingt das alles irgendwie besser.
Erst dachte ich es liegt am Interface, dann dachte ich, vielleicht sind es die Boxen, dann habe ich über die Gitarre nachgedacht.

Oder kann man über PC Recordings nichts anderes erwarten?

Vielleicht, habt ihr da einen Tipp für mich, wie ich den Sound in etwa hinbekommen?!

Tausend Dank
 
Eigenschaft
 
Gitarrenkabel:
Sommer Cable Spirit LLX Instrument II

Ja, ich denke es wird definitiv daran liegen.

Aber ich kann Dir sagen wie es geht: Neues, viel, viel besseres Kabel und dann noch den dritten Knopf von links ein bisschen weiter nach rechts drehen.

















Erst dachte ich es liegt am Interface, dann dachte ich, vielleicht sind es die Boxen, dann habe ich über die Gitarre nachgedacht.

Naja, es wird vorallem an Dir liegen. Klar, das Gear ist ein bestimmender Faktor. Aber so Nebensächlichkeiten wie Spielweise und gewählte Einstellungen/Bearbeitungen halt auch.

Wenn's um Diskussionen über Klang geht, dann hilft es in der Regel auch was zu hören. Also nicht nur das Soll, sondern auch das Ist. 🙂
 
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Ja, ich denke es wird definitiv daran liegen.

Aber ich kann Dir sagen wie es geht: Neues, viel, viel besseres Kabel und dann noch den dritten Knopf von links ein bisschen weiter nach rechts drehen.
Ich habe hier noch ein
Klotz Instrumentenkabel Titanium Silent. Das ist ok ?
Du meinst den dritten Knopf von Links der ESP LTD EC-1000 ?
Ich werde morgen etwas geschrammel aufnehmen. Und hochladen!
 
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Moin,
ich bin ähnlich unterwegs, um am PC Gitarrensounds zu finden, die mir gefallen. Auf der E-Gitarre bin ich eher Anfänger, aber gut ausgestattet.
Habe schon ein paar Sachen probiert: Die Simulationen in Cubase, Plugin von Peavey, Amp Simulation auf UAD Interface.
Momentan gefallen mir die PRS Amp Plugins von Waves am besten. Da finde ich für meinen Geschmack schon einiges in den Presets.
 
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Google mal „Gain Staging“ (erster Treffer). Es gibt in der Signalkette diverse Stellen an denen du dein Eingangssignal auf eine ungewollte Art (zu viel Gain oder nicht genug Gain) beeinflussen kannst. Sowohl bei der „realen„ Signalkette, also Einstellungen an Gitarre und Interface, wie auch im Plugin. An irgendeiner Stelle zu viel und es wird übersteuerter Matsch, nicht genug und der virtuelle Amp kommt nie in den Bereich den du eigentlich haben willst. An einer Stelle zu wenig und das dann woanders kompensiert verhunzt leider auch oft alles.
 
Klotz Instrumentenkabel Titanium Silent. Das ist ok ?
Du meinst den dritten Knopf von Links der ESP LTD EC-1000 ?
Unser Signalschwarz treibt gerne Schabernack.

Eine Kostprobe wäre hier hilfreich. Ansonsten kann man sich da sehr lange damit beschäftigen, da der Sound auf der Aufnahme ja erst durch das (saubere) Zusammenspiel von 2x Gitarre, Bass und Schlagzeug entsteht ist es nicht so leicht den richtigen Sound zu finden falls man z.B. nur eine Gitarre aufgenommen hat.

Ich finde die ML Sound Lab Plugins gut. Da sind meistens auch schon die Presets gut brauchbar wenn man Gain etwas zurückschraubt. Falls du noch nichts gekauft hast würde ich die mal noch ausprobieren. Mit den Neural DSP Plugins bin ich nicht glücklich geworden.
 
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Hallo!
Beschreib doch mal etwas präziser, wie Du was machst - ich meine: welchen Eingang am IF nutzt Du, wie geht es denn weiter, mal einen Screenshot des PlugIns usw.
Und ja, gerade in dem Video oben ist der Bass sehr fett und die Gitten würden alleine total lame klingen.
 
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Für die Herstellung von Gitarrensounds gibt es zwar ein paar (Grund-)Rezepte, aber die sind nicht so simpel wie Kochrezepte.
In beiden Fällen hängt es zudem letztlich auch vom Talent und Können des kochenden bzw. gitarrespielenden Menschen ab, was dabei herauskommt.

Ich schätze mal, Kabel, Interface, DAW-Software sind ziemlich egal.
Ankommen tut es auf die Gitarre (inkl. Saiten, Tunings, Picks),
Amp plus Boxen plus Mikros und deren Platzierung (bzw. Simulationen all dessen),
sinnstiftendes EQing, Komprimierenen,
sinnstiftende Effekte
sowie Doppeln (Zwei-, drei, -vier-, fünffaches Einspielen eines Parts)
und Layering (Kombination von verschiedenen Gitarrenspuren zu einer).

Auf den/die Gitarrist*in kommt es ebenfalls an (siehe oben).

Unter dem Suchbegriff "recording and mixing electric guitar" findest Du auf Youtube Stunden an Filmen.
Schau mal rein, da werden die Basics erklärt, also nicht spezifisch der Sound aus Deinem Video.
Aber damit kommst Du der Sache auf die Spur.

Viel Spaß beim Herumtüfteln und sie nicht zu enttäuscht, wenn Du niemals den gewünschten Sound hinkriegst.
Vielleicht entdeckst Du statt dessen ja Deinen Sound.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Du willst aber nicht die gedoppelt und dreifach eingespielte Gitarrenspuren auf einmal aufnehmen, oder?
Ich fürchte, das ist u.a. der Wunsch.
 
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Ich gebe zu bedenken, daß der Gitarrensound in dem Video mit Sicherheit nicht nur eine Spur einer Gitarre in einem Amp ist. Diese Mischung aus Klarheit, Druck+ Schmutz ist das Ergebnis von eingem an Arbeit und Aufwand. Mir ist nach über 35 Jahren Mikrofone irgendwo davorhalten keine Möglichkeit bekannt, da mit weniger Aufwand zu selben Ziel zu kommen. Speziell wenn man Tracks dieser Musikrichtung aus den späten 90er mit denen der letzten 15 Jahren vergleicht, fällt auf um wie viel produzierter heute die Spuren klingen.
Da hat jaspy nicht die geringste Chance, da mit einer Gitarre genausoweit zu kommen. Aber wenn jaspy am Ball bleibt und herumprobiert, was er machen kann dann wird er - so wie alle anderen Leute mit ner Gitarre vorm Bauch - nach einer Weile entdecken, welche Instrumente/Amps/etc. ihm den Sound bringen, den er gut findet. Ist leider Arbeit. Da muß man halt durch.
 
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Die Ergebnisse sind entweder zu High Gain lastig (Böser Metal) oder zu wenig.
Es klingt nicht wirklich sauber. Über die DSP Plugins probiere ich gerade wieder rum, eq usw. stell ich dort ein, im Cubase habe ich keine Effekte oder ähnliches laufen.

Grundsätzlich ist es schwierig, das von Dir aufgeführte Equipment mit dem zu vergleichen, was die besagte Band im Studio zur Verfügung hatte. Da ist es auch egal, ob die ihre Amps aufwändig abmikrofonieren oder auch "nur" über Plugins/Kemper/Helix/AxeFX o.ä. gehen.

Dann ist aus der Ferne auch nicht zu beurteilen, ob irgendwelche technischen Probleme oder Fehleinstellungen dazu führen, dass es nicht klingt, wie es soll.

Ich würde mich, angelehnt an Deine Aussage "entweder zu High Gain lastig (Böser Metal) oder zu wenig. Es klingt nicht wirklich sauber." aber mal von einer anderen Seite nähern: Was hört man denn auf der Aufnahme überhaupt? Die Jungs haben Marshalls auf der Bühne stehen und obwohl dass wenig darüber aussagt, was sie im Studio verwendet haben, passt das zu meinem Höreindruck: Ich höre da einen ziemlich klassischen Rock-Sound mit nicht zu viel Gain und jeder Menge Mitten - diese Kombi sorgt dafür, dass es sich im Mix durchsetzt. Die Gitarren lassen "untenrum" auch viel Platz für den Kollegen am Bass. So soll es sein ("Das ist der Weg.").

Dein "Es klingt nicht wirklich sauber" könnte ein Hinweis sein, dass Du mit zuviel Gain und zu wenig Mitten auf "Soundfindung" gegangen bist?

Also bitte bei der Auswahl des Gitarrensounds/Amp-Modells darauf achten: Bitte kein "Djent", keinen "modernen" Metal-Sound sondern eher etwas "Klassisches". Deine Softaware oder das Mooer haben bestimmt irgendwelche Hot-Rod-Marshall-Modelle an Board, ein 5150/6505-Ableger (mit wenig! Gain und ordentlich Mitten und Treble, nicht zu viel Bass!) sollte auch in die richtige Richtung gehen.
 
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Noch zwei Gedanken:
1. Im verlinkten Video wird eine Studioaufnahme mit Livebildern illustriert.
Es mag Manche verwirren, denn das, was mensch dort sieht, ist nicht zwangsläufig das, was mensch hört.

2. Bei der Studioaufnahme eines Songs höre ich ja die genaze Band, eben gut gemixt.
Was ich nicht höre bzw. nur durch sehr viel Übung und Erfahrung analytisch heraushören kann, sind die Gitarren oder gar eine Gitarre allein.

Die Frequenzen der verschiedenen Instrumente addieren sich ggf. auf, die Instrumentensounds verändern sich aber gegenseitig.
Und die Instrumententracks werden ja auch noch verändert, um zusammen besser klingen zu können.
Gute Mixes zeichnen sich ja u.a. dadurch aus, das bestimmte Frequenzbereiche für einzelne Instrumente frei gehalten oder reserviert werden.
Beispielsweise per Hi-pass von Gitarrensignalen, der störende Bassanteile herausfiltert und dem Bass Platz macht.
 
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Noch ein Aspekt:
Bei verzerrten Gitarren spielt das Dämpfen der Saiten eine wichtige Rolle. Auch das kann dafür sorgen, dass dein Gitarrensound "nicht wirklich sauber klingt".
Im Grunde kann generell unsauberes Spielen bewirken, dass dein Gitarrensound unsauber klingt.

Wenn Du schreibst, dass sich deine Gitarrenskills auf Anfängerniveau bewegen, dann würde ich dies mit in die Überlegungen einbeziehen.
Ich betone das deshalb, weil ich als drummer und Gitarrenquereinsteiger selbst eine Weile gebraucht habe, um das zu checken bzw. in den Griff zu bekommen.

Mir fallen zwei Wege ein, das mal zu checken:
1) Du spielst die Gitarre mal unverzerrt ein. Wenn sie dann schon unsauber klingt, wird Verzerrung und Highgain dafür sorgen, dass sich das potenziert. Dann musst du auf jeden Fall am sauberen Spielen arbeiten.
2) Du fragst mal einen Gitarristen mit guten skills, Dir die Gitarre einzuspielen. Zum einen kann der Dir - falls es daran liegt - Tipps zum sauberen Spielen und Dämpfen der Saiten geben, und zwar direkt und praktisch. Zum anderen hat der wahrscheinlich ein gutes Händchen dafür, Dir mal die Gitarre und die Effektkette so einzustellen, wie Du es brauchst, um den sound zu bekommen, den Du haben willst.

Das kann die ganze Fehlersuche, die hier per Ferndiagnose angegangen werden soll, erheblich verkürzen und dich schnell auf einen guten Weg bringen.

Und von Quereinsteiger zu Quereinsteiger noch ein Hinweis (wurde schon mehrfach genannt, kann aber nicht oft genug gesagt werden): Eine Gitarre einzeln gehört klingt bei gleichen Einstellungen völlig anders als eine Gitarre im Bandkontext. Subjektiv klingt eine einzelne Gitarre gut mit viel Zerre, ordentlich Hall und satten Bässen. Im Bandkontext klingt genau das nicht gut, sondern ist "too much" und setzt sich nicht durch.
Das ist beim Schlagzeugsound anders, bis auf den Hall. Wenn nur das Schlagzeug spielt, macht Hall den sound fetter und es hört sich bombastig an. Nimmst Du den gleichen fetten Hall für den bandkontext, wird das Schlagzeug an Druck verlieren und sich schwammig anhören: too much.
Und bei Verzerrung wie bei der Gitarre ist das noch viel extremer.

Herzliche Grüße und viel Erfolg!

x-Riff
 
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Vielen Dank an euch :love:ich werde jetzt, die einzelnen Vorschläge abarbeiten.
Und mich nach den ersten schritten melden, wie ein erstes Ergebnis aussieht. Jetzt macht es wenig sinn, weil es einfach zu schlecht ist :)
Dank eurer Tipps, habe ich nun eine Richtung die ich einschlagen werde.
 

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