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Hallo Forenkollegen. Hier ein paar Ausschnitte aus Gitarren-Overdubs der letzten 1–2 Jahre.
Alles improvisiert, 1st Take.
Overdub Inner Vision
Overdub Maybe Tomorrow
Overdub Final Destination
Gitarre: Les Paul
FX bei allen Aufnahmen: Lexicon PCM 81. Parallel (100 % wet) beigemischt.
Wie hat Euch der Sound gefallen?
Könnt ihr heraushören, was davon über Amp und was über VSTi aufgenommen wurde?
Dankeschön.
Grund: Soundfiles eingebunden
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
RayBeeger
Registrierter Benutzer
28.10.26
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#2
Hallo @tubevoltage
Ich habe es mal durchgehört, hier meine Anmerkungen:
1
107 bpm - Guter Sound, passende Tonalität - es fehlt mir etwas die Hook, die durch den Backing Track führt, sich wiederholt...
2
62 bpm - Guter Sound, passende Tonalität - bessere Melodieführung, im "Intro" verdeckt es etwas die Vocals, die "Call-and Response" wirkt etwas hektisch und würde mir mit nur einer Gitarre und nicht ganz so überlappend besser gefallen - man könnte das mit R/L Panning lösen.
3
70 bpm - Guter Sound, passende Tonalität - solo-artig, zu viele Noten im ersten Teil, das atmet nicht, wird besser im Mittelteil, im 3.Teil (Akkorde) passen sie nicht gut zum Backing Track (zu verzerrt), würde eher "soulig", "cleaner" spielen, insgesamt etwas zu dominantes Gitarrenspiel.
Schon sehr gute Gitarrenarbeit, hohes Niveau!
Konfuzius sagt:"Du sollst auch als Gitarrist dem Song dienen und nicht Deinem Ego!"
Viele Grüße
Ray
trommla
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28.10.26
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#3
Als Nicht-Gitarrist finde ich das richtig klasse gespielt. Manchmal ist es vielleicht auch gut, nicht so extrem streng sein zu können
Aber weshalb denkt ihr Gitarristen immer, ein Mix ist nur gut, wenn man noch jedes Nebengeräusch hört, dass die Gitarre beim Spielen macht? Gerade gegenüber den Bläsern in Track 1 und 3 ist die Gitarre fürmeinen Geschmack zu laut.
Ich bin nicht streng, möchte es als wohlwollend und ehrlich verstanden wissen...
Die Nebengeräusche werden im "echten" Mix, je nach Situation und Absicht, entfernt oder entschärft.
tubevoltage
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28.10.26
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376
Ersteller
#5
Danke Euch beiden
Ich habe die Intention von RayBeeger verstanden und bedanke mich für seine wohlwollenden wie auch wertvollen Hinweise.
Zu der Zeit habe ich in der Tat mehr zum Spaß gespielt und aus einer gewissen Bequemlichkeit heraus, nicht auch noch die DAW starten zu müssen, nur die Stereo-Summe mit WaveLab aufgenommen. Inzwischen habe ich mir natürlich auch wieder nun ein Cubase-Template gebaut, das auf das neue Recording Setup abgestimmt ist.
Damit habe ich dann alle Nachbearbeitungsmöglichkeiten habe, die man mal gebrauchen kann.
Ich freue mich, dass es Euch beiden prinzipiell gefallen hat, weil ich Gitarre nur so nebenbei spiele. Früher mal in einer Band, dann lange Zeit nichts, dann 5 Jahre Recording mit einem Freund, aber nun schon wieder viele Jahre nur alleine für mich.
Was Nebengeräusche anbelangt: Ja, ich sitze direkt neben dem Rechner und konnte mich nicht anders hinsetzen, weil ich beim Spielen auf die Ausgabe von DIGICheck NG schaute.
Normalerweise würde ich etwas Abstand halten und auf den Winkel der Gitarre achten, damit sie keine Nebengeräusche vom Rechner über die PUs einfängt. Da war mir der Fun-Faktor wichtiger (im Nachhinein ärgert es mich, aber nur ein bisschen
So, so … Man kann nicht zwischen richtigem und virtuellem Amp unterscheiden, das ist ja skandalös
Was wäre denn Deine oder Eure Vermutung? Ich warte noch ein wenig ab, ob sich noch andere an dem Thread beteiligen, und löse dann auf.
Von wegen Amp vs virtuellem Amp: so hört sich übrigens eine Byrdland mit nicht zu sehr aufgedrehtem Gain über die Marshalls an. Das war 2 Wochen, bevor die Vorstufenröhre ihren Geist aufgab. Schade, sie gefiel mir.
Das war Loop-Durchgang ~3–5, nachdem ich schon mal 2 zum Warmlaufen hatte. Hier hört man bei 0:21 - 0:28 die Anschlagsdynamik, die dann mehr und mehr Zerre liefert. URL zum FLAC file Costas Idea - MedGain - PCM81
Der Backingtrack ist von einem Freund aus dem Internet. Der hat mich etwas ins Schwitzen gebracht, weil ich nicht so recht wusste, was ich spielen sollte, weil "Latin/Bossa Nova" Style nicht so mein Genre ist. Wollte erst einmal schauen, was mir intuitiv dazu einfällt. Und obwohl meine Les Paul überlicherweise mein Arbeitspferdchen ist, wollte ich es auch mal mit einer vom prinzip her "jazzigen" Gitarre probieren, Ted Nugent war das damals ja auch egal
Beitrag automatisch zusammengefügt:
Da fällt mir noch was ein zum Thema "verdammt, warum habe ich mein DSL 50 topteil verkauft"
Das ist eine schöne Aufnahme. In 2h abends schnell fertiggemacht und zusammengeschnitten.
Als Hochzeitsgeschenk für eine Kollegin.
Die Nebengeräusche waren ja gar nicht der Punkt. Die entstehen nun mal gelegentlich beim Spielen. Wenn die Gitarre leiser wäre, würden die natürlich auch weniger auffallen
Die Nebengeräusche waren ja gar nicht der Punkt. Die entstehen nun mal gelegentlich beim Spielen. Wenn die Gitarre leiser wäre, würden die natürlich auch weniger auffallen
Da frage ich mich langsam, welche Nebengeräusche überhaupt gemeint sind, nicht dass wir uns missverstehen.
Ich dachte, es bezöge sich auf das Brummen, das ich über die PUs von danebenstehenden PCs einfange.
Leider bekommt man es selbst mit Spectralayers nicht so gut raus, wie ich erhofft hatte.
Du verlierst damit einfach zu viel vom Nutzsignal.
Muss das irgendwann noch einmal mit dem Fabfilter Pro Q3 und schmalbandigem EQing auf den typischen Brummfrequenzen versuchen, ich meine, das hätte ich damit schon mal besser (non-destruktiver) aus anderem Material herausfiltern können.
P.S.: Und danke für die Blumen, das hat mich sehr gefreut, dass Euch mein Gitarrenspiel gefallen hat.
trommla
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#8
Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Mein ursprünglicher Kommentar sollte nur meine Erfahrung verdeutlichen, dass Gitarristen ihre Gitarre immer zu leise ist. Mein Bruder, selbst studierter Gitarrist, meinte mal, er möchte jede Nuance hören. Die Geräusche, die ich meinte, sind keine technischen Störsignale wie rauschen oder brummen, sondern das Rutschen der Finger über die Saiten.
Vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Mein ursprünglicher Kommentar sollte nur meine Erfahrung verdeutlichen, dass Gitarristen ihre Gitarre immer zu leise ist. Mein Bruder, selbst studierter Gitarrist, meinte mal, er möchte jede Nuance hören. Die Geräusche, die ich meinte, sind keine technischen Störsignale wie rauschen oder brummen, sondern das Rutschen der Finger über die Saiten.
Ach, das meinst Du. Ja, bei vielen solcher Aufnahmen wollte ich mich hören. Das ist auch praktisch, wenn ich den Sound mit befreundeten Gitarristen bespreche. Manche solcher Effekte, rutschen der Finger über die Saiten sind auch ein Stilmittel und beabsichtigt
Beispiele:
"Inner vision" bei 00:37, 00:21
"Final Destination" bei 00:10 oder auch
das Abdämpfen der Saiten bei 00:36, was auch gerne zu pumpen führt wie bei 00:50, 00:54: 01:02
An anderen Stellen, wie z.B. bei dem Growl beim Ziehen von 2 Saiten gleichzeitig bei 00:15, dämpfe ich bewusst kurz ab,
damit die einzeln angeschlagenen Noten dahinter sauberer kommen und sich das nicht vermatscht. E-Gitarre* ist halt in der Ausdrucksweise sehr unterschiedlich, manchmal möchte man bewusst, dass es etwas cooler, lässiger, dreckiger klingt.
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G
Gast315604
Guest
#10
Gegenfrage: Welcher Sound ist nicht von Effekten verdeckt? Siehe (ab ca. 1:50 und ca. 8:00):
ich tippe "Inner Vision" ist vom Amp, die beiden anderen VSti (mein Tip beruht aber auch ein bisserl auf dem typischen Ampbrummen, bei Aufnahme 1 )
Ansonsten finde ich soundmäßig keine Unterschiede, bis auf, dass VSTi etwas "glatter" klingt. Falls mein Tip denn richtig ist, die anderen Beiträge habe ich bis auf die Zitate gar nicht gelesen.
Cheers
das, finde ich, ist eine ziemlich blöde Frage. Wie soll man denn sowas hören?
Du hast einen schönen sound und auch sehr gut gespielt, hast aber bei den Sachen nicht so viel auf Musikalität geachtet.
Manchmal passt die Gitarre nicht so recht zum backing track, mMn..
Ich persönlich finde das Thema Amp oder Modeller für die Zuhörenden recht uninteressant. Ich gehe davon aus, dass jeder Musiker so nahe an den Sound rankommen möchte, den er eben anpeilt - welche Mittel er oder sie dafür benutzt, interessiert höchstens andere Musiker, und von denen auch nur ein Teil.
Außerdem geht jeder Hörer sowieso davon aus, dass im Studio an dem Sound rumgetüftelt wurde - was in der Regel ja auch der Fall ist ...
Auf jeden Fall finde ich, dass die Frage eher von der Musik weglenkt ... just my two cents,
In letzter Zeit höre ich z.B. im Radio immer wieder Stücke, bei denen ganz unvermittelt eine Sologitarre auftaucht,
sozusagen "old school", die zwar gut gespielt ist, aber überhaupt nicht zu dem Stück passt. Als Gitarrist muß man sich da,
gerade heute, anpassen. Manchmal kommt mir das vor, als sei das von einer "KI" generiert, der man sagt, mach was im Stil von dem oder dem Gitarristen. Ist dann perfekt, aber eben äusserst unmusikalisch. Ist dann doch nicht so einfach, die Stile zusammenzuwürfeln.
Santana past auch nicht immer, wo er zu hören ist.
Ich persönlich finde das Thema Amp oder Modeller für die Zuhörenden recht uninteressant. Ich gehe davon aus, dass jeder Musiker so nahe an den Sound rankommen möchte, den er eben anpeilt - welche Mittel er oder sie dafür benutzt, interessiert höchstens andere Musiker, und von denen auch nur ein Teil.
Darum geht es nicht. Ich möchte wissen, ob andere Musiker den Amp Sound gut finden und ob man einen Modeller im Vergleich zu einem richtigen Marshall* erkennt oder nicht.
Wenn nicht, umso besser. Aber ich möchte gerne die Meinung anderer Musiker hören, die den Sound nicht kennen
und ohne persönlichen "Bias" an die Sache rangehen.
Ich habe lange Zeit unter erschwerten "Bed Room Level" Bedingungen erst mit einem, dann mit 2 Marshall* combos
bei mir im Wohnzimmer via Mics aufgenommen.
Ich bin froh, dass es nun auch ohne Amps geht. Aber es interessiert mich, wie _andere_ Musiker/Gitarristen den Sound finden. Ich hoffe, das klärt die Sache.
Danke für Deine Einwände, aber die gehen über das hinaus, was ich hier wissen möchte.
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Vester
E-Gitarren
28.10.26
18.08.10
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Ostsee
#17
Toll gespielt, finde ich.
Wenn es um (gespielte) Nebengeräusche geht; im ersten Beispiel vielleicht das Quietschen bei 0:37, eine Kleinigkeit bei 1:13..... aber alles gut.
Du wolltest ja wissen, was ein wenig auffällt
Vielleicht wäre da auch ein wenig mehr Fingervibrato angebracht; zumal das ja ziemlich langsam ist. So wie im dritten Stück, da ist es ja sehr schön.
Mit diesem Hintergrund ist mir Dein Anliegen deutlicher und verständlicher geworden, @tubevoltage
Soundmäßig sind mir keine relevanten Unterschiede aufgefallen - allerdings höre ich das über eine recht überschaubar große Aktiv-Box über den PC ab: nicht gerade eine Referenz, was die Abhöre angeht. Funktioniert aber insoweit als dass das durchaus auch hätte aus dem Radio kommen können. Insofern ist das Ziel erreicht: mit Mikrophone abgenommene Marshall* Combos müssen nicht sein, um entspannt zu jammen und die takes dann mit guter Qualität aufnehmen zu können. Paßt doch.
x-Riff
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Lou Ashford
Registrierter Benutzer
11.10.26
18.07.26
52
79
#19
Hi tubevoltage,
habe mir deine 3 Beispiele angehört. Deine Frage zielt darauf ab, ob man VST oder AMP unterscheiden kann in den Beispielen. Klingt alles super, finde ich, und ehrlich gesagt könnte ich im Moment nicht unterscheiden ob VST oder AMP. Liegt aber auch daran, dass ich nicht wirklich weiß, wie so ein AMP wirklich klingt .
Ich habe insgesamt einen etwas anderen Ansatz, der sich eben so mit der Zeit entwickelt hat. Mir ist aufgefallen, dass du Cubase nutzt. Ist das nicht seht kompliziert? Jeder hat seine gewachsene Struktur. Ich mache alles in Mixcraft (Standardversion, sehr einfach zu bedienen), da ich meine Sounds mittlerweile bereits perfekt im AM4 modelieren kann.
Wenn du einen modernen Amp-Modeler (z.B. AM4) nutzt, übernimmt dieser bereits die schwierigste Arbeit: den perfekten Gitarrensound zu erzeugen (Verstärker, Boxensimulation und Effekte). Das Signal kommt fix und fertig in deiner DAW an. Die DAW ist nur noch zum Schneiden und zum Spuraufteilen usw. da. Der Sound entsteht zu 99% im AM4.
Das hat mir die Arbeit jedenfalls unheimlich erleichtert und muss nicht mehr stundenlang Plugins testen um einen für meine Ohren (und nur darauf kommt es an) einigemaßen guten Sound zu erstellen. Habe erst vor kurzem umgestellt. Vorher hatte ich eine Boss ME-80. Ohje, da war die Daw mit ihren VST’s unverzichtbar. Aber den Sound habe ich trotzdem nie so richtig getroffen den ich wollte, trotz aller möglichen Plugins. Ich war auch schon dabei mir evtl. eine „bessere“ DAW mit mehr möglichkeiten der Modulation anzuschaffen. Dann bin ich über den AM4 durch Zufall gestolpert und habe es riskiert. Und ich würde es immer wieder so machen. Und die Frage, ob mein Sound sich nach einem VST oder einem Amp anhört ist damit ein für alle Mal erledigt, finde ich jedenfalls... auch wenn richtige Puristen das so sicher nicht hinnehmen wollen . Ich finde beide Welten sollten nebeneinander existieren, denn beide Welten haben ihre Berechtigung, je nach Situation.
Mach weiter so. Der 1.Sound hat mich an den Sound von Carlos Santana erinnern. Toll finde ich die etwas jazzige Musikauswahl. Ein sehr schönes Genre.
Soundmäßig sind mir keine relevanten Unterschiede aufgefallen - allerdings höre ich das über eine recht überschaubar große Aktiv-Box über den PC ab: nicht gerade eine Referenz, was die Abhöre angeht. Funktioniert aber insoweit als dass das durchaus auch hätte aus dem Radio kommen können.
Ja eben, so ähnlich dachte ich auch: Jegliche Musik, die letztlich konsumiert wird, wird überwiegend auf schlechteren Abhörgeräten gehört als in einem Studio.
Insofern ist das Ziel erreicht: mit Mikrophone abgenommene Marshall Combos müssen nicht sein, um entspannt zu jammen und die takes dann mit guter Qualität aufnehmen zu können. Paßt doch.