Gitarren Sound, Phrasierungen

  • Ersteller Ersteller tubevoltage
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  • #21
Ich möchte wissen, ob andere Musiker den Amp Sound gut finden
Okay, das ist was anderes. Mein ganz subjektives Klangempfinden, also nur, wie es auf mich wirkt. Ist natürlich klar, dass das keinerlei Objektivität hat. Es ist nicht meine Absicht hier etwas schlecht zu machen!

Inner Vision: Passt zum Backingtrack, ist mir aber etwas zu vordergründig. Insgesamt der, wie ich finde, typische aktuelle Sound: tolle Farben und Kontraste auf einer riesengroßen Leinwand, aber zweidimensional. Die vorne-hinten Dimension ist unterrepräsentiert oder fehlt. Kein Bandfeeling, zieht mich emotional nicht. Vergleich: "Metal Fatigue" von Allan Holdsworth, ab ca. 2:20.

Maybe Tomorrow: Bei der linken, etwas vordergründigen Solo-Gitarre das Gleiche. Die rechte, etwas hintergründigere Solo-Gitarre hat was, die ist irgendwie weniger "itchy", kommt bei mir irgendwie entspannter und mehr im Herz als im Kopf an.

Final Destination: Auch das Gleiche wie bei Inner Vision. Vergleich: "Euthanasia Waltz" von Brand X, ab ca. 2:30. Okay, der Vergleich hinkt etwas, weil das wirklich Live war. Aber es zeigt, dass man zu so ähnlicher Musik auch mit weniger Biss und ganz anderem Feeling brillieren kann.

Das wie gesagt nur mein subjektives Empfinden. Nimm's mir bitte nicht übel. Ist letztlich nur eine Geschmackssache.
 

  • Ersteller
  • #22
Hi tubevoltage,

habe mir deine 3 Beispiele angehört. Deine Frage zielt darauf ab, ob man VST oder AMP unterscheiden kann in den Beispielen. Klingt alles super, finde ich, und ehrlich gesagt könnte ich im Moment nicht unterscheiden ob VST oder AMP. Liegt aber auch daran, dass ich nicht wirklich weiß, wie so ein AMP wirklich klingt 😊.

Nicht schlimm, mir reicht es vollkommen, wenn Dir der Sound gefällt, was will man mehr? :-)

Früher hörte es sich übrigens mal so an, als ein Freund und ich noch mit viel Trickserei gearbeitet haben,
einen Amp an eine analoge Vintage-Mische anzuschließen, mit einem kleinen Yamaha*-Stage-Piano für MIDI-Bass, Keyboard und Drums als Begleitband.





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Ich habe insgesamt einen etwas anderen Ansatz, der sich eben so mit der Zeit entwickelt hat. Mir ist aufgefallen, dass du Cubase nutzt. Ist das nicht seht kompliziert? Jeder hat seine gewachsene Struktur. Ich mache alles in Mixcraft (Standardversion, sehr einfach zu bedienen), da ich meine Sounds mittlerweile bereits perfekt im AM4 modelieren kann.

Anfänglich hatte ich kleinere DAWs ausprobiert, weil alles für mich neu war und ich nicht gleich so viel Geld in das Hobby versenken wollte. Meine ersten beiden Paulas, erst eine Standard und dann bereits eine aus der Historic Collection, hatten schon eine Menge Geld verschlungen.

Ich bin dann aber doch auf Cubase umgestiegen, weil mein damaliger Freund, der in der Nähe wohnte und mit dem ich jedes Wochenende Aufnahmesessions hatte, sich damit gut auskannte. Wir brauchten auch Cubase, weil es die DAW mit der umfangreichsten Bearbeitung von MIDI‑Files war. Wenn Du erst einmal in dem Workflow drin bist, dann nutzt Du einfach die Dinge, die Du brauchst, und blendest den Rest einfach aus.

Ich bin kürzlich sogar auf Nuendo umgestiegen, als es wegen eines Jubiläums zu einem guten Preis erhältlich war.
Da gabs dann auch SpectraLayers zu einem guten Kurs, womit man fertige Stücke in Drums, Bass, Gitarre, Drums etc zerlegen kann, um sich aus Original-Songs sehr gute Backingtracks bauen zu können. Kann Cubase inzwischen auch, aber SpectraLayers unterstützt da noch ein paar Instrumententypen mehr.
An der Stelle lohnt es sich auch, eine Gamer Karte im PC zu haben, eine RTX 4070 halbiert die Zeit für einige Rechenvorgänge.

Wenn du einen modernen Amp-Modeler (z.B. AM4) nutzt, übernimmt dieser bereits die schwierigste Arbeit: den perfekten Gitarrensound zu erzeugen (Verstärker, Boxensimulation und Effekte). Das Signal kommt fix und fertig in deiner DAW an. Die DAW ist nur noch zum Schneiden und zum Spuraufteilen usw. da. Der Sound entsteht zu 99% im AM4.

Nun kommt der nächste Punkt, den ich herausfinden wollte. Ob ich vielleicht in einen teureren Amp-Modeller investieren sollte. Ich hatte schon mal die Rackversion vom Kemper hier und musste feststellen, dass man sich in den ganzen Presets auch ganz schön verzetteln kann. Das gefiel mir nicht besonders. Und für jede Nuance an Einstellungen ein Preset mehr. Das hat mich ganz schön abgetörnt. Und der anfängliche Sound gefiel mir nicht.

Ich verwende momentan keinen Modeller, sondern ein VSTi, das mich in einer Aktion gerade mal 99 € gekostet hat.
SGear3 kann ich sowohl standalone als auch als VSTi in der DAW nutzen.
Nachdem ihr mein leicht modifiziertes Marshall*-Plexi-Preset alle für gut befunden habt, werde ich noch eine Weile darauf ausharren, anstatt noch einmal rund 1500–4000 € für einen Modeler auszugeben (egal ob Neural DSP oder Fractal Audio).

Der Sound wird zusätzlich noch durch das Lexicon PCM 81 veredelt, das ich, wenn ich will, noch mit einem Roland FC-300 modifizieren kann.

Das hat mir die Arbeit jedenfalls unheimlich erleichtert und muss nicht mehr stundenlang Plugins testen um einen für meine Ohren (und nur darauf kommt es an) einigemaßen guten Sound zu erstellen.

Es ist immer gut, wenn man zufrieden ist. Ich wollte einen immer besseren, authentischen Sound, und als ich 2002 damit begann, mir mein eigenes Recording Setup zusammenzustellen, war die Technik noch nicht so weit, und alle Geräte, die Amps emulierten, hörten sich für meine Ohren nicht so dolle an.

Habe erst vor kurzem umgestellt. Vorher hatte ich eine Boss ME-80. Ohje, da war die Daw mit ihren VST’s unverzichtbar. Aber den Sound habe ich trotzdem nie so richtig getroffen den ich wollte, trotz aller möglichen Plugins.

Ich hatte vor vielen Jahren einen Live Musiker im Urlaub gesehen, der hatte eine Kombination aus noch älterem Boss Multieffekt und einem Röhren Preamp. Das hatte deutlich besser miteinander harmoniert. Und von dort aus in die Mische zusammen mit Gesang.

Ich war auch schon dabei mir evtl. eine „bessere“ DAW mit mehr möglichkeiten der Modulation anzuschaffen. Dann bin ich über den AM4 durch Zufall gestolpert und habe es riskiert. Und ich würde es immer wieder so machen. Und die Frage, ob mein Sound sich nach einem VST oder einem Amp anhört ist damit ein für alle Mal erledigt, finde ich jedenfalls... auch wenn richtige Puristen das so sicher nicht hinnehmen wollen :-). Ich finde beide Welten sollten nebeneinander existieren, denn beide Welten haben ihre Berechtigung, je nach Situation.

Ich würde es einfach mal so sagen. Wir leben heutzutage in einem Schlaraffenland der Möglichkeiten und viele von uns haben kein richtiges Studio. Es ist schon erstaunlich, welche Qualität man auch zu Hause hinbekommen kann.
Irgendwelche Kompromisse muss man meistens immer eingehen. Umso besser, wenn das gewählte Setup einen (für den Moment) zufriedenstellt.

Mach weiter so. Der 1.Sound hat mich an den Sound von Carlos Santana erinnern. Toll finde ich die etwas jazzige Musikauswahl. Ein sehr schönes Genre.
Ich bin offen für Rock, Funk, Jazz im Stile von Lee Ritenour, Diana Krall, Steely Dan, Donald Fagen, Michael Franks, Brecker Brothers, Al Di Meola, Miles Davis, Betty Davis, Jeff Golub, John Scofield, Allan Holdsworth, Brand-X, Charlie Mariano, Hiram Bullok, Mezzoforte, Return to Forever, Rolf Kühn...
Jazz fordert mich auf nette Art und Weise heraus, anders spielen zu lernen.
 
  • Ersteller
  • #23
Komisch, kann gerade wegen eines Serverfehlers keine Antworten schreiben.
 

  • #24
Hi tubevoltage,

also alles was du sagst kann ich unterschreiben. Es gibt Modeler, da mußt du studiert haben um einen guten Sound irgendwann einmal zu bekommen (habe ich überall im Netz so gelesen bevor ich mir den AM4 zugelegt habe)… Ich hatte noch nie einen digitalen Modeler und ich muss sagen, im AM4 findet man sich sofort zurecht (Nein, ich bekomme keine Provosion 😊). Aber ich bin echt begeistert von dem Teil. Das Ergebnis findest du ja auf meinem Channel. Die Werkspresets sind schon super, aber man kann intuitiv selbst sehr schnell presets bauen. Das Prinzip ist wirklich einfach. Ich achte übrigens auch auf das Budget, deshalb auch immer schon Mixcraft. Nein, das AM4 kostet keine 4000, keine 1500-ich habe rund 900€ hingelegt.

Dass du für soviele Musikstile offen bist (also auch „Crossover“) gefällt mir super. Musik hat soviele Facetten, da wäre es schade, wenn man die einfach so liegen läßt, finde ich. Mit der Art von Jazz habe ich mich bisher noch nicht so recht auseinandergestzt. Das Genre finde ich aber absolut spannend. Auf Youtube findest du den Titel „Walking on Raindrops“. Das war so ein erster zaghafter Versuch mich diesem Thema anzunähern. Die Künstler, die du genannt hast, werde ich mir mal anhören, einige kenn ich bereits, Al Di Meola hab ich mal live gesehen und Miles Davis läuft immer in Jazz-Kneipen. Hätte schon Lust mich in diese Richtung ein wenig zu orientiern.

Du hast absolut Recht: Jazz fordert auf nette Art und Weise heraus, anders spielen zu lernen.

Und es ist ganz wichtig, dass man immer neugierig bleibt. Bleib weiter so neugierig, schau dich überall um und nimm das was zu dir paßt…
und auf die Auflösung bin ich auch gespannt.

LG, Lou
 
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  • Ersteller
  • #25
Danke Lou, kann ich auch nur unterschreiben, was Du sagst.

Falls ich mal wieder ein bisschen Geld zu verbrennen hab, dürfte ich da bzgl. Fractal Audio auf Dich zukommen und die eine oder andere Frage loswerden? Das wäre sehr freundlich.

Das wird aber noch eine Weile dauern, weil ich im Moment nicht spielen kann und gerade eine größere Ausgabe vorhabe.
Also, halte mich in guter Erinnerung ;-)
 
  • #26
Alles klar, jederzeit.
Lou
 
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  • #27
So, nun die Auflösung. Ein herzliches Dankeschön für Eure Kommentare und Anregungen.

Overdub Inner VisionLes Paul, Lexicon PCM 81, RME UFX IIISGear3, Standalone. Plexi Preset mit PCM81 100% Wet dabeigemischt (RME UFX III als parallele Effect Loop für den Amp).
Overdub Maybe TomorrowLes Paul, Lexicon PCM 81, RME UFX+JCM900, 4501 (EL34), mit je 2 Mikrofonen abgenommen: Tube Mic am Rand und SM57 angewinkelt in Richtung Kalotte für mehr Höhen, aber nicht direkt auf die Kalotte gerichtet, damit es nicht zu spitz klingt.
Als Overdrive Marshall Guvnor, um auch bei Bedroom Leveln einen cremigen Lead Sound zu bekommen.
Overdub Final DestinationLes Paul, Lexicon PCM 81, RME UFX IIISGear3, Standalone. Plexi Preset mit PCM81 100% Wet dabeigemischt (RME UFX III als parallele Effect Loop für den Amp).
 
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  • #28
Und hier das inzwischen gewachsene Setup, falls es den einen oder anderen interessieren sollte.

Ich habe die Wahl, entweder über Amps mit Lexicon-Stereo-Effekten einzuspielen oder über S-Gear-3 im Stand-Alone-Mode.
Die Gitarre wird in das Recording-Interface eingestöpselt. Ein Hi-Z-Eingang für Humbuckers, ein anderer mit +2 dB Gain mehr voreingestellt für single coils (Tele mit Texas Specials) oder ggf. einen 2. Gitarristen.
Das Gitarrensignal wird dann entweder an
- Guvnor und Amp-Eingang oder
- S-Gear-3
weitergeroutet.

Dadurch kann ich auch in beiden Fällen das Signal, das von der Gitarre kommt, aufnehmen und zum reampen verwenden. Entweder reamping über die Amps oder über S-Gear-3. Das hat sich bereits als praktisch erwiesen, falls der Amp mit zu viel Gain eingestellt war und das Gitarrensignal zu sehr komprimierte.
Da hat man echt noch eine 2. Chance.

Das UFX III mit seinem flexiblen Routing macht letztlich alles möglich:
– paralleler Effekt-Loop für die Marshalls und auch den virtuellen Amp
– perfekte Monitor-/Kopfhörermixes beim Einspielen
- Zuteilung der externen FX (Lexicon PCM 81 und 91) entweder für Gitarre oder DAW oder PCM 81 für Gitarre und PCM 91 für DAW.

Die einzelnen Routings lassen sich mit TotalMix FX einfach realisieren, wenn man sich mit dem submixbasierten Routing auskennt
und in verschiedenen Snapshots abspeichern, sodass alles sehr schnell und unterbrechungsfrei abrufbar ist.
So habe ich beispielsweise einen TotalMix FX Workspace alleine nur für Aufnahmen über Amp mit dem PCM 81, in dem das PCM 81 für Gitarre in verschiedenen Intensitäten 100 % wet dem Pre-Amp-Signal beigemischt wird. So kann ich dann manuell oder durch das Abrufen von Snapshots die Intensität des Effekts sehr schnell und auch beim Spielen anpassen.

@Lou Ashford: da könnte ich auch problemlos einen AM4 oder was auch immer als Modeler integrieren.

Jedenfalls habe ich so viele Möglichkeiten und kann alles umsetzen, so wie ich mir das vorstelle. Die Geräte sind ohnehin da, also kann man auch versuchen, das Möglichste an Komfort aus ihnen herauszukitzeln. Meine HiFi ist hier auch als Zweitabhöre integriert.


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  • #29
Schönes Setup!
Die Beispiele aus dem ersten Post gefallen mir auch gut.
Was jetzt womit eingespielt wurde kann ich nicht raushören. Jedenfalls nicht ohne schon vorher die Auflösung zu kennen. ;)
 
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  • #30
Noch 3 Songs nachgelegt. S-Gear3 ist für den Preis einfach der Knaller.


Und so klingt eine Jazzgitarre pur über den Hi-Z-Eingang des UFX III aufgenommen, ohne Gitarren Emulation,
der reine Gitarren-/Humbucker-Sound. Ich finde solch kleine Entdeckungen interessant.


[ Sorry, ich finde nicht, wie man das mit dem Abspielen schöner regelt. Gestern war ein Moderator so freundlich.
Und wenn man sich quoted, sieht man leider auch nicht, wie das im Source aussieht. ]


Es gibt auch noch eine andere Ansicht, aus der die Anbindung der Geräte bis hin zur HiFi-Ecke umfasst.
Da kommt man dann mit ADAT, immer schön an der Wand lang, erstaunlich weit.
Der PC kann dann auch schön die Aufgabe eines Zuspielers für die HiFi Anlage übernehmen.
Über WiFi kann ich dann noch über Smartphone und MyPhoneExplorer-App (für Android) das Abspielen von Musik fernsteuern.


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  • #31
Wenn du einen modernen Amp-Modeler (z.B. AM4) nutzt, übernimmt dieser bereits die schwierigste Arbeit: den perfekten Gitarrensound zu erzeugen (Verstärker, Boxensimulation und Effekte). Das Signal kommt fix und fertig in deiner DAW an. Die DAW ist nur noch zum Schneiden und zum Spuraufteilen usw. da. Der Sound entsteht zu 99% im AM4.
interessant, jeder Pro würde empfehlen eine seperate Effektspur zu haben, um bei Bedarf nachzuregeln. wenn man aber weiss, das ist der Sound, ist es gut, ohne weitere Fummelei.
 
  • #32
das ist keine Effektspur. Das ist ein Cleansignal dass du entweder in der DAW nachbearbeitest oder wieder zurück zum AM4 schicken kannst. Schon mal mit sowas gearbeitet? LG, Lou
 
  • #33
Schon mal mit sowas gearbeitet?
Nö, ich mache das so wie Du, ich finde meinen Sound, spiel das so ein. Wenn es spieltechnisch gut war, der Effekt aber nicht, muss man das nochmal spielen, blöd ist, wenn man das hinterher spieltechnisch vermasselt :(
Ja, es ist ein Cleansignal, ich habe aber bis heute nicht so recht kapiert, wie man Clean spielen soll, obwohl die Gitarre im Gainbereich sein soll. Clean spielen ist ein ganz anderes Feeling.
Da ich es noch nie so gemacht habe; sehr warscheinlich habe ich es auch nicht kapiert, wie man das handhabt.

Im Studio habe ich Parts eingespielt, es gab aber einen Tontechniker, der die Technik angewendet hat. Ich habe aber, soweit ich es noch weiss, meine Gitarre mit dem Gain-Level gespielt, so wie ich es wollte, aber, ich weiss es nicht mehr.
 
  • #34
also probiert habe ich das auch noch nicht. bin da echt zu faul zu. aber bisher hat das alles gut funktioniert. In der Theorie heißt es , dass man Reverb und Hall erst in der DAW zugeben soll, damit es nicht matschig klingt. Aber was Mixen betrifft bin ich halt auch kein Profi. Aber man lernt ja als neugieriger Musiker jeden Tag dazu :-)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Das AM4 lifert in der DAW 2 Spuren- das modulierte SIgnal in Spur 1 und das Clean-Signal in Spur 2. Das Cleansignal kannst du dann noch von Grund aufbearbeiten. Einen Hall oder Reverb in dem modelierten SIgnal aus der AM4 kann man wohl schlecht wieder korrigieren. So würde das wohl ein Pro machen.
 
  • Ersteller
  • #35
Andere Modeller wie der Kemper können Dry- und Wet-Signale getrennt ausgeben.

EDIT: Da müsste man mal im Handbuch genauer nachforschen oder auch am Gerät schauen, welche I/O Ports überhaupt für die Ausgabe von Sound zur Verfügung stehen (analoge Ausgänge oder digitale wie AES, optical oder coaxial SPDIF).

Das Dry-Kanal kann ein Monosignal sein, für FX brauchst Du Stereo.
In der DAW hast Du dann einen Mono-Track für das Dry-Signal des Modelers und
einen Stereo-Track für FX. Dann kannst Du über die Fader die FX-Intensität nachregeln.
Wenn das Verhältnis passt, kannst Du eine Fadergruppe erstellen, dass die beiden Signale gemeinsam in der Lautstärke angepasst werden können, oder wenn L/R gepannt werden soll.
 
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  • #36
Ich habe mal schnell nachgeschaut, ob das mit dem AM4 ginge. Scheint nicht der Fall zu sein, ginge wohl nur mit dem Axe-Fx III oder dem FM9.

Das AM4 hat eine feste Signalkette, und an den Ausgängen steht mehr oder weniger nur die Ausgangssumme zur Verfügung. Es gibt keinen Output-Block, in dem man Dry-Signal, Wet-Signal und Speaker-Emulation separat auf verschiedene Ausgänge, auch USB, routen könnte.

Es gibt zwar noch einen Split-Modus, dieser trennt jedoch nur "mit Cab-Simulation" (linker Ausgang) von "ohne Cab-Simulation" (rechter Ausgang), gedacht für den gleichzeitigen Betrieb eines FRFR-Speakers und eines echten Gitarrenlautsprecher-Cabinets. Für die Trennung von Amp-Signal und Wet-Effekten ist dieser Modus nicht vorgesehen und hilft für diesen Zweck nicht weiter. Zudem laufen beide Ausgänge im Split-Modus ohnehin in Summed Mono, sodass selbst bei anderer Nutzung keine echten Stereo-Effekte über getrennte Ausgänge zur Verfügung stünden.

Am besten kontaktiert man dazu einmal den Fractal-Audio-Support, um es "amtlich" zu haben.

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  • #37
Hi, das war wohl ein falscher Fehler :-) Ich habe von der DAW geredet, da ich nur im Studio arbeite, dort gibt es dann 2 Signale, die ich auf 2 getrennte Spuren verteile, eine trockenes und das modelierte SIgnal aus AM4. Das kannst du dann wieder ins AM4 schicken und zurück (Reamping) oder in der DAW bearbeiten. Da ich das AM4 noch nicht habe und ich die Ergebniss, die ich diekt eingespielt habe ganz beachtlich sind, habe ich mich aber damit noch nicht beschäftigt. Wenn ich mal wieder Zeit habe... Profis werden nun natürlich wieder die Nase rümpfen :-)
 
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  • #38
Hi, das war wohl ein falscher Fehler....
Hey, alles kein Beinbruch. Ich dachte, Du wolltest mit Effekten einspielen und ggf. – falls die nicht passen – diese mit Reverb-/Delay-Effekten von der DAW ersetzen.
Dazu bräuchtest Du sowohl das Amp-Signal als auch die CAB Simulation und die FX Reverb/Delay oder sonstigen Effekte vom AM4 auf jeweils separaten Spuren und das unterstützt das AM4 nicht, nach kurzer Handbuch-Lektüre.

Du, ich bin ganz entspannt, take your time. Wollte Dir ja nur einen heißen Tipp geben, dass man so etwas umsetzen könnte, wenn man das wollte, aber dazu müssen die Geräte halt auch ihren Teil beitragen und ein flexibleres Routing von Dry-, Wet- und Cab-Signal auf verschiedene Ausgänge unterstützen oder halt das Gleiche über USB. Das wäre der Fall, wenn das Gerät gleichzeitig auch Recording-Interface spielen würde. Solltest Du aber schon ein Recording Interface im Einsatz haben, dann müsstest Du schon über die I/O-Ports gehen, denn 2 verschiedene Treiber kann eine Applikation/die DAW nicht gleichzeitig laden.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
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  • #39
Ich mach genauso mit meinem Kemper und Axe FXII
wenn ich aufnehme dann in die DAW immer mit 3 Spuren:

DI Signal - Mono
Ampsound inkl PreFX, exkl PostFX - Mono
Ampsound inkl PreFX, inkl PostFX - Stereo

Wenn man eine DI Spur gleich mitaufnimmt hat man auch beim Editieren den Vorteil das man die Transienten gut sieht, was ja in Spuren mit Highgain Zerre sonst immer problematisch ist weil man das nicht mehr richtig sieht, das ist für mich das eigentlich der wichtigste Vorteil an dieser Arbeitsweise
Man kann die DI Signal später reampen oder auch einfach eine AmpSim draufknallen, mache ich aber eher selten weil ich auch hier meine Sounds vorher schon entsprechend auswähle und der gewählte Sound auch meine Spielweise beeinflusst

im Axe FX Editor sieht ein Preset dann zb so aus:
Analog Out 1+2 Stereo mit allem drum und dran
Analog Out 3L = Mono DI
Analog Out 4R = Mono Amp Dry
AxeEdit_FXLoop.webp


beim Kemper:
Analog Out 1+2 Stereo mit allem drum und dran
Digital Out SPDIF L = Mono DI
Digital Out SPDIF R = Mono Amp Dry
das lässt sich in der Kemper Einstellung am Gerät komfortabel und sehr einfach so konfigurieren
 
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  • Ersteller
  • #40
Irgendwann werde ich mir vermutlich auch mal so was wie ein Axe FX III oder Nachfolger holen, wenn die Kriegskasse wieder gefüllt ist.
Neural DSP gefiele mir auch ganz gut, wegen der Möglichkeit, einen Amp zu profilen. Da vermisse ich aber sowohl mehr als auch vor allem digitale I/O-Ports.
Dass der Neural DSP gleichzeitig als Bodentreter fungiert, gefällt mir nicht so gut. Lieber die Controls etwas höher (also AXE FX im Rack) plus separat einen reinen Fußtreter für die Bedienung beim Spielen. Ich befürchte, sonst sieht der Neural DSP zu schnell nach "Fußabtreter" aus.
 
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