Hi tubevoltage,
habe mir deine 3 Beispiele angehört. Deine Frage zielt darauf ab, ob man VST oder AMP unterscheiden kann in den Beispielen. Klingt alles super, finde ich, und ehrlich gesagt könnte ich im Moment nicht unterscheiden ob VST oder AMP. Liegt aber auch daran, dass ich nicht wirklich weiß, wie so ein AMP wirklich klingt

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Nicht schlimm, mir reicht es vollkommen, wenn Dir der Sound gefällt, was will man mehr?
Früher hörte es sich übrigens mal so an, als ein Freund und ich noch mit viel Trickserei gearbeitet haben,
einen Amp an eine analoge Vintage-Mische anzuschließen, mit einem kleinen
Yamaha*-Stage-Piano für MIDI-Bass, Keyboard und Drums als Begleitband.
Ich habe insgesamt einen etwas anderen Ansatz, der sich eben so mit der Zeit entwickelt hat. Mir ist aufgefallen, dass du Cubase nutzt. Ist das nicht seht kompliziert? Jeder hat seine gewachsene Struktur. Ich mache alles in Mixcraft (Standardversion, sehr einfach zu bedienen), da ich meine Sounds mittlerweile bereits perfekt im AM4 modelieren kann.
Anfänglich hatte ich kleinere DAWs ausprobiert, weil alles für mich neu war und ich nicht gleich so viel Geld in das Hobby versenken wollte. Meine ersten beiden Paulas, erst eine Standard und dann bereits eine aus der Historic Collection, hatten schon eine Menge Geld verschlungen.
Ich bin dann aber doch auf Cubase umgestiegen, weil mein damaliger Freund, der in der Nähe wohnte und mit dem ich jedes Wochenende Aufnahmesessions hatte, sich damit gut auskannte. Wir brauchten auch Cubase, weil es die DAW mit der umfangreichsten Bearbeitung von MIDI‑Files war. Wenn Du erst einmal in dem Workflow drin bist, dann nutzt Du einfach die Dinge, die Du brauchst, und blendest den Rest einfach aus.
Ich bin kürzlich sogar auf Nuendo umgestiegen, als es wegen eines Jubiläums zu einem guten Preis erhältlich war.
Da gabs dann auch SpectraLayers zu einem guten Kurs, womit man fertige Stücke in Drums, Bass, Gitarre, Drums etc zerlegen kann, um sich aus Original-Songs sehr gute Backingtracks bauen zu können. Kann Cubase inzwischen auch, aber SpectraLayers unterstützt da noch ein paar Instrumententypen mehr.
An der Stelle lohnt es sich auch, eine Gamer Karte im PC zu haben, eine RTX 4070 halbiert die Zeit für einige Rechenvorgänge.
Wenn du einen modernen Amp-Modeler (z.B. AM4) nutzt, übernimmt dieser bereits die schwierigste Arbeit: den perfekten Gitarrensound zu erzeugen (Verstärker, Boxensimulation und Effekte). Das Signal kommt fix und fertig in deiner DAW an. Die DAW ist nur noch zum Schneiden und zum Spuraufteilen usw. da. Der Sound entsteht zu 99% im AM4.
Nun kommt der nächste Punkt, den ich herausfinden wollte. Ob ich vielleicht in einen teureren Amp-Modeller investieren sollte. Ich hatte schon mal die Rackversion vom Kemper hier und musste feststellen, dass man sich in den ganzen Presets auch ganz schön verzetteln kann. Das gefiel mir nicht besonders. Und für jede Nuance an Einstellungen ein Preset mehr. Das hat mich ganz schön abgetörnt. Und der anfängliche Sound gefiel mir nicht.
Ich verwende momentan keinen Modeller, sondern ein VSTi, das mich in einer Aktion gerade mal 99 € gekostet hat.
SGear3 kann ich sowohl standalone als auch als VSTi in der DAW nutzen.
Nachdem ihr mein leicht modifiziertes
Marshall*-Plexi-Preset alle für gut befunden habt, werde ich noch eine Weile darauf ausharren, anstatt noch einmal rund 1500–4000 € für einen Modeler auszugeben (egal ob Neural DSP oder Fractal Audio).
Der Sound wird zusätzlich noch durch das Lexicon PCM 81 veredelt, das ich, wenn ich will, noch mit einem Roland FC-300 modifizieren kann.
Das hat mir die Arbeit jedenfalls unheimlich erleichtert und muss nicht mehr stundenlang Plugins testen um einen für meine Ohren (und nur darauf kommt es an) einigemaßen guten Sound zu erstellen.
Es ist immer gut, wenn man zufrieden ist. Ich wollte einen immer besseren, authentischen Sound, und als ich 2002 damit begann, mir mein eigenes Recording Setup zusammenzustellen, war die Technik noch nicht so weit, und alle Geräte, die Amps emulierten, hörten sich für meine Ohren nicht so dolle an.
Habe erst vor kurzem umgestellt. Vorher hatte ich eine Boss ME-80. Ohje, da war die Daw mit ihren VST’s unverzichtbar. Aber den Sound habe ich trotzdem nie so richtig getroffen den ich wollte, trotz aller möglichen Plugins.
Ich hatte vor vielen Jahren einen Live Musiker im Urlaub gesehen, der hatte eine Kombination aus noch älterem Boss Multieffekt und einem Röhren Preamp. Das hatte deutlich besser miteinander harmoniert. Und von dort aus in die Mische zusammen mit Gesang.
Ich war auch schon dabei mir evtl. eine „bessere“ DAW mit mehr möglichkeiten der Modulation anzuschaffen. Dann bin ich über den AM4 durch Zufall gestolpert und habe es riskiert. Und ich würde es immer wieder so machen. Und die Frage, ob mein Sound sich nach einem VST oder einem Amp anhört ist damit ein für alle Mal erledigt, finde ich jedenfalls... auch wenn richtige Puristen das so sicher nicht hinnehmen wollen

. Ich finde beide Welten sollten nebeneinander existieren, denn beide Welten haben ihre Berechtigung, je nach Situation.
Ich würde es einfach mal so sagen. Wir leben heutzutage in einem Schlaraffenland der Möglichkeiten und viele von uns haben kein richtiges Studio. Es ist schon erstaunlich, welche Qualität man auch zu Hause hinbekommen kann.
Irgendwelche Kompromisse muss man meistens immer eingehen. Umso besser, wenn das gewählte Setup einen (für den Moment) zufriedenstellt.
Mach weiter so. Der 1.Sound hat mich an den Sound von Carlos Santana erinnern. Toll finde ich die etwas jazzige Musikauswahl. Ein sehr schönes Genre.
Ich bin offen für Rock, Funk, Jazz im Stile von Lee Ritenour, Diana Krall, Steely Dan, Donald Fagen, Michael Franks, Brecker Brothers, Al Di Meola, Miles Davis, Betty Davis, Jeff Golub, John Scofield, Allan Holdsworth, Brand-X, Charlie Mariano, Hiram Bullok, Mezzoforte, Return to Forever, Rolf Kühn...
Jazz fordert mich auf nette Art und Weise heraus, anders spielen zu lernen.