Häussel CT-HB-Hot

  • Ersteller thomapirin
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Und wenn ich dir jetzt sage, dass er rein gar nichts aussagt? :eek:

Naja gut... George W. Bush erzaehlt auch nur Muell - wurde trotzdem gewaehlt. :rolleyes:
Meinst Du jetzt mich oder Dich? :D Warum sagt er nichts aus? Je höher der Widerstand, umso mehr Wicklung umso mehr Power. Oder wo ist das Pferdefuß? OK, auf das Magnetmaterial kommt es auch an aber als Richtwert hat der Gleichstromwiderstand überaus was zu sagen...

Grüße,
/Ed
 
Warum sagt er nichts aus? Je höher der Widerstand, umso mehr Wicklung umso mehr Power. Oder wo ist das Pferdefuß? OK, auf das Magnetmaterial kommt es auch an aber als Richtwert hat der Gleichstromwiderstand überaus was zu sagen...
Bei einem Tonabnehmer kommt es in erster Linie auf das an, was im allgemeinen und fälschlicherweise als "Klang" bezeichnet wird. Aus elektrotechnischer Sicht spricht man hier besser von der Übertragungsfunktion und dem Amplitudengang.

Auch wenn man an diversen Stellen immer wieder Diskussionen über den Gleichstromwiderstand und den "Klang" verfolgen kann, ist seine Aussage in diesem Zusammenhang verschwindend gering! Das ist ein Fakt, der sich sehr leicht nachweisen läßt. Die erforderlichen Formeln sind in Guitar-Letter III für jedermann frei zugänglich.

Selbst der Zusammenhang zwischen Gleichstromwiderstand und der Ausgangsspannung eines Tonabnehmers, von "Fachleuten" neudeutsch als Power bezeichnet, stimmt so nicht! Wenn ich einen schwachen Magneten verwende und das Feld über einen Pol mit geringer Permeabilität zu den Saiten führe, so ist das Ergebnis eine kleine Ausgangsspannung. Benutze ich einen stärkeren Magneten oder ein anderes Material für den Pol oder gar eine andere magnetische Konstruktion, so kann ich bei der gleiche Windungszahl und Drahtdicke eine wesentlich größere Ausgangsspannung erreichen! Das sich dadurch natürlich auch der "Klang" aufgrund der unterschiedlichen Induktivitäten verändern kann, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Alternativ kann ich den Draht auch einfach dünner machen. Bei gleicher Windungszahl wird der Tonabnehmer dann keinesfalls "lauter" und die Lage der Resonanzfrequenz verschiebt sich ebenfalls nicht signifikant. Lediglich die Güte sinkt etwas.

Weitere Beispiele gefällig, oder recht das erst einmal? ;)

Mir scheint, daß Du, wie so viele andere, nicht genau weißt, wie ein magnetischer Tonabnehmer funktioniert und wie sein "Klang" zustande kommt. Sieh Dir einmal Guitar Letter II und III an, dann wird Dir sicherlich vieles klarer werden! Alternativ kannst Du natürlich auch ein paar Euros investieren und Dir das Buch von Helmuth Lemme zulegen.

So, bevor Du jetzt daran gehst und mein Kompetenz in irgend einer Weise anzweifeln möchtest, darf ich Dir versicher, daß ich als Elektro-Ing. und Gitarrist bestens mit dieser speziellen Materie vertraut bin. Also, vertraue mir... ;)

Ed schrieb:
Euer Elektronik-Krims-Krams interessiert mich ein Sch...,
Dann solltest Du Dich auch nicht an technischen Diskussionen beteiligen. Durch eine solche Aussage präsentierst Du Dich für viele von vorn herein als Unkundiger, der leicht als "Ignorant" bezeichnet wird. Ob das in Deiner Intension liegt möchte ich doch sehr bezweifeln!
Ed schrieb:
denn die Pickups sind gut, musikalisch, transparent, unterstützen das dynamische Spielen vorzüglich.
Warum im Zusammenhang mit den Tonabnehmern immer der arme Harry Häussel als Prügelknabe herhalten muß, ist mir auch nicht ganz klar. Letztendlich ist nur eines interessant. Nämlich, daß ein Tonabnehmer den klanglichen Vorstellungen eines Musikers entspricht. Ganz zweifellos ist das bei den Produkten von Harry der Fall. Wie er jedoch ohne die Kenntnis der charakteristischen technischen Daten gleichbleibende Eigenschaften seiner Produkte sicherstellen will, ist mir bei "angeblich" handgewickelten Tonabnehmer ein Rätsel.

Ed schrieb:
Der Vergleich Resonanzfrequenz/Auto hinkt ein wenig, denn wenn man sich ein Porsch kauft geht man von "schnell" und - gut, das andere ist fast immer egal -, aus. :D Und Harry macht Porsches unter den Pickups. Punkt.
Nein, der Vergleich hinkt eben nicht!! Wenn ich nach dem Verbrauch frage, dann interessiert er mich und es ist keinesfalls egal! Dann habe ich als Kunde auch das Recht es zu erfahren. Wenn nicht, kaufe ich eben ein anderes Auto! Der Kunde ist König!

Ob Harry wirklich "Porsch" verkauft ist die große Frage! Wie ist denn der Porsche unter den Pickups definiert? Durch subjektive Aussagen einiger zweifellos zufriedenen Kunden mit garantiert unterschiedlichem Gehör, Klangempfinden und Equipment? Hmmm... das ist mir wirklich zu dünn und absolut nicht ausreichend!

Das ist jetzt mittlerweile Post Nr. 20 und ich kann immernoch keinen Bezug zum Thema feststellen, bzw. dass hier tatsächlich jemandem geholfen wurde...
Kuckst Du hier.

btw: So richtig begeistert bin ich von dieser Diskussion auch nicht!

@all:

Wenn die Aussagen der Hersteller zu ihren Tonabnehmer so eindeutig wären und die Angabe z.B. des Widerstandes ausreichend ist, dann frage ich mich ernsthaft, warum wir in diesem Board einen Pickup-Beratung - Sammelthread haben, der mittlerweile weit über 1000 Beiträge enthält? Vergleichbare Anfragen findet man auch in Massen in anderen Boards! Sind die Leute alle doof?

Ulf
 
Kuckst Du hier.

btw: So richtig begeistert bin ich von dieser Diskussion auch nicht!
Begeistert bin ich auch nicht, aber es ist es klar, daß es vor allem die polarisiernden Aussagen zu HH und der provokante Stil der ersten Antwort Widerspruch erregen würde.

Und so sehr ich Deine Beiträge und das, was Du zu dem Thema als hart erarbeitetes Hintergrundwissen hast, schätze: Du weißt ja selbst, daß es nur für die wenigsten ein praktikabler Ratschlag ist, sich eine handvoll Kondensatoren und Widerstände zu nehmen und den Lötkolben anzuheizen. Die Aussage der Invader "hat vermutlich eine Resonanz von 1.94kHz / 4.7dB (Bridge) und 2,9kHz / 8.7dB (Neck)" ist ohne Erläuterung für fast niemanden eine Hilfe. Und da steht dann auch bei Dir wieder nur was von einem weichen Klang. Die einen Begründen es halt direkt aus Erfahrungswerten, Du kannst es aus Zahlen ableiten.

Ich will Dich um Himmels Willen nicht kritisieren sondern nur ganz allgemein drauf hinweisen, daß die meisten Leute mit Elektrotechnik, Physik, Formeln und Mathematik sehr schnell überfordert sind - das gehört auch nicht mehr zur Allgemeinbildung. Allein das Löten stellt die meisten schon vor eine echte Herausforderung. Als Ingenieur (ich bin ja auch einer) vergisst man das schnell. Und dieser große Mehrheit hilft IMO eine dämliche Aussage "Der Invader hat einen mords Bumms untenrum" mehr als "löte doch einfach mal 2MOhm über's Poti und 600pF zwischen Eingang und Schleifer".

Es ist schön, daß es Leute wie Dich gibt, die die technischen Hintergründe verstehen und hier vermitteln und gegen "Voodoo" kämpfen. Und bei manchen Aussagen, z.B. zum DC-Widerstand, muß man auch gegenhalten. Jetzt muß natürlich ein "aber" kommen, und das bezieht sich nicht unbedingt auf Dich... ;) Aber man muß auch die Grenzen für Otto-Normalgitarrist sehen, der sich nicht stundenlang Physik und Elektrotechnik draufschaffen will.
 
nun ich studieren auch und hab wohl bald mein diplom.ich hatte auch physik in der schule und während des studiums.mit den ganzen zahlen kann ich auch grob etwas anfangen,ABER es gibt viele gründe warum mich das nicht interessiert.
zum einen interessiert es mich einfach nicht*gg*,mir ist es echt scheiß egal wie ein amp funktioniert und ob ein tonabnehmer mit 10.000 wicklungen besser klingen soll als einer mit 9.000,so lange es für mich gut klingt,klingt es für mich gut und fertig!
die ganze sache ist doch eh nur eine grobe berechnung.ich kann es immer wieder nur hinschreiben.selbst wenn man den klang genau ausrechnen könnte würde es noch immer nicht weiter helfen.
zum einen spielt das ganze drum herum eine sehr große rolle,also die verwendeten materialien und co.und sogar wenn man das alles in die rechnung einfließen lassen könnte.hätte man als letztes glied noch das menschliche ohr.es gibt genug gitarristen die nicht mal hören ,dass ihr gitarre verstimmt ist.
wenn ihr der meinung seit,dass das nicht stimmt bitte ich um beweise.
an der FH und daheim hab ich genug messgeräte und kann sicher alles messen was ihr wissen wollt.dann dürft ihr euch mal ans rechnen machen und mir sagen wie der PAF PRO in meiner karmer klingt!

zurück zum thema und an den fragenöffner.

du kannst ruhig den tonabnehmer mal probieren.
schreib am besten harry noch an und solltest du mit seiner und deiner wahl am ende noch immer nciht zufrieden sein kannst du den HB eben gegen einen anderen tauschen.wirklich schneidende sounds hat nicht einmal der TOZZ und der hat mehr obertöne.
 
@Onkel: Ich habe ja auch gesagt, dass mir persönlich die DC-Angabe reicht. Mehr nicht. OK, Dir nicht. Damit kann ich gut leben. Aber Du offenbar mit meiner Ansicht nicht. Fühlst Du Dich irgendwie angegriffen? Habe ich deine Kompetenz angezweifelt? Du denkts, es ist kompletter Schwachsinn, dass ich (und offenbar viele andere auch) das so sehe? Soviel zum Thema Ignoranz... ;)

Die Aussage "Euer Elektronik-Krims-Krams interessiert mich ein Sch...," war sicherlichlich überspitzt. Es wundert mich ein wenig, dass sie gerade von Dir so humorlos aufgenommen wurde. Also nochmal und übersetzt: Elektrische Werte sind für mich nicht alles. OK so? :)

BTW: Ich habe das Buch von Lemme gelesen. Und auch einen State Variable Filter gebaut, um die ach so wichtige Resonanzfrequenz des PU nach Belieben verschieben zu können. Wie viele der PU-Ratsuchenden hier haben sowas gemacht? Wie viele haben das Lemme-Buch gelesen? Mit PUs von Harry bin ich letzendlich meinem Wunschsound viel näher gekommen. Und das alles ohne Batterie und ohne viel Lötarbeit. OK, ich hätte sicherlich noch mehr Arbeit in die Schaltung reinstecken können, einen C-Switch bauen und mir sonstige Gedanken über die Anpassung der Elektronik an die PUs anstellen können. Aber ich wollte eigentlich hauptsächlich Gitarre spielen und nicht hauptsächlich an ihr basteln. OK, ein wenig profan, das gebe ich zu. ;) Hast Du denn einen SVF eingebaut? Interessiert mich wirklich wie er sich macht und völlig ohne Unterstellungen/Hintergedanken...
daß die meisten Leute mit Elektrotechnik, Physik, Formeln und Mathematik sehr schnell überfordert sind - das gehört auch nicht mehr zur Allgemeinbildung.
Überfordert ist das falsche Wort, IMHO. Dass assoziiert gewische Beschränktheit, und das wollen wir niemandem unterstellen, oder? Seit wann gehören denn Formeln, Physik und Mathe nicht mehr zur Allgemeinbildung? Hab' ich irgendwas verpasst? Das erklärt sicherlich die PISA-Ergebnisse... :D

Viele Grüße,
/Ed

PS: Manche finden die ausgiebige Nutzung von Ausrufezeichen nicht immer nett. Dazu empfehle ich Nettiquette. Aber das gehört wirklich nicht zur Allgemeinbildung, obwohl es schön wäre... ;)
 
Überfordert ist das falsche Wort, IMHO. Dass assoziiert gewische Beschränktheit, und das wollen wir niemandem unterstellen, oder? Seit wann gehören denn Formeln, Physik und Mathe nicht mehr zur Allgemeinbildung? Hab' ich irgendwas verpasst? Das erklärt sicherlich die PISA-Ergebnisse... :D
Um Gottes Willen, Beschränktheit wollte ich niemandem vorhalten! :eek: Natürlich gehört ein gewisses Maß an Mathematik und Physik zur Allgemeinbildung. Aber jeder muß sich in eine neue Materie erst mal einarbeiten. Und ich vermute nicht so viele Leute haben nach der Schule noch z.B. die Grundlagen von Hoch-/Tiefpässen präsent (oder denken an Fußball ;)). Und es soll ja Menschen geben, denen hat Physik schon in der Schule keinen Spaß gemacht. :d Von daher ist es absolut verständlich, wenn man keine Lust hat sich da tiefer einzuarbeiten - das meinte ich mit überfordert! ;)
 
du kannst ruhig den tonabnehmer mal probieren.
schreib am besten harry noch an und solltest du mit seiner und deiner wahl am ende noch immer nciht zufrieden sein kannst du den HB eben gegen einen anderen tauschen.

Das ist der Vorteil bei HH: Man wird beraten und kann tauschen. Ansich ein gutes Schlusswort.

Also nochmal zusammenfassend: Achte darauf, dass alle Parameter richtig eingestellt sind, also nicht nur einen neuen Pickup kaufen und glauben, er bringt den Moerdersound, sondern auch ueber Saiten, Ampeinstellung, evtl. Pick (dicke Picks erzeugen einen waermeren Sound, weiss der liebe Onkel warum... ;) ) und ggf. Equalizer nachdenken. Fuer die Pickupwahl: Wenn du nicht so bewandert bist, in Sachen E-Technik oder einfach keine Lust hast grossartig rumzuloeten, wende dich ruhig an HH, der kann und wird dich beraten. Die Bedenken, die ich geaeussert habe, sind eigentlich mehr oder weniger nur fuer Leute interessant, die sich selbst besondere Schaltungen loeten wollen und dafuer gewisse Angaben brauchen. Und sooo viel teurer sind die PUs ja auch nicht, dafuer hast du dann wahrscheinlich auch besseren Service.

So und jetzt haben wir uns alle wieder lieb. :redface:
 
ich bin auch so ein durch den beschwerde thread hier angekommener amüsierter leser.
und darf sagen:
ja man kann sehr wohl alles ausrechnen - sogar ziemlich genau. hat nur bei aller genauheit den geringfügigen nachteil, dass man den konkreten sound nivht vorraussagen kann, weil der anschlag eben auch von bedeutung und nicht einheitlich spezifizierbar ist. finger, plektrum, abstand von der bridge, länge des schwingenden plektrums, beim finger sogar noch mehr... und das variiert ja von zeit zu zeit immer wieder...

dass jemand pickups herstellt, wo kaum technische daten dabei stehn, kann einen verwundern, muss aber nicht. berechtigt aber auf keinen fall zu der aussage, er wüsste nich, was er baue - er kennt vielleicht nicht alle technischen eigenschaften, aber er weiß definitv was es ist, und auch wie es wirkt und wie es zu benutzen, also zu verschalten ist.

achja... pickups sind zu teuer. eindeutig... 180euro für bartolini bass tonabnhemer, mag verhältnismäßig gut sein, aber trotzdem wie alle anderen pickups auch total überteuert.
(zumindest glaub ich das, kann mir nicht vorstellen, dass man beim herstellen soviel kaputt macht, das die materialkosten hinkommen)

aber das ist man doch als musiker gewohnt, oder?

außerdem lieber threadsteller:
ich weiß nicht wie die häussels sind:D

und mein schlusswort:
Jo! aktive Elektronik is endgeil und absolut stark. und ich wunder mich immer, wasrums das in gitarren so selten gibt...
gut. wollt halt als bassist auch meinen senf dazu geben.
 

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