Hammond-Kaufberatung, Vertrieb

von son-goku, 30.07.08.

  1. son-goku

    son-goku Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #1
    Hey Leute!

    Bin langjähriger Klavierspieler und seit einigen Jahren fasziniert vom Hammond-Sound, sodass ich mir jetzt eine echte Hammond kaufen _muss_! XD
    Erstens weiß ich leider nicht, was für ein Modell für mich geeignet ist (also ob es eine B3 sein muss oder auch etwas günstigeres ausreicht) und zweitens weiß ich nicht, wo ich sie herbekommen soll.

    Meine Vorstellung von der Orgel, die ich haben will:
    - elektromechanische Tonerzeugung, Drawbars, ganz normal halt ^^ (digital kommt nicht in Frage!)
    - echtes Scanner-Vibrato und Chorus
    - schöne Percussion
    - Konsolenmodell wär mir lieber, kommt aber drauf an
    - Gehäusezustand ist egal

    Ich will die Orgel nicht nur so für mich daheim, sondern auch für Bandauftritte (was nicht bedeutet, dass es eine "transportable" sein muss, lieber besser Klang), vom Sound her wohl eher rockig, soll auch verzerrbar sein wie z. B. bei Deep Purple.
    Ein Leslie bräuchte ich natürlich auch, und bei Leslies kenne ich mich nun wirklich gar nicht aus.

    Dann ist die Frage nach dem woher? Soll ich bei ebay was suchen oder von Privatpersonen kaufen? Oder lieber aus einer professionellen Niederlassung in Deutschland? Wenn ja, wo? Hab' beim Googlen nur Langenau und Dortmund gefunden.
    Wenn ich es im Geschäft kaufe, hätte ich vllt den Vorteil, dass ich sie zur Reparatur bringen kann, Garantie etc. Andererseits darf ich in diesem Fall das Teil nicht öffnen und mal ein paar Dinge auseinandernehmen (bin angehender Elektrotechniker und immer sehr neugierig *g*). Wenn ich aber von privat kaufe und dann mal das Innenleben streikt - Elektronik-Profi bin ich noch nicht ^^, vllt werde ich das ja während meines Studiums.

    Zusammenfassend:
    - Welches Modell passt?
    - Welches Leslie dazu?
    - Woher?

    Achja, meine obere Preisgrenze sind 15000 Euro. Alles darüber kommt generell nicht in Frage. Das Soft-Limit ist bei 10000 Euro und lieber wären es mir natürlich weniger, ist klar.

    Ich hoffe, ihr könnt mir recht bald Tipps geben - eigentlich wollte ich sie diese Woche an Land ziehen ... naja, ich werde nichts überstürzen. ^^
     
  2. Boogie!

    Boogie! Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #2
    Teuertse Variante B3 und Leslie 122 - um 10000 Euro
    Billigste Variante A00 und Leslie 760 - um 5000 Euro, klingt (fast) genauso.

    Viele Grüße,

    Markus
     
  3. HammondToby

    HammondToby HCA Live-Keys HCA

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    Erstellt: 30.07.08   #3
    Boogie! meint natürlich eine A100, eine A00 gibt's nicht (Hi Markus! *winkt*).

    Technisch identisch mit der B3 sind folgende Modelle:

    - A100 (hat zusätzlich einen Verstärker und Lautsprecher verbaut, kann man aber abklemmen)
    - C3 (anderes Gehäuse, ansonsten identisch)
    - RT3 (Gehäuse wie die C3, etwas breiter mit mehr Fusspedalen und ein paar Sounds dafür)

    Leslies, die dafür infrage kommen:

    - 122 (Röhre)
    - 147 (Röhre, technisch identisch mit dem 122er, allerdings nicht mit symmetrischer, sondern unsymetrischer Signalführung)
    - 770 (Transistor)
    - 760pro (Transistor, transportabel)

    Du solltest einfach mal zu jemandem fahren, der eine Menge Orgeln auf Lager hat und dann einfach durchtesten. Da die Hammonds nicht mehr gebaut werden, gibt es grösstenteils Privatpersonen, die eine Lagerhalle oder einen Keller voll Hammonds haben und bei denen man die Instrumente und auch die Wartung bekommt. Allerdings ist das alles nicht gerade billig.

    Adressen dafür wären:
    - Musikhaus Bertram in Freiburg
    - Klaus Spitzer in Aachen
    - Rainer Lutz in Nürtingen
    - Rübsaamen in Frankfurt, der macht aber nur Wartung, so weit ich weiss
    - Alex Radmacher (Tone-Wheelmaker)
    - in Köln ist auch noch jemand (Name entfallen)

    Die Liste hat keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit, das sind nur alle, die mir im Moment ohne Adressbuch einfallen.

    Das geilste Set, das ich je gespielt hatte, war: C3 mit einem 147er Leslie und hat zusammen knapp 7000€ gekostet.

    Grüsse vom HammondToby

    p.s.: mach Dich auf eine gewaltige Schlepperei gefasst: Die Orgel wiegt im Originalzustand 180kg und das Leslie 70kg zusätzlich!
     
  4. Ippenstein

    Ippenstein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #4
    In Leutenbach bei Forchheim: Michael Ansorge.

    Es kommt natürlich auch darauf an, in welchem äußeren und innerlichen Zustand die Orgel ist. Die Orgeln müssen vernünftig geölt werden. Ein Herumschrauben, ohne daß man genau weiß, was man tut, sollte tunlichst unterlassen werden. Ein Beispiel: Niemals irgendwelche Kontaktsprays etc. auf die Drawbars, ansonsten reißt das Gehäuse der Drawbars.

    Wenn Du nicht unbedingt eine B-3 etc. haben willst, wäre eine viel billigere Lösung eine B-2, C-2, RT-2 etc. Der Unterschied ist, daß diese keine Percussion haben und gleich mal ein paar Tausender billiger sind. Aber die Percussion kann leicht nachgerüstet werden.

    Für die Bühne sind die RT- und D- Versionen nicht zu empfehlen, da sie wegen des Pedales und der Solopedaleinheit größer und schwerer sind. V.a. wenn man kein Pedal benutzt, ist es völlig unsinnig, sich eine RT-/D- zu holen.

    Desweiteren ist es völliger Schwachsinn, eine B-3 zu choppen (damit meine ich, sie in ein Case zu stecken). Wer eine gechoppte "B-3" haben will, sollte eine C-2 mit nachgerüsteter Percussion nehmen. Kommt viel billiger und es gibt quasi keinen Unterschied - klanglich sowieso nicht.

    Damit die Orgel schön röhrt und verzerrt, gibt es von Trek oder Michael Ansorge Verzerreinheiten, die zwischengeschalten werden.

    Einen kurzen Abriß, welche Modelle es gibt, findest du unter
    http://www.theatreorgans.com/hammond/faq/all_hammonds.html
    Ein Einstieg in die Hammondwelt und was es zu beachten gibt:
    http://theatreorgans.com/hammond/faq/hammond-faq.html#SEC19

    -------------------
    Hier nochmal mein Appell an alle: Wer hat Aufnahmen einer RT- oder D- mit Solopedalunit-Einsatz? Mich würde das mal interessieren, wie das klingt.
     
  5. Orgelmensch

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    Erstellt: 30.07.08   #5
    Ich würde dir zu einer "gechoppten" (Unterteil abgeschnitten, also transportabel!) M-100 oder M-3 raten...
     

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  6. Ippenstein

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    Erstellt: 30.07.08   #6
    Bei der M-100 und der M-3 handelt es sich um die "kleinen B-3". Die M-100 hat meines Wissens keine Waterfalltastatur, klingt aber trotzdem gut. (Man möge mich berichtigen)

    Es kommt halt auf die Einsatzzwecke an.
     
  7. Orgelmensch

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    Erstellt: 30.07.08   #7
    Genau, die M-100 hat keine Waterfalltastatur.
    Beide Orgeln sind keine "Vollorgeln", also nicht alle Register bedienen die komplette Tastatur...
    Klingen beide sehr gut, halt richtig Hammond!!!
    Mit der M-100 wurde z.B. Green Onions von Booker T. the Mg's eingespielt...

    Hier mal ein Beispiel für M-100...Frumpy...genau die gleiche spiele ich auch, und bin zufrieden..
    http://www.youtube.com/watch?v=MIhnRMt3GjE&feature=related
     
  8. Orgelmensch

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    Erstellt: 30.07.08   #8
    Genau, die M-100 hat keine Waterfalltastatur.
    Beide Orgeln sind keine "Vollorgeln", also nicht alle Register bedienen die komplette Tastatur...
    Klingen beide sehr gut, halt richtig Hammond!!!
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    Ist auch mit M-100..."All meine Liebe"...
    www.myspace.com/dunkelrot
     
  9. Borntob4

    Borntob4 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #9
    Lindlar in NRW. Brian Davenport. War noch nicht persönlich da, haben aber mal telefoniert, sehr hilfsbereit und freundlich. Müßte auch noch ne Halle voll 240 Volts Hammonds haben.

    Davenport Music
    Bahnhofstr. 21
    51789 Lindlar
    Telefon: (0 22 66) 4 63 09 38

    Du solltest aber englisch sprechen können.

    Gruß

    Borntob4
     
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  10. Borntob4

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    Erstellt: 30.07.08   #10
    sorry, server probleme

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  11. Borntob4

    Borntob4 Registrierter Benutzer

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  12. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #12
    Genau, die M-100 hat keine Waterfalltastatur.
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  13. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #13
    Genau, die M-100 hat keine Waterfalltastatur.
    Beide Orgeln sind keine "Vollorgeln", also nicht alle Register bedienen die komplette Tastatur...
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  14. son-goku

    son-goku Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #14
    WOW erstmal danke für eure schnellen Antworten!!

    @HammondToby:
    Ich hab glaub ich eine kategorische Ablehnung gegen Transistor-Verstärkung, Röhre ist mir lieber ^^
    Ich hab leider noch nie eine echte Hammond live gehört, geschweige denn selbst gespielt, darum denk ich dass ich kein gutes Urteilsvermögen habe, wenn ich mich mal an ein paar Modelle setze und sie ausprobiere ...
    Freiburg, Frankfurt dun Nürtingen sind ja recht Nahe, da rufe ich einfach mal an und erkundige mich
    Kann man so eine richtig schwere Orgel denn einfach etwas umbauen, damit man sie in zwei Teile zerlegen kann, um sie zu transportieren?

    @Ippenstein:
    Ich weiß nicht, ob ich als Hammond-Noob einfach mal eine Percussion nachrüsten kann ^^, ud Percussion will ich schon haben.
    Diese Verzerreinheiten, muss man die einfach vor das Leslie schalten oder in die Orgel einbauen?
    Waterfall-Tastatur ist sicher angenehmer zu spielen, die von Orgelmensch verlinkten Sachen sind zwar vom Klang echt gut, aber macht es vom Spielen nicht einen deutlichen Unterschied, ob Waterfall oder nicht?

    @Orgelmensch:
    Was heißt denn "nicht alle Register bedienen die komplette Tastatur"?

    Wie ist das eigentlich bei den Leslies 122 ud 147? Sind die variabel in der Beschleunigung? Und so ein abruptes Abbremsen wär auch super. ^^

    Ich habe jetzt komischerweise manche Posts doppelt und dreifach ... hm
     
  15. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #15
    Siehe

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hammond-Orgel

    Harmonic Foldback

    Z.T. Gewicht...auch die "transportablen" Modelle sind echt schwer...meine (siehe Bilder) wiegt über 90 Kilo! Nur Orgel!!!
     

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  16. chrizzle

    chrizzle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #16
    dieses foldback kann aber nachgerüstet werden.. ist allerdingsa recht aufwendig..

    lg
    c
     
  17. Ippenstein

    Ippenstein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #17
    Es gibt auch schon mit Percussion ausgerüstete -2 Serie Orgeln. Bzw. wenn man die kauft, sollte der Verkäufer eben die Ahnung mitbringen, daß er auch selbst die Nachrüstung machen kann.

    Mal so eben die Orgel in zwei Teile zu zerlegen, ist nicht ganz einfach sondern eher sehr aufwendig.

    Wie die anderen schon schrieben: Eine Hammond ist auch als transportable Version sehr schwer. Aber wer seine Orgel liebt, der leidet gerne! Ansonsten soll er einen Clone nehmen. ;)

    Der Unterschied beider Tastaturen ist, daß die Waterfall-Tastatur (ich hoffe, den Begriff richtig zu verwenden) 9 Kontakte unter jeder Taste hat, während die der M-100 nur noch 1 Kontakt hat. Dadurch wird das Schmatzen (der Klick der Orgel) schon ein ganzes Stück verändert.

    Die Leslies sind in ihrer Geschwindigkeit nur dann regulierbar, wenn sie am Hochtöner drei Walzen haben, auf denen man wahlweise den Gummi lagern kann. Das Ansprechen beim Hochschalten sowie das Abbremsen ist mechanisch und kann nicht mal schnell per Drehregler verändert werden.

    Für das allgemeine Verständnis: Wir sprechen hier von Technik, die zum großen Teil auf dem Stand von 1934 beruht. Diese Technik ist einfach aufgebaut, schwer, schwierig zu schrotten aber auch schwer zu transportieren. Ein "ich zerleg das mal schnell"-Baukastenprinzip gibt es nicht. Man kann da zwar was basteln, es ist aber aufwendig und die Frage, die sich dabei stellt: Muß das sein? Die heutigen Clones sind nicht schlecht und auf der Bühne, wo noch zig andere Instrumente spielen, fällt es hörtechnisch nicht auf, ob ich am Leslie einen guten Clone oder eine Hammond betreibe.

    Wer sich eine Hammond kauft, sollte sich im Vorfeld genau überlegen, was er sich da anschafft. Es ist nicht einfach nur ein Instrument. Es ist ein Kultinstrument, ein Statussymbol, welches auch das Recht hat, vernünftig behandelt zu werden und vor dem man Respekt haben muß. Und daher sollte man sich auch überlegen, wofür man sich die Hammond anschafft und ob man sie wirklich braucht.
    Wer eine B-3 sein Eigen nennt, darf sich als anbetungswürdiger Guru der Tastenmusik betrachten - v.a. dann, wenn diese technisch einwandfrei ist und auch ihr Chassis in Ordnung. Wer dann kommt und im Kopf Vorstellungen hat, wie er am besten diese zersägen kann, um sie auf der Bühne verenden zu lassen, ist meiner Meinung nach krank, da ihm weder bewußt ist, was für ein Instrument er da zerstört, noch daß er damit eine starke Wertminderung in Kauf nimmt.

    Es geistern im Internet genügend gechoppte Hammonds rum. Wer unbedingt eine für die Bühne haben will, sollte nachsehen, gleich so eine zu bekommen.

    Andererseits muß ich ja dankbar für jeden sein, der meint, seine Hammond bühnentauglich zu machen. Durch diese Operationen, die durch oft einhergehenden Verlust des Chassis super wertmindernd sind, wird meine Hammond zuhause (als vollständige Einheit mit allem drum und dran) nämlich wertvoller. :D

    Daß man meinen Gedanken natürlich auch andere Meinungen gegensetzen kann, ist mir klar. Ich hoffe aber, hiermit mal zum Nachdenken anregen zu können.
     
  18. Ippenstein

    Ippenstein Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #18
    Die Trek-Verzerrung wird in den AO-28 Verstärker eingeschleift - vermutlich mittels Adapter an der 12BH7 Röhre. Weiß es aber nicht, da ich selber keine Verzerrung habe.

    Desweiteren: Was ist so schlimm an einer Transistorendstufe? Ich habe hier ein transistorisiertes Leslie stehen und es klingt fast genauso wie mein 22H. Wäre es ebenfalls in einem Holzchassis, würde ich vermuten, daß man beide nicht auseinanderhalten kann.
     
  19. Orgelmensch

    Orgelmensch Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.07.08   #19
    Genau...
    Ich schwöre ja auch (gerade im Livebetrieb) auf Transistor + kleiner Röhrenzerre, gut zu regulieren, lauter und nicht so störanfällig!!!
     
  20. HammondToby

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    Erstellt: 30.07.08   #20
    Ein weiterer Vorteil der Transistorleslies ist auch, dass sie einen sehr klaren Sound haben: super, wenn man im Orgeltrio Jazz spielt und die Zerre nur von marginaler Bedeutung ist... die kann man ja dann mittels Röhrenpreamp steuern. Die Kombination C3 > 770er Leslie spiele ich häufig für Gospelsachen und bin sehr zufrieden mit dem Sound!

    Übrigens ist das Chopen für das Original-Gehäuse nicht schädlich, da die Orgel in Einzelteilen herausgenommen wird und im neuen Chassis verbaut wird. Nichts, was ein guter und kompetenter Servicetechniker nicht auch machen würde, um eine Orgel komplett zu restaurieren.

    Es war übrigens Davenport, der mir nicht mehr eingefallen ist... Keine Ahnung, warum ich da auf Köln gekommen bin.

    Vom Rainer Lutz weiss ich, dass er (zumindest war das vor vier Wochen noch so) gerade Leslies ausgelagert hat, weil die Halle voll ist. Ein Bekannter von mir hat sich eben eine RT-3 gekauft (ja, der spiel Fussbass und das auch richtig gut!) und so lange noch ein 147er zur Aufbewahrung im Probenraum: kein Platz im Lager ;-)

    Grüsse vom HammondToby
     
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