Hilfe bei Vorbereitung zu Aufnahmeprüfung (Intervallreihe, Skalen- , Kadenz-Analyse)

von Alex_§270, 10.09.10.

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  1. Alex_§270

    Alex_§270 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.10   #1
    Hallo!

    Ich bereite mich gerade auf eine Aufnahmeprüfung zu einem Tontechnik studium vor.
    Ich habe eine Liste an Themen die geprüft werden, allerdings ist mir nicht ganz klar was mit gewissen Dingen gemeint ist.

    1. Analyse von Intervallreihen
    Was Intervalle sind ist natürlich klar. Aber was sind Intervallreihen? Wie analysiert man sowas?

    2. Skalen-Analyse
    Dur und Moll ist klar, allerdings wie erkenn ich ob es sich um Pentatonik oder Ganztonleitern handelt? Oder wie kann man solche bilden?

    3. Kadenz-Analyse
    Was versteht man darunter? Was kann man da analysieren??

    Ich hoffe mir kann jemand helfen. Wär echt spitze!

    Schöne Grüße,
    Alex
     
  2. Christoph K.

    Christoph K. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.10   #2
    Hallo Alex,


    ich habe selbst gerade so eine Prüfung hinter mir und weiß, wie es ist, erstmal vor ner Wand zu stehen ;) Ich weiß auch nicht genau auf welchem Niveau sich deine bewegen wird, die die ich ablegen musste (nur für einen Vorkurs, der mich aufs eigentliche Studium vorbereitet) war eigentlich sehr überschaubar. Aber hier mal die Antworten auf deine Fragen, insofern ich sie beantworten kann:

    1. Intervallreihen

    Intervallreihen sind meiner Meinung nach einfach aneinander gereihte Einzelintervalle, sprich Melodien. z.B. hast du eine Melodie vor dir liegen, deren Intervallschritte zu bestimmen sollst "Terz rauf, Sekunde runter, Tritonus hoch" etc. Möglicherweise wird dir auch eine Melodie vorgespielt und du sollst diese per Gehöranalyse in Intervalle zerlegen, das ist dann schon etwas schwieriger (an sowas wäre ich in meiner Prüfung fast gescheitert). Geht es dabei allerdings um Harmonik und nicht um Melodik (halte ich für unwahrscheinlich und begebe mich jetzt in die Gefilde der Vermutung), dann könnte es in Richtung Kontrapunkt gehen d.h. du hast Akkordfolgen, bei denen die einzelnen Töne sich auseinander/zusammen bewegen und musst hier die Intervalle analysieren. In beiden Fällen geht aber letztlich nur darum, die einzelnen Intervalle auseinander halten zu können.

    2. Skalenanalyse

    Ganz allgemein versteht man darunter nicht nur die geläufigen Dur und verschiedenen Moll Varianten von Tonleitern sondern ganz allgemein auch die sog. Modi. Davon gibt es 7 und das ganze verkompliziert das Thema Tonleiter ziemlich. Sich hier im Detail auszukennen braucht ne Weile, aber ist sehr hilfreich z.B. beim Solospiel mit dem Hauptinstrument aber generell bei jeder Form des Komponierens. Zu deiner speziellen Frage: Die Ganztonleiter besteht aus 6 Tönen, die Pentatonik aus 5. Du hast also bei einer Pentatonik irgendwo zwingend einen Schritt der größer ist als 2 Halbtöne wie z.B. eine kleine Terz, bei einer Ganztonleiter hast du nur große Sekunden. Skalen werden schnell mal nach Gehör abgefragt, das ist auch nicht so einfach.

    3. Kadenzen

    Kadenzen sind sich aus Tonleitern ergebende und natürlich klingende Akkordfolgen, die ein geschlossenes Schema von Akkorden darstellen. Variationen und Spezifikationen gibt es viele und ich habe auch nur einen Bruchteil im Blick, aber z.B. für C-Dur lautet die Grundkadenz C-Dur, F-Dur und G-Dur. Dabei bildest du für jeden der leitereigenen Töne zuerst den Dreiklang und kommst so zu einem 7 bzw. 8 Stufenschema, bei welchem die Grundkadenz von I., IV. und V. Stufe gestellt werden. Bei einer Kadenzanalyse geht es dann um die Beziehungen im Akkordschema, das dir vorliegt. Du musst die Tonart feststellen, nach dem Motto: "Grundakkord, Dominantakkord, dieser Akkord ist dann die Subdominante, der Dominantseptakkord kommt hier und hier hast du die Doppeldominante" etc.


    Da sich das so alles nur sehr flüchtig erklären lässt, empfehle ich dir diese Seite, auf der ein kostenloser Grundkurs in Harmonielehre, Gehörbildung und Rhythmik angeboten wird: http://www.musicians-place.de/ Diese Seite hat mir sehr geholfen, ist alles gut erklärt und wenns mal weiter gehen soll gibts immernoch Literatur zum Thema. Es gibt auch gute Freeware Software um Gehörbildung und Harmonieverständnis zu schulen: http://www.solfege.org/

    Ich hoffe, ich konnte dir fürs erste helfen und drücke dir die Daumen für die Prüfung!


    mfG

    Christoph
     
  3. neohawaii

    neohawaii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.10   #3
    Hoffentlich weißt du wodrauf du dich einlässt.

    Das ist wohl einer der härtesten Studiengänge die es so gibt (ganz zu schweigen von der Aufnahmeprüfung) und die Job Aussichten sind eher durchwachsen da der Markt ziemlich gesättigt ist.

    Pentatonik ist ganz einfach da die immer vorliegt wenn dir eine fünf-tönige (penta=fünf) Tonleiter vorgespielt wird.

    Ganzton ist auch einfach, ist wie schon gesagt 6-tönig und hat einen ganz eigenen Sound.

    Schwerer wirds dann schon bei den Modes/Kirchentonarten. Die haben aber auch alle ihre eigenen Merkmale an den du sie indentifizieren kannst.

    Dann gibts noch die 3 Arten des Molls: natürlich,harmonisch und melodisch (von Dur gibts nur natürlich), Zigneuer-Moll, die Bluestonleiter und die chromatische Tonleiter.

    Das sollte fürs erste reichen...
     
  4. Alex_§270

    Alex_§270 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.09.10   #4
    Jo, also ich sag mal danke an euch!

    Ich werd mal schauen wie weit ich damit komme. Vorallem dieses musicians-place.de werd ich mal probieren.

    Schöne Grüße
     
  5. lePhilippe

    lePhilippe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.09.10   #5
    Hi!

    Ich würde mir an deiner Stelle die Harmonielehre von Sikora oder Haunschild kaufen, dazu am besten noch Ear Training von Tom van der Geld. Wirst du auf jeden Fall brauchen! Deinen Fragestellungen nach zu urteilen, stehst du ja noch ganz am Anfang was Musiktheorie angeht, oder? Alle drei Werke fangen eigtl bei Null an, theoretisch kannst du da die ersten paar Kapitel überspringen. Ear Training von Tom van der Geld kombiniert Harmonielehre mit Gehörbildung, was eigtl perfekt ist, d.h. du kannst am Ende alles hören, was du an Theorie drauf hast. Kann nur von Vorteil sein, die Gehörbildung ist ja auch brutal hart was solche Studiengänge angeht.

    Wo hast du vor zu studieren?

    Grüße
    Philippe
     
  6. Reeder

    Reeder Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.10   #6
    Darf ich zu bedenken geben, dass alle drei Bücher (zugegeben, Haunschild kenne ich nur vom Hörensagen) Jazztheorie behandeln (d.h. das Berklee/Schillinger-System) und bei einem Tontechnik-Studium wohl eher die "klassische" Musiktheorie gefragt ist? Das unterscheidet sich terminologisch ja schon beträchtlich.

    Bücher, die ich unbedingt empfehlen würde, sind "Modus Vetus" und "Modus Novus" von Lars Edlund. Defintiv die beste Gehörbildungsliteratur, die ich kenne.
     
  7. lePhilippe

    lePhilippe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.09.10   #7
    Oh, stimmt, da hast du natürlich recht. Da war ich etwas auf "mein" Studium fixiert. Allerdings kommt es auf die Hochschule an, Düsseldorf ist nicht so krass klassisch ausgelegt wie Berlin oder Detmold, so zumindest mein Eindruck als ich mir da Musterklausuren u.ä. angeschaut habe.
     
  8. Alex_§270

    Alex_§270 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.09.10   #8
    Danke euch... War allerdings hinfällig. Die Prüfung war von der Theorie schon recht einfach, aber in sehr komplexen Beispielen verpackt, die ich so auf diese Weise nicht kannte. Ich musste also immer zu lange nachdenken und bin nicht fertig geworden und hab es so natürlich nicht unter die besten 30 geschaffft. Ist schade, aber naja was solls.

    Schöne Grüße
     
  9. lePhilippe

    lePhilippe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.10   #9
    Wo hast du denn die Aufnahmeprüfung gemacht?

    grüße
    philippe
     
  10. Alex_§270

    Alex_§270 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.09.10   #10
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