hohe E Saite schnarrt bei Kontakt mit Finger/Hand

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Hallo zusammen,

ich spiele seit vielen Jahren Gitarre und habe leider ein laufendes Problem, das ich nun mal in die Gruppe posten wollte. Bei Akkorden wie C, Fmaj7, G6sus7, möchte ich die hohe E Saite klingen haben, jedoch schaffe ich es vor allem beim härteren Strumming meistens nicht das die Saite nicht schnarrt. Meistens kommt sie am Zeigefinger an. Mein Handgelenk ist normalerweise leicht schräg zum Hals, ich versuche jetzt seit einiger Zeit dieses mehr parallel zu halten, das hilft aber auch nicht immer, bzw. im schlimmsten Fall streift die Saite dann wiederum beim Fleisch der Hand (beim Gelenk wo der Finger ansetzt). Habt ihr irgendwelche Tipps um das weg zu bekommen?

LG
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Ad hoc würde ich sagen, dass du die Finger zu schräg aufsetzt. sie sollten mehr von oben kommen. Wenn du deinen Daumen nach hinten auf den Hals nimmst, erleichtert das die Fingerhaltung. Dazuhin sollte der Hals mehr vom Körper weg, also die Gitarre nicht parallel zum Körper halten sondern den Hals etwas vom Körper weg nehmen, Das unterstützt den richtigen Winkel der Greifhand.
 
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Hallo @DaniWeini

das kann natürlich an unterschiedlichen Dingen liegen, aber wenn ich mir die Bilder anschaue wäre mein Tipp für den C und F Akkord, dass bei dir der Daumen seihr weit oben ist (wahrscheinlich um ihn beim F zum Drücken der tiefen E Saite zu nutzen und beim C Akkord um eben diese Saite abzudämpfen).

In dem Konkreten Fall hatte ich ein änliches Problem. Sobald ich den Daumen eher richtung Mitte des Halses runter rutschen lasse hört das auf. Um Beim C abzudämpfen nutze ich jetzt den Ringfinger und beim F arbeite ich mit Barre, wenn ich die Hohe Saite klingen lassen möchte.
 
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  • #4
Hallo @Mati Hightree , danke für die schnelle Antwort! Meinst du mit zu schräg, bzw. "von oben" das die Finger mehr im rechten Winkel zum Hals sein sollten?
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Hi
Hallo @DaniWeini

das kann natürlich an unterschiedlichen Dingen liegen, aber wenn ich mir die Bilder anschaue wäre mein Tipp für den C und F Akkord, dass bei dir der Daumen seihr weit oben ist (wahrscheinlich um ihn beim F zum Drücken der tiefen E Saite zu nutzen und beim C Akkord um eben diese Saite abzudämpfen).

In dem Konkreten Fall hatte ich ein änliches Problem. Sobald ich den Daumen eher richtung Mitte des Halses runter rutschen lasse hört das auf. Um Beim C abzudämpfen nutze ich jetzt den Ringfinger und beim F arbeite ich mit Barre, wenn ich die Hohe Saite klingen lassen möchte.

Danke für die Antwort. Ja genau dafür nutze ich den Daumen. Da ich das immer schon so mache habe ich das Gefühl als würde mir die Gitarre "davonrutschen" wenn ich den Daumen auf den Hals gebe, hattest du das Problem auch? Beim F Akkord lässt es sich leider nicht vermeiden, da ich beim FMaj7 ja die hohe E klingen lassen möchte.
 
Meinst du mit zu schräg, bzw. "von oben" das die Finger mehr im rechten Winkel zum Hals sein sollten?
Ja, wird er meinen.

Frei gedacht könnte ein etwas breiteres Griffbrett für Dich nützlicher sein?

Hast Du einmal systematisch ermittelt, wie Du:
  • mit einem einzelnen (Zeige-) Finger die hohe E-Saite schnarren und nicht schnarren lassen kannst?
  • jene Positionen (unwillkürlich) veränderst, wenn Du 1, 2, 3, 4 weitere Finger mit dazunimmst?
  • schnarrende und nicht-schnarrende Griffwechsel durchführst?
Grüße
 
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Danke für die Antwort. Ja genau dafür nutze ich den Daumen. Da ich das immer schon so mache habe ich das Gefühl als würde mir die Gitarre "davonrutschen" wenn ich den Daumen auf den Hals gebe, hattest du das Problem auch? Beim F Akkord lässt es sich leider nicht vermeiden, da ich beim FMaj7 ja die hohe E klingen lassen möchte.
Nein, das problem kenne ich nicht. Passiert dir das denn auch zB bei Amoll und E Dur? Das wären für mich klassische Griffe um den Daumen auf der Mitte des Halses zu platzieren. Daran solle man mit etwas übung aber was ändern können.

Beim F Akkord hast du die Möglichkeit statt den Grundton auf der tiefen E Saite zu spielen, die D Saite als tiefste Saite zu nutzen. Dann braucht man den Daumen auch nicht derart weit oben.
Wenn ich Fmaj7 spiele und den Daumen da oben brauche spiele ich meist Fmaj7/C, dämpfe die Tiefe E Saite mit dem Ringfinger der D Saite und stör mich nicht an dem falschen Basston.

Aber hoffentlich haben hier andere noch bessere Tipps
 
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Hallo @Mati Hightree Meinst du mit zu schräg, bzw. "von oben" das die Finger mehr im rechten Winkel zum Hals sein sollten?
Beitrag automatisch zusammengefügt:
Ja, bei "richtiger" Haltung kommen die Finger direkt von oben auf die Saite. Das Ellenbogengelenk sollte möglichst einen entspannten 90°-Winkel haben. Das erreicht man, indem man den Hals etwas nach vorne (vom Körper weg) nimmt, dadurch entsteht schon fast automatisch der richtige Handwinkel.
Bei der Daumenhaltung kommt es auf die entsprechenden Spieltechniken an, klassisch liegt er so, dass man ihn, wenn ich von vorne aufs Griffbrett schaue, nicht sieht.
Wichtig sind vor allem auch kurze Fingernägel der "Greiffinger" sowie eine moderate Hornhaut auf den Fingerkuppen. Falls sich diese zu stark ausbildet kann man sie gelegentlich mit einer Hornhautfeile etwas formen und abnehmen.
 
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Was für eine Sattelbreite hast du denn an deiner Gitarre? Ich selbst habe sehr gerne mindestens 44,5, besser 45 oder 46 mm. Bei 43 mm oder gar weniger wird es bei eng, was an meinen relativ grossen Händen liegt, da wird es einfach zu eng. Es geht irgendwie auch mit 43, aber es ist umständlicher.
 
Was für eine Sattelbreite hast du denn an deiner Gitarre?
Die richtige Technik vorausgesetzt geht das mit jeder "handelsüblichen" Sattelbreite.
Ich habe ebenfalls große Hände und selbst auf meiner Reisegitarre geht das wunderbar.

Man sollte das eben sehr bewusst üben, bei täglichem "Training" sind solche Probleme meistens nach ca. 4 Wochen Geschichte.

Empfehlenswert ist, solche Übungen mit einem Amp, falls vorhanden, verstärkt durchzuführen - da hört man eventuell plötzlich zusätzliche Fehler, die noch gar nicht aufgefallen sind.
Akustikgitarre mit Verstärker verzeiht nichts.
 
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  • #10
Die richtige Technik vorausgesetzt geht das mit jeder "handelsüblichen" Sattelbreite.
Ich habe ebenfalls große Hände und selbst auf meiner Reisegitarre geht das wunderbar.

Man sollte das eben sehr bewusst üben, bei täglichem "Training" sind solche Probleme meistens nach ca. 4 Wochen Geschichte.
Also das bezweifel ich doch etwas. Ich spiele schon zig Jahre mehr oder weniger Gitarre E und A und wenn mir eine Gitarre mit 42 mm oder weniger in die Finger kommt, geht spielerisch auch viel, aber mir sind dann echt Grenzen gesetzt und das Ganze ist komplizierter für mich.
Ich glaube schon, dass man mit viel Übung und Stil gut mit 43 mm klar kommt, aber warum nicht 45 mm nehmen, wenn es besser passt?
 
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  • #11
Ich glaube schon, dass man mit viel Übung und Stil gut mit 43 mm klar kommt, aber warum nicht 45 mm nehmen, wenn es besser passt?
Da gebe ich dir gerne recht.
Bei der Eingangsfrage in diesem Faden ging es aber nicht um eine Kaufberatung sondern um die Lösung eines Problems bei vorhandenem Equipment, das meines Erachtens nach auch so gut lösbar ist.
Mano - nicht Material.
 
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  • #12
Hatte vor einiger Zeit ein ähnliches Problem, obwohl ich ein erfahrener Spieler bin. Siehe hier:
Posting
Nach relativ kurzer Zeit des Übens hab ich's dann doch schnarrfrei hinbekommen.
Also nicht aufgeben, Üben hilft!
 
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  • #13
Mein Vorschlag ist auch mal im stehen zu spielen und die Daumenposition wie beim Cello/Contrabass
auszuprobieren.
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  • #14
Ich seh das auch so. Die Finger haben vorne einen Punkt, wo der Knochen aufhört. Mit diesem Punkt, also mehr oder weniger der Knochenspitze die Saiten abgreifen. Wahrscheinlich sind die meisten daran gewöhnt mit den Fingerkuppen zu Greifen und zu Halten, Kaffeebecher zum Beispiel. Dafür sind Fingerkuppen auch gut und ermöglichen mit ihrer Weichheit eine größere Kontaktfläche. Eben diese größere Kontaktfläche ist beim Gitarrespielen nicht vorteilhaft, weil die Saiten zu nahe beieinander liegen. Also nicht mit den Fingerkuppen sondern mit den Fingerspitzen greifen.
 
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  • #15
Du hast Fotos gepostet. Weil ich dachte, "da stimmt was nicht auf seinen Bildern" habe ich mal auf die eigenen Finger geschaut. Dein Ringfinger ist nie nah genug am Bund. Jeder Finger muss optimal sitzen. Suche den Fehler also weiter oben.
Übe C=x32013, Wechsel zu C=x32010.
Wenn es anfangs schnarrt, wird es später unmöglich, es schnarren zu lassen.
 
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  • #16
Die ganze Handhaltung ist leider weit weg von optimal.
Das hat auch wenig mit den Fingern zu tun, sondern mit der Orientation der Hand.
Du verschenkst unglaublich viel Kraft/Energie und deine Finger drehen sich automatisch ein.
Hier ein paar Tipps aus zehnjähriger Gitarrenlehrer-Erfahrung:
Physik: Die wenigste Kraft brauchst du, wenn die Kraft, die du von vorne mit den Fingern auf das Griffbrett bringst, auf der Rückseite vom Daumen mittig wieder aufgefangen wird.
Dein Daumen sollte sich also von der Position her in der Mitte der anderen Finger befinden. Dein Daumen ist aktuell auf der einen Seite, deine Finger auf der gegenüberliegenden. So erzeugst du ein Drehmoment und verpulverst locker 80% deiner Kraft völlig nutzlos in die Gegend.
Ich hab mal fix in eines deiner Bilder so "Kraftpfeile" eingezeichnet. Die Roten sind so wie die Kraft aktuell wirkt, die Grünen wären optimal.
Bildschirmfoto 2026-05-12 um 14.31.52.webp


So erklärt sich auch das, was die anderen Kommentatoren hier schon gesagt haben:
Deine Finger greifen nicht senkrecht auf das Griffbrett sondern schräg und verursachen so einige Probleme.

Das zweite Optimierungspotenzial findet sich am unteren Rand des Gitarrenhalses:
Das ist eine Gitarre, kein Baseballschläger. Du musst also den Hals gar nicht fest umgreifen und fest halten.
Ganz im Gegenteil möchte man eigentlich möglichst wenig Kontaktfläche. Das macht später auch das Rutschen in höhere Lagen viel einfacher.
Auch hier wieder ein Bild:
An der roten Linie hast du Kontakt, der ungewollte Reibung erzeugt. Die grüne Linie wäre besser.
Der Abstand hier ist aber einfach von deiner Handgröße abhängig.
Bildschirmfoto 2026-05-12 um 14.36.32.webp


Beide Probleme hängen aber zusammen:
Du willst den Hals fest greifen, suchst den Kontakt unten am Griffbrett und dann musst du zwangsläufig den Daumen wegdrehen, weil du recht große Hände hast.
Generell also einfach: Die Gitarre lockerer halten, mit weniger Kraft spielen und weniger Kontaktflächen schaffen, indem du die Finger gerader zum Griffbrett orientierst.
Du wirst merken, dass sich vermutlich auch ein wenig deine Haltung verändert, also der Winkel in dem du den Hals hältst. Möglicherweise kommt es dir so vor als ob du den weiter nach vorn schiebst oder je nachdem wie schräg du aktuell sitzt sogar auch das Gegenteil.
Es wird aber dauern sich an so eine neue Haltung zu gewöhnen. Das ist eins dieser Dinge wo sich Schüler dann ärgern und sagen "hätte mir das mal jemand von Anfang an gesagt", also ein typisches Ding, wo man als Autodidakt viel zeit verschenken kann und was ein Lehrer direkt in der ersten Stunde korrigiert hätte.
Tipp: Ganz bewusst mal ausfühlen wie sich das anfühlt. Am Anfang wird sich das für dich vmtl so anfühlen, als würdest du Kontrolle verlieren, als würde alles wackeln, Sicherheit verloren gehen.
Aber das ist genau das was du letztlich möchtest. So wenig Kraft wie möglich, so wenig Kontakt wie möglich. Das erleichtert das flüssige Spielen, schnelle Wechsel und strengt dich viel weniger an.
 
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  • Ersteller
  • #17
Hallo zusammen, vielen Dank für eure Antworten, die helfen mir alle schon mal sehr gut weiter. Bezüglich der Gitarre, ich habe eine Dowina mit einer Sattelbreite von 44cm und ich möchte auch nicht notwendigerweise eine neue Gitarre mit breiterem Sattel kaufen.

Danke @Disgracer das du dir die Mühe gemacht hast sogar die Bilder so genau zu analysieren. Ja ich bin tatsächlich Autodidakt und kämpfe oft mit Problemen bzw. Fehlhaltungen die ich mir falsch antrainiert habe. Ich habe das Feedback den Daumen hinten mittig zu halten schon öfters bekommen und habe dabei aber das Problem das sich alles dann sehr verkrampft, um das besser darzustellen habe ich ein Video gemacht, das mein Problem und die verkrampfte Haltung denke ich gut veranschaulicht. Und da habe ich das Gefühl das ich noch mehr Kraft brauche und nicht locker bin, vielleicht kannst du da nochmal drüber sehen, ob das einfach nur so ist weil ich die Haltung noch nicht kenne oder ich da was falsch mache.


View: https://www.youtube.com/watch?v=HrTcPoV4FxQ

LG Daniel

btw @Poppotov danke für den Hinweis mit dem Ringfinger.
 
  • #18
Wieder Ad hoc: Schieb den Hals weiter vom Körper weg, du winkelst zu stark an. Dann wird gleich alles viel entspannter bzw. lockerer.
 
  • Ersteller
  • #19
@Mati Hightree darauf hab ich jetzt tatsächlich nicht geachtet versuch ich gleich mal
 
  • #20
Hab‘s jetzt nur fix unterwegs gesehen:
Du kannst mal probieren den linken Ellbogen weiter vom Körper wegzunehmen.
So, dass dein Arm quasi im rechten Winkel zum Hals steht.

Ganz generell muss da aber jeder ein wenig mit der Haltung rumprobieren.
Grundlegende Regel: Es sollte sich locker und entspannt anfühlen. Du sprichst ja von „verkrampft“, das ist immer schon ein Zeichen davon, dass das nicht optimal ist.
Also wirklich mal ganz bewusst alles entspannen und locker lassen, entspannt sitzen und dann mal ein paar Akkorde greifen und gucken wie sich das anfühlt.
 
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