ICQ und der Datenschutz

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Hi,

erstmal vorneweg, ich bin jetzt niemand der bei Datenschutz gleich an die Decke geht, ich nutze ein Social Network (nicht Facebook), aber verteile auch nicht groß meine Daten im Internet.

Natürlich nutze ich auch ICQ, kommt man ja heutzutage nichtmehr dran vorbei. Ich nutze aber den alternativen Client "Pidgin", da mir ICQ zu überladen ist.

Heute weist mich ein Freund darauf hin, dass er es gut findet, dass man jetzt die Stati der Benutzer über einen gewissen Zeitraum hinweg zurückverfolgen kann... wie bitte? Das machen zwar viele Social Networks auch, aber irgendwie hab ich hierbei da einen leichten Beigeschmack. Ein Blick in die AGB:

http://www.icq.com/legal/privacy.html?lang=de-DE

Your ICQ Services Information consists of personally identifiable information provided by you or otherwise collected or obtained by ICQ when you interact with the ICQ Services

Okay, das war klar, auch wenn ich gern wüsste was "personally identifiable" jetzt genau heisst. Bezogen auf ICQ Nummer, E-Mail?

Registration-related information (such as name, home or work addresses, e-mail addresses, telephone and fax numbers, birth date or gender);

Natürlich gibt man ja selbst an

Certain technical information gathered or received when you use the ICQ Services.

Okay, sowas ist für die Programmierer interessant.

Your ICQ Services Information may be supplemented with additional information from other companies.

Heisst das jetzt, die holen Daten von Dritten dazu, um mein Profil zu vervollständigen? Weitet das "personally identifiable" jetzt aus? Auf Was genau?

Des weiteren kann man da noch lesen, dass Einträge in öffentlichen Bereichen an Dritte gegeben werden können, des weiteren angepasste Werbung (mittlerweile Standard).

Zu AOL Zeiten war es ja so, dass AOL sämtliche Rechte an allen gesendeten Nachrichten hatte. Mittlerweile ist der ganze Karren ja an eine russische Firma gegangen, auch nicht viel besser, oder?

Was meint ihr, wird ICQ nach Facebook die nächste Datenkrake? ;)

Vielleicht ein wenig überspitzt formuliert, aber ansonsten kommt keine Diskussion zu stande :D

Gruß,

Tim
 
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nicowinkel
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jo, seh ich genau so.......sauladen
 
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lalla
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Das Problem ist ja, das ICQ "kostenlos" ist. Aber man bezahlt halt mit seinen persönlichen Daten für diesen vermeintlich "kostenlosen" Dienst. Insofern nicht verwunderlich, je größer die Datenbank ist, desto mehr ist das Unternehmen wert. Kann man denen auch nicht groß übel nehmen eigentlich. Ich meine, wer erwartet, sowas kostenlos zu bekommen... Und da werden jetzt auch kurzerhand Daten Dritter genommen und mit deren verknüpft. Das passiert sonst doch erst bei den Werbeunternehmern, hier immerhin mehr oder weniger weiß man noch wer das macht.

Aber man kann sowas auch umgehen. Man kann zum Beispiel Jabber benutzen, das Protokoll ist eh viel besser. Oder aber man nutzt einfach einen alternativen Client mit OTR-Unterstützung, dann bekommt ICQ das recht auf nen haufen Datenmüll, da wird dann nämlich alles verschlüsselt versendet. Und es ist vollkommen unkompliziert. Und ansonsten sollte man da auch nicht zu viel persönliche Informationen reinbuttern, dass versteht sich für mich von selbst. Weil was da einmal stand, wissen die dann.

So sieht auch mein Standard-Prozedere in sozialen Netzwerken aus, wenn ich mich derer entledige: Erstmal alles Personenbezogene in einer schönen Runde Bullshitbingo ersetzen, Email-Adresse wird zur Anonymen Wegwerfadresse geändert, die nach 24h abgelaufen ist und dann, erst dann wenn alles geändert und 1-2 Stunden da so stand, wird das Profil gelöscht. Die sind ja immer an den aktuellsten Datensätzen interessiert und so ganz vertrau ich dem "wir löschen alles" nicht(Stand bei Facebook ja sogar mal in den AGB).

Also man kann sich vor sowas auch relativ einfach schützen, ohne großartig auf Komfort zu verzichten. Und ansonsten, um auf diene eingängliche Frage zurückzukommen: Nein, ICQ wird nicht die nächste Datenkrake. Vielmehr ist ICQ schon seit Ewigkeiten eine Datenkrake, aber es interessiert halt niemanden, weil man langsam dran gewöhnt wurde.


Grüße

Lalla
 
ShredX
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So sieht auch mein Standard-Prozedere in sozialen Netzwerken aus, wenn ich mich derer entledige: Erstmal alles Personenbezogene in einer schönen Runde Bullshitbingo ersetzen, Email-Adresse wird zur Anonymen Wegwerfadresse geändert, die nach 24h abgelaufen ist und dann, erst dann wenn alles geändert und 1-2 Stunden da so stand, wird das Profil gelöscht. Die sind ja immer an den aktuellsten Datensätzen interessiert und so ganz vertrau ich dem "wir löschen alles" nicht(Stand bei Facebook ja sogar mal in den AGB).

....denke dass hilft auch nix, denn die haben zu den ganzen Datensätzen sicher auch eine Historie gespeichert.
Allles was man da mal eingibt is für immer drin, das Netz vergisst eben nie.
 
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....denke dass hilft auch nix, denn die haben zu den ganzen Datensätzen sicher auch eine Historie gespeichert.
Allles was man da mal eingibt is für immer drin, das Netz vergisst eben nie.

Ich denke schon, dass das in gewisser Weise helfen wird. Klar werden irgendwo noch die alten Datenbanken rumgeistern, aber nach und nach wird sicherlich da das neue eingetragen. Die sind da ja schon an den aktuellsten Datensätzen interessiert. Aber selbst wenn es nichts bringt, das Gefühl ist da und die Chance, dass solche Datensätze wirklich verschwinden ist größer.

Aber stimmt, mann muss dann ja eigentlcih nur immer die Datenbanken abgleichen und die "tote" IEnträge, die mit "abcd" etc. ausgefüllt wurden rauslöschen und kann dann die alten Datensätze aber drin lassen. So würde sich auch die hohe Zahl an "NUtzern" erklären. So hbae ich das noch gar nicht bedacht.

Könnte aber bie ICQ interessant werden. Wenn die irgendwann mehr als 999999999 benutzer angeben kann da was nciht stimmern, zieht man dann ncoh die ganzen ICQ-Test-Accounts raus...


Grüße

Lalla
 
hohoho
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....denke dass hilft auch nix, denn die haben zu den ganzen Datensätzen sicher auch eine Historie gespeichert.
Allles was man da mal eingibt is für immer drin, das Netz vergisst eben nie.
Das stimmt natürlich auch wieder ... darum trage ich bei solchen Netzwerken von Anfang an totalen Käse ein :)

Ein guter Tipp für Wegwerf-Email-Adressen ist Mailinator. Benutze ich fast überall ( ICQ, Foren ( natürlich nicht hier im MB, da hab ich schon meine echte Adresse ;) ) ), sehr netter Service.

Gruß,
Artur
 
SkaRnickel
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Das mit dem Löschen klappt nicht. Habe sämtliche Daten bei meinem Facebook-Austritt geändert, da wird der Account ja nur deaktiviert. Aus versehen hat sich mein Handy aber wieder bei FB angemeldet, Account wurde reaktiviert. Alles wieder da, inklusive sämtlicher Bilder.

Über Umwege in den FAQ und mit der Behauptung, mein Account sei gehackt worden, hat Facebook meinen Account dann endgültig gelöscht - aber die Daten werden bei denen trotzdem noch liegen, der Zug ist abgefahren.
 
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@SkaRnickel Sehr interessant, das wusste ich so noch nicht. Werde ich wohl meine Profile so noch ein Weile drinne lassen müssen, bevor ich sie dann lösche.

Eine noch schönere Wegwerfadresse gibt es vom CCC, das ganze nennt sich Anonbox und ist vollständig anonym. Und um 24 Uhr ist die Mailadresse dann endgültig gelöscht, samt aller Mails, Logs, etc.
 
Martman
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Man kann zum Beispiel Jabber benutzen, das Protokoll ist eh viel besser.
Das hätte ich jetzt auch vorgeschlagen. Allerdings sind wir zwei wohl die einzigen im Musiker-Board, die Jabber kennen – es sei denn, hier meldet sich noch jemand.

Ist ja auch klar. In Deutschland wird Instant Messaging meistens mit ICQ gleichgesetzt. ICQ hat diesen tollen Klickibunti-Client, der der Einfachheit halber auch ICQ heißt, somit heißen mal wieder Server, Dienst und Client gleich. Außerdem gilt als Numero-Uno-Totschlagargument: "Meine Freunde haben auch alle ICQ."

Und Jabber? Ist in den meisten Punkten ICQ überlegen. Aber: Anscheinend ist das nur ausgesprochenen Geeks bekannt. Es gibt keinen ach so tollen Klickibunti-Client mit eingebauten Spielen (und nicht abschaltbarer Werbung). Zu allem Überfluß gibt es weder "Jabber den Client" zum Downloaden noch "Jabber den Server" zum Anmelden und Einloggen. Es gibt etliche Clients, manche können nur Jabber, manche können alles Mögliche, aber keiner davon heißt Jabber, und man hat die Qual der Wahl. Es gibt zwar einen Server unter Jabber.org, aber den muß man nicht nutzen, es gibt obendrein Dutzende öffentliche Server im deutschsprachigen Raum, die leistungsfähiger sind, aber da muß man dann auch schon wieder selbständig auswählen, was ICQ einem vorkaut. Man könnte sogar seinen eigenen Server betreiben, aber wer macht das schon außer der Sorte Nerds, die schon einen eigenen Webserver und einen eigenen Mailserver am Laufen hat. Und wo wir schon mal dabei sind: Eingefleischte Geeks werden nicht müde, darauf zu pochen, daß auch der Dienst (in diesem Fall eher das Protokoll) nicht Jabber heißt, sondern XMPP.

Man könnte auch die meisten anderen Vorteile von Jabber ins Negative umkehren, wo man schon mal dabei ist.
  • Hinter Jabber steht kein geld- und machtgeiler Konzern. Nachteil: Keine Jabber-Werbung in der Glotze (siehe Pro7 und ICQ, warum wohl ist ICQ so groß).
  • Jabber ist komplett frei und offen. Siehe oben. Nachteil: Weder das Protokoll noch irgendein Client wird von irgendeinem Konzern getragen und geschlossen gepflegt. Höchstens von Google gibt's ab und an Input.
  • Im übrigen sind's wieder nur Geeks und Linux-auf-dem-PC-Nutzer, die sich was draus machen, ob etwas frei oder proprietär ist.
  • Jabber kann legal unter anderen Systemen als Windows genutzt werden. Interessiert aber auch keinen, weil jeder™ Windows hat.
  • Daß man seinen Server frei wählen kann, heißt auch, daß man mehr als nur seinen Nick/seine Nummer im Client eintragen muß, um sich einzuloggen. Vor allem hat der Client im Gegensatz zu ICQ die Serverdaten nicht fest ins Programm gegossen, weil das sinnlos wär.
  • Verschlüsselung macht auch alles nur komplizierter. OTR kann nicht jeder Client und wohl auch nicht jeder Server, PGP/GPG hat keiner, und überhaupt kann man das nicht ganz easy mit 1 Mausklick anknipsen, und dann liest keiner mehr mit™.
  • Die Gruppenchats sind mindestens auf demselben technischen Niveau wie IRC. Das macht die Sache aber auch wieder komplizierter, weil man sogar für einen Spontanchat zu dritt einen Raum administrieren darf, während man sogar bei IRC das Administrieren anderen überläßt.
  • Aus Jabber raus kann man mit praktisch allen anderen IM-Diensten kommunizieren. Aber dafür braucht man beim jeweiligen Dienst wieder ein Konto, außerdem ist das auch nicht so pipieierleicht bewerkstelligt. Man braucht einen Server mit entsprechenden Transports, man muß wissen, wie man die einrichtet und sich da einloggt (ganz zu schweigen davon, daß man die erst finden muß), wenn der eigene Server keine Transports hat, muß man wissen, welcher Server sonst welche hat, die man mitnutzen kann...

Die Quintessenz ist, daß keine Sau Jabber benutzt, zum einen, weil keine Sau Jabber kennt, und zum anderen, weil es für den Durchschnitts-DAU einfach zu kompliziert ist (zu kompliziert = komplizierter als MSN und ICQ).

Das Verrückteste ist ja, daß etliche Bundesbürger schon mindestens eine Jabber-ID haben, es aber gar nicht wissen. Und zwar alle, die bei GMX, Web.de, 1&1 oder Freenet sind. Ist ja auch klar, die großen Anbieter wollen nicht mit "Jabber" oder "XMPP" Werbung machen, das könnte die Leute abstoßen, genau wie "Linux", das mittlerweile nicht nur von Google im Zusammenhang mit Android und Chrome OS und von Nokia im Zusammenhang mit Maemo und MeeGo gemieden wird wie das Weihwasser vom Teufel, sondern auch von Ubuntu. Wie in all diesen Fällen niemand wissen darf, daß Linux druntersteckt, darf auch niemand wissen, was hinter den Multi-Messengers von GMX und Web.de steckt, nämlich etwas Freies, nicht hinter proprietären Konzernlizenzen und Patenten Verstecktes. Das wollen die Leute nämlich nicht.

Wo wir gerade bei Facebook sind: Es wird auch hier eifrig an freien Alternativen gearbeitet. Insbesondere zwei: zum einen Diaspora*, die Schlagzeilen machten, als sie über 100.000 Dollar an Spenden für den Sommer einnahmen, zum anderen OneSocialWeb, die angeblich weiter sind als Diaspora*. In beiden Fällen steckt dahinter eine Idee, wie man sie auch von Jabber kennt – und auch von E-Mails, nämlich lauter dezentrale Server statt einer zentralen Serverfarm und Datenkrake, und man darf sogar seinen eigenen Server betreiben. Hat den Vorteil, daß die Betreiber keine dicke Serverfarm für alle Kunden fahren müssen und somit Geld sparen, und den, daß man immer die Möglichkeit hat, sich wo zu registrieren, wo die eigenen Daten nicht mißbraucht werden. Natürlich wird alles unter freie Lizenzen gestellt.

Kommen wir wieder mal zu den Pferdefüßen:
  • Wie das Ganze aussehen soll, weiß noch keiner, weil weder Diaspora* noch OneSocialWeb schon was Vorzeigbares online hat.
  • Auch wenn der Kram im Herbst läuft, wird er gerade mal so laufen, aber bestimmt nicht mit allen angedachten Features. Die komplette Software wird wohl zunächst schwer buggy und unterausgestattet sein. Ich meine, wie lange hat es gedauert, bis Psi zu dem geworden ist, das es heute ist, und einen wie weiten Weg hat Psi noch vor sich?
  • Zunächst mal wird man vermutlich gar nicht umhinkommen, seinen Seed (sein Konto) auf einem eigenen Server zu parken, weil es erstmal keine öffentlichen Server gibt und zumindest Diaspora* wohl keinen "offiziellen" Server haben soll.
  • Ich rechne mal damit, daß OneSocialWeb und Diaspora* nicht zueinander kompatibel sein werden.
  • Weder OneSocialWeb noch Diaspora* wird wohl Zugriff auf die großen proprietären Dienste haben. Auf Facebook nicht, weil Facebook das schon in der EULA unter Strafe stellt. Auf kleinere Dienste (unter anderem) nicht, weil die nicht wichtig genug sind. Auf die VZs und WKW nicht, weil die Amis gar nicht wissen, was das ist, und selbst wenn sie es erfahren, ist es ihnen Wurscht, weil's keine amerikanischen Dienste sind. Da sind dann deutsche Coder gefragt, die dafür Patches bauen und hoffen dürfen, daß die irgendwann in den Trunk übernommen werden, damit nicht jeder VZ-Nutzer sich seinen Seed und/oder Server und/oder Client aus handgepatchten Quellen bauen darf.
  • Wen interessieren andere Social Networks? Facebook == Social Networking. Okay, es gibt noch die VZs und Wer-kennt-wen, aber die sind eher was für die, die keine ausländischen Freunde haben, ältere Semester, die allem Amerikanischen nicht trauen, und diejenigen, deren Freunde auch alle™ auf StudiVZ sind.
  • Woraus resultiert, daß, wenn man sich dann doch für Diaspora* oder OneSocialWeb entscheidet, man allein auf weiter Flur steht und kein Schwein da kennt.
  • Frei interessiert wieder keine Sau. Interessant wäre allenfalls, daß es nicht Facebook ist. Ist aber schwieriger einzurichten, weil dezentral, also laufen sie alle wieder zum Fratzenbuch zurück.
  • Die Amis werden wieder ein besonderes Problem damit haben, weil es frei und offen ist. Wenn es nicht kommerziell und proprietär ist, ist es nicht kapitalistisch, somit sozialistisch, wird somit mit Marx, Engels, Lenin, Stalin und Chruschtschow assoziiert und ist folglich böse.
  • Die meisten Deutschen werden ein anderes Problem haben, nämlich das, daß es wohl ein Weilchen dauern wird, bis sich Freiwillige finden, die die Software komplett ins Deutsche übersetzen, und Englisch kann doch keiner.
Was hierzulande für einen Run auf eins dieser Netzwerke verursachen könnte, wäre mal wieder eine amtliche staatlich verordnete Panikmache wie die gegen den Internet Exploder und für den Firefox, so Marke "Facebook ist pöhse, Facebook klaut eure Daten und spioniert euch aus, geht lieber zu OneSocialWeb" plus Klick-für-Klick-Anleitung auf Computer-BLIND-Niveau. Wieso macht das eigentlich keiner bei MSN, ICQ, AIM und Yahoo! Messenger und schickt die Leute in Horden zu Jabber?


Martman
 
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und wenn jemand Jabber kennt, dann nur als Google Mail Chat. Wobei die wohl keinen Deut besser sind als ICQ.
 
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Richtig. Wenn ich mir schon einen Jabber-Server such, dann ganz sicher nicht bei Google. Mal davon abgesehen, daß die die Kompatibilität zu anderen Jabber-Servern erst kleckerweise und widerwillig eingeführt haben.


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Mir reicht es ja schon wenn ich unter falschen Namen testweise bei facebook reinschaue. Sucht man da nach jemanden ganz normalen, also keinen Prominenten, den man kennt und schaut da mal wer alles unter Freunden aufgelistet ist. ... dann merkt man dass das ja wohl kaum jemanden was anzugehen hat. Man stelle sich nur vor dass irgend ein Depp aus dem Leben denen dann irgend eine peinliche Jugendsünde unter die Nase reibt und schon ist man der Trottel der Community. Also wenn ich mich zum Gespött machen will kann ich doch gleich nackt und mit Namensschild über die örtliche Haupteinkaufsstraße latschen:gruebel:.
 
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zu behaupten, dass nur 2 Leute im MB Jabber kennen ist ja jetzt wirklich etwas weit hergeholt...
aber mir geht's auch so... vielleicht 4 Leute die ich kenne benutzen Jabber, davon hab ich mit einem eigentlich garnicht zu tun und mit zwei meist doch über icq, weil sie eher das an haben, als Jabber. Bleibt noch einer.
Das ist schon mager. Obwohl Jabber so viel besser ist. Steckt aber eben keine Werbung dahinter und keine Features, die kleine Teenies veranlassen, das ihren Freunden zu empfehlen
 
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Facebook-chat ist Jabber (hängt bei mir mit am Pidgin), da hängen also mehr leute dran als man denkt :)

Gruss, Ben
 
Martman
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Ja, das hat mich auch schon verwundert. Wobei es kein vollwertiges Jabber ist (sogar Verbindungen zu anderen Servern gehen nur von diesen anderen Servern aus, und es werden nur zwei, drei Statusmeldungen unterstützt), sondern Facebook sich nur das Nötigste aus XMPP rausgesucht hat.


Martman
 
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Und wie zuvor schon gesagt, sind FaceBook und Google die letzten denen ich mein Geschreibsel anvertrauen möchte, FaceBook weit vor Google :D
 

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