Intention für anziehende Preise und Modell-/Design-Pflege bei Epiphone?

von Minor Tom, 04.02.20.

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  1. Minor Tom

    Minor Tom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.20   #1
    *Edit: Aus diesem Thema ausgelagert*

    Mir wär die noch viel sympathischer, wenn man nicht gleichzeitig drastisch mehr für die ohnehin schon vorher um einiges teurer gewordene Epi LPs und SGs bezahlen müsste. Jetzt ist man im Preisbereich, in dem früher die Signature Modelle und die hochwertigen Modelle mit echten Maple Caps angesiedelt waren.


    Angeblich sollen die LPs aus der "Inspired by Gibson" Linie auch Maple Caps haben? Weiss da jemand genaueres? Koffer ist auf jeden Fall nicht inklusive.


    Überhaupt: "Inspired by Gibson". Da ist den Marketing Leuten wohl nix besseres eingefallen. Oder waren die Epi LP und SG Modelle früher Originalentwürfe von Epiphone, von denen sie jetzt plötzlich festgestellt haben: Mann, Gibson baut ja was ganz ähnliches :weird::ugly::D
    Die Kopfplatte kanns nicht sein, erstens sieht die doch um einiges anders aus als die Gibson Open Book Kopfplatte, und zweitens wurde die nach meinem Kenntnisstand schon so ähnlich verbaut, als Epiphone noch eine eigenständige Firma war (auf jeden Fall schon seit ziemlich langer Zeit). Nur halt nicht bei den LP/SG Modellen.


    Ja, die Gibson / Epi Leute versprechen, sich näher an das Vorbild anzunähern! Im Falle von Gibson an die "Heilige-Gral-Gitarren" aus 1958-1960, im Falle von Epi an die Vorbilder von Gibson. Und schwupps, und ohne dass man näher drauf eingeht kostet die aktuelle Gitarrengeneration mal eben mindestens 30% mehr.
    Hier scheinens mal eben locker 50% Aufschlag zu sein. :whistle:
    Und es scheint sich auch keiner dran zu stören - ist das Board hier der geheime Tummelplatz der Yuppies und Hipster? :cool::cool::rolleyes:



    So, nachdem ich kurz durchgeschnauft habe :o, meine Meinung zur Kopfplatte. Die alte hat mir nicht so richtig gefallen, jedenfalls die "nackte" Version. Mit Binding auf LP Customs oder "in gross" auf den Jazzboxen sah das schon ganz anders aus. Die find ich aber nur marginal besser, wie @crazy-iwan bin ich der Meinung dass die (auf jeden Fall auf diesen Solidbodies) was Unproportioniertes hat, was nach wie vor mit den von den Gibsons geprägten Sehgewohnheiten kollidiert.
     
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  2. Plektomanic

    Plektomanic Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.20   #2
    Tja ..Jeder will Billige Gitarren , es gibt immer mehr Menschen , immer weniger Natur ..folge : Rohstoffe werden teuerer , das Endprodukt wird teuerer ..Das IST einfach so ..es wär ja NOCH Perverser wenn alle diese Gitarren immer BILLIGER werden ..
    China Kann das noch weil sie eben NOCH genug Ressourcen haben ..Ist es denn nicht so ??:nix:
    Wir Menschen müssen wieder lernen diese Dinge Mehr zu schätzen ..
    Da passt auch grad gut dass ich (Idiot..:igitt::ugly:) meine Epiphone Brent Hinds V Verkauft hab , was mir JETZT schon wieder leid tut ..
     
  3. KickstartMyHeart

    KickstartMyHeart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.20   #3
    Nein, ist es nicht. Der Weg der Instrumenten-Produktion folgt im Rahmen der Globalisierung seit knapp fünfzig Jahren der volkswirtschaftlichen Entwicklung unterschiedlicher Länder und ist nach Japan, Südkorea und Indonesien mittlerweile in Festland-China angelangt. Die Gitarrenindustrie ist nicht so groß, dass sie einen Impact auf die Rohstoffe hat. Was die Preise von in China gefertigten Gitarren nach oben bringt, ist - bei mittelpreisigen Instrumenten - ein gewollt besseres Fertigungsniveau bzw. bessere QC und bei Billiginstrumenten vor allem der auch in China steigende Wohlstand und das dementsprechend gestiegene Lohnniveau. Man darf gespannt sein, welches Land als nächstes drankommt. In Sachen Lebensstandard-Minimum ist Asien dafür fast schon ausgelutscht (in Bangladesh vielleicht noch). M.E. wäre jetzt langsam bzw. in den nächsten fünf bis zehn Jahren der Wechsel nach Afrika/Sub-Sahara aus volkswirtschaftlichen Gründen interessant.
     
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  4. Minor Tom

    Minor Tom Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.20   #4
    Bangladesh kennt man ja schon von Billig-Textilien. Da Gitarren kein Super-Hitech sind und Pickups/Mechaniken etc. eh zugekauft werden, ist deine (@KickstartMyHeart) Spekulation IMHO gar nicht mal so weit hergeholt. Das Holz ist vielleicht ein Problem.

    Neuerdings kommen die Klampfen ja auch aus Vietnam. Afrika kann ich mir allerdings nicht vorstellen, dazu fehlt zuviel Infrastruktur und die politische Stabilität ist meistens ganz mies (neutral ausgedrückt ...). Oder war das von dir eher ironisch gemeint?

    Klar ist auf jeden Fall, dass in der globalisierten Welt ein guter Teil der Gitarren immer da gefertigt werden, wo die Arbeit möglichst wenig kostet. Auch wenn das mit der Erfahrung im Gitarrenbau noch nicht so weit her ist. Für die untere Mittelklasse achtet man halt darauf, dass keine groben Patzer passieren. Dann kann man die Klampfe (in unterschiedlichen Preisregionen je nach Qualitätstufe) billig anbieten, sonst drängt einen die Konkurrenz aus dem Markt.

    EDIT:
    Oder man versuchts wie anscheinend Epi zur Zeit und setzt auf das Gibson Image ....
     
  5. socccero

    socccero Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.20   #5
    Naja hier finden sich schon viele Erwachsene Kinder mit Sammelleidenschaft und etwas mehr Spielgeld. ‍♂️
    Das muss man aber nicht so negativ sehen.

    Da ich preislich sonst fast nur nach oben sehe (auch wenn ich zuletzt eher günstiger einkaufte), finde ich 550 Euro nicht so wild, besonders im Verhältnis zu einer ähnlichen neuen Gibson.

    Da ich die Epis bisher so hässlich fand, hab ich aber auch nicht so auf die Preise bisheriger Epis geachtet.


    ____________________________
    Apropos Yuppie...

    Ich glaube ich hätte gern einen Two Rock und/oder Divided by 13 FTR37 Amp. :rolleyes:

    Aber ich kaufe nur noch in Ergänzung, denn den Mesa Mark gebe ich nicht mehr her.

    ...also sparen. Im Herbst vielleicht...

    (Wenn ich zwischendurch doch einen bluesbreaker kaufe, konnte ich mich nicht beherrschen^^)
     
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  6. Minor Tom

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    Erstellt: 04.02.20   #6
    Keiner ist gezwungen, die Preise zu verfolgen. Und eine rein ästhetische Beurteilung ist ja nicht verkehrt. Mich hat nur gewundert, dass (anscheinend) gar keiner was zu den Preisen gesagt hat. Schliesslich lagen die Epiphone Les Paul Standards vor 3-4 Jahren so von knapp 300 bis 350 Euro (je nach Güte des Furniers, Ausstattung und Farbe. Die Variante "Ebony" ohne PU Split etc. war immer die preiswerteste).

    Dann haben sie auf knapp 400 bis 450 Euro angezogen. Das fand ich schon ziemlich sportlich. Jetzt gehts anscheinend bei 550 los. :dizzy:



    Für die Gibson Custom Shop Modelle gabs ja schon mal ein entsprechendes "Ab durch den Kakao" Video. Viele werdens schon kennen, aber es ist immer wieder schön :tongue: Und passt IMHO auch hier ganz gut.
     
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  7. crazy-iwan

    crazy-iwan Gesperrter Benutzer HFU

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    Erstellt: 04.02.20   #7
    Die Preise habe ich im Userthread schon öfter angesprochen, die sind zuletzt in der Tat recht hochgezogen.

    Die neuen Modelle haben aber andere Specs.
    Wenn man bedenkt, dass manche Paulas den Long Neck Tennon haben, dass die wieder vermehrt auf Grover setzen, dass die Tonabnehmer endlich was taugen, dass sie da komplexere Schaltungen verbauen...
    Ich finde die Preise OK - wenn die Qualität stimmt. Die Mitbewerber stehen da nicht besser oder schlechter dar.
    Und man hebt sich damit auch wieder sinnvoll von den Billiganbietern ab, vlt. überlässt Gibson hier bewusst den Einsteigermarkt an die Firmen, die das besser bedienen wie Thomann oder andere Chinafabrikate ohne Markennamen und -Shaping.

    Aber ja, schön waren die Zeiten, als man ne Epi SG für 215 bekommen hat...



    Was mich trotzdem echt aufregt ist das Pickguard. Wieso zur Hölle ist das bei Epi nicht passend? Was machen die da falsch?
     
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  8. Minor Tom

    Minor Tom Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.20   #8
    Die PUs haben sie noch zu Henrys Zeiten mit gehörig Marketing Rummel auf USA Specs gesetzt. Ich weiss nicht, ob das jetzt mit der neuen Linie noch mal verändert wurde. Die Top-End Epis wurden früher übrigens mit Gibson USA Tonabnehmern (und Maple Cap, ich glaube auch Long Neck Tenon) ausgestattet. Koffer war auch dabei. Die haben allerdings auch damals schon ab ca. 550€ gekostet.

    Was sie mal angehen könnten: Dieser atombombensichere PU-Panzer, der bei Epis als Lackierung durchgeht. Der ist ja gefühlt ein paar Millimeter dick :igitt:

    Das ist halt der Knackpunkt: Liefern sie wirklich einen Gegenwert für die höheren Preise? Darauf zielte ja auch meine Frage nach dem Maple Cap ab.

    Ja, das SG Pickguard sieht wirklich seltsam aus :ugly: . Einmal drauf aufmerksam gemacht, kann man nicht mehr weckgucken :D
     
  9. crazy-iwan

    crazy-iwan Gesperrter Benutzer HFU

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    Erstellt: 04.02.20   #9
    Ich finde den ja gut. Meine SG hat trotz des Panzers schon einige... Spuren von Rock'n'Roll.
    Ich verstehe sowieso den Rummel um Nitro nicht, nur weils früher benutzt wurde... es gibt für mich keinen objektiven Vorteil, subjektiv kann man die Haptik oder die Alterung mögen, aber ich spiele tatsächlich lieber meine Plastikbomber :)
     
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  10. Nachmacher

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    Erstellt: 05.02.20   #10
    Erstaunlich, dass auf der aktuellen Epiphone-Webseite (bis auf eine Casino Coupe) keine Casinos mehr :eek: zu sehen sind.
    Ist das ein Fehler?

    https://www.epiphone.com
     
  11. crazy-iwan

    crazy-iwan Gesperrter Benutzer HFU

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    Erstellt: 05.02.20   #11
    Tatsache, scheintnur noch die kleinere Coupe zu geben
     
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  12. Minor Tom

    Minor Tom Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.20   #12
    Das ist wirklich Einstellungssache ... ich spiele auch Epiphones, mag aber die Haptik und Optik weniger plastikartiger Lackierungen lieber. Sogar die der "Billig-Gibsons" mit dem matten Nitro, die von etwas schärferen Hingucken schon ne Druckstelle kriegen. Auf jeden Fall wird so eine Epi nicht altern wie ne Vintage Strat oder Les Paul, ein Relicer würde daran verzweifeln.

    Was ich eigentlich mit meiner Bemerkung vom Plastik-Panzer meinte: Es muss ja nicht gleich ne teure Nitro-Lackierung sein, vielleicht gibts ja auch ne moderne Alternative, die sich dünner auftragen lässt und nicht so auffällig "überzugsartig" daherkommt.

    Man kann ja auch zur Selbsthilfe greifen und dem Lack mit Scotchbrite auf ner kleinen Schleifmaschine zu Leibe rücken. Das hat ja sogar hier schon jemand vorgestellt, find' nur grad das Thema nicht. Ist halt nur ein ziemlicher Aufwand ...
     
  13. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.20   #13
    [DIY] Epiphone Les Paul Lack matt schleifen

    Hatte ich grad an anderer Stelle verlinkt, die Photos sind aber "zensiert".
     
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  14. Minor Tom

    Minor Tom Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.20   #14
    Danke für den Link!

    Auf den Bildern sähe selbst der zur Perfektion hochglanzpolierte Klavierlack mit Tiefenwirkung ziemlich matt aus :ugly::rofl:


    ================ Beiträge zusammengefasst von der tumben Boardsoftware ===================================

    Ich glaub, die sind da grade schwer am Umbauen. Da fehlt noch einiges mehr, zB. der komplette Bereich an Jazzgitarren.
    Die entsprechende Webseite hat sich in der kurzen Zeit geändert, in der ich draufgeguckt habe.
    Die Casino ist ja wirklich ein Dauerbrenner und auch fürs Marketing wichtig: Wurde von den Beatles gespielt. Ich glaube kaum, dass die die aus dem Programm nehmen.

    Ansonsten:
    Tja, bei den Epis bleibt kein Stein auf dem anderen*. Und man kann live zugucken. :facepalm1::D



    * Auch bei den Westengitarren gehts rund. Die Masterbilts kriegen andere Tonabnehmer und die Specs und/oder Modelle werden wohl auch sonst verändert.
     
  15. Domeni0

    Domeni0 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.20   #15
    Ich glaub einfach Epi hat sich einfach ein bisschen "hochgearbeitet".
    Wenn durch die wachsenden Preise auch die Qualität steigt würde mich das sehr freuen!

    Meine Epi ist noch aus Japan und der Wahnsinn, dagegen sind die Standard Epis der letzten Jahre (welche ich spielen durfte) echt nicht gut. Klar der Preis ist auch doppelt so hoch.

    Vielleicht werden die neuen Instrumente ja tatsächlich wieder gute Fernostkopien so wie die Japan Orville oder Epiphone.
     
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  16. crawltochina

    crawltochina Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.20   #16
    ich durfte gestern eine der neuen Epis erhalten, die Les Paul Special in TV Yellow. Klar, es stimmt vieles, Optik, Pickups klingen gut, Griffbrett verrundet etc. Aber das, was ich von Epi schon immer als Mangel kannte, nämlich schlecht abgerichtete Bünde (hatte meine Les Paul Classic von 2016 schon) hat diese neue Epi noch 100fach schlimmer. Die Bünde sind ne Frechheit. Zwar sauber verrundet, aber unterschiedlich hoch, wie Kraut und Rüben. Da ich keine Lust habe, an ner neuen Gitarre sofort Mängel zu beseitigen (bis auf Kleinzeug natürlich, Sattel nachfeilen oder so), ging sie heute schon postwendend zurück. Ich bin erstmal bedient von den neuen Epis und warte ne ganze Weile, bis ich nochmal nen Versuch starte.
     
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  17. saitentsauber

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    Erstellt: 06.02.20   #17
    Vor Kurzem hatten wir einen längeren Thread zur Entwicklung bei einer Hausmarke. Dass Epiphone sich (auch) neu aufstellt, passt aus meiner Sicht ins Bild.

    Ich sehe da aber weniger "volkswirtschaftliche" Faktoren am Werk wie der Kollege @KickstartMyHeart und vermute, dass die Betriebswirtschaft eher Erklärungen bereit stellt.
     
  18. shadok

    shadok Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.02.20   #18
    Hm, Anspruch und Wirklichkeit könnten noch die ein- o. andere Diskrepanz offenbaren.
    Habe zwar auch einige Modelle im Auge, warte aber ab ob sich der Preis auch in Leistung ausdrückt...
     
  19. bagotrix

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    Erstellt: 07.02.20   #19
    In dem Punkt ist unser Bild von Afrika ziemlich schief. Man hört in den Nachrichten halt vorwiegend negatives, weil Afrika immer nur in den Fokus rückt, wenn es irgendwo die nächste Krise gibt. In vielen Staaten sind Regierung und Verwaltung korrupt, und es herrschen teils chaotische Verhältnisse. Was man aber nicht vergessen darf: Afrika ist ein riesiger Kontinent mit sehr unterschiedlichen Ländern. Südlich der Sahara sieht die Lage schlecht aus, das ist richtig, aber es gibt auch regelrecht boomende Gebiete mit wachsender Stabilität.

    Es gibt also auch eine andere Wirklichkeit jenseits der Sensationsberichte: nämlich die, dass der Hunger in sehr vielen Staaten kein Thema mehr ist, dass die Säuglingssterblichkeit gemeinsam mit den Geburtenraten in vielen Staaten deutlich zurückgeht und es auch jenseits der Ausbeutung von Rohstoffen wirtschaftlich aufwärts geht. Produktionsverlagerungen in diese Richtung sind also sehr wohl ein Thema bzw. werden es bald sein.

    Es ist schon was dran, die Preise steigen - ich bin mir aber recht sicher, dass sie nochmal etwas nachgeben werden und der Unterschied nicht mehr ganz so krass sein wird. Bei der Markteinführung eines Modells mit neuen Specs sind die Läden immer ein Stück näher am Listenpreis. Viele Läden haben noch alte Modelle auf Lager, manche Kunden sind bereit, für das (real oder vermeintlich) bessere Modell mehr zu zahlen.

    Nach einem ersten Anspielen muss ich aber sagen, dass ich den Eindruck habe, dass die Qualität schon auch gestiegen ist. Mal abgesehen vom Long Neck Tenon (den bisher ja auch nur spezielle, teurere Modelle wie die Slash oder die 1959 Tribute hatten) fühlten sich gerade die Standards für mich sehr viel mehr nach dem Original an als bisher. Für mich war es weniger ein ganz bestimmter Punkt als vielmehr die Summe der Details, wie die Lackierung, die Hölzer, aber auch das Halsprofil, die Shapings und Halswinkel.

    Von daher schätze ich das ganze als einen durchaus gelungenen Versuch ein, die Marke vorsichtig höher zu positionieren. Ich denke auch, dass man da nach unten bewusstPlatz gelassen hat, um wenn nötig mit günstigeren Modellen nachlegen zu können. Im Bewusstsein der Kunden muss bei so einem Versuch aber erst mal der Eindruck verfestigt werden, dass die Marke jetzt in einem etwas höheren Bereich verankert ist. Sicher kein Zufall, dass das mit der Änderung der Kopfplatte zusammenfällt, damit jeder sofort sieht, dass es sich um einen grundlegenden Schritt weg von den "alten" Epis handelt.

    Ich denke, umgekehrt wird ein Schuh draus: offensichtlich will man die Eigenständigkeit der Marke betonen und zukünftig verstärkt auch Modelle anbieten, die kein direktes Vorbild bei Gibson haben. Wahrscheinlich hatte das Management das Gefühl, dass diese (teils durchaus interessanten Gitarren) bisher ein wenig im Eindruck "Billigmarke von Gibson" untergehen.

    Um diese Modelle stärker zu positionieren, versucht man ihnen so eine Art "Sub-Marke" zu geben, eben "Epiphone Original". Die Differenzierung macht aber nur Sinn, wenn es einen anderen Bereich als Gegensatz dazu gibt, und das Kind muss halt einen Namen haben.

    Gruß, bagotrix
     
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  20. benny barony

    benny barony Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.02.20   #20
    Und die Modelle aus dem Bohemia Musico-Delica Werk in Tschechien. ;)
     
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