Ist das Kunst oder kann das weg?

  • Ersteller applcreepz
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Nicht nur das, Kreativität hängt auch (vielleicht sogar in erster Linie) davon ab, was man kann bzw. weiß. Kreativität bedeutet ja nicht, es macht *ffffuuppppp* und plötzlich ist was da. Kreativität bedeutet, eine neue Verbindung aus Dingen zu schaffen, die vorher nicht verbunden waren. Je mehr Dinge ich kenne, desto kreativer kann ich sein. Blödes Beispiel: wenn ich nur Cola kenne, kann ich damit nix anfangen. Wenn ich Cola und Kirschen kenne, kann ich Cherry Coke erfinden, das ist kreativ. Wenn ich darüber hinaus noch Vanille, Pfefferminze und Fleischwurst kenne, kann ich 10 weitere Sorten erfinden und so fort. Das gilt überall, je mehr ich weiß, desto kreativer kann ich sein. Je größer mein Wortschatz, desto kreativer meine Textmöglichkeiten, und je besser mein musik- bzw. gesangstechnischer Werkzeugkasten, desto kreativer meine Musik. Das ist also Fleiß und keine Glückssache. Was natürlich nicht bedeutet, daß bei jedem Werk alle handwerklichen Register gezogen werden sollen/müssen.
 
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wenn ich nur Cola kenne, kann ich damit nix anfangen. Wenn ich Cola und Kirschen kenne, kann ich Cherry Coke erfinden, das ist kreativ. Wenn ich darüber hinaus noch Vanille, Pfefferminze und Fleischwurst kenne, kann ich 10 weitere Sorten erfinden und so fort.
Wobei es bei Cola Fleischwurst wieder am Handwerk fehlt, imho ... ;)
 
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Das weiß man erst wenn man's probiert :D . Die Fleischwurst war Absicht, weil ich da sicher bin, daß es das eben noch nicht gibt. Das wäre also kreativ, eine Verbindung die es noch nicht gibt, aber aus Dingen, die man sehr wohl kennt.

Lyoner mit Nutella ist übrigens gar nicht so übel, vielleicht liegt das aber auch an mir... :weird:
 
....und wenn man mit dem Messer ein Bild reinschabt? :engel:
 
Tja - wenn du es nicht aufißt (was ich empfehlen würde, allerdings esse ich Nutella und Lyoner auch nur in Ausnahmefällen getrennt voneinander, erst recht nicht zusammen), du jemanden findest, der es dir als innovativ und kreativ abkauft und der dann auch noch Konservatoren und Restauratoren bei der Hand hat, die den Verfall aufhalten... es gab schon seltsamere Dinge, die als Kunst klassifiziert wurden.
Bild28.html
Die Wurstserie von Fischli und Weiss zum Beispiel ist wunderbar.


Meiner Ansicht nach müssen bei Kunst mehrere Faktoren zusammenkommen:
1. Ich möchte etwas ausdrücken - eine abstrakte Idee, ein Gefühl, eine politische Aussage etc.
2. Ich finde eine Form, in der ich damit andere erreichen kann
3. Ich verfüge über ausreichende Fähigkeiten und Fertigkeiten (Kunst!) in dieser gewählten Form
(diese Aufzählung ist sicherlich nicht vollständig!)

Dazu kommt dann noch der Marktwert von Kunst. Ich kann die tollste Kunst für die Schublade oder singend unter der Dusche produzieren - wenn es niemand mitkriegt oder aber wenn es niemanden interessiert, wäre ich nicht die erste Künstlerin, die unerkannt und verarmt erst nach ihrem Tod entdeckt wird...;)
 
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Das Pommeskreuz nicht zu ge- vergessen!
 
Wegen der Kohlensäure, soweit ich weiß. Haben wir nen Chemiker hier, der's besser weiß? Nicht, daß das OT wäre :D
 
Ich glaube, das ist ein Mythos. An der Kohlensäure kanns nicht liegen. Würde sonst ja auch mit Mineralwasser, Limo und sogar Bier gehen. Außerdem wäre das jetzt Chemie, nicht Kunst ( in meiner Schulzeit war das strikt getrennt...)
 
Phosphorsäure afaik. Kohlensäure ist in jeder anderen Limo auch drin. Und wie kriegen wir jetzt den Bogen zur Kunst? :embarrassed:
 
Und woher wißt ihr, daß es bei Limo nicht auch passiert? Kann natürlich trotzdem sein, bin eine Chemiepfeife
 
Dass Cola Fleisch auflöst, ist kein Mythos. Cola hat einen pH-Wert von um die 3, ist also ziemlich sauer. Aber inwiefern das ein Beleg für Schädlichkeit sein soll, konnte mir noch niemand plausibel erklären, schließlich hat unsere Magensäure einen pH-Wert von 1,5 und tut uns auch nichts. ;)
 
Die Säure als Beweis für die Schädlichkeit wurde auch schon lange zum Mythos erklärt. Der Zuckergehalt mag da mehr bewirken. Aber irgendwas is ja immer.
 
(...)

Lyoner mit Nutella ist übrigens gar nicht so übel, vielleicht liegt das aber auch an mir... :weird:

Bist du schwanger!? :evil:
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(...) Kreativität bedeutet ja nicht, es macht *ffffuuppppp* und plötzlich ist was da. Kreativität bedeutet, eine neue Verbindung aus Dingen zu schaffen, die vorher nicht verbunden waren. Je mehr Dinge ich kenne, desto kreativer kann ich sein. Blödes Beispiel: wenn ich nur Cola kenne, kann ich damit nix anfangen. Wenn ich Cola und Kirschen kenne, kann ich Cherry Coke erfinden, das ist kreativ. (...)

Ich würde zwar zustimmen, dass ich umso mehr Verbindungen schaffen kann, je mehr ich theoretisch weiß oder praktisch erfahren habe. Aber dass man nicht etwas Kreatives gleichsam aus dem Nichts erschaffen könne, das wage ich mal zu bezweifeln.

Die Bedeutung des Begriffs "Architektur" geht hervor aus dem altgriechischen "architékton", das zwar gerne nur mit "Baukunst" übersetzt wird, eigentliche jedoch "das ursprünglich Geschaffene" bedeutet. Man war davon ausgegangen, dass das Bauen einer Behausung die urtümlichste aller Schaffensformen sei. Das mag sich über die Jahrtausende ein bisschen geändert haben, gibt aber einen Hinweis darauf, dass Gestaltung und Kreativität durchaus nicht einem Vorbild folgen müssen, sondern unmittelbar aus der Aufgabe oder der Intention heraus entstehen können.
 
Bist du schwanger!? :evil:
Ich hoffe nicht !! :eek:


Was die Kreativität angeht, widersprechen wir uns doch gar nicht... :gruebel:. Klar kann man ein Haus 'erfinden' wenn man vorher noch keins gesehen hat. Aber dann hat man z.B. den Bau/die Höhle/ die wie auch immer geartete Behausung eines Tiers gesehen und gedacht 'hmmmm, könnte man ja mal probieren'. Es gibt natürlich große und kleine Sprünge, die das Hirn vollführen kann. Der eine verbindet vielleicht die Form seines Frühstücksbrötchens mit einem Problem bei der Arbeit (was ja auch unbewußt passieren kann) und kommt dadurch auf eine bahnbrechende Lösung, während ein anderer ganz konkret ne Flasche Cola hinstellt und zig Sachen daneben legt und alles durchprobiert, um auf den nächsten Coke-Trend zu stoßen.
Das heißt nicht, daß nicht auch mal die Blinde-Huhn-Strategie etwas bringen kann, aber aus dem völligen Nichts kommt eben auch nix. Wie will man auch nachvollziehen, was derjenige alles gewußt hat bzw. was alles im Unterbewußtsein herumgeschwirrt ist :confused:
 
, sondern unmittelbar aus der Aufgabe oder der Intention heraus entstehen können

Kreativität ist natürlich in ihrer Ur-Form einfach eine Notwendigkeit. Der größte Urzeit-Depp merkt ja schnell, dass man bei Regen unter einem Baum nicht so nass wird wie auf freier Flur. Und dass in einer Höhle das Feuer anbleibt (sofern schon Feuer bekannt war). Und nicht umsonst heißt es ja "In der Not frisst der Teufel Fliegen" oder auch "Not macht erfinderisch". Und so kommt dann eins zum anderen.
 

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