Joe Bonamassas Aussage zu Effektgeräten...

  • Ersteller Gast 215501
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Ich glaube nicht, dass sich Bonamassa auf bekannte Band und ihre Gitarristen bezieht. Der Aussage sollte man nicht einen so hohen Stellenwert geben. Als U2-Anhänger bekommt man öfter mit, dass bei Edge von viel Effekten gesprochen wird, was insofern falsch ist, dass er nicht viel Effekte für einen Sound benutzt. Er wechselt viel zwischen und innerhalb Songs. Für die meisten Sachen reichen bei U2 Gitarre+Screamer+Delay+Amp. Und wenn ich mir überlege, dass der Effekt, der so ziemlich am meisten das persönliche Können kaschieren kann, die Verzerrung ist, dann werden Effekte eh gern mal als zu negativ angesehen. Denn für Verzerrung braucht es erst mal nicht mehr als die Gitarre und einen Amp. Einen Hall hat man doch schon mit einer Akustikgitarre, die ja auf Lautstärkenerhöhung durch Raum aufbaut.
 
na, mein Wirkungsradius ist schon ein klein wenig eingeschränkter, das macht einen gewissen Unterschied in mehrerlei Hinsicht:

4325 Klicks bis jetzt. Immerhin.

1. meine Aussagen können, auch wenn ich mich wie ei grottiger Mistsack äußere, weniger anrichten

Ist schon ein Unterschied, ob man eine reale Person so vehement angreift und fast alles an und von ihm öffentlich diskreditiert oder, wie J.B., anhand des Beispiels eines fiktiven, effektaffinen Einakkordspielers, den, seiner Meinung nach, partiellen Untergang der Gitarrenspielkultur beklagt.

3. die Schar der Menschen, die sich versuchen an mir zu orientieren, ist wesentlich überschaubarer :D

Da sag ich jetzt mal nix zu....:whistle::D
 
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@frankpaush, :great:+Respekt, eine Hollowbody?
 
@frankpaush Mit EMGs? :gruebel:


Ich glaube nicht, dass sich Bonamassa auf bekannte Band und ihre Gitarristen bezieht.
Das Ding ist halt, dass wir es nicht wissen, und nicht wissen können.
Er stellt halt solch eine Aussage in den Raum, wird vielleicht dabei irgendwo aus dem Zusammenhang gerissen, und die Welt spaltet sich deswegen.
In 1000 Jahren werden von den Bonamassern Kreuzzüge gegen Hedrixisten geführt, und um die genauen Aussagen und Bedeutungen einzelner Prophetarristen gekämpft.

Wir können uns, mangels näherer Kenntnis, nur zu Deutungen der Aussage positionieren.
JoBo dabei anzugreifen ist quatschig, weil wir einfach nicht wissen, was er nu genau meinte.
Man kann ihn ja trotzdem mögen oder nicht mögen, das kann unabhängig von so einer Aussage stattfinden.
 
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Ich versteh den ganzen Thread nicht, ist doch wirklich nicht relevant was B. sagt.
 
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Ich versteh den ganzen Thread nicht, ist doch wirklich nicht relevant was B. sagt.
Macht aber Spaß darüber zu diskutieren und meist eigentlich alles zu wiederholen, was man schon öfter gelesen hatte oder selber schrob:)
 
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Das ist was Grundsätzliches... Die ganze Diskussion nützt nur der Industrie. Die oben beschriebenen technikbegeisterten Musik-Laien betrügen sich selber und machen andere reich. Glücklich sind sie auch nicht, weil sie ja immer wieder rückfällig werden und immer neues Zeug dazukaufen. Da stellt sich auch die Frage nach dem ökologischen Aspekt, ob das umweltfreundlich ist, wenn Millionen Tubescreamer und Konsorten kaum oder schlecht genutzt in irgendwelchen Proberäumen rumliegen, genau so wie die dazu paßenden Instrumente. Diese Frage könnte man auch auf vieles anderes in unserem Alltag ausdehnen, wie z.B. Kleidung, Elektronik, Essen usw... Wir bespaßen uns schön langsam zu Tode und für mich gehört dieser technische Overkill in der Musikbranche dazu. Wir entfernen uns immer mehr vom Wesentlichen in dieser Diskussion und das ist die Musik!
 
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@frankpaush Mit EMGs? :gruebel:
.. die habe ich in den 80s gebaut ... als Gegenstück zu meiner Strat, 81 tiefgelegt am Hals, 60 an der Brücke .... wäre heute auch nicht mehr meine erste Wahl (aber ich werde jetzt nicht auf EMG-User einhacken ... :evil: )
@frankpaush, :great:+Respekt, eine Hollowbody?
...nein, das F-Loch geht nur bis zur Rückseite durch und fettich :D
Wir bespaßen uns schön langsam zu Tode und für mich gehört dieser technische Overkill in der Musikbranche dazu.
... zweifelsfrei. Obwohl ich da noch unterscheiden würde zwischen "Musikbranche" und den Herstellern von Musikinsturrmenten und Zubehör. So etwa, wie nach Zappa die Politik die Unterhaltungsbranche der Rüstungsindustrie ist, ist die "Musikbranche" ja zu endorsementteilen eben die Unterhaltungsindustrie der Instrumentenhersteller geworden ...
Wir entfernen uns immer mehr vom Wesentlichen in dieser Diskussion und das ist die Musik!
... ich glaube nicht, dass die Musik hier wirklich das Thema ist. Eher der Komplex, den du mit Musikbranche beschreibst.
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Ich versteh den ganzen Thread nicht, ist doch wirklich nicht relevant was B. sagt.
.. relevant ist, was Spaß macht (zumindest in solchen Fällen). Und da gehen die Geschmäcker ja bekanntlich weit auseinander ...
 
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Ich meine mit Musikbranche alles, was mit Musik zu tun hat. Hersteller, Vermarkter, Künstler, Interessierte. Die Musik ist sehr wohl ein Thema, das meint ja JB auch, wenn er dazu rät, mal eine Akkustische in die Hand zu nehmen und einfach Musik zu machen, ohne dazwischengeschaltete technische Spielereien jeglicher Art. Konzentrieren auf das Wesentliche... Diese Diskussionen führe ich übrigens auch in meinem Musiker-Bekanntenkreis sehr oft, auf den vielen Jam Sessions, die ich besuche und da hab ich immer den Vergleich mit dem Porsche 911, den man im Hof im Schrittempo vor- und zurück fährt. So ähnlich sehe ich das mit der Technik in der Musik auch. Man hat was und nützt es nicht bestimmungsgemäß aus.
 
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Ist schon ein Unterschied, ob man eine reale Person so vehement angreift und fast alles an und von ihm öffentlich diskreditiert oder
.. zu dem noch: ich greife seine Äußerungen an. Das und seinen Stil (der Aussagen). Nichts, was ins Grundbuch einngetragen wird. Und siehe oben, ich sehe da durchaus noch Spielraum zum Positiven zwischen medialen Kommentaren und der "echten" Person.
 
Konzentrieren auf das Wesentliche...
... wer einen Guru braucht, der mag sich bei der Festlegung des Wesentlichen durch andere bedienen.

Man hat was und nützt es nicht bestimmungsgemäß aus.
... ich denke ja, der "Bestimmungszweck" liegt, siehe oben, genau im Konsum und den damit zu erwirtschaftenden Gewinnen. Das dürfte auch belegbar sein, denn der ganze Markt um "spielen/klingen wie.. " zielt ja nicht auf kreative Vorgänge, sondern basiert auf der Annahme (manche, so auch ich, würden sagen: Illusion), man könne ein Wirkung mit bestimmten käuflich erwerbbaren Geräten "nachbauen". Dahinter steckt ein uraltes Prinzip der Nachahmung erfolgreicher Modelle, das wohl aus Zeiten stammt, in denen sich damit die besseren Partner fangen ließen und die bessere Nahrung finden ließ. Aber wie alle von der industriellen Gesellschaft ausgenutzen Ur-Effekte geht das ziemlich in die Irre ... und hilft eher den Anbietern als den Konsumenten.
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Sieht wie eine Auerswald-Gitarre aus.
... ich glaube, meine ist älter ;)
 
die oben beschriebenen technikbegeisterten Musik-Laien betrügen sich selber und machen andere reich. Glücklich sind sie auch nicht
Blödsinn. Wenn ich mit voller Verzerrung zehn kaputte Akkorde hintereinander schmeiße, bin ich glücklicher als irgendein Spießer, der den selben langweiligen Kram wie tausend andere zuvor spielt
 
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technische Overkill
In den 80ern war das bestimmt auch Stammtisch Thema. Rack ja oder nein?
Wer soll die Kühlschränke denn kaufen und tragen? :ugly:

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In den 80ern war das bestimmt auch Stammtisch Thema. Rack ja oder nein?
Wer soll die Kühlschränke denn kaufen und tragen? :ugly:
Also klar, braucht das keiner. Hätte jetzt trotzdem Bock, das gezeigte Setup auszuprobieren :ugly:
 
Es ist doch für jeden Laien oder User hier nur ein Hobby. Die einen lassen sich den ganzen körper vermalen, die anderen kaufen 23 gitarren und spielen nur eine, manche haben eben 434 effekt zum rumbasteln und freuen sich über viel LIcht am Boden und wenn alles funktioniert. Na und. Ob die dann nur A-Moll und C-Dur spielen können, egal. Solange sie Spass dran haben. Wenn man natürlich ernsthaft auf die grossen Bühnen der Welt möchte, reichen die zwei akkorde vermutlich nicht (ausser für "Hymn" :) ). Das kann ja jeder selbst entscheiden. Ich glaube, die meisten würden -wie JB, wenn man spass an soviel soundfummelei hat- auch so ein zeugs spielen. Der Techniker darfs schleppen, aufbauen und pflegen. Man selbst kommt dann auf die bühne und macht nur noch. Aber: um da hin zu kommen oder solche "Fragen" so zu beantworten, sollte man natürlich -neben dem ganzen Effektsammeln- auch sein Intstrument beherrschen und irgendwie anders sein als der Rest. Das ist die Kunst, nicht seine 200 effekte zu bedienen. Ich denke mal das der Herr B da schon was kann. Deshalb kann er auch spielen womit er will, mal nur mit kabel+amp, mal mit seinem ganzen Gedöne...Gitarren bekommte er mit Sicherheit auch ohne Ende für Umme, das ist doch ein Traum. Ob seine Aussagen in diesem Interview glücklich/richtig/falsch sind, sollte ihm egal sein. Ich denke das ist es ihm auch. Mir übrigens auch;)
 
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Aber: um da hin zu kommen oder solche "Fragen" so zu beantworten, sollte man natürlich -neben dem ganzen Effektsammeln- auch sein Intstrument beherrschen und irgendwie anders sein als der Rest. Das ist die Kunst, nicht seine 200 effekte zu bedienen.
Ich verstehe Herrn Bs. Aussage so dass er wohl meint dass man mit dem richtigen Effekt automatisch wie irgendwas klingen kann. Das seh ich etwas anders: Bestimmt kann man etwas kaschieren, aber letztlich merkt man doch immer was vorn an Können reingegangen ist. Mich würde dagegen viel mehr interessieren, was im Studio so alles ausgebügelt wird, an dem kein Effekt und kein Spieler mehr beteiligt ist sondern ein Ton-Frickler mit nem Computer :evil: Gibt ja auch ne Menge recht schrecklicher Originalspuren bekannter Sänger die ab und zu mal irgendwo auftauchen.
 
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Ich verstehe Herrn Bs. Aussage so dass er wohl meint dass man mit dem richtigen Effekt automatisch wie irgendwas klingen kann
Sehe ich auch wie Du. Man kann mMn mit Equipment nicht klingen wie jemand anders. Vor allem nicht wie auf deren CD. Da wird -wie du sagst- meist alles glatt gebügelt. Oft auch mit anderem Zeugs eingespielt als dann live. Schwierig. Ich mag daher die Bands und CDs die die Aufnahmen "Live" einprügeln, gibts leider nicht mehr so oft, aber immerhin noch manche.
 
Tatsächlich habe ich mir den Thread nicht vollständig durchgelesen. Das Bonamassa-Zitat wird in vielen Foren heiß diskutiert, und ich verstehe noch immer nicht, wo der Sprengstoff liegt.

Bonamassa hat Recht! Wenn ich ihn richtig verstehe geht es ihm nicht darum, den Effektefuhrpark zu verteufeln oder Musiker zu diskreditieren, die mit Effekten experimentieren. Es geht ihm darum, dass spielerische Unzulänglichkeiten mit Effekten ganz einfach zu kaschieren sind. Ein bisschen zu viel Gain, ein bisschen zu viel Delay etc. - und schon habe ich einen Sound, der sich trägt, der sich geil anhört, der schön komprimiert, und ich höre mich beim Solieren an wie ein großer. Spiele ich dabei sauber? Nein. Habe ich dabei Freude? Ja klar! ABER: Werde ich besser, wenn ich mir die ganzen Unsauberkeiten erlauben kann? Nein. Entwickle ich einen eigenen Ton? Auch nicht. Geht ja auch nicht wirklich, denn ich muss ja nicht an meine Grenzen gehen. Weil es klingt ja...

Ich bin einer von denen, die Bonamassa anspricht: ich kann mir einen guten Fuhrpark leisten, der sicherlich qualitativ über dem meines Gitarrenlehrers liegen dürfte, der professioneller Gitarrist ist. Aber wer von uns beiden klingt geiler? Er natürlich. Er würde auf ner Blechbüchse besser klingen. Und das ist der Punkt. Ich fühle mich von Bonamassa nicht angegriffen sondern motiviert. Und daher spiele ich tatsächlich viel mehr auf meiner Akustikgitarre als früher, auch wenn es häufig weder geil klingt noch wirklich Spaß macht. Aber wenn dann ein Lick klappt, dann hört es sich umso sauberer und besser an.

Jedem Tierchen sein Pläsierchen... ;-)
 
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