Kaufberatung Klavierersatz/Synthie Mittelklasse

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Hallo zusammen

Auf der Suche nach einem Synthesizer bin ich auf das Musiker-Board gestossen, und hoffe, ihr könnt mir weiterhelfen.:)

Zu mir und meinem Vorhaben:
Ich lernte als Kind, d.h. vor gut und gerne 15-20 Jahren, auf einer elektrischen Orgel zu spielen. Heute bereue ich dies sofern, dass ich lieber Klavier gelernt hätte, sprich mit der linken Hand mehr spielen können würde als "nur" Akkorde.
Aaaaber das kann man ja noch lernen.;)
Zusätzlich interessieren mich die unzähligen Einstellmöglichkeiten, insbesondere Instrumente, die Keyboards etc. heutzutage bieten – im viel bescheidenerem Rahmen konnte das meine Orgel auch.
Und: Mich interessiert auch die Möglichkeit, Stücke aufzunehmen und am Computer (Macbook Pro) zu bearbeiten.

Kurzum: Ich möchte unbedingt wieder ein Instrument spielen, und ganz davon abgesehen, dass ich bei einem Tasteninstrument nicht bei 0 anfange, liebe ich auch in der Musik, die ich höre, das Klavier sehr! Wie gesagt bereue ich, anstatt dem Orgel- nicht das Klavierspielen erlernt zu haben. Das wäre also mein Hauptgrund für den Kauf: Klavierspielen lernen und (weit) darüber hinaus.
Ebenso würde ich gerne mit verschiedenen Sounds und Effekten rumexperimentieren, Sounds aufnehmen, bearbeiten am Gerät und am Computer, usw.

Generell bin ich noch relativ unerfahren in all diesen Sachen, technisch (nicht spieltechnisch) aber grundsätzlich versiert, musikalisch (zumindest vom Gehör her) sicherlich nicht allzu schlecht und vor allem sehr motiviert. Die Idee ist auch nicht wirklich neu, aber jetzt würde ich gerne Nägel mit Köpfen machen.

Ich bin auch bereit, dafür etwas mehr zu investieren. Ich kaufe lieber ein Gerät der mittleren Preisklasse, dass mich über einen längeren Zeitraum packt und auch etwas bietet, vielleicht auch etwas zu viel für den Anfang, als dass ich nach einem halben Jahr bereits ein neues, besseres Gerät will. Ich lerne gerne stetig dazu, sowohl musikalisch als auch das Gerät und dessen Möglichkeiten betreffend. Gleichzeitig werde ich wohl auch nicht sehr bald ein anderes Gerät kaufen wollen, professionell spielen werde ich z.B. nicht.

Ohne eines dieser Geräte angespielt zu haben, bin ich auf nachfolgende aufmerksam geworden und habe mir auch schon das eine oder andere Preview durchgelesen und Sounddemos bei Youtube angeschaut. Spontan kommen alle in Frage. Vielleicht könnt ihr mir bei der Entscheidung helfen. Mir ist z.B. nicht genau klar, was der Unterschied zwischen einer Workstation (als was der Jupiter 50 ja oft bezeichnet wird) und einem Synthesizer ist.
Gerade in Bezug auf die Soundqualität (v.a. Klaviersound, aber auch Streicher, Bläser, Gitarre) geben die genannten sich wohl nicht viel. Oder? Das andere wäre dann der Punkt mit der Weiterbearbeitbarkeit am Macbook oder auch bereits am Synthie direkt. Schnittstellen und Software. Scheint ja bei Yamaha grundsätzlich "einfacher" zu sein.

Ich werde nach Möglichkeit alle noch probespielen, um mir selber ein "Bild" von der Haptik, dem Sound und der Bedienung machen zu können.

Yamaha MOX8:
88 Tasten wären schon ein gutes Argument, da ich einen Klavierersatz suche. Zusätzlich wird die Soundqualität oft gelobt, die über 1'000 Instrumente machen neugierig. Grundsätzlich: Können soviele Sounds überhaupt alle gut sein?... Die mitgelieferte Software ist sicherlich ein Plus (?).

Yamaha MOX6:
Was ist genau der Unterschied, ausser, dass er weniger Tasten hat? Rechtfertigt das alleine den Preisunterschied?

Roland Jupiter 50:
Wird als Workstation genannt. Was ist der Unterschied zu den anderen Geräten? Sound wird auch oft gelobt... wie steht es mit Soundaufnahmen und Bearbeitung am Gerät und am Computer?

Yamaha S 90 XS:
Wohl die Deluxe-Variante. Aftertouch könnte mir noch wichtig werden, kann das aber natürlich nicht soooo gut einschätzen. Ist es Klangmässig und von den Möglichkeiten den MOX' dermassen überlegen? Edel siehts halt auch noch aus...:) Und die Hammermechanik über 88 Tasten wäre mir auch wichtig. Obwohl ich noch nicht soooo oft am Klavier gespielt habe und mir von der Orgel von früher her anderes gewöhnt bin.

Und abschliessend noch der ausgefüllte Fragebogen, teils als Ergänzung zu meiner "Story".

Ich freue mich über jeden Input, jede Erklärung, jede Hilfe, und wünsche gute Nacht!:)
Schnoogg


---
(1) Welches Budget steht dir zur Verfügung? (Bitte unbedingt angeben!)
bis 2000 €
[ ] Gebrauchtkauf möglich

(2) Ist bereits Equipment vorhanden, das weiterbenutzt werden soll?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[X] nein

(3) Wie schätzt du deine spieltechnische Erfahrung mit Tasteninstrumenten ein?
[ ] Anfänger
[X] Fortgeschrittener
[ ] ambitionierter Fortgeschrittener
[ ] Profi (Berufsmusiker)

(4a) Wo wirst du das Instrument einsetzen?
[X] Zuhause
[ ] auf der Bühne
[ ] im Proberaum
[ ] im Studio

(4b) Wie oft wirst du es bewegen?
Nie bis kaum

(4c) Welches Gewicht willst du maximal schleppen?
bis zu 20 (?) kg, eigentlich egal

(5) Zu welchem Zweck benötigst du das Instrument (als Klavierersatz, in der Live-Band, als Soundlieferant im Studio, als Alleinunterhalter-Board, ...)
Klavierersatz, Musik aufnehmen per Macbook

(6) Welche Musik-Stile spielst du und in welchen Besetzungen?
Klassik, Electro, Indie, Pop, Rock

(7) Welche Instrumenttypen kommen für dich infrage?
[X] Klangerzeugung und Tastatur in einem Gerät
[ ] Klangerzeugung ohne Tastatur plus ggf. externe Tastatur (Rack-Expander + MIDI-Masterkeyboard)
[ ] Computer-Software plus ggf. externe Tastatur (VSTi + MIDI-Masterkeyboard)

(8) Welche Tastaturgrößen kommen für dich infrage?
[ ] 25
[ ] 37
[ ] 49
[ ] 61 (Standardgröße Keyboards/Orgeln)
[X] 73/76
[X] 88 (Standardgröße Klavier)

(9) Welche Tastaturtypen kommen für dich infrage?
[X] leicht- bzw. ungewichtet (Standard Keyboards/Orgeln/Synthesizer)
[ ] Druckpunkttastatur (typisch für Sakralorgeln)
[X] Hammermechanik (wie beim Klavier)

(10) Soll dein Instrument "Spezialist" auf einem bestimmten Soundgebiet sein?
[ ] ja: ___________________________________ _______________
[X] nein, lieber ein Allrounder, wobei mir guter Klaviersound sehr wichtig ist!

(11) Welche Funktionen sind dir besonders wichtig?
[X] Standard-Sounds (Piano, E-Piano, Orgeln, Streicher, Bläser etc.)
[X] Synthese (Soundbearbeitung)
[ ] Sampling (eigene Sounds aufnehmen und spielen)
[X] Sequencer (Songs aufnehmen und abspielen)
[ ] Begleitautomatik / Rhythmusgerät
[ ] Masterkeyboardeigenschaften (zum Ansteuern anderer Geräte)
[X] Eingebaute Lautsprecher
[ ] Eingebaute Effekte (falls gewünscht, konkret: __________)
[ ] sonstiges: ___________________________________ _______________

(12) Hast du bestimmte Ansprüche an die Optik? (klavierähnliches Aussehen, wohnzimmertauglich etc.)
Naja, am liebsten schwarz und schlicht

(13) Sonst noch was? Extrawünsche, Hinweise oder Anmerkungen?
___________________________________ _______________
 
Eigenschaft
 
Yamaha MOX8:
88 Tasten wären schon ein gutes Argument, da ich einen Klavierersatz suche. Zusätzlich wird die Soundqualität oft gelobt, die über 1'000 Instrumente machen neugierig. Grundsätzlich: Können soviele Sounds überhaupt alle gut sein?... Die mitgelieferte Software ist sicherlich ein Plus (?).
Na ja, Sounds sind Geschmackssache. Manche sagen, Roland und/oder Kurzweil kann bessere Bläser oder Korg kann bessere Elektronik (und zwar schon ohne die zusätzlichen Synthese-Engines der KRONOS).

Yamaha MOX6:
Was ist genau der Unterschied, ausser, dass er weniger Tasten hat? Rechtfertigt das alleine den Preisunterschied?
Die Klangerzeugung ist 100% absolut identisch, die übrige Ausstattung auch. Allerdings hat die MOX8 nicht nur mehr, sondern andere Tasten. Die MOX6 hat allenfalls leicht gewichtete Synthesizertasten. Die MOX8 hat eine Hammermechanik wie ein echtes Klavier, die wie bei einem echten Klavier nach rechts hin leichter wird, generell aber schwerer ist als eine Synthesizertastatur, und somit auch das Spielgefühl eines echten mechanischen Klaviers. So eine Tastatur ist nicht unbedingt billig.

Roland Jupiter 50:
Wird als Workstation genannt. Was ist der Unterschied zu den anderen Geräten? Sound wird auch oft gelobt... wie steht es mit Soundaufnahmen und Bearbeitung am Gerät und am Computer?
Roland verkauft allen möglichen Krams unter dem Label "Workstation", weil sie glauben, daß sie dann die Fantom-Reihe beerben können, ohne wirklich neue Workstations bauen zu können.

Kurzum: Der Jupiter-50 ist keine Workstation. Aus zwei Gründen.
  • Zum einen ist eine Workstation 16fach multitimbral, hat also 16 komplett identische, gleichberechtigte Parts für eigene Klänge (na ja, 15 und einen Drumpart; einzige Ausnahme war die erste Workstation, Korg M1, die hatte nur acht Parts, aber das war 1988). Der Jupiter-50 hat diesen Lower-, Upper- und Solo-Quatsch, den unsereins von Arranger-Keyboards und noch mehr von Heimorgeln kennt.
  • Zum anderen hat eine Workstation zwingend einen Sequencer, der aufzeichnen kann, den man richtig nachbearbeiten kann, und der mindestens so viele Spuren wie Multimode-Parts hat. Theoretisch könnte man also auf einer Workstation eine komplette Produktion fahren (bis auf die Audio-Aufnahme, und selbst das konnten einige Workstations). Der Jupiter-50 hat den nicht mal ansatzweise.
Mal davon abgesehen, daß der Jupiter-50 mit seinen 76 leichten Synthesizertasten nicht gerade für Klavierspiel geeignet ist.

Yamaha S 90 XS:
Wohl die Deluxe-Variante. Aftertouch könnte mir noch wichtig werden, kann das aber natürlich nicht soooo gut einschätzen. Ist es Klangmässig und von den Möglichkeiten den MOX' dermassen überlegen? Edel siehts halt auch noch aus...:) Und die Hammermechanik über 88 Tasten wäre mir auch wichtig. Obwohl ich noch nicht soooo oft am Klavier gespielt habe und mir von der Orgel von früher her anderes gewöhnt bin.
Die Deluxe-Variante wäre eine Yamaha Motif XF8 oder gar eine Korg KRONOS 88, die das Doppelte deines Budgets kostet. Und eigentlich ist der S 90 XS klanglich älter als die MOX.


Martman
 
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Bei deinem Budget würde ich persönlich zur MOX8 greifen, da für mich persönlich die Sounds ziemlich gut sind und auch die Tastatur sich ziemlich gut angefühlt hat.

Zudem ist bei der MOX von Vorteil, dass diese ein Audiointerface integriert hat und du damit gleich in den PC aufnehmen kannst, ohne noch weitere Hardware zu brauchen.
Das mitgelieferte Cubase ist auch für den Start ziemlich gut.

Ob jetzt alle der 1000 Sound "gut" sind? Schwer zu sagen, gibt denke ich einige Tiefflieger, aber genauso die Highlights. Ich denke das hält sich schön die Waage.

Wo mir der Sound auch ganz gut gefallen hat, war der Korg Krome. Da hat mir aber die Tastatur nicht ganz so zugesagt und man bräuchte zum Aufnehmen beim Krome noch ein extra Audiointerface.

Etwas was zwar jetzt das Gegenteil von "edel aussehen" ist, aber mMn. verdammt geil klingt, ist die Korg M3. Die gibts aber neu nur noch vereinzelt in Restbeständen oder gebraucht. Aber wäre auch einen Blick wert, find ich.

Der Roland Jupiter-50 ist der kleine Bruder des Jupiter-80 und dieser ist als "Live-Keyboard" ausgelegt.
Und warum das Teil keine Workstation ist, hat Martman schon recht gut beschrieben.
 
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MOX8 trifft eigentlich genau das, was du beschrieben hast!

Die Sounds sind gut, insbesondere die Klaviersounds.

Die Soundauswahl ist gewaltig. Neben etlichen Klaviersounds sind auch alle wichtigen E-Piano, Clavintet und sogar ganz passable Orgelsounds dabei. Streicher und Bläser gibt es als Soloinstrumente oder Ensembles in vielen Variationen. Ebenso Bässe und Gitarren. Und natürlich massenhaft Synthiesounds, vom Elektro- bis Hiphopbass hin zu Leadsounds ala "Moog", Flächen und typische Effektsounds. Es ist von jedem Soundtypus genug und in guter Qualität vorhanden.

Zum Üben kann der (gute) Arpeggiator sehr nützlich sein.

Er hat eine gewichtete Tastatur für das "Pianofeeling".

"Soundkarte" bzw. Audiointerface ist eingebaut, so dass er direkt an einen PC angeschlossen werden kann.

Software für Aufnahmen mit dem PC wird mitgeliefert.

Zur Bearbeitung der Sounds sind für die wichtigsten Parameter Knöpfe/Schalter vorhanden. Alle anderen Parameter sind über das Menü erreichbar oder via kostenloser Software am PC. Aber Vorsicht: die Anzahl der Parameter am/im MOX sind sehr umfangreich, daher auch die Klangbeeinflussung an einigen Stellen durchaus komplex.

Der Neupreis des MOX8 liegt über 500,- € unter deinem Budget. Mit dem eingesparten Betrag liessen sich noch ein paar gute Aktivmonitore beschaffen (falls keine sonstige Abhörmöglichkeit vorhanden ist).

Ich betreibe den MOX8 an zwei Rokit RPR5 und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.


mojoh
 
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Ist ein Gebrauchtkauf komplett ausgeschlossen?
Ich würde mich - als Alternative - dort einfach mal nach den ehemaligen Top-Geräten der großen Drei umschauen:

- Yamaha Motif XS8
- Korg M3 88
- Roland Fantom G8

Wenn die 88-Hammermechanik-Tastatur nicht entscheident ist, dann gehen natürlich auch Varianten mit kleinerer Tastatur. Die Ausstattungen und Möglichkeiten sind identisch. Alle Geräten sollten unter 2000 Euro gebraucht zu haben sein.

Sie bieten eigentlich alle noch mehr Möglichkeiten, als der MOX. Gerade was das Handling am Gerät angeht. Auch die Sounds sind nicht "veraltert". Alle Geräte decken ein breites Spektrum an Klängen ab, natürlich mit Stärken und Schwächen. Der MOX hat für MICH eine ganz große Schwäche, er kann "nur" 64 Stimmen erzeugen. Alle ehemaligen Topgeräte liefern dir dort wesendlich mehr (zwischen 120 und 128 Stimmen). Bei komplexeren Song-Produktionen mit nur einem Gerät kann dir da schon mal die Puste ausgehen.

Natürlich muß das jeder selbst entscheiden. Arbeitet man viel mit einem Rechner, ist es möglich Sounds im Computer aufzuzeichnen und ist nicht auf den eigentlichen Klangerzeuger angewiesen. Ich wollte auch nur noch mal eine Alternative aufzeigen.

Gruß Dennis
 
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Hallo zusammen

Vielen Dank für die ausführlichen Antworten! Echt genial hier!:)
Ich spüre eine "leichte" (;)) Tendenz zum MOX8. Dass der MOX6 eine andere Tastatur hat, sprich dass der MOX8 Hammermechanik hat, hab ich irgendwie übersehen. Das ist natürlich ein weiteres gutes Argument!

Kurzum: Der Jupiter-50 ist keine Workstation. Aus zwei Gründen.
  • Zum einen ist eine Workstation 16fach multitimbral, hat also 16 komplett identische, gleichberechtigte Parts für eigene Klänge (na ja, 15 und einen Drumpart; einzige Ausnahme war die erste Workstation, Korg M1, die hatte nur acht Parts, aber das war 1988). Der Jupiter-50 hat diesen Lower-, Upper- und Solo-Quatsch, den unsereins von Arranger-Keyboards und noch mehr von Heimorgeln kennt.
  • Zum anderen hat eine Workstation zwingend einen Sequencer, der aufzeichnen kann, den man richtig nachbearbeiten kann, und der mindestens so viele Spuren wie Multimode-Parts hat. Theoretisch könnte man also auf einer Workstation eine komplette Produktion fahren (bis auf die Audio-Aufnahme, und selbst das konnten einige Workstations). Der Jupiter-50 hat den nicht mal ansatzweise.
Mal davon abgesehen, daß der Jupiter-50 mit seinen 76 leichten Synthesizertasten nicht gerade für Klavierspiel geeignet ist.


Die Deluxe-Variante wäre eine Yamaha Motif XF8 oder gar eine Korg KRONOS 88, die das Doppelte deines Budgets kostet. Und eigentlich ist der S 90 XS klanglich älter als die MOX.

Dann heisst das, der MOX8 ist eigentlich näher an der Workstation (oder ist gar eine?) als der Jupiter 50? Sequencer hat er ja anscheinend, und 16fach multitimbral ist er auch. Dann fällt der Jupiter 50, zumal auch mit höherem Preis und weniger (nicht Hammer-)Tasten, weg.

Mit Deluxe-Variante S90XS meinte ich eher innerhalb von meinem Budget.;) Wenn der aber soundmässig eher hinter dem MOX8 liegt (oder was heisst "klanglich älter"? Älter ist ja nicht immer schlechter...;)) und sonst nicht mehr bietet (oooder?), scheidet er auch aus, rein auch preislich gesehen.


Korg Krome gefällt mir optisch nicht so (nicht DAS Argument, aber irgendwie solls schon noch gut aussehen als Möbel)... und ein gebrauchtes Gerät wie z.B. den Motif XS8 möchte ich eher nicht, wg. Service und Umständen. Zumal ist das dann vielleicht doch zu viel für mich. Ich wohne übrigens in der Schweiz, das hab ich mittlerweilen angepasst bei meinen Infos, und der Gebrauchtmarkt ist wohl sowieso kleiner.

Aber der MOX8 scheint ja sowieso die eierlegende Wollmilchsau zu sein, und das noch zu fairem Preis! Und einen anständigen Hocker, Ständer, und wie mojoh sagt Boxen oder auch Kopfhörer brauche ich wahrscheinlich auch noch, also ist mir ein niedrigerer Preis auch recht. Zudem noch die mitgelieferte Software (ist die Windows und Mac-Version dabei?).


Sie bieten eigentlich alle noch mehr Möglichkeiten, als der MOX. Gerade was das Handling am Gerät angeht. Auch die Sounds sind nicht "veraltert". Alle Geräte decken ein breites Spektrum an Klängen ab, natürlich mit Stärken und Schwächen. Der MOX hat für MICH eine ganz große Schwäche, er kann "nur" 64 Stimmen erzeugen. Alle ehemaligen Topgeräte liefern dir dort wesendlich mehr (zwischen 120 und 128 Stimmen). Bei komplexeren Song-Produktionen mit nur einem Gerät kann dir da schon mal die Puste ausgehen.

Entschuldige meine Unwissenheit, aber was heisst "64 Stimmen erzeugen"? Er kann selbst "nur" 64 Stimmen (=Spuren?) parallel abspielen oder "nur" 64 Stimmen speichern, auch für eine allfällige Weiterbearbeitung am Computer?


Und noch zum Ständer: Gibt's da einen besonders schlauen, der auch darauf ausgelegt ist, z.B. ein Macbook über dem Synthie zu tragen? Die meisten, die ich bisher gesehen habe, sind einfach für mehrere Synthies etc. und entsprechend zu breit für etwas schmales wie einen Laptop... klar, ich könnte ein Brett einspannen... muss aber nicht sein.

Schnoogg
 
Dann heisst das, der MOX8 ist eigentlich näher an der Workstation (oder ist gar eine?) als der Jupiter 50? Sequencer hat er ja anscheinend, und 16fach multitimbral ist er auch. Dann fällt der Jupiter 50, zumal auch mit höherem Preis und weniger (nicht Hammer-)Tasten, weg.
Die MOX ist in der Tat eine Workstation.

Mit Deluxe-Variante S90XS meinte ich eher innerhalb von meinem Budget.;) Wenn der aber soundmässig eher hinter dem MOX8 liegt (oder was heisst "klanglich älter"? Älter ist ja nicht immer schlechter...;)) und sonst nicht mehr bietet (oooder?), scheidet er auch aus, rein auch preislich gesehen.
Von der Klangerzeugung her sehe ich die MOX vorne, und der Sequencer ist ja mehr als nur eine nette Dreingabe.

Mit "klanglich älter" meine ich, in der MOX sitzt die Klangerzeugung der aktuellen Motif XF, im S90XS sitzt eine ältere Generation. Nicht merklich älter, aber älter.

Daß "älter nicht schlechter" heißt, kann dir jeder sagen, der damals in den 90ern einen Roland JV-80 oder JV-1080 gehört hat, nachdem er den älteren JD-800 oder JD-990 hören durfte. Es gibt auch Leute, die schwören, daß die Korg Trinity von 1995 besser klingt als die Korg Triton von 1998.

Aber der MOX8 scheint ja sowieso die eierlegende Wollmilchsau zu sein, und das noch zu fairem Preis!
Na ja, EWS™ ist immer relativ, aber für deinen Bedarf ist die MOX durchaus eine EWS™. Und sie wird hier unentwegt übern grünen Klee gelobt.

Und einen anständigen Hocker, Ständer, und wie mojoh sagt Boxen oder auch Kopfhörer brauche ich wahrscheinlich auch noch, also ist mir ein niedrigerer Preis auch recht.
Stimmt genau, mit der Anschaffung des Instruments ist es nicht getan, wenn man sonst noch keine Peripherie hat.


Martman
 
Schnoogg schrieb:
Entschuldige meine Unwissenheit, aber was heisst "64 Stimmen erzeugen"? Er kann selbst "nur" 64 Stimmen (=Spuren?) parallel abspielen oder "nur" 64 Stimmen speichern, auch für eine allfällige Weiterbearbeitung am Computer?
Kein Problem :)
Der Fachbegriff ist "Polyphonie". Ein elektronisches Tasteninstrument der Gattung Synthesizer / Workstation hat nur eine begrenzte Anzahl an Stimmen (Tönen) die er gleichzeitig erzeugen kann. Legst du dich auf eine Klaviertastatur und triffst alle Tasten hörst du 88 "Stimmen". Ein Synthesizer - auf ROM-Sample-Basis - reagiert anders. Der Klangerzeugungschip des Synthesizers hat begrenzte Resourcen.

Wenn du mit einem Synthesizer einen einfachen Klang spielt, wird bei einem Mono-Sample eine Stimme verbraucht. Spielst du einen Dreiklang, werden halt drei Stimmen verbaucht. Ein Sample aus dem ROM-Speicher liefert die Grundwellenformen (Sinus, Sägezahn...), oder Grundtöne (Klavier, Streicher, etc) aus denen die eigentlichen Sounds zusammengebaut werden. Wenn du jetzt Stereo-Samples benutzt, verbaucht dieser Klang schon mal bei einem gespielten Ton zwei Stimmen, bei einem Akkord sechs Stimmen.

Gute Klaviersounds bestehen teilweise aus mehreren Grundsamples in Stereo - sogenannten Layers (Yamaha) oder Tones (Roland). Bedeutet das ein einfacher Klavierton in einem Synthesizer mal eben acht Stimmen schluckt und bei EINEM Akkord 24!

Nun kann ein Synthie / Workstation auf mehreren "Kanälen" unterschiedliche Sounds erzeugen. "Multitimbral" ist der Fachbegriff. Also auf Kanal 1 ein Klavier, Kanal 2 Orgel, Kanal 3 Bass, usw. Doch alle diese Klänge müssen sich die maximale Anzahl an Stimmen (Polyphonie) teilen. Nun kannst du dir schnell ausrechnen, je komplexer die Klänge, um so schneller ist die maximale Anzahl der Stimmen erreicht. Beim MOX sind das halt 64. Bei den von mir genannten Geräten 120 (Korg M3) /128 (Fantom, Motif).

Es gibt halt Fälle, da reichen die 64 Stimmen einfach nicht. Arbeitest du in einem Studio mit einem Computer, ist das nicht so schlimm, weil du hier eh die Sounds im Rechner aufnimmst und damit nicht mehr auf die Klangerzeugung im Synthesizer angewiesen bist. Bei komplexen Live-Setups sieht das aber anders aus.

Nebenbei ist die "Begrenzung" der Stimmen im MOX eher eine Marketing-Entscheidung. Dadurch wollen sie ihre "kleine" Workstation vom großen Bruder Motif absetzen. Ich find das etwas unglücklich, aber das ist meine persönliche Meinung. ;)

Gruß Dennis
 
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Von der Klangerzeugung her sehe ich die MOX vorne, und der Sequencer ist ja mehr als nur eine nette Dreingabe.

Mit "klanglich älter" meine ich, in der MOX sitzt die Klangerzeugung der aktuellen Motif XF, im S90XS sitzt eine ältere Generation. Nicht merklich älter, aber älter.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal etwas klarstellen: Wenn Du sinngemäß schreibst "andere/neuere Klangerzeugung", dann suggeriert das neuere bzw. erweiterte Features in der MOX/XF-Serie gegenüber der XS-Serie. Das stimmt so nicht!
Die Klangerzeugung ist im XF genau dieselbe wie im XS. Das einzige, was klanglich hinzugekommen ist, ist EINE einzige Bank mit auf neuen Waveforms basierenden Voices. D. h., von insgesamt 1152 Voices im XF (Preset 1-8; User 1) sind genau 128 (User 1) neu hinzugekommen. Der Rest ist absolut identisch zur XS-Serie.

Ich würde anstelle des Threaderstellers genau wie Dennis eher zu der älteren Generation (S90XS) greifen, die dafür aber in der größeren Variante auch die größere Feature-Liste und eine deutlich bessere Verarbeitung hat. Und wenn es das Budget (und der Platz) zulässt, sogar eher zu einem Motif XS, der zusätzlich zum Sequencer (falls der angesichts eines vorhandenen MacBooks überhaupt benötigt wird) vor allem die Möglichkeit hat, neue Samples einzuladen. Da gibt es eine nicht zu verachtende Auswahl an Material...hierzu zitier ich mich an dieser Stelle nochmal selber:

Das Schöne ist, dass es [...] ca. 2 GB an weiteren Sounds/Samples von Yamaha zum kostenlosen Download gibt: European Loyalty V2, Inspiration in a Flash, XSpand Your World und Motif ES CD-ROM für XS/XF. Da ist also schonmal direkt ein riesiger Sound-Pool vorhanden, und bis man das erstmal alles durchgehört hat, vergeht einige Zeit

Nachzulesen hier. Im übrigen fühlt sich für mich persönlich auch die Tastatur der größeren Modelle nochmal deutlich wertiger an als die eines MOX8, falls das eine Rolle spielen sollte.

Viele Grüße, :)

Jo
 
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Hallo,

habe ich irgendwas überlesen oder ging es hier nicht primär um den Klaviersound und um eine entsprechend professionelle Tastatur? Wenn nein, tut's mit leid - wenn ja: Was spricht gegen ein gutes Stagepiano - Roland FP oder Kawai MP? Evtl. sogar mit Lautsprechern - das neue ES7 z. B. finde ich sehr gelungen.

Ansonsten: Wenn das Ding nicht bewegt wird finde ich den G8 einen interessanten Vorschlag, der ist halt sackschwer, aber die Tastatur und der Klaviersound sind für meinen persönlichen Geschmack ganz hervorragend!

Gruß
Tom
 
Wenn es kaum/nicht bewegt wird, dann sind Fantom G8, M3 88 oder Motif XS8 eindeutig besser als ne Mittelklasse WS wie Mox. Das waren bis vor ca. 2 Jahren DIE Top Workstations der jeweiligen Hersteller und alt sind sie auf keinen Fall.
Gebraucht bekommt man sie für nen fairen Preis von ca. 1600 - 1700€.

Eine Stage Piano hat zwar klasse Klaviersounds und ne tolle Tastatur, aber im Funktionsumfang stark eingegrenzt.
 
Das ist eben die Frage: Werden die Funktionen benötigt?

Nichts destro trotz: 100% Zustimmung - Mein Tipp: Music Store Köln verhaut gerade spottbillig den M3-88 von KORG °° NEU °°!
 
Ich habe mit den 64 Stimmen des MOX8 keine Probleme - sie sind ausreichend.
Auch wenn ich nur Klaviersounds spiele und vom Sustainpedal Gebrauch mache.

Wenn man natürlich mit Sequenzer oder Cubase aufwändig instrumentierte Stücke erstellt und dies ausschliesslich via MIDI tut (d.h. nur die Stimmerzeugung des MOX zur Wiedergabe nutzt), kann es schon mal eng werden. Dies kann man aber umgehen, wenn man bestimmte Spuren (z.B. Flächen, Streicher oder Bläserriffs) als Audiosignal aufnimmt.


Bezüglich Ständer für Laptop kannst Du ja mal hier nachsehen:
https://www.thomann.de/de/keyboardstaender_zubehoer.html?sid=63014f8bcf845f9a92c876e3808075c1

Brauchst du halt noch den dazugehörigen Ständer für das Instrument.
Einen sogenannten X-Ständer (das sind die, die aufgeklappt wie ein X aussehen ;)) würde ich dir nicht empfehlen. Meist sind die etwas instabil und wackeln etwas. Ein solide Lösung sollte 4 Beine und für ein 88-Tasteninstrument auch eine gewisse Breite für einen stabilen Stand haben.

Und bei Bänken und Hockern kannst du ja mal hier nachsehen:
https://www.thomann.de/de/klavierbaenke_und_hocker.html?sid=63014f8bcf845f9a92c876e3808075c1


mojoh
 
Das ist eben die Frage: Werden die Funktionen benötigt?

Nichts destro trotz: 100% Zustimmung - Mein Tipp: Music Store Köln verhaut gerade spottbillig den M3-88 von KORG °° NEU °°!

Klavier spielen ist zwar das primäre Ziel, wenn ich das so lese, aber er will auch weiter darüber hinaus:
"Klavierspielen lernen und (weit) darüber hinaus.
Ebenso würde ich gerne mit verschiedenen Sounds und Effekten rumexperimentieren, Sounds aufnehmen, bearbeiten am Gerät und am Computer, usw."
Von daher würde ich sagen, dass eine WS das Maß der Dinge und mit einer passablen 88er Hammertastatur auch dafür bestens geeignet ist.

Obs jetzt ne Mox oder eines der "älteren", aber besser ausgestatteten Modelle der Motif - Reihen ( oder vergleichbare Pendants anderer Hersteller ) sein sollte, ist Geschmackssache.

Ich hatte als ersten meiner Vorschläge die MOX genannt, weil:
- Gerbrauchtkauf möglich im Fragebogen nicht angekreuzt war.
- Sie gut im Budget liegt und noch Raum nach oben lässt, für evtl. fehlende Peripherie, was ja auch schon angesprochen wurde.
- durch die MOX die benötigte Peripherie etwas minimiert wird, weil die schon ein Audiointface intus hat.
- mMn. ziemlich gute Sounds und von allem etwas hat.

Klar es ist entschieden ein Nachteil, wenn man keine eigenen Samples reinladen kann, aber ist das notwendig, wenn man sich erst vorwiegend mit dem Klavier beschäftigt und dann nach und nach in die Tiefe eintaucht und langsam anfängt mit den "anderen" Sounds rumzuspielen?
Ich denke nicht, dass es notwendig ist, da genug Material vorhanden ist und eigene Samples nicht notwendig werden, wenn man nicht anfängt seine Sound komplett selber zu programmieren.

Das war auch der Grund, warum ich mir vor Kurzem eine Alesis Fusion 8HD zugelegt habe und keine MOX.
Relativ günstig zu haben, mMn. mächtige Klangerzeugung und die Möglichkeit eigene Samples zu laden.
Ich baue halt lieber Sounds, auch mit anderen Samples als mitgeliefert wreden, weshalb der Mox für mich rausgefallen ist.

Wenn man ne M3-88 günstig abstauben kann, dann sollte man zuschlagen. Mir war die leider zu teuer :( Mit dem Radias Erweiterungsboard wär das so geil gewesen...
War halt in nem Budget von max 800€ nicht drin...
Aber ich bin mit der Fusion auch sehr glücklich :D
Evtl. wär die ja auch ne Möglichkeit, wenn Gebrauchtkauf doch ne Option sein sollte?
 
Jetzt auch noch eine Klarstellung von mir: In den MOX-Modellen von Yamaha ist eben nicht die Sound-Engine vom Motif XF, sondern die ältere vom Motiv XS verbaut! Kann man überall nachlesen. Somit ist der S90XS keineswegs klanglich veraltet gegenüber dem MOX (den ich selbst sehr gut finde fürs Geld!), sondern hat Piano-mäßig sogar das aktuellere S6-Sample zu bieten, das im Mox nicht enthalten ist.
 
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Vielen Dank Martman und Dennis und sowieso allen für die Erklärungen! Ich beginne, das Ganze Stück für Stück besser zu verstehen, glaube ich.

Ich möchte an dieser Stelle nochmal etwas klarstellen: Wenn Du sinngemäß schreibst "andere/neuere Klangerzeugung", dann suggeriert das neuere bzw. erweiterte Features in der MOX/XF-Serie gegenüber der XS-Serie. Das stimmt so nicht!
Die Klangerzeugung ist im XF genau dieselbe wie im XS. Das einzige, was klanglich hinzugekommen ist, ist EINE einzige Bank mit auf neuen Waveforms basierenden Voices. D. h., von insgesamt 1152 Voices im XF (Preset 1-8; User 1) sind genau 128 (User 1) neu hinzugekommen. Der Rest ist absolut identisch zur XS-Serie.

Ich würde anstelle des Threaderstellers genau wie Dennis eher zu der älteren Generation (S90XS) greifen, die dafür aber in der größeren Variante auch die größere Feature-Liste und eine deutlich bessere Verarbeitung hat. Und wenn es das Budget (und der Platz) zulässt, sogar eher zu einem Motif XS, der zusätzlich zum Sequencer (falls der angesichts eines vorhandenen MacBooks überhaupt benötigt wird) vor allem die Möglichkeit hat, neue Samples einzuladen. Da gibt es eine nicht zu verachtende Auswahl an Material...hierzu zitier ich mich an dieser Stelle nochmal selber:



Nachzulesen hier. Im übrigen fühlt sich für mich persönlich auch die Tastatur der größeren Modelle nochmal deutlich wertiger an als die eines MOX8, falls das eine Rolle spielen sollte.

Viele Grüße, 

Jo

Also ist der S90XS doch eine Option, wenn auch älter, zur MOX8? Das von der Wertigkeit, was sich insbesondere bei den Tasten bemerkbar machen soll, hab ich auch schon irgendwo gelesen. Würde ich aber ohnehin noch selber austesten, ist wohl auch Geschmacksache.
Der S90XS hat also im Prinzip gegenüber dem MOX8 die Vorteile, dass er 128 Stimmen "kann" (was ich nach wie vor eher schlecht einschätzen kann; die Erklärung von Dennis von wegen "ein Akkord belegt schon mal 24 Stimmen" macht mich schon ein wenig nachdenklich...), eventuell bessere Tasten hat sowie den einen super Grand Piano Sound. Ansonsten ist er in Bezug auf die Schnittstellen und Weiterbearbeitung am Computer gleich oder vergleichbar (Software ist auch dabei), hat aber im Gegensatz zum MOX8 z.B. keinen Sequencer und nicht ganz so viele Sounds (halb so wild, denke ich). Und kostet so um die 800-900€ mehr.;) Stimmt das so in etwa?


Ich habe mit den 64 Stimmen des MOX8 keine Probleme - sie sind ausreichend.
Auch wenn ich nur Klaviersounds spiele und vom Sustainpedal Gebrauch mache.

Wenn man natürlich mit Sequenzer oder Cubase aufwändig instrumentierte Stücke erstellt und dies ausschliesslich via MIDI tut (d.h. nur die Stimmerzeugung des MOX zur Wiedergabe nutzt), kann es schon mal eng werden. Dies kann man aber umgehen, wenn man bestimmte Spuren (z.B. Flächen, Streicher oder Bläserriffs) als Audiosignal aufnimmt.


Also "Audiosignal aufnehmen" heisst dann einfach z.B. als wave-Datei, wobei die Spuren verloren gehen?
Und dieses Audiosignal kann auch der MOX8 selbst abspielen? Und am Computer erstellte oder bearbeitete Sound kann man aber nicht in den MOX8 "einspeisen", oder etwa doch? Das ist nicht das, was der Sequencer kann, oder? Der spielt nur die MOX-eigenen Sounds ab (?).


Ich werde, wenn ich dazu komme, am Wochenende mal ein paar Läden aufsuchen mir vor Ort ein Bild von den Geräten machen, momentan insbesondere vom MOX8 und auch S90XS.

Gute Nacht!
Schnoogg
 
Nein, auch die Tastatur ist im MOX88 keineswegs hochwertiger als im S90XS - im Gegenteil. Im MOX verbauen sie die einfache GH-Tastastur, die du auch in den Einsteiger-Pianos P95, P105 etc. findest. IM S90XS ist eine teurere verbaut, meines Wissens dieselbe wie im CP33 / CP50 (oder früher im P80 P90). Deswegen wiegt der S90XS auch deutlich mehr als der MOX.
 
Im MOX verbauen sie die einfache GH-Tastastur, die du auch in den Einsteiger-Pianos P95, P105 etc. findest. IM S90XS ist eine teurere verbaut, meines Wissens dieselbe wie im CP33 / CP50 (oder früher im P80 P90)

Welche Tastatur im S90 verbaut ist, weiß ich nicht. Die Tastatur des P90 und des MOX8 kenne ich jedoch sehr gut. Beide lassen sich sehr gut für das Pianospiel einsetzen. Wobei die Tastatur des P90 deutlich "schwergängiger" ist (wie es auch bei "richtigen" Klavieren Modelle mit leichtgängigeren und schwergängigeren Tastaturen gibt).
Für Pianosachen mag das in das Ordnung gehen. Aber damit Orgel- oder Synthsounds mit den typischen Spielweisen zu spielen, wird um so schwieriger, je schwergängiger die Tastatur ist.

Mir und meiner Spielweise kommt die Tastatur des MOX8 eher entgegen. Und was das Spielgefühl angeht, bin ich nicht gerade anspruchslos ;).
Ich kann mich an Gigs erinnern, wo ich die Tastatur des P90 verflucht habe ("hämmern" von Sechzehnteln) :D.

Aber wie immer: das ist Geschmackssache. Beide Tastaturen sind sehr gut und eignen sich unbedingt auch für reines Klavierspiel.
Um herauszufinden, welche Tastatur einem persönlich besser "liegt", hilft nur persönlich ausprobieren.


mojoh
 
Wie oben geschrieben, die S90XS Tastatur dürfte dieselbe sein wie die vom alten P90 Ich empfand die auch als recht schwer und finde die MOX Tastatur dagegen angenehmer, weil leichter. Hochwertiger fühlen sich allerdings schon die teureren Tastaturen an.
 
Wenn es Dir vor allem auf einen realistischen Klavierklang ankommt, würde ich mir den MoX sehr kritisch anhören; ich habe den MoX schon länger und halte (im Vergleich zu verschiedenen Roland-GrandPiano-Sounds und zur Klavier-Expansion des Korg M3) das GrandPiano eher für eine Schwachstelle des MoX; es ist zwar in Bands gut zu gebrauchen, da es hell und direkt klingt, in meinen Ohren aber zu künstlich auf Brillianz getrimmt und leicht synthetisch. In der Beziehung wäre sowohl der S90 besser, und m.E.auf jeden Fall ganz klar auch der Krome!

Was den Sequencer des MoX angeht, kann dieser über MIDI auch die Sounds anderer angeschlossener Instrumente 'anzapfen' und mit abspielen; wie es mit Software-Sounds vom PC ist, weiß ich nicht, müsste aber eigentlich doch über (USB-)MIDI genauso möglich sein.
 

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