Key-Stammtisch

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Das faszinierende ist ja, dass sich gefühlt immer genau die Leute am lautesten über Nord aufregen ("Kein Pitch Wheel...! Feste Splitpunkte...! Kein MIDI über USB...! So wenig Speicherplatz...! Und das bei DEN Preisen...!" etc.pp.), die darauf Wert legen zu betonen, dass sie nie ein Keyboard von denen kaufen würden.
Da gehöre ich wohl zu den Ausnahmen: mich stören genau diese Punkte, trotzdem ist Nord für mich ein sehr guter Kompromiss aus meinen Anforderungen, sodass ich es doch kaufe 🤣
Midi über USB haben die Nords übrigens schon, ein integriertes Audiointerface wäre insbesondere in Kombination mit der Extern Section aber schon super!
die Serie ging irgendwie mal bei 1,5k los oder so, Inflation hin, Inflation her.
Das finde ich auch krass, wo Nord preislich inzwischen hingeht. Mein NS3 hatte noch 2500 € gekostet und das läuft immer noch wie am ersten Tag! NE7 mit guter Hammermechanik wäre für mich bis 1,8 k€ durchaus interessant, bei den abgerufenen Preisen dann aber doch lieber Alternativprodukte…
Ich habe mir ja eines gekauft (El. 6 HP) ... und dann doch enttäuscht wieder zurückgegeben
Die HP Tastaturen gefallen mir auch überhaupt nicht. Das ist schon spannend, wie die Kawai Tastatur im NE 7 so wird ☺️
Wenn ich mir mein inzwischen eingemottetes Studiologic so an"höre", weiss ich warum. Die ist extrem schnell "runtergerockt", zwei Jahre Studionutzung daheim, manchmal nur wöchentlich, und die etwas härter strapazierteren Tasten geben schon spür- und hörbar nach im Vergleich zu den weniger gespielten.
Das ist einer der Gründe, warum das lange geplante SL mk2 noch nicht bei mir eingezogen ist. Gibt es schon Erfahrungen, ob das bei der TP/110 auch so ist?
 
Interessant wäre mal, warum jetzt eine Kawai-Tastatur und keine TP110 drin ist.
TP/100 und 110 sind Vollplaste-Tastaturen, und ich weiß daß bei der 100er die Toleranzen so übel gewesen sein müssen, daß Waldorf die beim Zarenbourg durch eine TP/40 ersetzt hatte (warum man da überhaupt die 100er genommen hat ist mir eh schleierhaft, das Ding ist ja kein Leichtgewicht, genau wie die neuen Crumars).
Kawai hat selbst immer nur Hammermechaniktastaturen selbst gebaut (durch die Fertigung akustischer Klaviere), deren Orgel-und Synth-Tastaturen waren zugekauft, zuerst von Matsushita und zuletzt (K5000) von Fatar. Nachdem diese Kawai-Tastatur offenbar eine Neuentwicklung ist, wird Clavia wohl mit der 110er nicht zufrieden gewesen sein (die kalibrieren ja ihre Tastaturen und legen die Daten in einem kleinen Speicherchip ab, der unten auf der Tastatur sitzt), was ich durchaus nachvollziehen kann. Die TP/110 ist zwar besser als die 100er, aber mir persönlich immer noch zu künstlich schwergängig, besonders im Vergleich mit Holzbalkentastaturen wie der des Vintage Vibe, selbst die Fatar TP/40 oder 400 gefällt mir besser - ich bin allerdings auch kein Pianist.
 
Wenn man eh nicht zufrieden mit dem bisherigen Angebot ist - und das kann ich sehr gut nachvollziehen, der 6er hat mich auch null gereizt - werden einen die neuen Features nicht überzeugen, schon klar.

Für mich als langjährigen Benutzer eines Electro 5 ist da schon wirklich sehr viel sinnvolles dabei, wie erwähnt: Kontrolle über die Synths, FX per Sektion, Modulation mit Rate und Amount, Kompressor separat, Zugriegel-LEDs etc.

Sicher gibt es das woanders alles schon lange für die Hälfte des Geldes. Ich kann nur sagen, dass ich meinen Yamaha MX49 nach zwei Jahren wieder verkauft habe, weil ich während der Probe das Handbuch brauchte, um den Chorus runterzudrehen, und die Pianos klangen... nicht. ;)
 
Ich kann nur sagen, dass ich meinen Yamaha MX49 nach zwei Jahren wieder verkauft habe, weil ich während der Probe das Handbuch brauchte, um den Chorus runterzudrehen, und die Pianos klangen... nicht. ;)
Ich hatte 2x einen MX61 und habe den nur für die Synthsounds eingesetzt, denn die waren wirklich gut, die (E-)Pianos dagegen kamen zu dieser Zeit aus einem Juno-G mit SRX-12 Board. Kann ich also gut nachvollziehen.
Der damals neue Fantom 6 und mein aktueller Fantom-06 haben diese Problematik dann gelöst, obwohl ich inzwischen aufgrund Flexibilität und Gewicht meist mit der MPC Live III (die mir Key 61 und Live I ersetzt hat) und 1-2 MIDI Keyboards unterwegs bin, wenn ich unbedingt was von den Roland-Sounds brauche stell ich einfach noch die MC-707 dazu, die hat nahezu alle ZenCore Sounds aus dem Fantom (und was sie nicht hat wird einfach von dort importiert).
 
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Beide MCs sind sehr interessante Soundboxen für weitere Sounds. Die 707 hab ich mir damals stark überlegt, bin aber dann doch beim Juno X gelandet, weil die Tastatur überraschend gut war.
 
Hier ein Video in dem die kritischen Punkte ganz gut rüberkommen, ich finde die Sache mit dem Speicher einfach nicht nachvollziehbar. 1 Gig für Piano, 500 MB für Samples, nach 7 Jahren.......
Clavia schießt sich hier irgendwie selbst ins Knie, vor allem weil es inzwischen einiges an Konkurrenz gibt, die günstiger ist und allesamt Pitch/Modwheel oder Stick haben. Die sind zwar nicht alle so direkt bedienbar, aber auch wieder nicht so schlimm, daß man damit nicht klarkommen könnte.
Angefangen von Yamahas CK Modellen über den aktuellen Juno D und die Yamaha CP/YC bis hin zu Rolands V-Stage Modellen und auch Kurzweil hat man eigentlich reichlich Auswahl, auch wenn Yamaha für mich bei der Anordnung der Bedienelemente gepatzt hat und mir die 76er Tastaturen der Yamahas zu schwergängig sind. Die Waterfalltastatur des YC61 ist zudem als Segmenttastatur ausgeführt, was mich an deren Haltbarkeit doch arg zweifeln läßt, und es gab da auch wohl bereits schon Probleme.
Möglicherweise wird sich so Mancher vielleicht bei Roland oder gar Kurzweil umsehen, gerade der neue K2061 kann endlich mal in die Fußstapfen des PC361/3K6 treten.
 
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Es ist auch wirklich ein Feature, das sehr gefragt war und kostentechnisch jetzt auch kein Beinbruch wäre. 3-4k für die Electro Serie ist auch wild. Wie du sagst, da bekommt man schon zwei 61er Workstations von der Konkurrenz und so übel zu bedienen sind Fantom 06 oder Modx M6 jetzt auch nicht. Effekte sind dort auch ruck zuck eingestellt. Von den von dir erwähnten Stage Boards ganz abgesehen.
 
Beide MCs sind sehr interessante Soundboxen für weitere Sounds. Die 707 hab ich mir damals stark überlegt, bin aber dann doch beim Juno X gelandet, weil die Tastatur überraschend gut war.
Ich hatte beide MCs und meine aktuelle 707 ist gar meine Dritte, und ich setze die inzwischen nur noch als Soundmodul. Den Juno X hatte ich auch hier, das waren mir aber zuwenig Parts und zudem hat die 707 mit ihren beiden Eingangspaaren den Vorteil, mir einen extra Mixer zu sparen, weil man sich diese Eingänge einfach auf einen der Kanalfader legt und ich live eh nicht alle Parts nutze.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

und so übel zu bedienen sind Fantom 06 oder Modx M6 jetzt auch nicht. Effekte sind dort auch ruck zuck eingestellt.
Erstens das und Zweitens hat Yamaha mit dem MODx M6/7 endlich auch von der Tastatur her zum Fantom 06/07 aufgeschlossen und die FSB-Tastatur aus dem CK eingebaut, auch wenn das denen, die am liebsten auf was Gewichtetem spielen, nicht ausreichen wird. Ich komme mit der Tastatur des 06 gut zurecht, die Segmenttastatur von MX61 (ungewichtet), MOX(F) und MODX (gewichtet) fand ich immer eine Stufe unter der des 06, und irgendwann bekommt mein 06er auch mal eine Gewichtung nachgerüstet wenn ich den auf internes Netzteil umbaue und deshalb eh auseinandernehme.
 
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Das faszinierende ist ja, dass sich gefühlt immer genau die Leute am lautesten über Nord aufregen ("Kein Pitch Wheel...! Feste Splitpunkte...! Kein MIDI über USB...! So wenig Speicherplatz...! Und das bei DEN Preisen...!" etc.pp.), die darauf Wert legen zu betonen, dass sie nie ein Keyboard von denen kaufen würden.
Ich kann nur für mich selbst sprechen - ich zum Beispiel würde jetzt nicht "aus Prinzip" kein oder "nie" ein Nord kaufen.

Im Gegenteil, eigentlich finde ich das Konzept und das User Interface ziemlich charmant und ansprechend. Ich wäre durchaus interessiert.

Aber ich kritisiere dann eben, dass sie es an anderer Stelle (für meinen Geschmack!) in Sachen fixe Splits, keine Sample-Importe, viel zu wenig Speicherplatz etc so versauen, dass ich darüber nicht mehr hinwegsehe und dann eben nicht kaufe. Und schon gar nicht so solchen Preisen in der Konkurrenzlandschaft.

Und wenn dann noch in den Hauptkategorien ein problematisches Piano und ein deutlich unterdurchschnittliches Leslie dazu kommen, dann bleibe ich lieber bei der Konkurrenz. Muss ja nicht für immer sein - die Nutzer (und nicht-Nutzer) weltweit kritisieren ja seit Jahren die selben Dinge. Vielleicht hört Clavia ja irgendwann zu und macht was draus 😉
 
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