HevyDevy schrieb:
1. King Crimson ist die einzige klassische Progband der 70er, die auch während den 80ern/90/00ern beständig qualitativ hochwertige und experimentelle Alben rausbrachte.
Nicht nur das, KC sind die einzige Progband, die sich ständig selbst neu erfunden hat und die Grenzen, dessen was sie tut, auch ständig verschiebt (und nicht in dieser Dream Theater-Höher-schneller-weiter-Manie versumpft.)
HevyDevy schrieb:
2. "In The Court Of The Crimson King" ist eines der ersten wirklichen "Prog-Rock-Alben"
Eines der ersten definitiv, nicht das erste, aber auch eines der Besten.
HevyDevy schrieb:
Muss/Darf man überhaupt von King Crimson als Band? Robert Fripp war über die gesamte Bandgeschichte hinweg das einzig feste Element. Wenige Alben wurden mit exakt der selben Besetzung eingespielt.
Yep, Fripp hat auch noch Alben mit anderen Musikern zwischendurch gemacht, aber er hat die Band immer nur dann KC genannt, wenn sie dieses unbestimmbare etwas hatte, das KC ausmacht(hat er zumindest selbst so ausgedrückt). Siehe u.a. die ProjeKCts.
Ansonsten ist IMO Fripp einer der besten Gitarristen auf diesem Erdball. Was dieser Mann mit absoluter Perfektion und Akribie einspielt, ist unglaublich.
Und wie Adrian Belew wirklich komplexe Gitarrenlinien in völlig schrägen Metren spielt und dazu in einem völlig anderen Metrum (zum Teil auch in anderen Tonalitäten, siehe "Into the frying pan") singt, ist furchterregend.
Die Jungs sind live nicht von dieser Welt. Ich bereise nun schon seit knapp 25 Jahren die Konzerthallen dieser Republik, aber so etwas habe ich weder vorher noch nachher gehört.
KC als definitve Progband?
KC sind die definitiven KC, die Jungs sind eine Musikrichtung für sich selbst.
Die aktuelle Besetzung verspricht übrigens hochinteressant zu werden.
Zwar ist mein Lieblingstapper Trey Gunn ausgestiegen

, dafür ist mein Lieblingsbasser Tony Levin wieder dabei.
