Kirchentonaten/Skalen im Jazz

von Yule, 26.05.08.

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Casio
  1. Yule

    Yule Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.05.08   #1
    Hallo an alle,
    Ich habe vor 1 Monat mit dem Jazz angefangen und bin im Moment dabei, die Optionstöne bzw. Skalen für den jeweiligen Akkord zu lernen. Ich besitzte ein Lehrbuch namens "Die Jazzmethode für Klavier 1".
    Wenn ich es richtig verstehe, dann ergibt sich die Skala für einen Akkord aus der Größe der Septime. Also beispielsweise ein Emoll7 Akkord kann eine dorische, äolische und phygische Skala haben. Damit auch 3 verschiedene Varianten von Optionstönen. Stimmt das soweit?
    Bei Übungen in dem Buch wird nämlich zu entsprechendem Akkord nur die doriche Skala angegeben.

    Ich hoffe, es kann mich jemand aufklären.
    Danke schonmal
    Julian
     
  2. Roon

    Roon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.05.08   #2
    hmm das kann man so pauschal gar nicht sagen
    es kommt immer auf den harmonischen kontext an welche scale gespielt werden "soll"/"kann"
    in einer klassischen dur 2,5,1, bspw würde ich meistens dorisch auf der moll2 spielen
    ist der mollakkord die tonikaparallele dann bietet sich zunächst äolisch an
    und so weiter und so fort...sprengt den rahmen hier

    generell kannst du alles spielen was gefällt
    ich sage immer: es gibt keine falschen töne - nur unschöne auflösungen!
     
  3. Yule

    Yule Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.08   #3
    Ok, trotzdem Danke.
    Vieleicht jemand eine Seite in der das gut erklärt wird?
     
  4. alex123

    alex123 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.08   #4
    ich habe das buch "die harmonik desjazz" von fischer verlag, bin damit zufrieden.
     
  5. jazzscales

    jazzscales Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.18   #5
  6. Dietlaib

    Dietlaib Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.02.18   #6
    Kirchentomaten. :D
     
  7. Froschkapitaen

    Froschkapitaen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.18   #7
    Bot oder Leseschwäche?
     
  8. marktheshark

    marktheshark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.18   #8
    Hallo Julian

    In einem typischen Akkordsymbol sind vier (Septakkord/Vierklang) Töne kodiert. In deinem Beispiel Emoll7 sind das eben e g h d.

    Eine Skala/Tonleiter hat in der Regel aber nicht vier Töne sondern sieben. Im Akkordsymbol ist aber Sekunde/None, Quarte/Undezime sowie Sexte/Tredezime nicht genau angegeben. Um die Skala zu erhalten ergänzt man diese Töne.

    Ich geh mal nach Dm7, da kann man das leichter nachvollziehen, das Prinzip aber ist natürlich für jeden Akkord gleich.

    upload_2018-2-25_14-28-34.png
    oder
    upload_2018-2-25_14-28-50.png
    oder
    upload_2018-2-25_14-29-10.png

    also genau das, was du schon geschrieben hast. Diese drei Möglichkeiten stammen aus dem Bereich der Durskalen. Zur Auswahl der "richtigen" Skala muss der harmonischem Kontext mit betrachtet werden.

    In einer II-V-I Verbindung (Dm7 G7 Cmaj7) wird man dorisch bevorzugen.
    upload_2018-2-25_14-31-57.png


    In einem Stück in F-Dur könnte aeolisch die passende Wahl sein.

    upload_2018-2-25_14-32-20.png



    In einen Umfeld von Bb-Dur ist phrygisch eine gute Wahl.
    upload_2018-2-25_14-32-37.png

    Schau dir mal das Stück "ALICE IN WONDERLAND" an. Findest du im REALBOOK. Da gibt es alle 3 Arten von Mollakkorden. Aeolische (z.B. Takt 12), Dorisch (z.B. Takt 1) und Phrygische (z.B. Takt 15, Klammer 1).

    Aus anderen Skalenfamilien (Melodisch Moll, Harmonisch Moll....) kann man sich ebenfalls passende Skalen für den Akkord herleiten. Diese sind allerdings seltener.
    upload_2018-2-25_14-35-56.png

    upload_2018-2-25_14-36-7.png
    Gibt auch noch obskurere "Lösungen". Hier verlässt man aber das System der typischen Dur/Moll-Skalen.

    upload_2018-2-25_14-36-45.png
    oder

    upload_2018-2-25_14-36-56.png
    oder
    upload_2018-2-25_14-37-12.png

    Gerade bei den letztgenannten fällt die harmonische Bestimmung und Analyse schon schwierig.
    @ all, ich nehme noch Namensvorschläge und harmonische Deutungen an *g*

    Ich hoffe ich konnte dir helfen.

    Gruss aus Darmstadt

    Mark

    P.S. Auf meiner Website hab ich dafür ein PDF-Tutorial. Wenn du magst schau es dir an und lade es dir runter.
    http://klavierunterricht-bergstrasse.de/unterrichtsmaterial/

    Dort bei "Harmonielehre Jazz/Pop" schauen
     
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  9. McCoy

    McCoy HCA Jazz & Piano Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 25.02.18   #9
    Hey Leute,
    der Beitrag ist von 2008 und damit 10 Jahre alt. :opa: Yule war seit 2010 nicht mehr online. jazzscales hat den Beitrag wieder hochgeholt, damit er als Eigenwerbung den Link zu seiner Seite druntersetzen kann. :rolleyes:
     
  10. marktheshark

    marktheshark Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.18   #10
    ups, dachte der Beitrag wäre von Freitag, nicht genau geschaut.....
     
  11. Lisa2

    Lisa2 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.03.18   #11
    @marktheshark
    Trotzdem Dankeschön für die Erklärung! :great:

    Lisa
    :-)
     
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