Kurze Analyse zu Akkordverbindungen dieser Progression

von Ex-The Maniac, 02.06.06.

  1. Ex-The Maniac

    Ex-The Maniac Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #1
    A-Teil ... Am / B5 / Em
    ... B7 / Em
    B-Teil ... Em / Am7 / D7 / G / C / B7

    Kann mal jemand kurz die Verbindungen analysieren. Das Stück ist in E-Moll.


    Und diese hier: Em / D7 / C / B7 ist doch ne IV - III - II - I in B-phrygisch oder ?
     
  2. daemonica

    daemonica Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.06   #2
    Keine Ahnung ob's stimmt, aber ich würds so betrachten:

    A-Teil: Am/B5/Em : IV-V-I Bewegung in Em; B7/Em : kurzer" Abstecher" zur V.Stufe in e harm. Moll
    B-Teil: Em/Am7/D7/G/C/B7 : I-IV-VII-III-VI und hier wieder Modulation zur Dominanten von e harm. Moll...

    Bitte korrigieren!

    Hätte B-Phrygisch nicht B-Moll als I. Stufe?

    Greetz, das d
     
  3. Stringgod

    Stringgod HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 03.06.06   #3
    Um das zu anlaysieren, gehst du folgendermassen vor. Die Tonart haben wir ja schon. Emoll. Also brauchen wir die Stufenakkorde von Emoll. Das sind die hier:

    Code:
    I    II   III IV V  VI VII
    Em  F#dim  G  Am Bm C   D 
    Jetzt vergleichst du einfach deine Akkorde mit den Stufenakkorden. Da fällt dir auf, dass bei dir ein B7 dabei ist, müsste ja eigentlich Bm(7) sein. Da hat man einfach den Mollakkord durch einen Dominantseptakkord ersetzt, was ne stärker Dominantwirkung zu Em erzeugt. Wird in Molltonarten oft gemacht.

    Also ergibt sich folgendes:
    Code:
    IV   V    I     V     I
    Am / B5 / Em  / B7 / Em
    
    I    IV    VII  III  VI  V
    Em / Am7 / D7 /  G / C / B7
    
    I    VII   VI  V
    Em /  D7 / C / B7
     
  4. Ex-The Maniac

    Ex-The Maniac Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.06.06   #4
    Ja so hatte ich es auch analysiert.
    Aber sind da irgendwelche besonders gängigen Verbindungen dabei, ich meine kann man irgendwelche Regeln daraus erkennen oder ist die Progression eher untypisch. Weil im Jazz gibts ja zu Hauf II-V-I Verbindungen oder V-I mit Zwischendominanten usw.
    aber hier bei dieser Progression sehe ich irgendwie keine typischen Verbindungen oder ?
     
  5. HëllRÆZØR

    HëllRÆZØR HCA-Harmonielehre HCA

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    Erstellt: 03.06.06   #5
    A-Teil: ... s d5 t ... D7 t
    Die Dominante B7 (eigentlich Bm7) enthält den Leitton d# -> Harmonisch Moll.
    Beim B5 fehlt das g / g#, es könnte also hier sowohl reines als auch harmonisch Moll gespielt werden.

    B-Teil: ...t s7 dP7 tP sP D7
    Mit Stufen: I IV VII III VI * V
    Es ergibt sich eine Art doppelte Kadenz der Form t s D t s D [t], bei der die Akkorde teilweise durch ihre Dur-Parallele ersetzt werden.
    Würdest du bei * eine II (F#m7b5) einfügen, hättest du eine Quintfallsequenz = jeder Akkord eine Quinte tiefer (Quarte höher) als der vorherige.

    Dann müsste es ein Bm7 sein.
    Der B7 würde für Phrygisch Dominant sprechen (Phrygisch mit großer Terz = 5. Stufe von Harmonisch Moll = HM5) allerdings nicht durchgängig wegen D7 statt D#°7.

    Ich würde von E-Moll mit verdurter Dominante (B7) ausgehen.
    Wenn du die Sequenz im Kreis spielst, folgt auf den H7 nämlich direkt wieder ein Em, so dass man eine typische D7 t - Kadenz erhält.
     
  6. whir

    whir Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.06.06   #6
    Nein, das ist eine Halbkadenz in E-Moll. Wenn du dir das anhörst, hast du auf dem B7-Akkord das Gefühl der Ruhe und Ausgeglichenheit, als ob das Stück jetzt zuende sein könnte? Also ich persönlich nicht, und vielleicht ist es nicht allzu arrogant, zu unterstellen, dass das den meisten ebenfalls nicht so geht. Man erwartet eine Auflösung, vorzugsweise in Richtung E-Moll, daher ist B7 die Dominante und Em die Tonika.
     
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