Lautstärkeanpassung der Sounds

von Jessi, 04.08.07.

  1. Jessi

    Jessi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #1
    Hi,

    hoffe ich bin im richtigen Forum.

    Ich suche ein Gerät, das ich ans Keyboard anschließen kann und das mir beim Spielen die Lautstärke der einzelnen Sounds anzeigt, damit jeder Sound den ich benutze gleich laut ist.

    Gibt es so etwas? Kann mir jemand was empfehlen?

    Gruß
    Jessi
     
  2. Jay

    Jay HCA Piano/Spieltechnik Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 04.08.07   #2
    Wenn du dich auf deine Ohren nicht verlassen willst, kannst du das an jedem Mischpult sehen. Den entsprechenden Kanal auf PFL schalten, dann siehst du den Pegel am "Meter" vom Pult.
     
  3. toeti

    toeti Keys Moderator

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    Erstellt: 04.08.07   #3
    Brauchst du sowas wirklich?!

    Wenn ich Songs mit der Band spiele, dann sind die wenigsten Sounds wirklich gleich laut, weil sie sich unterschiedlich durchsetzen.

    Gruß
    Thorsten
     
  4. konbom

    konbom Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #4
    Ich nehm auch meistens die Mischpult-Methode.

    @toeti: Bei mir ist es so, dass auf meinem MO die Grundvoices alle gleich laut sind. Wenn ich aus denen dann 'ne Live-Performance baue, dann kann ich dort ja nochmal die Lautstärke verändern, so dass ich den gleichen Sound in der einen Performance ganz laut und bei 'nem andern Stück wieder ganz leise haben kann. Somit ist es auch möglich, bei Layern die Lautstärken wirklich aufeinander abzustimmen, da sie bei gleicher Lautstärke-Einstellung auch wirklich gleich laut sind.

    Gruß,
    Max
     
  5. AbuSimbel

    AbuSimbel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #5
    Hier mal noch ein paar Sachen von meiner Seite...
    • Sounds über die PA programmieren, Kopfhörer geben alles anders wieder, selbst die besten, Studiomonitore ebenso, da erlebt man zuweilen böse Überraschungen, wenn die daheim sauber programmierten Sounds live einfach matschen oder untergehen
    • in der Probe immer die Lautstärkeverhältnisse überprüfen, manche Sounds setzen sich im Kontext besser/schlechter durch
    • Und zuletzt: Die Peak-Anzeige am Mischpult gibt nicht die Lautstärke wieder, sondern den Strom der durchfließt, und auch der variiert je nach Sound und Tonhöhe (korrigiert mich bitte, wenn das jetzt ein bisschen falsch war, aber das wurde mir mal so oder so ähnlich gesagt :p
     
  6. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 05.08.07   #6
    Und bei 0 dB fliesst nix durch *fg ?

    Aber nur zur Info. Die Pegelanzeige am Mischpult stellt die Spannung dar. D.H. die Abweichung von 0 dB- (U0 Sind glaube ich 775 mV)
    Der Pegel berechnet sich zu 20*log(U/U0). Mit log ist der 10 er Logarithmus gemeint.
    Da 20*log(1) dB = 0 db ist der Wert schon mal klar und
    20*log(10*U0/U0) dB= 20 dB
    20 db entsprechen also zehnfacher Spannung. 7.7 V. Ein gutes Mischpult hat solch einen Headroom mal gerade noch in den Eingangskanaelen. Im Ausgangskanal wuerde hier die Endstufe platzen, denn 10 fache Spannung entspricht 100 facher Leistung. P=U^2/R
    Steure ich eine 100 W Endstufe mit +20 dB an muesste die 10000 W abgeben. Z.B in Form einer Rauchwolke :-)

    In der Pegelangabe eraelt man die den aequivalenten n fachen Wert zur Spannung indem man die Dezibelangabe durch 2 teilt: Folgende Werte sollte man sich merken:

    0 dB ist der Normpegel
    +20 db ist 10 fache Spannung , 100 fache Leistung
    + 6 db ist doppelte Spannung , vierfache Leistung

    +10 dB ist 10 fache Leistung (Wurzel(10) fache Spannung)
    + 3 db ist doppelte Leistung

    Und wann ist es doppelt so laut ? Lautheit ist ein physiologischer Begriff und wird in Phone gemessen. Eventuell ueber den Frequenzgang bewertet.
    Man kann aber ueberschlagen,das +10dB etwa als doppelt so laut empfunden wird.
    Will ich also doppelte Lautstaerke wie bei einer 1000 W Anlage benoetige ich somit 10 000 W.
    oder
    Verbinde ich die Endstufe unsymetrisch kommt dort bei 0 dBU die halbe Spannung an. Also -6dB. Immerhin fast nur die halbe Lautstaerke gegenueber symetrischem Betrieb..
    oder
    Symetrisch verbunden ist sinnlos einen Mixer in den orange roten Bereich zu fahren. Hoehere Lautstaerke erreicht man damit kaum, dafuer ein schoenes Clipping :-)

    Ich stelle die Lautstaerke meiner Sounds uebers Gehoer ein. Alle gleich laut, so wie die Werksounds, nur die Solo Sounds nen Tick lauter.

    Ansonsten wie es Jay bereits geschrieben hat.Und das ist wichtig !
    Ueber PFL mittels Gain die Keys auf 0 dB einbpegeln. PFL sollte man dann aber wieder abschalten, sonst mischt man ja blind.
    Zur Not (ohne PFL) kann man auch Kanal und Main Fader auf 0 dB stellen und (bei abgedrehter Endstufe) ueber Gain 0dB einpegeln.
    Weiss wohl aber auch jeder.

    Am Keymixer regle ich ab und zu nach, dass der Hauptmixer immer 0 dB erhaelt. Keymixer waere also das von Jessi gesuchte Geraet.
    Ein sorgfaeltig eingepegelter Mixer ist die halbe Miete.
    Man kann dann zur Not auch ohne Soundcheck loslegen.
     
  7. Dana.

    Dana. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.08.07   #7
    Also der Pegel am Mischpult ist was die subjektive Lautstärke angeht wenig aussagekräftig. Ein sehr mittiger, schriller Sound wird kaum Pegel haben, und trotzdem ohrenbetäubend laut sein, dafür ein voluminöser Bass ohne Ende Pegel haben, aber vielleicht im Matsch untergehen.

    Deine Ohren sind das beste Messgerät. Wenn messen, dann ist es wohl sinnvoller, das Signal durch einen Spektrum-Analyzer zu jagen, denn wenn deine Comping-Sounds genau in den stärksten Frequenzbändern von Gitarre und Gesang ebenfalls am stärksten sind, dann ist das, sagen wir, ungeschickt :)

    Liebe Grüße

    Dana
     
  8. richy

    richy HCA Soundprogrammierung HCA

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    Erstellt: 07.08.07   #8
    Hi Dana
    Yepp ungeschickt. Verdeckungseffekt.
    Jedem Musikus daher sein Frequenzband incl Resonanzen.
    Vielleicht noch weitergehend:

    Ein Mischpult enthaelt drei Verstaerkereinheiten :
    GAIN, KANALFADER, MAIN (Daempfung)

    Und ja, der Frequenzgang des Gehoers ist nicht linear, sondern bei 1-4 kHz ist es am empfindlichsten. Weil hier die Formanten der Sprache liegen. Dennoch ist es Pflicht alle Instrumente zunaechst am GAIN auf 0 dB einzupegeln. Der Zweck ist die Eingaenge nicht zu uebersteuern. Eine rein elektrische Sache und das erste was man an einem Mischer ueberhaupt macht. Auch um auf der optimalen Kennlinie des Eingangsverstaerkers zu fahren. Mit zuwenig Eingangspegel kling Gesang z.B. weitaus duenner als bei 0 dB. Vom Rausch Signalabstand ganz zu schweigen. Und woher soll der Mixer wissen was da fuer ein Signal / Pegel an seinem Eingang ankommt ? Der erwartet 0 dB, dafuer ist er gebaut und das muss man einstellen. Weiterhin ist bei einem guten Mischer dann auch der Headroom von meist 20 dB der Kanalfader gewaehrleistet. Aber die meisten guggen wohl soundso net was da an den Fadern steht oder ? *fg

    Die Mischung regelt man dann mit den Fadern nach. Man kann dann den Gain auch weiter so verfeinert daempfen, dass die Mischung stimmt. Das hat den Vorteil, dass bei gleichem Wert aller Fader, z.B. 0 dB die Mischung stimmt.
    Die Fader rasten da nicht umsonst ein :-)
    Genauso mache ich das auch, und zwar bei der Lautstaerke, die ich spaeter fahren werde. Bei einem sauber eingepegelten Mischer gibt es dann kaum etwas nachzuregeln.
    Mein Soundcheck sieht zur Not so aus:
    Ich stelle alle Kanalfader auf 0 dB. 1234 los gehts.
    (Unser Mischer ist perfekt fuer alle Instrumente bei 100 Personen eingepegelt)

    Es gibt ein weiteres physioakustisches Phaenomen, dem viele leicht zum Opfer fallen.

    Die Fletcherkurve. Die Frequenzkurve der Lautheit ist frequenzabhaengig !
    [​IMG]
    Dargestellt ist die Lautstaerke ab Hoerschwelle. Als Empfindlichkeit musst du dir die Kurven horizontal gespiegelt vorstellen.
    Je hoeher der Pegel um so lauter werden tiefe Freuenzen empfunden. Schau mal bei 100 phone. Die Lautstaerke ist fast linear. Nur in den Hoehen die natuerlich empfundene Senke. Wobei die Hoehen auch angehoben werden.
    Deine Theorie ist dort Null und nichtig. Fuer kleine Pegel aber richtig.
    (Ha reimt sich sogar)
    Was passiert also wenn du bei leiser Lautstaerke die Lautstaerke linearisierst, den Sound Check machst.

    Drehst du auf Dinnermusik->Tanzmusik, sind die Baesse voellig ueberzeichnet. Und das hoert man sehr oft. Machst du den Souncheck bei 60 phone werden bei 100 phone die Baesse um 20 dB ueberzeichnet sein. Faktor 4 mal zu laut !
    Das ist der Punkt an dem ein unerfahrener Mischermensch dann den Gesang bis zum clippen hochfaehrt, anstatt der Rest abzudaempfen.
    Normalerweise macht man das aber auch intuitiv, oder wenn die Tieftoener aus dem letzen Loch pfeiffen. Intuitiv einen Mixer einzupegeln ist aber Pfusch.
    Bruellen bis rotes Laempchen brennt. Bischen Gain runter. Pfusch !

    An der Hifi Anlage gibt es zu diesem Zweck die Loudnesstaste die man bei geringer Lautstaerke drueckt und Baesse und Hoehen anhebt. Und die bei grosser Lautstaerke eben nicht mehr gedrueckt werden darf.
    Die Bassanhebung basiert nicht auf Boxen oder Verstaerker !
    Sondern dem Gehoer ! Physioakustik.
    Mit diesem Geraet kann man die Fletcher Kurve und vieles mehr perfekt automatisieren.
    http://spl-usa.com/V_Classic/T_D_PRODUCTION0PARTNER_E.html

    Physioakustik statt aktive Anlage mit zweiter Endstufe und Rumschrauben :-)
    Ich benutze den SPL seit den 80 er Jahren. Er ist genial.

    Zusammenfassung:
    Alle GAIN auf 0 db einpegeln. Pflicht !
    Fahre ich 100 Phone stimmt die Mischung sogar ohne Nachregeln an den Fadern.
    Viele Gruesse
     
  9. wyrus

    wyrus Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.08.07   #9
    in wie fern könnte man eigentlich einen kompressor als lautstärkebegrenzer verwenden?
    verfälscht das den sound stark?
     
  10. Sticks

    Sticks Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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  11. Jessi

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    Erstellt: 10.08.07   #11
    Danke für die zahlreichen Antoworten.

    Ich passe im Moment meine Sounds so an, dass am Hauptmischpult der Pegel bei 0 db ist (ein eigenes kleines Mischpult hab ich nicht). Über das Computerprogramm Cubase passe ich dann die Lautstärke der einzelnen Sounds an (der angezeigte Pegel in Cubase ist glaub ich in dBm). Bis auf ein paar wenige Sounds sind die Lautstärken so auch gut aufeinander abgestimmt. Die, die nicht passen regel ich dann auch nochmal nach.

    Es wär auch kein Problem das so weiter zu machen. Allerdings ist es nervig, dass man da immer noch den PC dazu braucht um die Lautstärke anzupassen, zumal es bei uns im Proberaum auch nicht möglich ist den PC und die Keyboards nebeneinander zu stellen. Es wäre halt einfacher wenn man so ein kleines Gerät hätte, das man direkt ans Keyboard anschließt.
     
  12. Wilhelm

    Wilhelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.08.07   #12
    Hat du keine Möglichkeit deine einmal gefundene Lautstärke mit dem jeweiligen Sound abzuspeichern? Das ist bei den meisten Keyboards möglich.
     
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