Les Paul "chambern", sprich aushöhlen

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butterbrot2011
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Hallo Zusammen,

ich hab eine 89 Les Paul Custom, die ich eigentlich sehr mag, aber die mir inzwischen viel zu schwer ist.
Auch ist sie nicht mehr im Orginalzustand.
Nach einem Wasserschaden hab ich sämtliche Hardware ausgewchselt, alle Goldteile sind durch Nickel Parts ersetzt worden.

Also kein Thema, von wegen Originalzustand ;)

Nun aber zu meiner eigentlichen Frage.

Hat jemand schon mal eine Gitarre "chambern" lassen.
Was hat es etwa gekostet und macht es überhaut Sinn?
Oder besser gleich eine ausgehöhlte kaufen?
Das sich der Klang ändert, ist mir schon klar, macht aber nichts.

Ich bin gespannt auf eure Meinung

THX
 
Eigenschaft
 
das ist leider nicht möglich dann müsstets du die decke abmachen und in das mahagoni löcher rein gefräst werden.
 
Natürlich ist das möglich, du schreibst ja sogar wie ;) Oder halt von hinten reingebohrt, gelöchert und anschließend ein neuer Boden drauf ;) (siehe Beschreibung der 1968 Gibson Les Paul von Gregor Hilden)
Sollte halt beim Gitarrenbaumeister Deines vertrauens gemacht werden. Ach ja, und günstig wird das sicher nicht (Neulackierung etc...) und über die Sinnhaftigkeit einer solchen Aktion lässt sich sicher auch streiten ;)
 
Aushöhlen würde auch von der Rückseite aus gehen, wobei dann eben noch ein neuer Boden drauf müsste.
 
Hi,

grundsätzlich ist das natürlich machbar, aber es wird schon einen ganzen Batzen kosten. Immerhin musst Du die Gitarre ja hinterher neu lackieren lassen, denn Du kannst das Top (so sie eines hat) ja nicht einfach schadlos abnehmen, die Gitarre aushöhlen und es wieder draufsetzen. Nicht zuletzt würde ich die Entscheidung auch davon abhängig machen, wie der jetzige Zustand aussieht. Poste doch mal Bilder.

Was den Wert betrifft, so wird Deine Gibson selbst in schlechtem optischen Zustand noch einiges weiter einbüßen. Mit Original-Gibson-Teilen könnte man sie bisher ja wieder in einen "massenkompatiblen" Zustand bringen, denn es gibt durchaus viele Leute, die eine ältere Les Paul suchen, aber kein Geld für Vintage-Preise haben. Die sind dann allerdings gerade auf die alte Holzsubstanz aus...

Das Aushöhlen selbst wird wahrscheinlich von hinten geschehen müssen, da muss dann wieder ein Deckel aus Mahagoni drauf. Keine zeitraubende Filigranarbeit, aber gerade die Custom hat zu allem Überfluss auch noch auf der Rückseite ein Binding. Ich bezweifle halt, dass man das Top ablösen und wieder aufsetzen kann. Alleine die neue Nitrolackierung (und das sollte es schon sein) dürfte mehrere Hundert Euro kosten. In sofern würde ich mal zu einem Gitarrenbauer gehen und ein Angebot einholen. Dann kannst Du das vergleichen mit den Kosten einer Neuanschaffung abzüglich dem Verkaufserlös.

Ich schätze mal ganz grob, dass Du für Deine Aktion an die 1.000,-- Euro ausgeben müsstest, und das erscheint mir doch relativ happig im Vergleich zum Verkauf und Neuerwerb. Falls Du Dich für letzteres entscheidest, würde ich die Gitarre vielleicht sogar ganz strippen und in Einzelteilen verkaufen (etwas, was ich bei Originalen verabscheue, nur zur Klarstellung). Die Hardware und die PUs sind aber eh nicht original, und so mancher wird eine solche ältere Gibson vor allem als Basis für seine Vintage-Klon-HB und -Hardware suchen. Wenn Du dann noch ein paar Hundert Euro drauflegst, kannst du Dir vielleicht eine Paula leisten, die Dir besser steht als die Custom. Das muss übrigens keineswegs ein Historic aus dem CS sein, wie ich finde. Die besten Paulas, die ich bisher in der Hand hatte, waren eine 58er CS, eine Classic aus den frühen 90ern, eine recht neue Traditional und eine Standard 2008 - und ich kann nicht sagen, dass die (weitaus) teuerste die beste gewesen wäre.

Gruß, bagotrix
 
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Ich habe selber eine ge-chamberte Gibson Les Paul (-> Gothic Morte).
Sehr viel leichter ist die auch nicht. :D

Wiegt immernoch ~ 3,8kg. ;)
Und ich glaube soviel Aufwand (Kosten für den eher geringen Effekt ist es denke ich nicht wert.
 
Bei solchen Anfragen seh ich sofort immer die originale 58er vor mir die jemand ausgehöhlt hatte und den Rücken dann mit nem Presspappdeckel und zig güldenen Schrauben verschlossen hatte..(in irgendeinem Thread wurde dazu mal das Bild gepostet)...
Meine Empfehlung:
Sofern Dir die Custom nicht so sehr am Herzen liegt als das Du sie nicht weggeben könntest fährst Du mit einer neue(re)n, bereits hohlgefrästen Gitarre besser denn die Customer wird nach der OP (die nen ordentlichen Batzen Geld kostet) fast nichts mehr wert sein.
Wenn Du nun kalkulierst (Customer verkaufen : ~800-1000€, sauber gemachtes Aushöhlen ~1000€) kommst Du in etwa in den Bereich einer aktuellen 2012er Standard die bereits gechambered ist. Aber wie andere auch bereits erwähnt haben, sooo deutlich ist der Unterschied auch nicht, Du wirst Dich immer noch im Bereich von ca 3.3kg bewegen. Günstiger (und ggf. leichter) gehts nur mit CS Instrumenten....
 
Hey Danke für eure Antworten,
es deckt sich so in etwa mit meinen Befürchtungen, dich ich ja heimlich auch schon hatte = teuer und bringt wenig :(
Ich hatte ja noch die Hoffnung, ich könnte mich täuschen....

Also lass ich es bleiben und überleg mir, die LP Custom zu verkaufen und mal weiterzuschauen.

@bluesfreak: was verstehst du unter CS Instrumente, dieser Begriff sagt mir nichts.
 
@bluesfreak: was verstehst du unter CS Instrumente, dieser Begriff sagt mir nichts.

Customshop.
Da gäbe es sowas zum Beispiel:
Florentine_les_paul.jpg


Ich denke leichter wirds kaum gehen.
 
Die besten Paulas, die ich bisher in der Hand hatte, waren eine 58er CS, eine Classic aus den frühen 90ern, eine recht neue Traditional und eine Standard 2008 - und ich kann nicht sagen, dass die (weitaus) teuerste die beste gewesen wäre.

Gruß, bagotrix

Wobei ich von den Traditional die Finger lassen würde wenn ich eine leichte LP suche. ;) Die sind nicht gechambert.
Wenn es eine Gibson LP sein soll wirst du wahrscheinlich nichts leichteres finden als eine Studio. Die ist nicht nur gechambert sondern auch ca. 5 mm dünner als die Standards oder CS Gitarren.
Meine hat ca. 3,2 - 3,3 kg.
Wenn du bereit gewesen wärst mehrere hundert Euro in das aushöhlen deiner Gitarre zu stecken wäre es nicht eine Überlegung wert eine worn Studio um ca. € 650,-- zusätzlich anzuschaffen? Oder gebraucht ab 500,--.
 
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Ok, Custom Shop wär schon cool, aber woher die nötigen Euronen nehmen :gruebel:
 
Hi,





Das Aushöhlen selbst wird wahrscheinlich von hinten geschehen müssen, da muss dann wieder ein Deckel aus Mahagoni drauf. Keine zeitraubende Filigranarbeit, aber gerade die Custom hat zu allem Überfluss auch noch auf der Rückseite ein Binding. Ich bezweifle halt, dass man das Top ablösen und wieder aufsetzen kann. Alleine die neue Nitrolackierung (und das sollte es schon sein) dürfte mehrere Hundert Euro kosten. In sofern würde ich mal zu einem Gitarrenbauer gehen und ein Angebot einholen. Dann kannst Du das vergleichen mit den Kosten einer Neuanschaffung abzüglich dem Verkaufserlös.

Ich schätze mal ganz grob, dass Du für Deine Aktion an die 1.000,-- Euro ausgeben müsstest, und das erscheint mir doch relativ happig im Vergleich zum Verkauf und Neuerwerb.
Gruß, bagotrix

Wenn die Gitarre mit einer Nitrolackierung ist, würde die Aktion ca. 600€ kosten. Ca. 380 - 400€ die Neulackierung Korpus. Die Ausfräsungen mit neuem Boden aufleimen ca. 150€, und ein neues Binding 50€. Trotzdem würde ich die Aktion doch nicht durchführen lassen, und eine leichtere kaufen.
 
Kurze Zwischenfrage: Wasn an einer Nitrolackierung so toll, dass man immer wieder davon liest und warum ist diese so teuer?
 

Eigentlich genau das Gegenteil. Lack auf Nitrobasis ist vergleichsweise einfach zu verarbeiten da eine neue Schicht Lack immer wieder die letzte mit anlöst und die Schichten "verschmelzen". Soweit mir bekannt ist, dürfen Lacke auf Nitrobasis aber innerhalb der EU (Rohs) nicht mehr hergestellt werden und nur noch Restbestände verkauft werden.
 
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Eigentlich genau das Gegenteil. Lack auf Nitrobasis ist vergleichsweise einfach zu verarbeiten da eine neue Schicht Lack immer wieder die letzte mit anlöst und die Schichten "verschmelzen". Soweit mir bekannt ist, dürfen Lacke auf Nitrobasis aber innerhalb der EU (Rohs) nicht mehr hergestellt werden und nur noch Restbestände verkauft werden.

So herum hast du sicher recht... Ich meinte zum einen die "Giftigkeit" und zum anderen die Tatsache, dass man den Lack in (vielen) dünnen Schichten auftragen muss und diese Schichten jeweils rel. lange brauchen um zu trocknen... Aber die Experten mögen mich da gerne korrigieren, wenn ich falsch liege.
 
Die Giftigkeit ist auf jeden Fall ein Thema. Ansonsten ist die Vorarbeit das wichtigste und dann sind auch nur wenige Schichten für ein gutes Ergebnis nötig. Aber wir kommen vom Thema ab.
 
Wenn die Gitarre mit einer Nitrolackierung ist, würde die Aktion ca. 600€ kosten. Ca. 380 - 400€ die Neulackierung Korpus. Die Ausfräsungen mit neuem Boden aufleimen ca. 150€, und ein neues Binding 50€. Trotzdem würde ich die Aktion doch nicht durchführen lassen, und eine leichtere kaufen.

Ich würd allgemein sogar 600-800€ ansetzen und definitiv von "unten" arbeiten. 600 bei dem einfachen "schweizer Käse"-Modell mit den üblichen runden Löchern....klanglich am Neutralsten. Gen 800 wandernd, wenn es Große Hohlkammern sein sollen....klanglich am Einflussreichsten.

Abraten würde ich von dieser Aktion nur bedingt... aus reinem Gewichtsersparnis macht ein solcher Aufwand keinen Sinn. Tatsächlich klingen diese alten Brocken einfach auch besser und werden genau deshalb oft den neueren, "gelöcherten" Modellen vorgezogen. Damit muss man dann einfach mit dem Gewicht leben ;)
Große Hohlkammern machen dagegen auch klanglich sinn, verändern den Sound jedoch merklich... es muss nicht besser werden, aber es wird doch massiv anders - das kann natürlich wesentlich besser gefallen und damit nicht nur einen Gewichtsvorteil bringen, sondern auch einen klanglichen.

Hier wird oft von einer Neuanschaffung statt Umbau gesprochen... Hier bin ich anderer Meinung, wenn folgende Rahmenbedingungen bei Dir vorliegen:

- Du hast genug Asche auf Tasche um sagen zu können "Geld spielt keinen Rolle"
- Das Instrument hat für Dich einen so hohen Emotionalen Wert, dass Du lieber dabei bleibst als nen neues anzuschaffen
- der emotionale Wert ist aber so niedrig, dass es Dir auch nicht das Herz brechen würde, wenn dir das Ergebnis klanglich nicht mehr gefällt ODER Du weißt schon aus Erfahrung genau, wie solche Gitarren dann klingen

Ich persönlich tendiere immer gern zu Modifikation eines Instruments, dass einem von Grund auf gefällt statt zur Anschaffung eines neuen.

Grüße
 
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Moin zusammen, da ich neu bin habe ich mir mal dieses seit einem Jahr „ruhende“ Thema mal neu angenommen.

Ich habe meine Paula Traditidonal 2016 (4,5kg) vor Kurzem professionell nachträglich „Chambern“ lassen. Ich erwarte sie in Kürze zurück..Ich bin für solche Dinge durchaus offen. 4,5Kg sind mir auf Dauer einfach zu viel. Ich mag die Bespielbarkeit meiner Paula, also habe ich kein Problem mit der nachträglichen Abspeckkur:)

Von dem ganzen VOS, CC, true Historic usw. habe ich keine allzuhohe Meinung, respektiere aber alle anderen Meinungen dazu.... Auch das Thema Holzqualität und Dichte/Gewicht im Verhältnis zum Klang hat sicherlich seine Berechtigung im Lande, aber auch da bin ich eher ein offener Mucker der sich gerne für neue Dinge öffnet.

Also wen es hier noch Interesenten gibt für mein Paulaprojekt „Chambern“, lasst es mich wissen. Habe alle Schritte bebildert zur Verfügung.
Auch Fragen hierzu kann ich gerne beantworten.

Rockige Grüße
 
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