Let Me Be - Feedback zu Songwriting und Atmosphäre

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Hallo zusammen,

ich habe mich entschieden, trotz einiger Patzer beide Versionen hochzuladen. Normalerweise neige ich dazu, immer weiter aufzunehmen und auf die "perfekte" Version zu warten. Das führt bei mir aber oft dazu, dass ich irgendwann blockiere und den Song am Ende gar nicht mehr teile. Deshalb möchte ich diesmal bewusst einen anderen Weg gehen. Mich interessiert weniger, welche Aufnahme technisch perfekter ist, sondern wie der Song als Ganzes auf euch wirkt.

Die erste Version entstand sehr spontan. Während des Spielens kamen mir noch Ideen für einzelne Gitarrenpassagen, deshalb ist dort nicht alles ganz gefestigt. Die zweite Version habe ich später aufgenommen. Einige Stellen sind dort besser gelungen, andere wirken dafür weniger frei, weil ich beim Aufnehmen gemerkt habe, dass ich nervöser werde, sobald ich weiß, dass ich die Aufnahme veröffentlichen möchte.

Eine kleine Bitte noch: Mein Hauptinstrument ist die Stimme. Mit der Gitarre begleite ich mich selbst, weil ich ein Instrument benötigte, um eigene Songs zu schreiben. Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr den Fokus eher auf den Song als auf meine Gitarrentechnik legt.

Langfristig sehe ich den Song allerdings nicht nur als Singer-Songwriter-Stück. In meiner Vorstellung entwickelt er mit einer Band deutlich mehr Dynamik und Energie. Er darf ruhig etwas kraftvoller werden, ohne seine ruhige Grundstimmung zu verlieren. Im vorletzten Teil, in dem ich nur summe, höre ich seit Beginn ganz klar ein Cello. Diesen Part habe ich sogar schon ein wenig mit meiner neunjährigen Nichte ausprobiert, die gerade Cello lernt. :-) Langfristig sehe ich den Song mit einer kompletten Band: Gitarre, Bass, Klavier oder Keyboard, Schlagzeug und mein grosser Traum: ein Cello.

Mich würde deshalb interessieren:
  • Welche der beiden Versionen spricht euch mehr an?
  • Wie empfindet ihr das Tempo und den Aufbau?
  • Funktioniert die Stimmung für euch?
  • Und könnt ihr euch den Song später auch in diesem Band-Arrangement vorstellen?
  • Wie findet ihr den Text?
Ich danke jedem sehr, der sich die Zeit nimmt um sich meinen Song anzuhören!

Liebe Grüsse
Natalie

Songtext Let Me Be

You talk and talk inside my head
Your words like rain I never shed
You say it's love but it feels like fear
You criticise, that's all I hear

You built a wall to keep me save
But I cant't live/heal inside this place (noch unsicher)
You mean no harm, I know it's true
But I can't grow within your rules

Ref.
So let me be, just let me fall
I'll find my truth beneath it all
I'm tired of fighting wounded parts of me
Just let me be

You stole the laughter from my soul/bones (noch unsicher)
Turned every dream into control
But I forgive the way you tried
To hold my back till I found my stride

Now I'm the one who sets me free
These are the words you couldn't see
Your presence fades but still I know
You taught me the art of letting go

All of my flaws, they make me whole
The cracks are where the light can flow
I hear your voice, but not the same
It calls my name with less of blame

Thanks for letting me be, just let me free
 
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Hi @natthink
toller Song, tolle Stimme! Ich höre Dir gerne zu, wie Du Deine story erzählst, welche Gefühle Dich bewegen ... das hat Ruhe, Kraft und Verletzlichkeit ... Mit der Länge kratzt du dennoch leicht an meiner Aufmerksamkeitsschwelle - dazu aber später noch mehr ...

Da fragst danach, wie beide Versionen wirken:
Ich finde beide gut - für unterschiedliche Zwecke. Die zweite Version wäre meine bevorzugte live-Version für Auftritte als Singer/Songwriter - da passiert auf der Gitarre mehr und das trägt länger. Du sagst zwar, dass man die Gitarre nicht so stark in die Wertung nehmen soll - aber es ist eben ein Gesamtpaket, auf das - zumindest ich - als Hörer reagiere.
Die erste Version finde ich als Grundlage für eine Studio-Version oder für die weitere Verfeinerung/Bearbeitung gut geeignet.

Zu dem Thema Singer/Songwriter oder nicht oder mehr:
Ich persönlich stand lange vor Entscheidungen dieser Art und habe für mich entschieden, dass das Schein-Entscheidungen sind, die letztlich nur eins bewirken: dass ich mich davor drücke, Erfahrungen zu machen, mit der Begründung, "ich müsse mich für eins davon entscheiden und das richtig machen".
Natürlich hat man nur ein Leben und ein Tag nur vierunzwanzig Stunden. Von daher macht es Sinn, Prioritäten zu setzen.

Das ist aber gerade bei Singer/Songwriter-basierten Songs eher anders - zumindest ist das meine Erfahrung. Man wird immer in Situationen kommen, wo man einen Song oder mehrere vortragen könnte. Und da ist es Quatsch zu sagen: ja es gibt einen Basic-Track und ich kann karaokemäßig dazu singen ... Eine Gitarre und sich selbst bekommt man immer organisiert und es ist ein Format, das funktioniert. Und es trägt automatisch dazu bei, dass Gesang und Text im Vordergrund stehen. Das ist eigentlich ideal. Zudem bekommt man mit, ob der Song funktioniert.

Verfeinern kann man immer. Und das kann auch viel bringen. Aber man macht sich abhängig: von anderen Musiker*innen, von jemand, der Ahnung vom Produzieren hat etc. Das alles führt in der Regel dazu, dass die Songs nie fertig werden.

Und auch hier: Ich rate gar nicht dazu, entweder das eine zu tun oder das andere. Sondern beides in Angriff zu nehmen und zu schauen, dass da was in Gang kommt. Das Singer/Songwriter-Format hat aber einen großen Vorteil: das kannst Du alleine realisieren. Und auch da stärker werden: Nimm eine einfache Version als Grundtrack, dann spielst Du die Gitarre noch mal ein und den Gesang. Und dann kannst Du auch auf der Ebene verfeinern. Du wirst auf beiden Instrumenten eigenständiger und zusammen funktioniert es dann auch immer besser.

Was "verfeinerte" Aufnahmen angeht: Auch hier gibt es recht unkomplizierte Varianten. Beispielsweise auf dem Gebiet Percussion wirken Schellenring, Shaker, Klangholz etc. passagenweise und behutsam eingesetzt sehr effektiv. Und sie schaffen Abwechslung - das zu der Songlänge. Wenn man sich andere Leute so anhört, merkt man beim genauen Zuhören, dass da im Hintergrund einiges passiert: gedoppelte Stimmen, Streicher im Hintergrund, soundflächen, Bass etc. Da kann man sich auch rantasten. Man kann aber auch Leute hier auf dem Board, die einem auffallen, direkt anfragen, ob sie nicht einen Song von Dir mit Instrument XYZ aufpeppen wollen und man könnte auch jemand fragen, ob der das nicht Mixen und Mastern möchte. Eh Du Dir diese Kompetenzen alle so angeeignet hast, wie es Dir im inneren Ohr vorschwebt - da kann eine ordentlichen Menge Wasser den Rhein runter geflossen sein.

Allerdings: Du bist schon auf einem Niveau, wo Du über Anfängerfehler deutlich hinaus bist. Das kann man sich schon wirklich gut anhören.

Ich weiß: Man soll nicht vergleichen - aber insgesamt erinnert es mich hieran (und zeigt das Potenzial an, das ich sehe): Tracy Chapman Fast Car

Ich bin im Grunde nicht so supersystematisch, wie es hier so aussieht, aber im Grunde benutze ich die verschiedenen Versionsmöglichkeiten eines Songs nicht als Entweder-Oder, sondern als Wann-und-Wie-Versionen:
  • einen basic-Track (oft mit Gitarre und Gesang), um die Idee festzuhalten, einfach und schnell
  • eine erprobte Variante, die ich live mit Gitarre und Gesang vortragen könnte (da nutze ich den basic track und arbeite sowohl einzeln an der Gitarren wie auch an der Gesangs-Spur und nehmen das auf, bis eine vorläufige Endfassung für live-Auftritte entsteht, die ich dann einübe)
  • eine verfeinerte Version (zweite Gitarre, Bass, dums oder percussion, gedoppelter Gesang oder Back-Ground bis hin zu Rock-Band-Version), die stark abhängig ist vom Genre, einen geplanten Rock-Song nehme ich oft mit den wichtigen Instrumenten auf einem Mehrspur-Recorder auf (E-Gitarren, E-Bass, Gesang, drums), bei Songs die eher akustisch funktionieren, gibt es ein paar Leute, mit denen ich zusammen arbeiten kann, unter anderem eine Geigerin - das käme Deiner Idee mit einem Cello sehr nahe ...
Das ist auch keine strikte Reihenfolge, obwohl sie sich oft quasi naturgemäß ergibt, schon weil ich bei der akustische Gitarre plus Gesang schnell merke, ob ein Song funktioniert und trägt. Kann aber auch sein, dass ich direkt eine Rock-Version aufnehme und verfeinere (also zweite, dritte Gitarre, Bass ...) und später überlege, ob der auch akustisch funktioniert ... Es ist aber an mir, zu entscheiden, wo ich gerade dran arbeite und das verschafft mir Unabhängigkeit ...

Also zurück zur Frage: beide Versionen haben was, die zweite Version wäre für mich die live-Vortrags-Version ... und nochmal: toller Song, klasse Stimme, feine Athmosphäre ... und ich kann ihn mir gut in einem sparsamen Band-Arrangement vorstellen bzw. in einer Studio-Version mit mehreren Instrumenten ... und Cello ist eh ein feines Instrument ...

x-Riff
 
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Vergleiche, Vergleichsentscheidungen nach einem einmaligen Hören finde ich an sich recht schwer, zumal beide Versionen auf einem tollen Niveau, und für sich stehen.
Bei meinen Songs gibt es oft alternative Versionen, je nachdem, warum auch nicht?
Tolle Stimme, Tonfarbe und auch Tonfall, die einem gerne zuhören lasst, ohne davon abzugehen, neugierig wie es weitergeht .. auch eine Art von Spannung. Auch die "reduzierte" Begleitung passt ganz wunderbar.
Thumbs up. Klasse!
 

  • Ersteller
  • #4
Lieber @x-Riff

Vielen Dank für dein unglaublich ausführliches Feedback! Ich schätze es sehr, wie analytisch du an die Songs herangehst und sie so differenziert auseinandernehmen kannst. Da steckt so viel drin, worüber ich noch länger nachdenken werde.

Besonders gefreut hat mich auch der Verweis auf Tracy Chapman. Sie war eine meiner ersten großen musikalischen Lieben. Schon als Kind war ich ein riesiger Fan und sie hat meinen Musikgeschmack enorm mitgeprägt. Auch wenn ich sie heute nicht mehr so oft höre, bin ich ein grosser Fan von ihr geblieben.

Eine Frage habe ich aber noch: Du hattest am Anfang geschrieben, dass der Song mit der Länge leicht an deiner Aufmerksamkeitsschwelle kratzt und dass du später noch darauf eingehen würdest. Ich glaube, darauf bist du dann gar nicht mehr zurückgekommen. Meinst du damit eher die eigentliche Songlänge oder eher, dass sich über die Dauer musikalisch noch mehr entwickeln könnte? Letzteres empfinde ich nämlich selbst auch so. Gerade bei meinen Gitarren-Songs wünsche ich mir oft mehr Dynamik, mehr Farben und mehr Bewegung. Mein Gitarrenspiel ist ja eher funktional als spannend. Das ist auch einer der Gründe, weshalb ich ursprünglich auf der Suche nach einem Gitarristen war, mit dem ich gemeinsam Songs entwickeln könnte. Leider hat sich das nie ergeben.

Deshalb schreibe ich die Songs inzwischen zwar alleine, höre aber beim Schreiben oft schon andere Instrumente. Bei diesem Song zum Beispiel höre ich immer wieder Klavier, Bass und stellenweise vielleicht sogar Bläser. Interessanterweise entwickelt sich der Song in meinem Kopf schon seit Längerem hin zu einer etwas rhythmischeren, leicht funkigen Version. Das möchte ich demnächst einmal mittels Ableton* ausprobieren.

Was mich an deinen Beiträgen außerdem sehr inspiriert hat, ist dein Gedanke, dass es nicht die eine endgültige Version eines Songs geben muss. Das hat bei mir tatsächlich etwas gelöst. Ich merke immer mehr, dass derselbe Song gut als reduzierte Akustik-Version funktionieren kann und gleichzeitig auch als Band-Version mit einem ganz anderen Charakter. Diese Offenheit nimmt mir unglaublich viel Druck.

Nochmals vielen Dank für deine Zeit und deine Gedanken. Solche Rückmeldungen sind für mich wirklich wertvoll und helfen mir, meinen eigenen Weg klarer zu sehen.

Herzlich
Natalie
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Was "verfeinerte" Aufnahmen angeht: Auch hier gibt es recht unkomplizierte Varianten. Beispielsweise auf dem Gebiet Percussion wirken Schellenring, Shaker, Klangholz etc. passagenweise und behutsam eingesetzt sehr effektiv. Und sie schaffen Abwechslung - das zu der Songlänge.
aaaaahhh!! "Das zu der Songlänge"! Nachdem ich deinen Text nun dreimal gelesen habe.......Exgüsi...wie wir Schweizer gerne sagen. Das hatte ich total übersehen.
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Vergleiche, Vergleichsentscheidungen nach einem einmaligen Hören finde ich an sich recht schwer, zumal beide Versionen auf einem tollen Niveau, und für sich stehen.
Bei meinen Songs gibt es oft alternative Versionen, je nachdem, warum auch nicht?
Tolle Stimme, Tonfarbe und auch Tonfall, die einem gerne zuhören lasst, ohne davon abzugehen, neugierig wie es weitergeht .. auch eine Art von Spannung. Auch die "reduzierte" Begleitung passt ganz wunderbar.
Thumbs up. Klasse!
Lieber kingbritt
Herzlichen Dank für deine motivierenden Worte!
 
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Hi,

mir gefallen beide Versionen(y). Ein Satz zur Gitarre, sie soll deinen Gesang nur harmonisch unterstützen.
Dazu mußt du nicht virtuos brillieren, das passt schon so. Im Vordergrund steht dein Gesang und das ist es worauf Zuhörer/innen achten.
:hat:,:).
 
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Eine Frage habe ich aber noch: Du hattest am Anfang geschrieben, dass der Song mit der Länge leicht an deiner Aufmerksamkeitsschwelle kratzt und dass du später noch darauf eingehen würdest. Ich glaube, darauf bist du dann gar nicht mehr zurückgekommen.
JAIN ... Es macht einen Unterschied aus, ob etwas live, insbesondere Gitarre und Gesang, also quasi im Singer/Songwriter-Format vorgetragen wird oder ob man es "nur" hört. Live ist automatisch mehr da: Man sieht die Person, es kommen viel mehr Reize und Informationen an, mehr Athmosphäre rüber ... und dafür ist dann die Songlänge gut.

Wenn es rein als Audio-Track daherkommt, ist es gut, dass mehr Abwechslung reinkommt: Dynamik, ein paar Instrumente (Percussion, gedoppelter Gesang, ein Melodieinstrument, soundflächen etc.), um die Spannung zu halten. So war das gemeint.

Und im Grunde geht Dein Denken ja in diese Richtung: den Song beim homerecording noch aufzupeppen, mehr Feinheiten einzubauen, ihn ausschmücken etc. - bis hin zu einer "Band-Version".

Genau deshalb bin ich von dem Ziel: "Es soll die eine "amtliche" Version eines Songs geben" abgekommen. Es gibt bei mir von vielen Songs mehrere Versionen (in unterschiedlichen Formaten) und oft unterscheidet sich auch die Live-Version von der (in meinem Kopf existierenden) Studio-Version: live kann es je nach Situation und Gegebenheiten (Mitmusiker*innen, beteiligte Instrumente) entweder aufgepeppt oder abgespeckt werden - beides funktioniert, besonders, wenn man darin Erfahrungen gesammelt hat und wenn man weiß, was den Song trägt ...

Gerade bei meinen Gitarren-Songs wünsche ich mir oft mehr Dynamik, mehr Farben und mehr Bewegung. Mein Gitarrenspiel ist ja eher funktional als spannend.
Das ist jetzt so. Du hast ja geschrieben, wenn ich mich recht erinnere, dass Du Gitarrenunterricht nimmst und dein Gitarrenlehrer Dir hilfreiche Hinweise gibt, wie Du eine spezifische Gitarrenbegleitung interessanter gestalten kannst. Das ist Gold wert! Gerade wenn man - aus welchen Gründen auch immer - ein Instrument als Begleitinstrument auserkoren hat, sollte man in die Richtung konsequent weiter gehen - und es ist super, wenn der Gitarrenlehrer darauf eingeht.
Interessanterweise entwickelt sich der Song in meinem Kopf schon seit Längerem hin zu einer etwas rhythmischeren, leicht funkigen Version. Das möchte ich demnächst einmal mittels Ableton ausprobieren.
Das finde ich klasse. Ich persönlich stelle dabei allerdings eher meine Begrenztheit fest - oder um es positiv auszudrücken: Meine Bescheidenheit wächst. Stichwort Bläser: einen funktionierenden Bläsersatz für einen Song zu entwickeln, finde ich schwer. Stichwort Bass: ein Bass ist nicht eine andere Form der Gitarre, sondern funktioniert ganz anders. Etc. bis hin zu: Was ich in meinem Kopf höre, und was ich dann umsetzen kann, sind zweierlei paar Schuhe. Und ich habe mitunter die Erfahrung gemacht hat, dass etwas, was sich in meinem Kopf toll angehört hat, nicht funktioniert wenn ich es umsetze, selbst wenn das (fast) 1:1 ist ... Will sagen: ist eine sehr spannende Sache und sollte man machen, aber es muss dann nicht zu dem führen, was man im Kopf hat.

Hier ist es Gold wert, wenn man Kontakte zu anderen Musizierenden knüpft, die mal Bock haben, bei einem Song mitzuspielen oder eine Idee mit zu entwickeln etc. Ich weiß nicht, ob es bei Dir in der Gegend Open Jams gibt - aber das ist eine prima Gelegenheit, Leute kennen zu lernen und mal was auszuprobieren.

Herzliche Grüße

x-Riff
 
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  • #7
Hey @x-Riff

Nochmals zum Gitarrenspiel: Ich habe vor über zehn Jahren angefangen zu spielen, allerdings mit vielen langen Unterbrüchen, weil ich körperlich immer wieder massive Verspannungen bekommen habe. Teilweise war ich kurz davor, ganz aufzuhören. Mein Ziel war es nie, eine richtig gute Gitarristin zu werden, sondern mich so begleiten zu können, dass ich meine Songs schreiben und festhalten kann, damit diese Songs dann ein "echter" Gitarrist oder eine Gitarristin spielen kann.

Meine eigentliche Vision war immer, mit Musikern zusammenzuarbeiten, die auf ihren Instrumenten viel mehr können als ich und den Songs das geben, was ich alleine nie umsetzen könnte. Ich lebe allerdings in einer eher ländlichen Region der Schweiz, und die Möglichkeiten sind hier leider ziemlich begrenzt. Darüber habe ich mich auch schon mit meinem Gitarrenlehrer unterhalten, und er sieht das ganz ähnlich. Ich habe zwar im Laufe der Jahre immer wieder mit verschiedenen Musikern etwas ausprobiert, aber entweder hat es menschlich oder musikalisch einfach nie wirklich gepasst. Deshalb habe ich irgendwann allen Mut zusammengenommen und beschlossen, mich ganz aufs Songwriting zu konzentrieren und diese Songs dann mit anderen Musikern umsetzen zu können.

Was die Instrumentierung betrifft, hast du natürlich ebenfalls recht. Zwischen dem, was man innerlich hört, und dem, was sich später tatsächlich umsetzen lässt, liegen oft Welten. Wenn ich von Klavier, Bass oder sogar Bläsern spreche, dann ist das weniger ein konkreter Produktionsplan als vielmehr ein inneres Klangbild. Mir ist völlig bewusst, dass man dafür teilweise schon eine größere Besetzung oder sogar eine Big Band bräuchte, was überhaupt nicht mein Ziel ist. Ansonsten hätte ich auch gerne irgendwann ein Orchester, weil ich Orchester wirklich liebe! Aber hey, dream big! Warum eigentlich nicht? Bis vor ein paar Jahren hätte ich auch nicht daran geglaubt, dort zu stehen, wo ich jetzt bin. Der Weg bis hierher war für mich extrem mühsam und mein Selbstvertrauen musste erst einmal wachsen.

Herzlich
Natalie
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Hi,

mir gefallen beide Versionen(y). Ein Satz zur Gitarre, sie soll deinen Gesang nur harmonisch unterstützen.
Dazu mußt du nicht virtuos brillieren, das passt schon so. Im Vordergrund steht dein Gesang und das ist es worauf Zuhörer/innen achten.
:hat:,:).
Hey rmb.

Danke dir vielmals für deine Worte. Freut mich sehr, dass sie dir gefallen. Ich finde zwar schon, da liegt noch viel Potenzial drin aber vorerst geb ich mich damit zufrieden. :-)
 
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Ich bin zwar mit meiner Musik nicht in Richtung "Singer/Songwriter" unterwegs, aber auch wenn ich in einer nicht so menschenarmen Region wohnen mag wie du, so ist es dennoch nicht einfach, Leute zu finden, mit denen es menschlich sehr gut passt und man sich außerdem musikalisch "trifft". Außerdem sind Beständigkeit und Zuverlässigkeit wichtige Themen. Man will nicht immer wieder mit neuen Leuten anfangen, immer wieder neu erklären, zeigen etc. Außerdem hat es auch was, wenn man Entscheidungen einfach selbst treffen kann und nicht Rücksprache halten muss, ob es allen so passt.
Andererseits "befruchtet" man sich gegenseitig, wenn man mit anderen spielt. Das fehlt in einem Solo-Projekt natürlich. Alles hat immer zwei Seiten...
Zieh dein Ding einfach durch und vielleicht gesellt sich im Laufe der Zeit ja noch der ein oder andere Musiker zu dir und du spielst phasenweise oder gar langfristig nicht allein. Man sollte sich auf jeden Fall nicht ausbremsen lassen, weil man noch andere sucht und lange nicht findet. ;)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Man hat aber nicht nur mehr Freiheiten, wenn man allein ist, man fordert sich auch mehr, weil man eben Entscheidungen treffen muss, sich überlegen muss, wie man Dinge auch mit reduzierten Möglichkeiten interessant gestaltet, wie man z. B. eine aufgenommene Version anders aufzieht und live als Solo-Künstler dennoch ein interessantes Package draus machen kann, den Kern des Songs rüberbringt und Variationen zwischen den Parts im Song mit den begrenzten Mitteln dynamisch hinbekommt. ;)
 
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Mich würde deshalb interessieren:
  • Welche der beiden Versionen spricht euch mehr an?
Version #2
  • Wie empfindet ihr das Tempo und den Aufbau?
Tempo: Gut
Aufbau (weiß nicht genau, was Du darunter verstehst ...): Gut ... aber nicht für die ganze Songdauer. Da fehlt noch einiges (Zwischenteile, Bridges, ...), das mehr
Abwechslung in die (eigentlich monotone) Hörempfindung hinein bringt.
  • Funktioniert die Stimmung für euch?
Ja.
  • Und könnt ihr euch den Song später auch in diesem Band-Arrangement vorstellen?
Ich habe zwar nicht verstanden, welches dieses Band-Arrangement sein soll, aber: Ja, kann ich mir gut vorstellen.
  • Wie findet ihr den Text?
Enthaltung, da ich generell nicht auf Texte achte, bzw. erst dann, wenn mich die Musik schon fesselt.

Thomas
 
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  • #10
Version #2

Tempo: Gut
Aufbau (weiß nicht genau, was Du darunter verstehst ...): Gut ... aber nicht für die ganze Songdauer. Da fehlt noch einiges (Zwischenteile, Bridges, ...), das mehr
Abwechslung in die (eigentlich monotone) Hörempfindung hinein bringt.

Ja.

Ich habe zwar nicht verstanden, welches dieses Band-Arrangement sein soll, aber: Ja, kann ich mir gut vorstellen.

Enthaltung, da ich generell nicht auf Texte achte, bzw. erst dann, wenn mich die Musik schon fesselt.

Thomas
Hey Thomas

Danke für dein Feedback! Eine klassische Bridge höre ich in diesem Song eher nicht. Den Zwischenteil sehe ich im vorletzten Abschnitt mit dem Summen vor dem Outro. Dort stelle ich mir später Cello und die komplette Band vor. Im Moment ist diese Demo noch das Grundgerüst des Songs.
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Ich bin zwar mit meiner Musik nicht in Richtung "Singer/Songwriter" unterwegs, aber auch wenn ich in einer nicht so menschenarmen Region wohnen mag wie du, so ist es dennoch nicht einfach, Leute zu finden, mit denen es menschlich sehr gut passt und man sich außerdem musikalisch "trifft". Außerdem sind Beständigkeit und Zuverlässigkeit wichtige Themen. Man will nicht immer wieder mit neuen Leuten anfangen, immer wieder neu erklären, zeigen etc. Außerdem hat es auch was, wenn man Entscheidungen einfach selbst treffen kann und nicht Rücksprache halten muss, ob es allen so passt.
Andererseits "befruchtet" man sich gegenseitig, wenn man mit anderen spielt. Das fehlt in einem Solo-Projekt natürlich. Alles hat immer zwei Seiten...
Zieh dein Ding einfach durch und vielleicht gesellt sich im Laufe der Zeit ja noch der ein oder andere Musiker zu dir und du spielst phasenweise oder gar langfristig nicht allein. Man sollte sich auf jeden Fall nicht ausbremsen lassen, weil man noch andere sucht und lange nicht findet. ;)
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Man hat aber nicht nur mehr Freiheiten, wenn man allein ist, man fordert sich auch mehr, weil man eben Entscheidungen treffen muss, sich überlegen muss, wie man Dinge auch mit reduzierten Möglichkeiten interessant gestaltet, wie man z. B. eine aufgenommene Version anders aufzieht und live als Solo-Künstler dennoch ein interessantes Package draus machen kann, den Kern des Songs rüberbringt und Variationen zwischen den Parts im Song mit den begrenzten Mitteln dynamisch hinbekommt. ;)
Hey suckspeed

Vielen Dank für deine Worte! Ich sehe das ganz ähnlich. Ich glaube, die richtigen Menschen zu finden, ist wahrscheinlich überall schwierig. Eigentlich ist es doch wie ein Sechser im Lotto, wenn es einfach "geigt". Und wie du sagst, beides hat seine Vor- und Nachteile, wenn man solo arbeitet oder mit anderen zusammen. Am liebsten hätte ich beides. :-)

Ich habe in den letzen 25 Jahren immer wieder nach Möglichkeiten mit anderen Musikern gesucht und wurde tatäschlich davon ausgebremst, weil mir das am Ende nie so richtig gelungen ist. Dadurch habe ich gar keine Musik gemacht. Heute versuche ich, mit den Möglichkeiten zu arbeiten, die ich habe, und zu schauen, wohin mich das führt.

Liebe Grüsse
Natalie
 
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  • #11
Ich lebe allerdings in einer eher ländlichen Region der Schweiz, und die Möglichkeiten sind hier leider ziemlich begrenzt.
Ja, das sind Begrenzungen, an denen schwer zu rütteln ist ...
Als ich beruflich aus Berlin nach Sachsen-Anhalt gegangen bin, wurde es auch eng und das war ein wesentlicher Grund, mich eher ins homerecording reinzuschaffen. In der Zeit sind viele Singer/Songwriter-Sachen entstanden und das war auch ein Weg, der mit Erfahrungen gepflastert war. Bin dann auf ein paar Leute gestoßen, mit denen wir öffentliche Jams gemacht haben - das war dann noch mal eine andere Sache, da habe ich zwischen drums und Gitarre gewechselt. Tatsächlich wäre für eine Band mit Auftrittsambitionen auch keine Zeit und kein Platz gewesen, schon wegen meiner Fernbeziehung - da wollte ich wochenendmäßig gar nichts zusätzlich an Verpflichtungen eingehen.

Letztlich sucht man sich seinen Weg mit den Möglichkeiten, die man hat und versucht, das Beste draus zu machen - wenn Musik-Machen eine bestimmte Bedeutung für einen hat. Mit allen Kompromissen, die man damit eingeht ...

So ein Musiker-Board ist auch eine Möglichkeit, mit anderen Musiker*innen in Kontakt zu kommen und an Songs zu basteln oder Erfahrungen auszutauschen, Fragen zu stellen - oder eben auch Song- oder Projektweise mit anderen zusammen zu kommen ... auch das ist ein Weg, der allerdings zum einen ein technisches Equipment erfordert und zum anderen auch seine Spezialitäten hat, was die Kommunikation und das Miteinander angeht ...

x-Riff
 
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  • #12
@natthink
ich finde Deinen Song ziemlich stark (super Stimme). Egal welche Version.

@x-Riff hat schon ziemlich alles treffende gesagt. Meine persönliche Meinung ist auch, als Singer-Songwriter sollte man allein bestehen können. Das bedeutet nicht, dass Du auf der Gitarre eine höchstleistung abliefern sollst, es reicht die solide Begleitung, die Du eigentlich schon drauf hast.
Mit einer Band werden die Songs anders, womöglich besser, in dem Sinne, dass die Stimme etwas Freiraum haben kann, da die Band ihren Part dazu gibt, mit solistischen Einlagen. Eine Band ist in jedem Fall eine Bereicherung.

Trotzdem bin ich der Meinung, Singer-Songwriter sollten ihre Songs allein vortragen können, das ist eine ganz andere Stimmung, es ist eine andere Power, die transportiert wird. Du solltest das Gitarrespielen nicht verwerfen. Das bedeutet auch, dass Du Deine Songs weiterhin an der Gitarre schreiben solltest (wenn Du bei Gitarre bleibst, man kann sich auch auf dem Klavier gut selbst begleiten), das sollte die Basis bleiben, Songs alleine vortragen zu können, auch wenn andere Musiker live beteiligt sein sollten.

Tracy Chapman ist ein gutes Beispiel, ihre Aufnahmen, die ich kenne, sind mit Band. Sie kann das aber auch sicher in der Minimalbesetzung (Gitarre und Stimme) überzeugend darbieten. Das ist die Magie, die Singer-Songwriter offenbaren.
 
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  • Ersteller
  • #13
Trotzdem bin ich der Meinung, Singer-Songwriter sollten ihre Songs allein vortragen können, das ist eine ganz andere Stimmung, es ist eine andere Power, die transportiert wird. Du solltest das Gitarrespielen nicht verwerfen. Das bedeutet auch, dass Du Deine Songs weiterhin an der Gitarre schreiben solltest (wenn Du bei Gitarre bleibst, man kann sich auch auf dem Klavier gut selbst begleiten), das sollte die Basis bleiben, Songs alleine vortragen zu können, auch wenn andere Musiker live beteiligt sein sollten.
Hallo

Vielen Dank für dein Feedback!
Ich finde auch, dass es etwas Besonderes hat, wenn jemand einen Song allein mit Stimme und Gitarre oder Klavier tragen kann.
Gleichzeitig weiss ich immer mehr, dass meine eigene Vision etwas anders aussieht. Für mich steht das Songwriting im Mittelpunkt. Ich sehe mich in erster Linie als Sängerin und Songwriterin.

Ehrlich gesagt war genau dieser Anspruch, alles selbst perfekt begleiten zu müssen, für mich über viele Jahre eher ein Hindernis als eine Hilfe. Ich hatte ständig das Gefühl, instrumental nicht gut genug zu sein, und dadurch habe ich mich oft selbst ausgebremst. Heute versuche ich, mich mehr auf meine Stärken zu konzentrieren: das Schreiben von Songs, die Melodien, die Atmosphäre und den Gesang. Die Instrumente sind für mich das Werkzeug, um diese Ideen entstehen zu lassen.

Ich liebe Künstler wie Tracy Chapman oder José González sehr und bewundere ihre Fähigkeit, mit Stimme und einer Gitarre eine ganze Klangwelt zu erschaffen. Gleichzeitig merke ich aber auch, dass ich selbst überwiegend Musik höre, die von mehreren Musikern lebt. Reine Gitarrenmusik ist tatsächlich eher die Ausnahme. Deshalb sehe ich meine Songs eher als Ausgangspunkt für ein gemeinsames musikalisches Werk. Ob ich dabei später alles selbst spiele oder mit anderen Musikern zusammenarbeite, ist für mich letztlich zweitrangig. Entscheidend ist, dass am Ende genau die Atmosphäre und das Gefühl entstehen, die ich beim Schreiben der Songs im Kopf und in meinem Herzen hatte.

Liebe Grüsse
Natalie
 
  • #14
Den Zwischenteil sehe ich im vorletzten Abschnitt mit dem Summen vor dem Outro.
Das Problem dabei ist halt, daß sich dieser Teil harmonisch nicht von dem unterscheidet, was davor war, oder was danach kommt (keinerlei Andeutungen einer Grundtonänderung). Deshalb kann er als Bridge oder Zwischenteil nicht so richtig "funktionieren".
Aber es ist Dein Song! Wenn Du meinst, ohne Bridge ist der Song besser, dann soll es so sein !
War nur die Mitteilung einer Empfindung von mir.

LG - Thomas
 
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  • #15
Mir gefällt die erste Version noch etwas besser als die zweite, ist meiner Meinung nach noch stärker gesungen. Der Song als solches ist auch sehr gut. Wobei - ich kann zwar einerseits die Tracy-Chapman-Vergleiche verstehen und mag auch grundsätzlich diesen minimalistischen Ansatz. Aber speziell bei diesem Stück glaube ich, dass es in einer aufwendigeren Bandversion noch gewinnt. So wie jetzt ist etwas wenig Dynamik darin; damit meine ich nicht die Performance, sondern die sparsame Melodieführung und den geringen Unterschied zwischen Strophe und Refrain. Das meine ich überhaupt nicht negativ, es ist einfach eine Eigenschaft des Songs. Ein guter Schlagzeuger und dynamisch eingesetzte Gitarren und oder Klavier und meinetwegen auch ein Cello können hier finde ich noch mehr rausholen.
 
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  • #16
Mir gefällt die erste Version noch etwas besser als die zweite, ist meiner Meinung nach noch stärker gesungen. Der Song als solches ist auch sehr gut. Wobei - ich kann zwar einerseits die Tracy-Chapman-Vergleiche verstehen und mag auch grundsätzlich diesen minimalistischen Ansatz. Aber speziell bei diesem Stück glaube ich, dass es in einer aufwendigeren Bandversion noch gewinnt. So wie jetzt ist etwas wenig Dynamik darin; damit meine ich nicht die Performance, sondern die sparsame Melodieführung und den geringen Unterschied zwischen Strophe und Refrain. Das meine ich überhaupt nicht negativ, es ist einfach eine Eigenschaft des Songs. Ein guter Schlagzeuger und dynamisch eingesetzte Gitarren und oder Klavier und meinetwegen auch ein Cello können hier finde ich noch mehr rausholen.
Hey Blazer

Herzlichen Dank für dein Feedback. Das sehe ich tatsächlich genau so wie du. So wie der Song jetzt ist, finde ich ihn ziemlich langweilig. Mit einer Band gewinnt der Song ganz klar! Habe mich nun das Arrangement gewagt, damit ich mal so eine Idee dafür bekomme und das, was ich bereits im Kopf habe später mit Band umzusetzen. Der Song klingt jedenfalls schon ganz anders so.

Das Problem dabei ist halt, daß sich dieser Teil harmonisch nicht von dem unterscheidet, was davor war, oder was danach kommt (keinerlei Andeutungen einer Grundtonänderung). Deshalb kann er als Bridge oder Zwischenteil nicht so richtig "funktionieren".
Aber es ist Dein Song! Wenn Du meinst, ohne Bridge ist der Song besser, dann soll es so sein !
War nur die Mitteilung einer Empfindung von mir.

LG - Thomas
Hey Thomas. Der Song ist natürlich sehr einfach gestrickt, da es harmonisch nicht viel Abwechslung gibt. Aber genau so ist er damals in meinem Kopf aufgeploppt, daher sehe ich hier auch keine Bridge, weil er melodisch schon meinem Gefühl entspricht. Ein Zwischenteil muss meiner Meinung nach nicht zwingend aus zusätzlich anderen Harmonien bestehen. Es kommt für mich eher darauf an, wie er instrumental abwechslungsreicher gestaltet werden kann, und genau deshalb sehe ich den Song mit einer Band zusammen. Ausserdem würde eine künstlich gestaltete Bridge den Song ja noch länger machen und ich empfinde ihn eigentlich von der Länge her schon sehr an der Grenze.

Lg Natalie
 
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  • #17
OK.
Wenn Du das so siehst, dann siehst Du es so.
Ich wollte Dich ja auch nicht dazu überreden, sondern lediglich meinen persönlichen Höreindruck schildern.

BTW: Die Bridge käme ja nicht zusätzlich, sondern statt einem bereits vorhanden Formteil. In meinem Kopf jedenfalls …

LG - Thomas
 
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  • #18
OK.
Wenn Du das so siehst, dann siehst Du es so.
Ich wollte Dich ja auch nicht dazu überreden, sondern lediglich meinen persönlichen Höreindruck schildern.

BTW: Die Bridge käme ja nicht zusätzlich, sondern statt einem bereits vorhanden Formteil. In meinem Kopf jedenfalls …

LG - Thomas
Hey voll okey! Es wäre wohl etwas komisch wenn ich meinen Song hier hochladen würde, ohne offen für Kritik zu sein. Mich würde nun natürlich interessieren, wie du diese Bridge hörst :-)
 
  • #19
Sehr schöne Stimme, schöner Song. Dicht, stimmungsvoll, authentisch. Ich musste etwas mit meiner Aufmerksamkeitsspanne kämpfen. Früher hat "man" leichter relativ "monotone" Songs gut gefunden. Was könnte man verbessern? Die Gitarre ist gar nicht schlecht gespielt, aber sicher läge da noch Potenzial. Ja, da vermisse ich irgendeine Überraschung, und sei es ein banales Lick als Übergang. Den Mollakkord mal als Barrée spielen? Kurzum: Das Backing ernster nehmen. Da muss mehr Maggie rein, um mit der Stimme auf Augenhöhe zu sein.
Mir gefällt dein Timbre sehr gut, das Genre mag ich. Hörprobe hat Spaß gemacht. Alles Gute und viel Erfolg! (Habe Version 1 gehört)
 
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  • Ersteller
  • #20
Hey Poppotov

Ganz lieben Dank für deinen Kommentar und die Zeit, die du dir genommen hast, meinen Song anzuhören. Wie schon geschrieben, sehe ich genauso wie du! Mit den Barrés hab ich's leider noch nicht so. Ich bin halt leider immer noch sehr begrenzt in meinem Gitarrespiel und das hört man natürlich. Werde beim nächsten Besuch beim Gitarrenlehrer den Song mal konkret mit ihm anschauen, damit er mir da verschiedene Möglichkeiten aufzeigen kann, damit etwas mehr Farbe reinkommt. Gleichzeitig versuche ich gerade den Song mittels DAW zu arrangieren. Klingt schon jetzt viel interessanter.
 
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