Metal und Klassik-Parallelen?

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Mir ist aufgefallen, dass sehr viele "Metaller" neben Metal vor allem Klassik hören. Ich selbst höre keine Klassik, finds aber wenns wo läuft nicht weiter störend sondern meistens sogar gar nicht schlecht.
Außerdem sind ja häufig, vor allem im für viele untrven :)screwy: ) Blackmetal und bei Bands wie Nightwish oder auf der neuen Rage (das 8-teilige Lied "Lingua Mortis") die Lieder mit klassischen Elementen und Instrumenten verziert. Solche Lieder gefallen mir immer besonders.
Auch bei Children of Bodom merkt man, dass ab und zu klassische Elemente in Alexi`s Kompositionen auftauchen.
Gibt es irgendwelche Parallelen zwischen den Musikrichtungen. Habt ihr eine Erklärung warum viele Metaller gerne Klassik hören?
 
Eigenschaft
 
Die Parallele kann man wohl nicht leugnen - finde es auch sehr gut so :)
Kann es auch nicht erklären, aber liegt bestimmt auch an den eingängigen Melodien der Klassik und daran, dass man halt auch im Metal gern mal aufwendige und durchdachte Sachen macht.

Unter den Shredder Nicólo Paganini ja auch so eine art Gott, der hat auf 4 Saiten das gemacht was halt heute viele auf 6 Saiten machen :great:
 
ESPschredder schrieb:
Die Parallele kann man wohl nicht leugnen - finde es auch sehr gut so :)
Kann es auch nicht erklären, aber liegt bestimmt auch an den eingängigen Melodien der Klassik und daran, dass man halt auch im Metal gern mal aufwendige und durchdachte Sachen macht.

Unter den Shredder Nicólo Paganini ja auch so eine art Gott, der hat auf 4 Saiten das gemacht was halt heute viele auf 6 Saiten machen :great:

Zum 1: Da stimme ich dir zu.... aber man muss bedenken das man nicht bei jeder Metal Band Klassische Parts wiederifndet. Es hängt für mich einfach davon ab ob der Künstler adruf steht oder nicht.

Zum 2: das schafft Max Cavalera auch :D:p;)
 
Im Gegensatz zum Rock nähert sich Metal mehr der Klassishen musik, mal mehr , mal weniger. Rock ist sehr rythmus betont, der Song steht im Mittelpunkt, die wurzeln leigen stärker beim Blues und damit auch mehr in Afrika.
Metal ist wie Klassik oft eher komponierte Musik, nicht gespielte. Der Song und der Gesamteindruck stehen nicht so im Mittelpunkt, stattdessen die Komposition und das Arrangement. Die Stücke sind komplexer und oft auch instrumentaler. . Die Gemeinsamkeiten Metal-KLassik (bzw. Unterscheide Rock-Metal) sieht man hier im Forum auch am Austausch von GuitarPro files. Ein Klassikstück kann man ganz gut als MIDI komponieren und sich ein Bild von machen, trotz des bescheidene synthiesounds. Bei Metal ist das ähnlich. Ein typischer Rocksong dagagen (vor allem eben ohne gesang) klingt dagegen eher albern bzw. kann man sich kaum ein bild davon machen, ob der Song nun gut oder schlecht ist.
Und Paganini war vor allem Virtuosue, eine Shredder eben. Seine Kompositionen waren nicht so herausragend, er wollte eben sein Gefrickel in den Vordergrund stellen. Machen heute viele Shredder/Metalbands leider ähnlich...
 
Vor allem gibt es ja auch Metal Bands die wirklich Multi-Instrumentale Kompositionen spielen, wie sie eigentlich nur noch in der Klassischen Musik vorzufinden ist.
Ich hatte früher sehr gern Klassik gehört und kann es heute noch sehr gut hören. Die Parallelen zwischen Metal und Klassik bestehen, keine Frage und eine verdammt geile Band die, meiner Meinung nach, beide Elemente gut vereint hat ist Apocalyptica. Für Leute, die sich noch nicht allzu sehr mit der Musik Apocalypticas befasst haben, kann ich die Band echt empfehlen. Vor allem Leute die Klassik und Metal mögen werden Gefallen an dieser Band finden, denke ich. :)
 
Ich denke, man kann die für Metal relevante klassische Musik auf die (Hoch-)Romantik und dort wiederum auf die großorchestralen Werke beschränken. Also Wagner, Mahler usw. Und wie schon gesagt wurde steht für viele Metaller sicherlich der reine instrumentale Effekt im Vordergrund.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Metaller ernsthafterweise mit motivisch-thematischer Arbeit, "entwickelnden" Variationen oder anderen "klassischen" Kompositionstechniken beschäftigen. Aber ich denke, das ist auch gar nicht nötig. Allein das Interesse an komplexeren Songstrukturen, wie sie früher Genesis und Pink Floyd verwendeten, hebt den engagierten Metal deutlich aus dem musikalisch belanglosen und chartsverseuchten Pop unserer Tage heraus.
 
Ich höre/habe selber keine Klassikmusik, aber wenn ichs irgendwo höre, dann störts mich auch nich und ich mags auch. Irgendwo beruhigend.
Mein Lieblingsklassikstück ist die Mondschein Sonate. Irgendwie ist das Lied schaudrig schön.
 
Ich denke, man kann die für Metal relevante klassische Musik auf die (Hoch-)Romantik und dort wiederum auf die großorchestralen Werke beschränken. Also Wagner, Mahler usw.
Ist auch noch mal wichtig zu erwähnen. Hier wird ja "Klassik" als allgemeiner Begriff verwendet, und nicht für die spezielle Epoche. Und wer sich damit nicht auseinandersetzt merkt wohl auch nicht so die gravierenden Unterscheide. Aber von jemandem der nur Klassik hört verlangt man ja auch nicht, dass er die einzelnen Metalunterarten unterscheiden kann :)
 
ars ultima schrieb:
Hier wird ja "Klassik" als allgemeiner Begriff verwendet, und nicht für die spezielle Epoche. Und wer sich damit nicht auseinandersetzt merkt wohl auch nicht so die gravierenden Unterscheide. Aber von jemandem der nur Klassik hört verlangt man ja auch nicht, dass er die einzelnen Metalunterarten unterscheiden kann :)

Metalunterarten? Welche Metalunterarten....? ;)

Ich bin fest davon überzeugt, dass JEDER, der sich ein wenig ernsthaft mit Musik beschäftigt, stilistische Unterschiede zwischen einer Haydn- und einer Mahler-Sinfonie festzustellen in der Lage ist. Er wird sie vielleicht nicht zuordnen können. So wie ich etwa gewisse Metalunterarten differenzieren könnte, wenn man mich früge....;)

Etwas zugespitzter formuliert: die Stilistik eines beliebigen Mozart-Divertimento ist für jegliche Metal-Umbearbeitung ungeeignet.
 
ok, also es ist so, dass vor allem der neo- klassische schub, den wir ja blackmore, malmsteen und konsorten zu verdanken haben, vieles bewegt hat. viele solo- gitarristen beschäftigten und beschäftigen sich mit klassischen skalen und kompositionen. paganini ist wie auch bach sehr beliebt. rhandy roads hat zum beispiel beim solo von "mister crowley" sich ganz gut bei bach bedient, ebenso auch testament, ich weiß allerdings nicht mehr bei welchem song... es war einer auf "the legacy". also fest steht, das man mit "tapping" diese "pedaltonmusik" oft gut umsetzten kann. es gibt auch im metal viel bands die sich komplett auf moll- skalen beschränken (metallica (zumindest bis zum justice for all) , agent steel und viiiiele mehr) man muss nur hinhören. dazu gibt es auch ein paar bands, die durchaus barocke kompositionstechniken wie den kontrapunkt aufgreifen, wie yngwie malmsteen, oder auch ron jarzombek, der das mit seiner band spastic ink in dem lied "counter and groove in e- minor" wunderbar zeigt. kontrapunkt bedeutet im grunde, dass es konkurrierende stimmen gibt, die sich immer wieder kreuzen und nachahmen.
 
jetzt mal ne dumme frage: wenn metal klassischer stilrichtung so ähnlich is, wieso braucht man dann überhaupt metal ??? :screwy:
 
Wirklich ne dumme Frage :D

Weil es quasi eine Weiterentwicklung der Klassik, bzw. eine Musikrichtung die ua. darauf aufbaut, ist.
Rock ist auch Bluesorientiert. Wozu brauchen wir dann noch Rock?? :p
 
die frage war eher provozierender natur............. ich finds nur etwas komisch wenn man immer davon spricht wie ähnlich doch metal der klassik is (um irgendwie krampfhaft zu versuchen das niveau anzuheben --> so is meine auffassung der diskussion)
 
Saubermann schrieb:
die frage war eher provozierender natur............. ich finds nur etwas komisch wenn man immer davon spricht wie ähnlich doch metal der klassik is (um irgendwie krampfhaft zu versuchen das niveau anzuheben --> so is meine auffassung der diskussion)
dito

genau wie mir aufgefallen ist, dass viele Punks oder solche die sich immerhin so anziehen, versuchen sich möglichst gewählt auszudrücken, was durchaus auch schonmal schief geht, um das vorurteil aus der WElt zu schaffen punks wären dumm bzw. ungebildet.

weiss nicht ob das jetzt wirklich deinen gedanken trifft, aber fand ich grad passend:rolleyes:
 
Wenn ihr meinen Thread so auffasst ist das eine Sache, aber bitte vergleicht mich nicht mit Punks. :D
 
Ich spiele grade das Riff von Enter Sandmann auf meiner Geige, da habt ihr die Verbindung von Klassik und Metal! :)

Ne aber ohne Mist, ich denke nicht, dass diese Verbinung nur Geschwafel ist, um sich elitr vorzukommen.
Solche Dinge variieren aber in allen Musiksparten; ist eben nur im Metal und auch in Teilbereichen des (Prog-) Rocks so verbreitet, klassische Elemente aufzunehmen, Songs durchzukomponieren etc...
 
Ne aber ohne Mist, ich denke nicht, dass diese Verbinung nur Geschwafel ist, um sich elitr vorzukommen.
Vielleicht wird es gerne dazu benutzt, aber pures Geschwafel ist das nicht. Man kann die Parallelen (oder zumindest die Aussage, dass Metal mehr Gemeinsamkeiten mit Klassik hat, als Rock mit Klassik) aber auch ganz objektiv musikwissenschaftlich feststellen. Ich zumindest sehe das so nüchtern, ich fühle mich eh keinem Lager so verbunden, dass ich es irgendwie verteidigen möchte. Im Gegenteil, die Klassik-Parallelen verende ich gar öfters als Kritik am Metal gegenüber dem Rock, da Metal eben oft so konstruiert und wenig handgemacht wirkt. Aber insgesamt sind das einfach Feststellungen.
 
Ich seh da eher weniger ein Wiederaufnehmen von klassischen Elementen (was es mit Sicherheit aber auch gibt) als mehr eine Parallele hinsichtlich der gestalterischen Mittel, Struktur der Stücke usw
 
für mich selbst stellt das irgendwie ein dilemma dar;

einerseits will ich ja nicht abstreiten, dass metal und klassik doch diverse parallelen haben und sich auch gut kombinieren lassen (was ich super fand waren diese neueren dimmu borgir alben......... total krass diese kombination aber ich finds irgendwie gut) ... so perfekt kenn ich mich da nicht aus, da ich mich musikalisch eher doch mit klassik beschäftig als mit metal da ich konzertgitarre spiele aber bestimmte bands doch ganz gerne anhöre

andererseits definiert sich klassik (also jetzt mal als epochenübergreifender begriff) doch im unterschied zu pop und was es da halt sonst noch gibt als sog. "ernste Musik".
Demgegenüber is Pop dann "Unterhaltungsmusik". Und da metal ja bekanntermaßen auch ein lebensgefühl ausdrückt und wenn man auf konzerten is es da net gerade sonderlich gesittet zugeht, würde ich in dem fall metal eher der "U-Musik" zuschreiben.


O.K. das sind jetzt natürlich zwei unterschiedliche herangehensweisen......... einmal von der musikalischen Seite und andererseits vom gesellschaftlichen Standpunkt.
Frägt sich halt was man stärker gewichtet.

Verzeiht mir meine penetrante Kleinschreibung aber das geht einfach schneller! ;)
 
Saubermann schrieb:
andererseits definiert sich klassik (also jetzt mal als epochenübergreifender begriff) doch im unterschied zu pop und was es da halt sonst noch gibt als sog. "ernste Musik".
Demgegenüber is Pop dann "Unterhaltungsmusik". Und da metal ja bekanntermaßen auch ein lebensgefühl ausdrückt und wenn man auf konzerten is es da net gerade sonderlich gesittet zugeht, würde ich in dem fall metal eher der "U-Musik" zuschreiben.
Ich finde diese Einteilung in U und E-Musik sowieso total lächerlich :screwy:.
Die Grenzen sind da teilweise einfach zu fließend, als das das Sinn machen würde.
 

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