Metal und Klassik-Parallelen?

  • Ersteller Drummer-Kev
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für mich kann ne musik allerdings nie gleichzeitig e- und u-musik sein........... wie solln das gehn?
 
Saubermann schrieb:
für mich kann ne musik allerdings nie gleichzeitig e- und u-musik sein........... wie solln das gehn?
Indem man diese Klassifizierung einfach weglässt?
 
Also auch wenn es ein paar Parallelen gibt, klingt ja Yngwie Malmsteen oder Metallica nicht gerade nach Mozart oder Bach. Allein das Klangbild und die knackige Besetztung Bass, Drum, Gitarre und "harter" Gesang verbunden mit krachender Lautstärke machen den Metal ja meist wirklich aus. Von daher ist es schwachsinnig darüber zu faseln ob man Metal braucht oder nicht. Metal ist halt direkter und selbst wenn einige Metaller klassikverliebt sind, dann sind das doch in ihren Kompositionen nur Spurenelemente klassischer Klischees bzw schimmern in den Solos durch wie z. B. bei Deep Purple oder Testament. Das hat nichts mit Niveau sondern mit Interessen des Solisten zu tun.
 
@ Bass Boss:

also ist deiner meinung nach keine verbindung zwischen klassik und metal?
 
Saubermann schrieb:
@ Bass Boss:

also ist deiner meinung nach keine verbindung zwischen klassik und metal?

Wenn du meinen Post und den vorangegangenen weiter oben lesen würdest könntest du sehen, das ich meine, dass es durchaus eine Verbindung zwischen Klassik und Metal gibt.
 
Was hier auch nennenswert is, is das Album S&M von Metallica. Da sieht man wie perfekt klassische Elemente und Metal zusammenharmonieren können. Da gehört dann auch schon eine Zusammengehörigkeit dazu, würde ich mal sagen. Könnt ihr euch so ein mehrköpfiges Orchester vorstellen, welches mit, sagen wir mal, einem Rapper (ich nehm mal das extremste Beispiel) zusammenharmonieren soll? Ich nicht unbedingt.
Also wird das nicht nur von vielen einfach nur gelabert um das Niveau anzuheben, wie es hier gesagt wurde, sondern von vielen Musikern in dieser Szene auch als ein Mittel zur kreativeren Gestaltung ihrer Musik genutzt.
 
Ein Punkt wurde hier noch nicht erwähnt: für Klassik wie für Metal muss man sein Instrument absolut virtuos beherrschen können.

Ich denke, dass es viele Parallelen zwischen Klassik und Metal gibt, was eben auch dazu führt, dass sich die beiden Stile sehr gut kombinieren lassen. Apocalyptica wurde hier schon erwähnt, und es gibt noch eine Band, die diese Symbiose meisterhaft schafft: Therion.

Ich bin übrigens selber eine, die von Klassik zu Metal "übergelaufen" ist.
 
Von daher ist es schwachsinnig darüber zu faseln ob man Metal braucht oder nicht. Metal ist halt direkter und selbst wenn einige Metaller klassikverliebt sind, dann sind das doch in ihren Kompositionen nur Spurenelemente klassischer Klischees bzw schimmern in den Solos durch wie z. B. bei Deep Purple oder Testament. Das hat nichts mit Niveau sondern mit Interessen des Solisten zu tun.

wenn ich aber dieser aussage folge, finden sich nur klassische elemente in der musik von metal musikern, wenn diese klassik interessiert sind............ das kann ich aber doch nicht gleich so verallgemeinern, dass metal und klassik gleich parallelen besitzen

@ roxy: ich finde, nur weil man für etwas sein instrument virtuos beherrschen muss, ist es doch nocht lange keine parallele zu klassik ........... was haben denn bitte cannibal corpse und klassik miteinander zu tun?
 
Es gibt ja auch metal wo man sein instrument nicht virtuos beherrschen muss.
Aber es gibt eben auch solchen der sehr virtuos ist. Aber ich denke mal Klassische musik hat ja nicht nur was mit virtuosität zu tun.
Da liegt es auch an der kompositorischen fähigkeit, und da gab es in der klassischen Musik halt größen, da kommt kene metalband mehr ran. Ich denke mal das einzige wo man von einer parallele sprechen könnte, wäre wenn man etwas in eineer klasschen Form komponiert, oder sich bestimmten klassischen stilmitteln bedient.
Der Formen bedient sich fast keine Metalband, also jedenfalls nicht mehr als das in vielen anderen genrews auch gemacht wird. Und dann bleiben halt nur noch die Stilmittel.
Und die werden manchmal ziemlich übertrieben eingesetzt.
Yngwie malmsteen, rattert fast nur auf harmonisch moll rum und verwendet schon ziemlich übertrieben polyphone monodien.
Das soll dann Barock klingen. Klingt es auch manchmal, aber im Barock gab es noch viel mehr stilmittel, die er vernachlässigt, und diese Tonleiter ist ja nicht einmal ein stilmittel.
Aber wer eine andere meinung zur verwendung von klassischen stilmitteln im metal hat...bin ich darauf sehr gespannt.
 
Man sollte hier unbedingt auch noch manowar erwähnen. in nem interview haben die ja gesagt, richard wagner hat den metal erfunden. Die begründung war halt, dass er dem ochester beigebracht hat, laut zu spielen und am besten fand ich: "wenn er verstärker gehabt hätte, hätte er sie auf 10 gedreht, auf 10!
so, ich glaub ja nicht, das das wirklich ernst gemeint war. mich hat der metal irgendwie etwas zur klassik gebracht. überhaupt hat mich metal zu musik und instrumenten gebacht, und so hab ich mir halt auch mal paar klassische sachen angehört und festgestellt, das das besonders harmomisch doch oft richtig gut ist.
 
kleinershredder schrieb:
Es gibt ja auch metal wo man sein instrument nicht virtuos beherrschen muss.
Aber es gibt eben auch solchen der sehr virtuos ist. Aber ich denke mal Klassische musik hat ja nicht nur was mit virtuosität zu tun.
Da liegt es auch an der kompositorischen fähigkeit, und da gab es in der klassischen Musik halt größen, da kommt kene metalband mehr ran. Ich denke mal das einzige wo man von einer parallele sprechen könnte, wäre wenn man etwas in eineer klasschen Form komponiert, oder sich bestimmten klassischen stilmitteln bedient.
Der Formen bedient sich fast keine Metalband, also jedenfalls nicht mehr als das in vielen anderen genrews auch gemacht wird. Und dann bleiben halt nur noch die Stilmittel.
Und die werden manchmal ziemlich übertrieben eingesetzt.
Yngwie malmsteen, rattert fast nur auf harmonisch moll rum und verwendet schon ziemlich übertrieben polyphone monodien.
Das soll dann Barock klingen. Klingt es auch manchmal, aber im Barock gab es noch viel mehr stilmittel, die er vernachlässigt, und diese Tonleiter ist ja nicht einmal ein stilmittel.
Aber wer eine andere meinung zur verwendung von klassischen stilmitteln im metal hat...bin ich darauf sehr gespannt.

Sehr richtig. Das meinte ich damit, das Metal immer nur Spurenelemente der klassischen bzw. der barocken Musik aufgreift. Die erwähnten Cannibal Corpse haben halt nix mehr mit Bach oder Vivaldi zu tun. Warum Manowar Wagner so mögen? Ich denke das hat was mit dem Pathos und der Dramatik zu tun, die Manowar ja auch aufzubauen versuchen.
 
@ Blind Guardian:

Hip Hop mit Orchester ähnlichz wie bei Metallica ist garnicht so schlecht (außer dem HipHop ;) ) siehe Cypress Hill oder dieses eine NAS Lied, wo mir der Name nicht einfällt im Moment.
 
Drummer-Kev schrieb:
@ Blind Guardian:

Hip Hop mit Orchester ähnlichz wie bei Metallica ist garnicht so schlecht (außer dem HipHop ;) ) siehe Cypress Hill oder dieses eine NAS Lied, wo mir der Name nicht einfällt im Moment.
Da hab ich auch mal was im Fernsehen davon gesehen gehabt. Schlecht wars nicht wirklich (auch wenns mir nicht gefällt), aber es waren trotzdem nur zwei Leute die ein klassisches Instrument spielten. Ein Cellist und, ich glaub, noch einer der eine Geige gespielt hatte (wie nennt man eigentlich Leute die ne Geige bzw. Violin spielen?
Aber bei Metallica z.B. war das ja ein riesen Orchester und genau das könnte ich mir dann nicht ganz so vorstellen, lass mich aber gerne eines besseren belehren. :)
 
geiger/in oder Violinist/in
 
Ich schätz mal das die wenigsten Bands sich wirklich hinsetzen und an klassischen Songstrukturen usw. orientieren, wenn sie ihre Songs schreiben. Das kommt wohl bestenfalls zufällig zu stande, was dann halt mit Einflüssen aus der Klassik zu tun hat.
Ausnahmen gibt es da wohl bei den Prog-Rock Bands, wie z.B. Tool, die es meisterhaft verstehen, ihre Songs schon fast sinfonieartig aufzubauen!
 
sicher gibts parallelen zwischen metal und klassik ,aber das liegt wohl eher an den intrumenten?warum sollte man sich als bass gitarrist zB nich beim klassik bass bedienen,oder als gitarrist bei der Geige.
die parallelen bei den instrumenten sind ja auch da.
bei Gitarre wohl eher set dem sweep picking boom ,weil das einer Geige doch ziemlich nahe kommt.
Das Metal viel härter ist als Klassik stimmt schon, aber stellt man mal wie bei nem orchester 10 lead gitarristen in ne reihe die das selbe spielen ,klingt das ganze auch wie nen orchester feuerwerk a la mozart,bach,usw
weil es halt nicht mehr direkt kommt.
dazu kommt zb das Gitarren ja auch aus dem klassik bereich stammen.

also ich denke mal eher ,das niemand mal gesagt hat :wir entwickeln jetzt klassik weiter und nennen es metal.
ich denke eher,das ganze kommt zustande ,weil das potential der Gitarre zB schon ausgeschöpft is,man kann praktisch nichts mehr neues machen. (ausser man schaltet halt effekte davor und lässt das teil so jammern wie steve vai.)
jeder kennt ja wohl ,dieses schonmal gehört Gefühl.
 
metal muss aber nicht unbedingt härter als klassik sein.
Ich meine hört euch mal den Totentanz von liszt an.
oder le sacre du printemps von stravinski, da gehts richtig ab.
 
Die Bescheibung "härter" finde ich auch komisch. Zu meinen schon öfters erwähnten favoriten aus dem Klassikberecih gehören Mussorskys "Nacht auf dem kahlen Berge" und DVoraks "Symphonie aus der neuen Welt". Da stelle ich mir auch manchaml vor, wie das wäre, wenn es eine Metalband spielen würde. Einieg Parts würden super opassen, und zwar wenn die das genauso spielen würden. Ich weiß nicht, ob das dann "härter" wäre, nur weil die Instrumente anders. Ok, das Schlagzeug würde wohl den Sound stark prägen.
Am Besipiel Metallica S&M sieht man mMn sehr gut, dass sich Metal und Klassik gut vertragen. Was "rockigeres" aber nicht unbedingt. Master of Puppets finde ich in der S&M-Version großartig. Weil der Song eben noch diese klassischen Metalstrukturen hat. Bei den Sachen vom schwarzen Album und noch neuer (die also straigter und "rockiger" klingen") finde ich es dagegen nicht so optimal.
 
Ich möchte noch auf einen fundamentalen Unterschied zwischen Metal und Klassik hinweisen: die Verwendung bestimmter dynamischer Stilmittel.

1. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es eine Metal-Band wagen würde bzw. spielen könnte bzw. komponieren wollte, über mehrere Minuten ein astreines Pianissimo zu spielen, wie beispielsweise im Largo von Schostakowitschs Fünfter. Wenn ein vollbesetztes Sinfonieorchester im tutti RICHTIG leise spielt, das ist schon ein besonderes Erlebnis und wohl mit Metal völlig inkompatibel.

2. Ebensowenig kann ich mir vorstellen, dass eine Metal-Band die Zeit und Geduld hätte, aus einer relativ leisen Passage ein Crescendo über mehrere Minuten ins Forte zu ziehen, wie es bspw. in schöner Regelmäßigkeit in quasi allen Bruckner-Sinfonien vorkommt. Der Effekt einer solchen, manchmal quälend langsamen, dynamischen Steigerung ist außerordentlich und wohl auch mit Metal inkompatibel.
 

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