Mic lauter machen?

von TommyBubu, 01.06.04.

  1. TommyBubu

    TommyBubu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.04   #1
    Wir haben in unserem Proberaum ne Gesangsanlage mit 6 Eingängen. Ist schon ziemlich alt und gibt auch nicht wirkich nicht viel her, zumindest nicht, wenn wir proben. Jetzt dacht ich mir, ich kauf einfach nen Mic PreAmp pder wie das heißt und dann ist alles gut...
    Müssen wir auf die Belastbarkeit achten oder können wir da ohne weiteres einfach diese kleene Box (z.B. von Behringer: TUBE ULTRAGAIN MIC200 ) anschließen?
    Mit ner DI Box müsste es eigentlich auch gehen, aber mit dem UltraGain klingts bestimmt besser und man hat auch Platz für 2 Mics ne?
    greetz Thomas

    Ist es vielleicht trotzdem ratsam das ULTRAGAIN Pro MIC2000 zu holen? kostet doppelt so viel wie das MIC200 (= 59 EuroDollar)
     
  2. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.06.04   #2
    Jetzt nochmal langsam: Was habt ihr bis jetzt und was soll das mit dem Preamp werden?

    Wenn die Gesangsanlage zu leise ist, dann liegt das nicht am Preamp, sondern an der eingebauten Endstufe und/oder den Boxen. Und generell schaltet man verschiedene Verstärker nicht einfach hintereinander, weil das in der Regel nicht den gewünschten Effekt hat, sogar zu Defekten führen kann.

    Also: Wenn an eurer Gesangsanlage Mikrofonanschlüsse vorhanden sind und nicht ausschließlich Line-Eingänge (was ich mir bei der Bezeichnung "Gesangs"anlage nur schwer vorstellen kann), dann seid ihr Mic-Preamp-mäßig versorgt. Wenn es dann hintenraus zu leise ist, müsst ihr die Endstufe austauschen (bzw. die Gesanganlage verticken und euch was vernünftiges kaufen...)

    Jens
     
  3. TommyBubu

    TommyBubu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.04   #3
    Okay, vielleicht hab ich mich auch einfach total falsch ausgedrückt, sorry.
    Problem ist folgendes: Wenn wir die Anlage zu weit aufdrehen, gibt's großes Feedback. Wenn wir's nicht tun, hört man den Gesang nicht.
    Die Mic Eingänge sind keine XLR-Eingänge, sondern diese großen cinch-buchsen oder wie auch immer...
    Ich dachte (so naiv es klingt) mit nem MicPreAmp kann man das Signal lauter machen, ohne dass es anfängt zu kreischen. Außerdem klingt der Sound auch viel besser (irgendwie röhriger) und klarer, also nicht dumpf. Die Höhen will ich da nicht weiter aufdrehen, weil es dann noch mehr Feedback gibt.
    Also: Ich brauch höhere Lautstärke, wärmeren Klang und geringeres Feedback.
    Ich weiß auch, dass durch mehrere Lautsprecher dieser Effekt z.T. gewährleistet wird, aber mittlerweile sitzen wir wieder auf unseren 2 Boxen und das macht keinen Spaß, sich volle Pulle die Stimmbänder rauszuschreien...
     
  4. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.06.04   #4
    Ein Feedback kann man nicht durch einen Mic-Preamp bekämpfen.

    Ihr müsst die Boxen anders aufstellen und/oder die Mikros. Wie genau, müsst ihr ausprobieren, das hängt sehr von den Gegebenheiten ab - grob gesagt so, dass die Boxen möglichst nicht von vorn in die Mikros strahlen.

    Wenn ihr sonst noch was investieren wollt (und nicht gleich mehrere hunder Euro für bessere Boxen), dann solltet ihr bei den Mikros anfangen, da vermute ich nämlich die Quelle allen Übels. Lass mich raten: Noname-Mikros mit fest angelötetem Kabel und Klinkenstecker?

    Jens
     
  5. TommyBubu

    TommyBubu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.04   #5
    Find mich (vielleicht zu Recht?) behandelt wie ein kleiner Neuling, was auch möglicherweise stimmen kann, wenn's um PA etc. geht, aber nein lieber Jens, soweit zurück bin ich nicht, dass ich da NoName Mics anschließe... ;)
    Wir haben schon gute Mikrofone mit XLR und dann halt mit nem Adapter auf Klinke. Die Boxenausrichtung und Positionierung (auch die der Amps) haben wir ausgiebig getestet. Gibt wohl kein dran-vorbei...

    Ich glaub, wir müssen dann doch noch ne Zeit lang warten bis die Leute aus dieser Jugendeinritchtung mit ner richtigen und besseren PA ankommen...

    Wobei, eine Sache fällt mir grad ein: Wäre es theoretisch besser, wenn wir die Ausrichtung so gestalten:


    ....//........................................................................\\
    ..// GitAmp................................................................\\
    //.....................................Bassist->............................PA


    ll Bass.............Drummer->........Gitarrist+Voc->
    ll Amp

    .................................................................................//
    \\.....................................Gitarrist->.........................//
    ..\\ GitAmp...............................................................PA
    ....\\

    - links die Verstärker Wand teilweise schräg aufbauen
    - alle nach rechts (=vorne) schauen lassen
    - rechts die PA Lautsprecher schräg zu uns stellen

    Würden wir vielleicht mehr von der PA hören, weil sie frontal auf uns gerichtet ist und wir die Verstärker hinter uns haben?
     
  6. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.06.04   #6
    Dein erster Beitrag klang mir halt noch sehr nach Neuling - egal, nix für ungut...

    Was denn für welche? Wenn das bekannt ist (insbesondere deren Richtcharakteristik), kann man sicher noch besser helfen im konkreten Fall...

    Mir ist nicht klar, wie es derzeit steht. Die skizzierte Idee ist grundsätzlich nicht schlecht, jedenfalls wäre sie das bei Supernierenmikrofonen (es geht erstmal nur um ein Mikro?). Im Detail hängt es aber davon ab, wieviel von der gegenüberliegenden Wand zurückkommt usw. Auch damit solltet ihr euch mal auseinandersetzen, Stichwort Bedämpfung des Raums. Ist der Raum nur sehr schlecht bedämpft, ist es wohl sinniger, die "PA" nicht auf Ohrhöhe zu stellen, sondern wie Monitore auf den Boden, schräg nach oben strahlend. So hat man zumindest keine direkten Reflexionen von der Wand gegenüber zu fürchten.

    Es ist leider trotz ausführlicher Skizzen aus der Ferne nie wirklich möglich, einen konkreten Tipp zu geben, welche Aufstellung am besten ist, das hängt von zu vielen Faktoren ab.

    Die Möglichkeit, einen fein einstellbaren (grafischen oder parametrischen) Equalizer zu benutzen, habt ihr vermutlich nicht, oder (Master-Insert an der PA)?

    Jens
     
  7. TommyBubu

    TommyBubu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.04   #7
    1. Was genau für Mikrofone das sind, weiß ich nicht. Schau ich nochmal nach.

    2. Werden in Zukunft mit 2-3 Mikros spielen. Supernierencharakteristik ist doch ratsam, wenn man entfernte Klangquellen erfassen will oder? Wäre nicht eine "normale" Niere nicht besser? Weiß nicht, inwiefern die seitlichen Geräusche aufgenommen werden...

    3. Schallabdichtung ist nicht besonders gut bzw. fast gar nicht vorhanden. Es ist auch ein sehr großer Raum, zwar mit 2 Klavieren und ner großen Stoffcouch drin, aber das bringt wohl 0,00.
    Das mit der "PA",meine natürlich Lautsprecher/Monitore, auf dem Boden und nach oben angeschrägt,ist eine gute Idee. Das mit den Reflexionen der gegenüberliegenden Wand ist wahrscheinlich trotz relativ großem Abstand ein Problem. Danke für den Tipp.

    4. Bin mir nicht sicher, aber ich glaube, es gibt so eine Art "Effects Loops" hinten drin. Ansonsten gibt es da nur für jeden "Mic Kanal" (ich setz alles in anführungsstriche, weil ich angst hab, dass die fachbegriffe nicht richtig sind ;)) jeweils einen Bass, Treble und Volume Regler. Es gibt noch einen seperaten Master Volume Regler und nen Presence Regler daneben. Den kann man auch ohne weiteres aufreißen, ohne dass feedback entsteht (anders mit dem master und ganz anders mit dem einzelnen Kanal-Volume-Regler).

    Haben keinen Equalizer. Vielleicht könnte man aber mit dem MicPreAmp den Klang ein wenig verändern. Mann muss ja den Output nicht zu hoch stellen. Oder sollte man den Gain-Regler nicht zu hoch stellen und lieber den Output-Regler höher? :confused: Ist aber auch egal.
    Danke für die Info, Jens... :)
     
  8. Larry_Croft

    Larry_Croft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.06.04   #8
  9. 8ight

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    Erstellt: 01.06.04   #9
    Ich glaub, der hat nen poweramp, da ist also nix mit eq inserten

    Ansonsten: Hängt euch dicke teppiche an die wand, das nimmt einige der reflexionen und gibt eine bessere akkustik.
    Wir haben unseren proberaum so eingerichtet (siehe anhang)

    Wir haben jedoch auch ne richtige PA im proberaum. spielen aber auch öffter mal über ein Yamaha EX880 (ich glaub so heisst das ding) mit Carsbro 15/2 boxen. Die gehen eigendlich ganz gut, aber bei auftritten ab 30-40 leute reissen die nichts mehr, erstrecht nicht im bassbereich.
     
  10. Bongobong

    Bongobong Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.06.04   #10
    Hi!

    Muss mal kurz eine zwischenfrage machen! Die Grafik die "8ight" da reingestellt hat. Wo könnte man da noch einen Keyboarder unterbringen? Links neben der tür?

    Wollte keinen neuen Thread öffnen deswegen poste ich hier mal kurz rein!

    mfg ChriS
     
  11. stefan64

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    Erstellt: 02.06.04   #11
    @Bongobong - den Keyboarder würde ich rechts vom Basser mit Gesicht zur Tür unterbringen - so hört er sich gut über die Anlage und hat sowohl Bass als auch Schlagzeug im Blick.

    ciao,
    Stefan
     
  12. Larry_Croft

    Larry_Croft Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.06.04   #12
    8ight: steht ihr mit dem rücken zum schlagzeuger oder schallen eure boxen direkt ins mic? klingt für mich beides nicht sehr vorteilhaft :-/
     
  13. 8ight

    8ight HCA Mikrofone HCA

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    Erstellt: 07.06.04   #13
    mit dem rücken zum schlagzeuger

    bei supernieren mics ist es kein problem.
    Ab und zu hat unser sänger feedback, da er mit headset arbeitet und bei drehungen pfeift es ab und zu
    aufstellungsmässig ist es eben wie "live", da wir uns ja cuh "blind" verständigen müssen.
     
  14. TommyBubu

    TommyBubu Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.04   #14
    Endlich (!!!) haben wir eine Lösung gefunden. Unser Bassist hat zu hause n paar Rackeffekte rumstehen und ich meinte, er soll ma eines mitbringen, das wir dann als eine art "mic preamp" benutzen oder wenigstens nen kompressor oder was auch immer benutzen...

    Wir haben 3 Mikros (eines davon ist ziemlich billig: 10€) ins Effektgerät gesteckt und das ging dann in den High Input der Gesangsanlage.

    Das Resultat war überragend...ein Traum !!! Alle 3 Mikrofone konnten so weit aufgerissen werden wie noch nie und es gab überhaupt kein Feedback. Die Lautsprecher machten mit. Der Drummer wurde samt Gitarren und Bass übertönt und die Qualität des Gesangssounds war der hammer. Halt dieser typisch klare Sound, der die Stimme n bisschen verändert und nicht so dumpf klingt wie sonst...keine ahnung wie ich das erklären soll... :D

    Jedenfalls sind wir überglücklich und haben nur noch ein Problem mit unserem Bassisten, da ihm das alles zu laut ist... :(

    Achso, das Effektgerät ist glaub ich das Lexicon MPX1, wenn ich mich nicht irre...und ich glaub, es wurden keine besonderen effekte eingeschaltet...

    Ich hoffe, dass alle, die Probleme mit der Lautstärke im Proberaum haben, das hier lesen und möglicherweise diese Methode ausprobieren, die meiner Meinung nach perfekt ist... :)
     
  15. .Jens

    .Jens Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 20.06.04   #15
    Alldieweil das MPX soweit ich weiß eben keinen Preamp besitzt, ist Eure Lösung wohl vor allem auf zwei Effekte zurückzuführen:
    1) XLR-Eingang = größerer Rauschabstand (ergo weniger Feedbackgefährlich, weil breitbandiges Rauschen im Gegensatz zum normalen Gesang alle feedbackanfälligen Frequenzen anregt)
    2) Da das Mikrosignal bei eurer Lösung erst komplett durch den DSP muss, ergibt sich eine (kleine) Latenz - schätzungsweise 2-3ms. Das ist so nicht hörbar, aber die Feedbackfrequenzen verschieben sich. Es wird vermutlich einfach so sein, dass ihr die Frequenzen in einen Bereich verschoben habt, der in Eurem Raum / mit eurer Konstellation nicht mehr so anfällig ist.

    Zunächst mal Glückwunsch, dass es bei euch funktioniert!
    Aber wegen der oben genannten Dinge kann man das als allgemeine Empfehlung so nicht stehen lassen. Vor allem sollte man nicht meinen, mit der Anschaffung eines Multieffekts würden sich solche Probleme generell lösen lassen. Die Verschiebung der Feedbackfrequenzen kann nämlich auch in einen Bereich gehen, der (je nach Raum und Aufstellung) noch empfindlicher ist... Die Chancen stehen 50:50...
    Wer allerdings ein nicht benötigtes Effektgerät rumfliegen hat, kann das natürlich trotzdem mal probieren...

    Jens
     
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