Midiplayer in VST-Hostsoftware integrieren

von Jascha, 01.10.05.

  1. Jascha

    Jascha Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.06.04
    Zuletzt hier:
    14.11.14
    Beiträge:
    237
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 01.10.05   #1
    Hi
    ich spiele Live Keyboards und benutzte "Brainspawn Forte" und "Hypersonic" auf meinem Laptop.
    Hypersonic hat auch einen General-Midi-Modus, allerdings brauch ich noch einen Midi-Player den ich auf Hypersonic dann routen kann.
    Ich möchte nämlich bei meinem spielen die Möglichkeit haben auch Midi-Files mitlaufen zu lassen.
    Kennt da jemand eine Lösung?
    Vielen Dank schonmal, Jascha
     
  2. Jascha

    Jascha Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.06.04
    Zuletzt hier:
    14.11.14
    Beiträge:
    237
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.10.05   #2
    *hoch schieb*
     
  3. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.05
    Zuletzt hier:
    10.05.09
    Beiträge:
    240
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    128
    Erstellt: 22.10.05   #3
    Ich kenne zwar "Hypersonic" nicht und hab mir von Forte nur mal flüchtig die Demo-Version angeschaut, im Prinzip müsste aber z.B. folgendes möglich sein:

    Falls Hypersonic ein VST Instrument sein sollte:
    1) Installier MIDI-Yoke (http://www.midiox.com/index.htm?http://www.midiox.com/myoke.htm), das ist eine Art virtuelles Midikabel, mit dem du den Ausgang eines Midi-Programms mit dem Eingang eines anderen verbinden kannst.
    2) Stell unter Systemsteuerung->Sounds und Audiogeräte->Audio die MIDI-Musikwiedergabe auf "MIDI Yoke NT: 1"
    3) benutze "MIDI Yoke NT: 1" als Midi-Eingang in Forte
    4) lade das Hypersonic VST Modul in Forte
    5) jetzt starte ein beliebiges Midi-File z.B. mit dem Windows Media Player (oder einem anderen Player deiner Wahl), dieser wird die Midi Daten nun über das virtuelle Midi-Kabel an Forte schicken, welches seinerseits die Events an Hypersonic weiterreicht

    Falls Hypersonic ein Standalone-Programm ist:
    1) so wie unter 1) und 2) im VST-Fall
    2) stell "MIDI Yoke NT: 1" als Midi-Eingang in Hypersonic ein
    3) wie 5) im VST Fall

    Falls Hypersonic ein externer Hardwaresynthesizer ist:
    1) Stell unter Systemsteuerung->Sounds und Audiogeräte->Audio die MIDI-Musikwiedergabe auf den Ausgabeport deines physikalischen MIDI-Interfaces
    2) verbinde den Hypersonic-Synth mit einem MIDI-Kabel mit diesem Ausgabeport
    3) wie 5) im VST Fall

    Hoffe eine der Varianten tut das was du brauchst,
    NothanUmber
     
  4. Jascha

    Jascha Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.06.04
    Zuletzt hier:
    14.11.14
    Beiträge:
    237
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.10.05   #4
    hmm das mit midi-yoke und dem umrouten ist schon eine tolle sache. werde ich morgen im proberaum mal sofort testen.

    hypersonic ist übrigens ein vst-instrument, welches im gm-modus midi-daten empfangen kann.

    jetzt wäre nur noch ein midiplayer prakzisch den ich in forte als vst oder effekt oder so integrieren kann, sodass ich für jedes lied nicht nur die sounds sondern auch den midiplayer mit geladener midifile öffnen kann.
     
  5. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.05
    Zuletzt hier:
    10.05.09
    Beiträge:
    240
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    128
    Erstellt: 22.10.05   #5
    Eventuell kannst du dir auch mal EnergyXT (http://www.xt-hq.com) anschauen, das ist ein VST-Host mit (u.a.) Sequencer (also Midi-Abspiel-) Fähigkeiten. Das Nette daran ist, dass Energy (optional) selbst wieder als VST Plugin läuft, d.h. du kannst das Hypersonic VST mit dem eingebauten Sequencer in Energy hosten und das Ganze dann als "Gesamtpaket" in Forte reinladen. (Anstatt Energy kannst du auch Bidule (http://www.plogue.com) verwenden, das kann noch einiges meh(*)r, ist aber komplizierter und teurer, falls Energy schon das tut was du willst, kannst du dir mit Energy etwas Geld und Lernaufwand sparen.)

    NothanUmber

    (*) an sich kann man die Programme kaum vergleichen: Energy ist an sich einfach ein modularer Sequencer (mit hübsch gemachten und leistungsfähigen, fest eingebauten Makromodulen genau für diesen Zweck). Bidule dagegen ist eigentlich dafür da, aus vielen Einzel-VSTs ein großes "Über-Plugin" zu basteln und fehlende Funktionen (die also von keinem auf der Platte vorhandenen VST-Plugin angeboten werden aus kleinen Basismodulen dazuzubauen (z.B. spektrales Morphing zwischen zwei Synthesizer-Stimmen via Modwheel oder was einem da sonst noch so einfällt. Bidule ist also zusäzlich so eine Art grafische Programmiersprache). Eines dieser Basismodule kann nun Midi-Dateien laden und auf Kommando (z.B. via Midi Event) abspielen. Einen richtigen Sequencer mit grafischer Oberfläche und allem so wie ihn Enery bietet wird man auf die Art aber schwerlich hinbekommen, die Möglichkeiten schöne Benutzeroberflächen für die selbstgebauten Bidule-Module zu schaffen sind nämlich relativ begrenzt. Man kann aber z.B. Energy als VST Plugin in Bidule laden und schon hat man den gewünschten Sequencer... ;) ) Lange Rede kurzer Sinn: Nimm erst mal Energy, wenn du damit an die Grenzen stößt kannst du immer noch z.B. Bidule in Energy als Plugin dazuladen oder dir mit noch mehr Möglichkeiten eigene Plugins mit hübscher Oberfläche und allem z.B. in Synthmaker (http://www.synthmaker.com) dazubasteln... oder irgendwann dazu übergehen mit all dem tatsächlich auch mal Musik zu machen ;)
     
  6. sobotonoj

    sobotonoj Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.10.05
    Zuletzt hier:
    13.12.05
    Beiträge:
    1
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 22.10.05   #6
    etliche tipps über midi ox findet ihr in meiner site !
     
  7. Jascha

    Jascha Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    01.06.04
    Zuletzt hier:
    14.11.14
    Beiträge:
    237
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 31.10.05   #7
    so bin nun erheblich weiter
    ich konnte mit hilfe von midi yoke und dem windowsmediaplayer mididateien über hypersonic erklingen lassen.
    soweit ist das auch okay, müsste halt nur im explorer kurz dir mididatei starten.
    das problem was sich aber stellt ist wie ich es realisieren könnte dass das einzählende schlagzeug nur über die monitore oder dem inear vom schlagzeuger zu hören ist.
    mit energyxt bin ich nicht klar gekommen

    vielen dank für alles!
     
  8. NothanUmber

    NothanUmber Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    13.01.05
    Zuletzt hier:
    10.05.09
    Beiträge:
    240
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    128
    Erstellt: 01.11.05   #8
    Am einfachsten kriegst du das hin, indem du zwei Hypersonic-Instanzen in Forte lädst undbei einer von beiden den Ton über einen neuen Bus ausgeben lässt, der nur auf den Audio-Ausgang des Drummers eingestellt ist. (dazu brauchst du natürlich eine Soundkarte mit mehr als einem Ausgang...) Soweit ich noch weiß gab es in Forte eine recht brauchbare Midi Routing Funktion (müsste irgendwo bei den Einstellungen für die einzelnen Plugins sein). Dort müsstest du jetzt bei dem für die Allgemeinheit (also nicht für den Drummer) bestimmten Hypersonic Modul für das verwendete Midi Yoke "Kabel" (wahrscheinlich Nr. 1) den Kanal deaktivieren, auf dem die Midi Events für das Einzählschlagzeug gesendet werden. (Wenn auf dem Kanal später auch andere Sachen gesendet werden, die dann alle hören sollen, musst du das Midi File (z.B. mit einem Sequencerprogramm) so ändern, dass die Einzähltakte einen eigenen Kanal bekommen). Dann sollte nur der Drummer die Einzähltakte hören, der Rest nicht.

    Zu EnergyXT: Im Prinzip ist das Programm gar nicht soo kompliziert und schon wesentlich komfortabler als die Variante mit dem Media Player, da man die Midi Stücke dann mit Midi Events starten kann und nicht im Explorer rumklicken muss (ausserdem wird man so auch mit Midi Files fertig, welche die Einzählschläge nicht auf einem eigenen Kanal ausgeben):

    * die VSTi Version von Energy runterladen (http://www.xt-hq.com/download/energyXT.zip) und in den VST Ordner kopieren (da wo Hypersonic auch drin ist)

    * anstatt Hypersonic Energy in Forte reinladen (Hypersonic laden wir später in Energy)

    * rechts irgendwo in der Energy Oberfläche klicken, daraufhin erscheint ein Menü in dem man dann den Unterpunkt "Folders" auswählen muss. Im daraufhin erscheinenden Dialogfeld den Ordner mit den VSTs auswählen, auf "Add" klicken und einen sinnvollen "Menu text" dazuschreiben (z.B. "VST"). Daraufhin erscheint ab jetzt ein neuer Unterordner im Kontextmenü, in dem man alle seine VST Instrumente und Effekte auswählen kann. (Diese Einstellung muss man nur einmal machen, da Energy sie sich für's nächste mal merkt)

    * Jetzt aus dem eben geschaffenen VST Ordner im Kontextmenü Hypersonic auswählen. Es erscheint ein Modul, das bereits mit einer blauen Linie mit dem "Master Out" verbunden ist. (Das Master Out Modul gibt die Audio- und Mididaten die es empfängt an den Host (in dem Fall Forte) weiter, Master In empfängt selbige vom Host. Audiodaten laufen durch blaue Kabel, Midievents durch die roten.)

    * Nun noch die fehlende (rote) Midiverbindung zwischen Hypersonic und dem Master In herstellen (einfach auf den Midikonnektor des "Master In" klicken, die Maus gedrückt halten und zum roten Konnektor des Hypersonic rüberziehen bis es einrastet. Mit Rechtsklick auf einen der Konnektoren kann man die Verbindung notfalls auch wieder löschen)

    * Jetzt ist es an der Zeit, einen ersten "Sequencer" (wieder aus dem Kontextmenü) hinzuzufügen. Das Sequencermodul wird von Energy automatisch mit Master In und Master Out verbunden, was wir für unsere Zwecke momentan nicht brauchen können. Also alle Verbindungen des Sequencermoduls mit Rechtsklick auf die Konnektoren kappen und stattdessen eine Verbindung vom Sequencerausgang zum Hypersonic-Modul Eingang herstellen (eine rote, da der Sequencer ja Mididaten zum Hypersonicmodul schicken soll)

    * Das Sequencermodul öffnen (entweder per Doppelklick oder per Rechtsklick und nachfolgender Auswahl von "Edit"). Standardmäßig sind im Sequencer drei leere Spuren angelegt, zwei für Midi und eine für Audio. Für unsere Zwecke sind die nicht notwendig, deshalb alle drei per Rechtsklick in der linken Seite (da wo die Tracknamen stehen) mittels "Delete" löschen.

    * Oben in der Timeline (da wo "1" und "2" stehen) ist nur der erste Takt selektiert, beim Vorspiel würde also nur dieser kleine Bereich berücksichtigt. Durch Linksklicken rechts von der "2" kann man diese Selektierung aufheben (die weiße Umrandung sollte verschwinden)

    * Nun kann man mittels "File->Import Midi File" ein neues Midi Stück in den Sequencer reinladen.

    * Es gibt Midi Stücke mit mehreren oder auch nur einer Spur, dabei werden immer alle vorhandenen Spuren in Energy importiert (nicht benötigte kann man aber wieder löschen). Nun muss man dem Sequencer noch sagen, auf welchem Midi-Ausgang er welche Spur abspielen soll. Dazu links (beim Spurnamen) rechtsklicken und als "Output" "Midi Out 1" auswählen (bei allen Spuren). Wenn man jetzt auf den Play Knopf klickt, sollte das Stück mittels Hypersonic wiedergegeben werden. (Man kann auch über File->Add Midi Port neue Ports hinzufügen und so unterschiedliche Spuren über unterschiedliche Ports ausgeben lassen, die man dann mit verschiedenen VST Modulen verbinden kann - so könnte man z.B. die Drums nicht an Hypersonic sondern an einen dedizierten Drum Sampler schicken)

    * Jetzt kann man den Neustart des gesamten Songs mit einem Midi-Event steuern. Dazu muss man im Sequencer auf File->CC map gehen, dort mittel "Add" ein neues Mapping hinzufügen und dort z.B. den CC (continuous controller) Nummer 1 auf "Play from start" mappen (cc1 entspricht Modulation, d.h. der Song startet jedesmal neu, wenn man das Modwheel bewegt). Damit das Sequencermodul die Midi Steuersignale überhaupt empfangen kann, muss man natürlich die vorher gekappte Midi-Verbindung vom Master In zum Sequencer wieder herstellen. Mit Zusatzvsts wie Thalamus (http://geocities.com/asenov_z/main.html) könnte man anstatt CCs z.B. auch Keyboardtasten (etwas die ganz oben, die man eh selten braucht) zum triggern verwenden. (Mit Thamalus kann man u.a. verschiedene Midi Events in andere Midi Events verwandeln, man müsste also nur den Tastendruck in ein entsprechendes CC-Event umsetzen)

    * mit mehreren Sequencern, die alle auf unterschiedliche Midi-CCs reagieren kannst du nun sehr einfach und komfortabel beliebige Midi-Songs triggern. (z.B. mit einem Midi-Fußleiste, Buttons am Keyboards etc.)

    * das mit den Einzähltakten ist auch einfacher: Bastel für den Drummer erst mal die Lösung so wie sie hier beschrieben wurde, speichere das Setup ab und lade es als zweites Instrument nochmal für die Allgemeinheit (wie bei der Media Player Variante gibt diese Instanz auf einem anderen Bus aus der halt zu den normalen Lautsprechern geht und nicht zum Kopfhörer des Drummers). Jetzt brauchst du in dem Sequencer für die Allgemeinheit nur die Spuren/Noten/Sonstwas rausschmeissen, die nur der Drummer hören soll. Im Gegensatz zur Media Player Variante geht das also auch mit Midi Files, welche die Einzählschläge nicht auf einem eigenen Kanal ausgeben.

    * Ausserdem kann man mit dem Sequencer natürlich komplett neue Midi Stücke aufnehmen, vorhandene beliebig verändern etc. (Im Übrigen geht das nicht nur mit Midi sondern auch mit Audio Tracks, man kann Energy also z.B. auch zum Mehrspurrecording als (featuremäßig eher aus Wesentliche reduzierten, dafür aber einfacher zu bedienenden und billigeren) Ersatz für Cubase etc. verwenden.)


    NothanUmber
     
Die Seite wird geladen...

mapping