Motivation „alleine“ zu spielen - Übungen zur Verbesserung

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Hi,
spiele seit ca. 10 Jahren Gitarre. Habe schon relativ früh eigene Songs geschrieben und auch eine Zeit lang in einer Band gespielt. Leider hat sich die Band aus beruflichen Gründen aufgelöst und hier auf dem Land gibts leider keine Alternative... Somit sind meine Gitarre und ich wieder alleine.

Jetzt meine Frage an Euch:
-Wie motiviert Ihr euch „alleine“ zu spielen?

Ich will unbedingt weiterspielen und mich verbessern! Wo holt ihr euch eure Übungen her? Ewig die Lieblingslieder nachspielen ist irgendwie auch nicht das gelbe vom Ei...

Würde mich über eine Antwort und Tipps sehr freuen!
 
Eigenschaft
 
Ersteinmal kann man sich natürlich einen Gitarrenlehrer holen. Das muss ja nicht gleich auf höchstem Niveau sein, sondern vor allem erstmal jemand, der regelmäßig 'drüberschaut' und guckt, dass man sich keine groben Fehler einübt.

Zum anderen gibt es auch Youtube und Co., wo man doch relativ viele Übungen, Lehrvideos und sonstwas finden kann. Wenn man schon eine grundsätzlich gut funktionierende Technik hat, kann man damit noch viel ausbauen. (Die guitar clinic Videos von Guthrie Govan sind nicht nur eine gute Entspannungshilfe, sondern auch tatsächlich lehrreich!) Je nach Musikrichtung und bevorzugten Spielern gibt es auch noch unterschiedliche Lehrbücher und Übungssammlungen, die je nachdem doch recht gut verfügbar sind (sowas wie Gambales Chop-Builder, Vais 30h guitar workout oder dergleichen).

Was daneben natürlich auch hilft, ist es, sich bspw. hier zu bedienen: https://www.guitarbackingtrack.com/bts/Jamtracks.htm und zu gefallenden Backintracks zu improvisieren. Denn ohne Band oder andere Musiker ist es dann doch meist recht schwer, zu jammen, und mit den Jamtracks (oder den anderen backing tracks) macht es dann doch etwas mehr Spaß.

Hilfreich ist es aber auch, die Lieblingslieder nicht nur nachzuspielen, sondern auch mal ordentlich aufzunehmen. Denn meistens fallen einem erst beim Aufnehmen die eigenen Spielfehler und -unsauberkeiten erst so richtig auf. Dann kann man sich überlegen, wie man diese Fehler erst im Lied selbst und dann abstrakt allgemein abgewöhnen kann.

Daneben sollte man immer die Möglichkeiten nutzen, falls sie sich doch mal bieten, mit anderen zusammen zu spielen.

Ich habe gerade das Gefühl, diese Liste noch beliebig erweitern zu können, aber das sind jedenfalls die Sachen, die sich auch mit kleinerem Geldbeutel relativ leicht umsetzen ließen.
Bei mir bspw., so glaube ich, liegt auch einfach vieles an Motivation und Inspiration. Seitdem ich selbst einen Gitarrenschüler habe, gehe ich nochmal ganz anders ran, übe viel mehr, weil ich schließlich nicht inkompetent erscheinen möchte. Zudem habe ich seitdem auch wieder viel an meinem Equipment rumgeschraubt, die Flexibilität meiner Möglichkeiten mehr genutzt, mal einen neuen Sound eingestellt usw., das kann auch schon in sich wieder motivierend sein.

Und, doch noch eins: Musik hören, Musik hören, Musik hören - dabei auch mal in Gewässern fischen, die nicht unbedingt die eigenen sind. Vielleicht muss es ja mal nicht die aktuell beliebte Metal-Band sein, sondern vielleicht mal ein Billie Eilish-Song (schreibt man die so?) oder mal was von irgendeinem Big Band-Orchester einüben, oder 'n Back Street-Boys-Track usw. Da ist auch oft viel mehr zu holen, als man glauben mag. Und nach dem Hören versuchen, etwas in dem Stil selbst zu machen, oder zumindest zu transkribieren, oder Tabulaturen zu finden, und zu spielen.
 
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Ich mit dem Programm von Ross Campbell angefangen, da er mich am meisten überzeugt hat. Das ist ein tolles Programm, nicht teuer und ich hab viel gelernt. Durch meine Umzugsunterbrechung muss ich nun aber nochmal beginnen;)

Bulletproofguitarplayer.com - Er hat auch viel kostenlos auf YouTube.

Ansonsten auch mal was neues wagen, für mich ist das im Moment Slide.

Viele Grüße und viel Erfolg,

Thorsten
 
Ich kann meinem Vorredner (Absint) nur zustimmen.

Lieblingslieder nachspielen ist doch eine super Übung. Es macht Spaß (das Wichtigste!!!) und lernen kann man eigentlich auch immer was. Am meisten, wenn man nicht nur nachspielt sondern auch analysiert und "dranrumschraubt". Z.B. kann man gucken welche Töne im Solo verwendet werden und was diese Töne mit den Akkorden zu tun haben. Und dann sollte man unbedingt versuchen das Solo mal zu variieren... z.B. Töne ändern, Rhythmus ändern, erste Phrase wie original- zweite Phrase was eigenes....

Dann ist die Gitarre auch ein prima Solo-Instrument. Ich meine nicht das Gitarrensolo nach dem 2. Refrain, sondern solo im Sinne von alleine-ohne-alles spielbar. Das kommt natürlich stark auf die bevorzugte Musikrichtung an, aber gib bei Youtube mal bspw. Igor Presnyakov oder Sungha Jung ein.

Und wenn Du schon eigene Songs geschrieben hast, dann versuch doch mal die aufzunehmen. Mit der entsprechenden Software kannst du dann noch Schlagzeug, Bass usw. dazu programmieren (oder vielleicht auch selbst einspielen?). An den eigenen Songs rumbasteln sollte auf jeden Fall motivierend sein.
 
Aber vielleicht auch nicht zu viel vornehmen. Erreichbar Ziele stecken, sonst kommt nur Frust auf, der wieder demotiviert. Ich befinde mich auch gerade in so einem Loch.
 
Hallo...
deine früheren Posts entnehme ich, das du einen Multitracker hast (ZOOM R-8) bzw. dir einen Neuen kaufen willst sowie am PC ev. nachbearbeiten.
Insoweit sehe ich hier ein grosses Potential der Motivation, eben sowohl eigene Aufnahmen zu machen als auch z.B. Playalongs zu spielen.
Du kannst problemloss die Playalongs via PC auf den Multitracker laden und unabhänig vom PC dazu spielen (und recorden), und ev. mehrere Spuren erzeugen.
Drums kannst du dir (für Eigenes) von der DAW holen, bei fast jeder DAW ist ein Drumset, zumeist auch mit fertigen Grooevs, dabei.
 
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Jetzt meine Frage an Euch:
-Wie motiviert Ihr euch „alleine“ zu spielen?

Ich will unbedingt weiterspielen und mich verbessern! Wo holt ihr euch eure Übungen her? Ewig die Lieblingslieder nachspielen ist irgendwie auch nicht das gelbe vom Ei...
Mir macht Folgendes viel Spaß: Wie wär's damit?

  • irgendeinen Song nehmen
  • ihn in anderem Rhythmus spielen, z.B.:
    • Straigt als Shuffle (gerade geteilt als Triplets)
    • Shuffle als Straight (triolisch geteilt als gerade geteilt)
    • Rock latinartig (interessant werden die ungespielten 16-tel Positionen im Takt)
    • Latin bluesartig (ähnlich wie oben)
    • usw.
  • und ebenso Begleitharmonien verändern, etwa:
    • eine der Septimen einführen, wo keine sind
    • umgekehrt Septimen weglassen
    • die 12 Akkorde einer Oktave taktweise einfach durchprobieren
    • usw.

Irgendwas wird schon interessant oder anspruchsvoll klingen :D
 
Insoweit sehe ich hier ein grosses Potential der Motivation, eben sowohl eigene Aufnahmen zu machen als auch z.B. Playalongs zu spielen.

Ähnlich arbeite ich selbst seit ca. 10 Jahren.
In den 80ern und 90ern habe ich in Bands gespielt. Dann kam eine längere Pause und als ich vor 10 Jahren wieder Lust hatte, aktiv Musik zu machen, habe ich mich aus Zeitmangel gegen eine Band entschieden und stattdessen mit Homerecording begonnen.
Eigene Songs schreiben und aufnehmen, Songs covern und aufnehmen, Eigene Backing Tracks erstellen und dann dazu improvisieren. Und zwischendurch immer mal wieder ein Gitarrenlehrbuch durcharbeiten. Dabei gern über den eigenen Tellerrand schauen und neues ausprobieren.
Das hilft mir mich immer wieder neu zu motivieren. Außerdem macht mir Gitarrespielen einfach Spaß!
:m_git2:

Und wenn ich doch mal einen Durchhänger haben sollte:
Einfach neues Equipment kaufen! Neue Gitarre, neuer Amp, neues Mikro....., schon bin ich wieder motiviert!:D:D:D
 
Ich muss mich nicht "motivieren" … es macht mir Freude, immer, ich freue mich über jede Minute die ich Zeit zum Spielen habe :)
Material zum Neu- oder Weiterlernen gibt es unendlich, Bücher und Tabs, Internet, Originalmusik hören und sich heraushören ...
 
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Hi,
mit der Gitarre kannst Du ein unerschöpflich weites Feld der Musik bedienen. Du kannst sowohl versuchen in "deinem" Genre dich zu verbessern oder auch dich breiter aufzustelle und Ausflüge in andere Bereiche unternehmen.
 
-Wie motiviert Ihr euch „alleine“ zu spielen?

Bei mir ganz einfach.
Viele meiner Lieblingsmusiker haben oft alleine E Gitarre gespielt und dazu gesungen.
Zb: John Lee Hooker, Lightening Hopkins....
Allerdings gibt es abseits vom Blues wenige Künstler,die das machen.
 
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Wie schon meine Vorredner geschrieben haben, Playalongs sind eine gute Sache, auch wenn ich als Drummerin der Meinung bin, die Band sollte sich nach dem Drummer richten und nicht der Drummer nach der Band.

Habe selbst so wie Du früher Gitarre gespielt, verdresche nun Felle und habe das gleiche Prob wie Du: Wie motiviere ich mich, auch mal an lustlosen Tagen die Stöcke in die Hand zu nehmen, wie was Neues einzuüben oder eigene Ideen umzusetzen?

Drums sind in dieser Beziehungs etwas leichter, weil man nicht so auf Harmonien Rücksicht nehmen muß. Zur Zeit habe ich von REM "Losing my religion" in der Mangel, ohne Drumspur mit Klick im Hintergrund. Ich habe absichtlich nicht das Original (mit Drums) mir angehört, damit ich unvoreingenommen an die Sache rangehen kann. Meine Aufgabe: Denke Dir eine Drumsequenz aus, die der Stimmung des Liedes gerecht wird, oder mach genau das Gegenteil dazu. Was passiert, wenn ich dies und das probiere? Paßt das oder hakt das? Was kommt raus, wenn ich diesen Fill (den ich vorher erst mal üben muß!) an dieser Stelle spiele? Warum komme ich da nicht auf der "1" raus, aber wie hört sich das dann an, wenn ich diesen Beat weiterspiele?

Faden verloren? Fehler gemacht? Wie übe ich das Wiederreinkommen in den Beat? Wenns Dir zu gut geht,und Du die Möglichkeit hast, das Tempo des Stückes zu verändern, dann machs! Es sind ulkige Erfahrungen, wenn das Stück nun etliches langsamer oder schneller gespielt wird, wobei das Langsamspielen so seine Tücken hat. :tongue:

Von neuem Equipmentkauf rate ich ab. Begründung: Neues Equipment = Belohnung. Der Mensch neigt dazu, vorallem, wenn er alleine ist, sich immer schneller für immer weniger belohnen zu müssen und irgendwann reicht schon ein kleines gut gemachtes Bending aus, gleich in den nächsten Gitarrenladen zu rennen und sich was zu "gönnen". Am Ende hast Du die ganze Wohnung voll mit Zeugs und kaum noch Lust, Dir was zu kaufen, weil a) das Konto leer ist und b) Du schon alles hast und c) Deine Wohnung mittlerweile einem Kuriositätenkabinett gleicht.
 
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Von neuem Equipmentkauf rate ich ab. Begründung: Neues Equipment = Belohnung. Der Mensch neigt dazu, vorallem, wenn er alleine ist, sich immer schneller für immer weniger belohnen zu müssen und irgendwann reicht schon ein kleines gut gemachtes Bending aus, gleich in den nächsten Gitarrenladen zu rennen und sich was zu "gönnen". Am Ende hast Du die ganze Wohnung voll mit Zeugs und kaum noch Lust, Dir was zu kaufen, weil a) das Konto leer ist und b) Du schon alles hast und c) Deine Wohnung mittlerweile einem Kuriositätenkabinett gleicht.

:eek:
Das es in die Richtung gehen kann, daran habe ich bei meinem Post gar nicht gedacht! Sorry dafür!

Ich selbst kaufe neues Equipment eher aus Interesse, weil ich z.B. wissen will, wie spielt sich diese oder jene Bauform, wie klingen diese oder jene Pickups, wie klingt dieser oder jener Amp etc.
Allerdings trenne ich mich auch sehr schnell wieder von Equipment, wenn ich feststelle: Das ist dann doch eher nichts für mich.
Zur Zeit besitze ich genau zwei E-Gitarren und zwei Amps, da habe ich mich wohl noch ganz gut unter Kontrolle.;)

Aber du hast Recht: der Tipp, neues Equipment zur Motivation zu kaufen, ist eher mit Vorsicht zu genießen!
 
Erstelle Dir doch einen schönen Wochenplan .....

Egal wer Du bist und was Du machst, 1 Stunde am Tag sollte immer möglich sein ;)

Anbei ein Vorschlag wie so was sein könnte.

Erstell Dir einen eigenen Plan, ausdrucken und an die Wand damit ......


Montag 19:00 -21:00 Uhr - Songs spielen die Du kannst
Dienstag 18:00 - 19:00 Uhr Irgendwas aus der aktuellen Gitarre und Bass oder vom guitar Magazin
Mittwoch 19:00 - 21:00 Uhr neuen Song lernen, eventuell auch das Solo
Donnerstag 18:00 - 19:00 Uhr Ein Gitarrenbuch abarbeiten
Freitags 18:00 - 20:00 Uhr Irgendwas aus der aktuellen Gitarre und Bass oder vom guitar Magazin

Samstag Sonntag - Lust und Laune mal 1 Stunde mal 16 Stunden ;)
 
@Luckie
Ein EIGENER Plan kann eigentlich kein Druck sein - Denn Du machst ihn ja ,)

Außerdem, überall wenn Du mit Menschen etwas gemeinsam machst, bist du zu bestimmten Zeiten dazu verpflichet. Weshalb, weil es anders nicht geht .....
 
Man kann sich auch unabsichtlich und unbewusst selbst unter Druck setzen. Und dass man an Zeiten und Termine gebunden ist, wenn man mit anderen was zusammen macht ist logisch.
 
Ein Plan schafft Verbindlichkeit - den einen setzt das womöglich unter Druck, anderen (wie mir...) verschafft das einen festen Rahmen, um Üben trotz Arbeit und Familienleben organisieren zu können...das macht sich deutlich leichter, wenn man weiß, welche Zeiten reserviert sind und ggf was man machen will, als das jeden Tag neu auszuhandeln. Heutzutage könnte ich mich ohrfeigen, mich während Schulzeit und Studium nicht besser organisiert zu haben, da war vergleichsweise Zeit im Überfluss.

Mich persönlich würden eher feste Ziele unter Druck setzen, a la "bis dann will ich das und das erreicht haben". Wenn man das nicht erreicht frustriert sowas unendlich, und noch schlimmer falls doch, dann geht das ja von vorne los :D
 

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